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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Medizinstudium mit Polyneuropathie (Schmerzen) in den Füßen?
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BeitragVerfasst: 24.01.16, 20:37 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.11.10, 15:21
Beiträge: 28
Hallo zusammen,

Ich bin 28 Jahre alt, arbeite als Physiotherapeut und habe vor ein Medizinstudium zu beginnen bzw. habe mich auch bereits beworben.

Nun wurde bei mir eine "Small Fibre Neuropathie" diagnostiziert. Dies ist eine seltene Form der PNP, welche leider noch sehr unerforscht ist.

Zu meiner Klinik/Symptomatik: Die Schmerzen traten vor einem 3/4 Jahr ganz plötzlich und unerwartet auf der Arbeit auf und seitdem verging quasi kein Tag ohne Schmerzen. Das Hauptproblem ist das Stehen auf der Stelle, da beginnen schon nach wenigen Sekunden/Minuten die starken Schmerzen in beiden Füßen und ich muss mich bewegen oder hinsetzen. Laufen ist auszuhalten, jedoch nach stundenlangen Rumlaufen setzen auch hier irgendwann Schmerzen ein.
Die ärztlichen Untersuchungen inkl. stationärem Aufenthalt in einer neurologischen Klinik blieben alle ohne Hinweis auf eine mögliche Ursache (i.d.R. Diabetes, HIV/Hepatitis...). Alles war unauffällig bzw. ohne Befund, bis natürlich auf die Hautstanzbiopsie, durch welche die SFN diagnostiziert wurde.
Aktuell nehme ich Lyrica, Linderung erfahre ich hierdurch jedoch kaum.

Das Problem an der Sache ist also das man keine prognostische Einschätzung abgeben kann und ich daher nicht weiß was diese Krankheit nun für meine Zukunft bedeutet. Es kann besser oder schlechter werden, man weiss es nicht. Ich arbeite aktuell immernoch in Vollzeit (90% Stehen/Laufen) und die Schmerzen quälen mich dort täglich. An freien Tagen/Wochenende lässt es sich gut aushalten da ich dann nicht stundenlang auf den Beinen bin, aber so wie die Krankheit bisher verläuft ist nicht daran zu denken ein Leben lang einen Beruf auf den Beinen auszuüben und ich wäre zu einer Umschulung o.ä. gezwungen wenn es nicht besser wird. Manchmal muss ich mich auf der Arbeit während der Behandlung hinsetzen weil es nicht auszuhalten ist.

Da ich Physio bin liegt mein größtes Interesse auch im Bereich der Orthopädie. Jetzt habe ich natürlich Zweifel weil man in diesem Bereich ja überwiegend auf den Beinen ist, vor allem im OP steht man ja stundenlang auf der Stelle und wie bereits erwähnt ist genau das bei mir aktuell kaum möglich vor Schmerzen.

Hat jemand hier eine Meinung dazu?
Erstmal das Studium beginnen falls ich eine Zulassung bekomme und schauen wie sich die Krankheit in den nächsten Jahren entwickelt? Zeit genug bietet das Studium ja. Ich möchte halt ungern umschulen und im Büro landen.
Trotzdem habe ich die Befürchtung das ich aufgrund der Krankheit einen Job machen muss der vorwiegend sitzende und hin und wieder laufende Tätigkeiten umfasst, aber im Moment sieht es halt so aus. Gibt es dort überhaupt "attraktive" Möglichkeiten nach dem Studium so das es in meiner Situation trotzdem eine richtiger Schritt sein kann?
Evtl beim MDK?

Bin für jede Meinung/Einschätzung dankbar...

Danke und freundliche Grüße,

Heinchen :wink:


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BeitragVerfasst: 28.01.16, 09:00 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

das Problem wird weniger sein, nach dem Studium und entsprechender Berufserfahrung einen "Bürojob" zu bekommen (MdK, Medizincontrolling,...), sondern, das Studium erst mal zu überstehen.
Es gibt praktische Pflichtteile im operativen Bereich und da wird nicht nur Stationsarbeit mit Visite auf Sie zukommen, sondern auch stundenlanges Hakenhalten im OP - bzw. auch Hautnähte und ähnliches, wobei Sie Ruhe und Konzentration benötigen.
Stelle mir das sehr schwierig vor.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 29.01.16, 19:04 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.11.10, 15:21
Beiträge: 28
Hallo und danke für Ihre Antwort.

Also ich bin mir relativ sicher wenn es "nur" über einen begrenzten Zeitraum geht werde ich das aushalten können und dabei auch konzentriert arbeiten. Ich mache mir eher Gedanken darüber den richtigen Weg einzuschlagen unter Berücksichtigung der Umstände, sprich auf einen Job hinarbeiten in dem mir die Füße nicht zwingend einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Ein schönes Wochenende euch allen :wink:


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BeitragVerfasst: 29.01.16, 20:20 
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DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
theoretisch möglichlich ist es schon. Du muss aber im Kauf nehmen, dass einige OPs gehen 4-8 Stunden. Man muss lang stehen können. Viele Sitzplätze im OP gibt es nicht. Bei die praktischen Teil kommst du nicht drum rum. Bei welche OPs du bist, kannst du nicht aussuchen. Schon als Psychologin steht man tlw. 4 Stunden im OP.

Die Frage ist auch - was ist mit die Hände? Ich habe 2 Finger die nicht richtig funktionieren - macht nähen extrem schwer und ich brauche 15 Minuten um nur 10 Fäden zu setzen. Bei einen Patient wäre das nicht zumutbar. Endoskopieren und andere Feinarbeit ist viel schwierige als es aussieht.
Gut dass ich keine Ärztin bin :-)

Wenn du Fachärztin werden willst, muss du eine bestimmten Anzahl an OPs durchgeführt haben. Orthopädie ist buchstäblich Knochenarbeit. Du brauchst Kraft.

Versuche einfach eine paar Wochen einen Praktikum zu machen. Geht oft in Unikliniken. Man darf manchmal auch mit ins OP. Dann kannst du sehen wie belastbar du bist. Gucke aber dass du vor OPs ausreichend isst.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 29.01.16, 21:28 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.11.10, 15:21
Beiträge: 28
Danke @Muppet...

Ich bin übrigens ein Mann :D Mein Nickname scheint da wohl nicht so eindeutig zu sein :P
Mit den Händen habe ich keine Probleme, es sind lediglich die Fußsohlen.
Bezüglich der Knochenarbeit: Ich bin 2m groß und aufgrund meines regelmäßigen Kraftsports sehr kräftig. Verbringe den Großteil meiner Freizeit im Sportstudio.

Ein mehrwöchiges Praktikum ist bei mir garnicht möglich da ich ja aktuell noch vollzeit arbeite und aufgrund von Fortbildungen dieses Jahr lediglich 15 Tage Urlaub habe. Während meiner Ausbildungszeit war ich schon in OPs dabei (Knie-TEP o.ä.), jedoch hatte ich dort natürlich noch keine Probleme mit den Füßen.


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