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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Berufswechsel - Jetzt noch Medizin studieren?
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BeitragVerfasst: 09.02.15, 08:40 
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Beiträge: 3
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin 34, Männlich, Wirtschaftsjurist - FB Insolvenzen. Also kein Rechtsanwalt, und damit kein "richtiger" Jurist, wie man oft genug gesagt bekommt. Warum bin ich kein RA? Dumm gelaufen, fehlberatung an der Uni ("nene, WiJu ist geauuu so gut wie Jura, nur, dass man halt kein RA wird sondern speziell auf die Bedürftnisse der Unternehmen ausgebildet wird. Genauuu was die suchen... !"), zu blauäugiger und obrigkeitshöriger Miru um den Braten zu riechen, bevor es zu spät war. Verschüttete Milch...

Meinen Job fand ich mal interessant und hatte auch das Gefühl für irgendwas gut zu sein. Mittlerweile gehe ich lustlos auf die Arbeit, angespannt inden Feierabend und demotiviert und frusrtiert ins Wochenende. Die Bezahlung ist mies, die "Sinnfrage" nur noch rethorisch.

Mein Betätigungsfeld ist überlaufen. Das ist ja nichts neues. Dementsprechend rar sind die guten Jobs und noch rarer die guten Bezahlungen.

Egal, ich spiele mittlerweile mit dem Gedanken, den Beruf komplett zu wechseln. Als ich nach dem Abi vor der Wahl eines Studiums stand waren meine Optionen: Jura und Medizin. Ich entschied mich für Recht. Weiß der Geier warum…

Der Sinn meines Posts:
Ich frage mich, ob es sich in meinem Alter noch lohnt auf Medizin umzuschwenken?
Mit 40 Berufsanfänger wäre bei Juristen ein Todesurteil. Bei Ärzten besteht aber, soweit ich mitbekomme, ein heftiger Mangel, während bei den Rechtsverdrehern Berufseinsteiger zum Feuermachen verwendet werden könnten.
Dazu kommt, dass meine Frau Ärztin ist und mir fast wöchentlich Horrorstories erzählt, was nun schon wieder für Pfeifen eingestellt wurden und ihr als Kollegen vor die Nase gesetzt wurden. Da gibt es die, die kein Wort deutsch sprechen, die, die keine Nadel legen können, die, die fachlich schon beim klopfen überfordert sind und die, die damit überfordert sind, eine [Tablette... Medikamentenname entfernt] aus dem Blister zu pulen (kein Witz). Offenbar wurde letztens sogar eine 50-Jährige Berufsanfängerin auf einer anderen Station eingestellt, weil man halt einfach jemanden gebraucht hat…

Lange rede kurzer Sinn: Denkt ihr, dass ist ne Schnapps-Idee (Ich denke das oft, denn das Studium dauert schon lange und ich bin keine 18 mehr) oder könnte das potentiell ein Schritt sein, den es sich zu machen lohnt…?

Freue mich über eure Einschätzung

Freundliche Grüße

Miru


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BeitragVerfasst: 09.02.15, 12:35 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 2261
Hallo,

ohne Ihnen Ihre Idee ausreden zu wollen (habe selbst schon mit dem Gedanken gespielt):
Die Dauer des Medizinstudiums ist das eine. Das andere ist, wie schnell man einen Studienplatz bekommt. Die Anzahl an Zweitstudienplätzen für Medizin beträgt meines Wissens nach ca. 2-3% aller Plätze. Und das Interesse daran ist offenbar groß.
Lesen Sie sich einfach mal bei hochschulstart.de die Voraussetzungen durch. Irgendwo gibts da auch Hinweise, für welche Voraussetzungen wie viele Punkte vergeben werden und mit welchen Punktzahlen man zuletzt Chancen hatte.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 09.02.15, 12:46 
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Registriert: 09.02.15, 08:15
Beiträge: 3
Hallo,

oh Wow, 12 Wartesemester.. Naja, dann war es dass mit dem Berufswechsel für mich.

Danke für die Antwort Anästhesieschwester.

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 09.02.15, 13:43 
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Registriert: 03.02.15, 14:43
Beiträge: 4
Ja leider muss man bei vielen Unis so lange warten, selbst mit einem sehr guten Uni-Abschluss.


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BeitragVerfasst: 12.02.15, 17:34 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
versuchen Sie es doch einmal bei der Bundeswehr. Zwar kommt es auch dort auf den Abiturschnitt an, ferner ist in Köln ein psychologischer Test zu absolvieren-aber die Chancen sind doch etwas besser.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 12.02.15, 18:15 
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Beiträge: 3
Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

interessanter Tipp.

Danke schön :-)


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BeitragVerfasst: 02.03.15, 10:20 
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DMF-Mitglied

Registriert: 07.07.14, 15:29
Beiträge: 31
Aber dann bitte auch anmerken, dass es bei der Bundeswehr mit einer Mindestverpflichtungszeit verbunden ist (12 Jahre)... Nach dem Studium einfach gehen, ist nicht.


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BeitragVerfasst: 02.03.15, 11:12 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
das stimmt nicht. Ich kenne 3 junge Kollegen, die als Stabsärzte/ Oberstabsärzte ausgeschieden sind-nach meiner Information sogar, ohne die gesamten Ausbildungskosten zurückzahlen zu müssen.
Dies macht eine neue Regelung möglich. Immerhin bekommen diese ja bereits während des Studiums ein Gehalt, was einem Leutnant entspricht und nach dem ersten Examen bereits steigt. Derartige " Tricksereien" bezeichne ich schon fast als Betrug.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 23.03.15, 18:57 
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Interessierter

Registriert: 18.03.15, 00:26
Beiträge: 18
Ich hatte mit 28 die Wahl, Medizin zu studieren. Ich nahm sie leider nicht an und bereue es bis heute..


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