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medizin-forum.de • Thema anzeigen - In Deutschland als Arzt arbeiten
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 Betreff des Beitrags: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.04.14, 00:15 
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Hallo zusammen,

ich habe eine Bekannte aus einem nicht EU Land die in Ungarn ihr Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen hat. Nun möchte Sie in Deutschland als Arzt arbeiten. Sie ist gerade dabei hier einen Sprachkurs zu besuchen um Ihre Approbation zu beantragen. Nun meine Frage: welche Arbeitschancen hat sie bis zu Ihrer Approbation? Gibt es da irgendwelche Möglichkeiten um vorab zu arbeiten da Sie ja auch ein Visum brauch damit sie den Sprachkurs weiterhin problemlos besuchen kann. Vielen Dank im Vorraus für Ihre Infos. MfG


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.04.14, 06:12 
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Beiträge: 4216
Hallo,
ein Job in die Forschung oder ein Pharmakonzern dürfte möglich sein (in die Forschung wird oft Englisch gesprochen). Die 2 Bereiche nehmen auch Psychologiestudenten gerade, daher als Ärztin dürfte es weniger problematisch sein.
Gruß
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.04.14, 08:36 
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Beiträge: 10906
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Guten Tag,
da sie ja nicht weiß, wann diese kleinen Hürden überwunden sein werden, dürfte eine reguläre Anstellung in der Pharmaindustrie schwer zu bekommen sein, da die Firma ja befürchten muß, dass die Bekannte sie bald wieder verlassen wird-wenn man bei dem Vorstellungsgespräch ehrlich ist.
Man könnte auch an ein Volontariat in einer Klinik denken, natürlich ohne Bezahlung, aber hilfreich für ihr weiteres Berufsleben. Wie das aber rechtlich heutzutage möglich ist, weiß ich leider nicht. Ich erinnere mich, einmal gelesen zu haben, dass man jemanden ohne Entgelt nicht einstellen darf. Kann man aber leicht in Erfahrung bringen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.04.14, 13:13 
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Beiträge: 3413
hallo,

sie kommt aus einem nicht EU Land, da stellt sich die Frage ob sie überhaupt eine Arbeitsgenehmigung bekommt, und wie sieht es mit der Aufenthaltsgenehmigung an. Ich weiß das nicht genau, denke aber dass das nicht so einfach ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.04.14, 17:34 
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Beiträge: 4695
Ach, ich mache mir da keine großen Sorgen, bei dem derzeitigen Ärztemangel. Ich kenne den Fall einer Ärztin aus Lettland, die über ein Jahr lang ohne volle Anerkennung der Approbation arbeitete.

Ihre Bekannte sollte sich direkt an die Chefärzte des Krankenhauses wenden, die dann gemeinsam mit der Verwaltung besprechen, mit wem von der Landesregierung sie telefonieren müssen. Wenn sie noch in Ungarn ist, sollte sie eine aussagekräftige Bewerbungsmappe zusammenstellen und diese den Krankenhäusern zukommen lassen, evtl. auch per E-Mail. Und natürlich sollte sie auch in der Bewerbung um Klärung des Problems bitten.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.04.14, 19:17 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3413
@ Humangus

sie wird wohl nicht aus Ungarn sein, weil Ungarn ja ein EU Staat ist, genau so wie Lettland.
So einfach ist das nicht wenn jemand aus einem nicht EU Land kommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.04.14, 22:05 
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Beiträge: 4695
Das mit dem nicht-EU-Land ist mittlerweile völlig irrelevant. Früher war für die Arbeitserlaubnis nötig, dass nachgewiesen wurde, dass kein Deutscher (oder EU-Bürger) die Stelle wollte, was schwierig war. Heute geht das problemlos - der Mangel!
http://www.aerzte-fuer-sachsen.de/arzt-in-sachsen/auslandische-arzte/ hat geschrieben:
Seit Juli 2011 können ausländische Ärzte, die aus Drittstaaten kommen, ohne die sogenannte Vorrangprüfung zum deutschen Arbeitsmarkt zugelassen werden. Voraussetzung für eine Zulassung ist, dass die Arbeitsbedingungen, vor allem die Höhe des Gehaltes, denen vergleichbarer inländischer Arbeitnehmer entsprechen. Für Neu-EU-Bürger (derzeit nur noch Rumänen und Bulgaren) und deren Familienangehörige gilt diese Verfahrensweise bereits seit 01.01.2009.

http://www.ungarnstudium.hu/index.php?kid=003003 hat geschrieben:
Außerhalb Ungarns ist die Anerkennung des in Ungarn erworbenen Diploms von den Bestimmungen des jeweiligen Landes abhängig. In den EU-Ländern ist das Diplom anerkannt.


Also: fehlt nur noch die deutsche Sprache. Aber auch hier: der Mangel machts möglich. Mit so manchem Kollegen im Krankenhaus ist die Kommunikation mittlerweile...interessant.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 08.11.15, 09:35 
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Registriert: 07.11.15, 09:45
Beiträge: 3
Wie Sie schon schreiben kommt es auf genau zwei Dinge:
- Anerkennung des Abschlusses als Arzt und Arztzulassung in Deutschland
- Sprachzertifikat

Dies ist sehr genau an verschiedenen Stellen im Internet definiert, welches die Vorrausetzungen sind und wie das genaue Vorgehen zur Anerkennung ist.

Ein sehr gute Übersicht über alle Schritte zur Anerkennung des Abschlusses und Sprachzertifkat findet sich hier:
Werbelink entfernt

Informationen zur Anerkennung des Abschlusses finden sich hier:
http://www.anerkennung-in-deutschland.de/

Alle Informationen zum Sprachzertifikat findet man beim Goethe Institut:
https://www.goethe.de/en/spr.html


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 08.11.15, 10:05 
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Sehr geehrte(r) bosanova,

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Mit freundlichem Gruss
Ihr DMF-Moderatorenteam

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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 23.11.15, 14:30 
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Registriert: 22.04.14, 23:53
Beiträge: 2
Hallo Zusammen,

jetzt hat sie es geschafft und Ihre Approbation in Deutschland erhalten. Nun, wie geht es weiter? Um in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, brauch man eine Arbeit und um Arbeit zu bekommen, eine Aufenthaltsgenehmigung.
Gibt es da vielleicht schon Erfahrungen?

Desweiteren musste Sie ein Formular unterschreiben, worin steht, dass Sie sich für die Bezirksregierung verpflichtet zu arbeiten. Ist das tatsächlich so?

Ich bedanke mich schonmal recht herzlich im Vorraus für Ihre Antworten.

viele Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 24.11.15, 09:48 
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Interessierter

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Beiträge: 15
Wohnort: Karlsruhe
Hallo,

weil ich den Post interessant fand, habe ich ein bisschen nachrecherchiert. Das sind jetzt keine Erfahrungswerte, aber auf der Seite die weiter oben schon fälschlicherweise als Spam markiert wurde (Sie wird auch vom BAMF ausdrücklich verlinkt), stellt sich der Sachverhalt deutlich in Behördendeutsch dar :).

FÜR AKADEMIKERINNEN UND AKADEMIKER: BLAUE KARTE EU hat geschrieben:
Wenn Sie einen deutschen oder einen ausländischen Hochschulabschluss besitzen, der in Deutschland anerkannt oder mit einem deutschen Abschluss vergleichbar ist, können Sie seit August 2012 eine „Blaue Karte EU“ erhalten. [...]Die Blaue Karte ist eine auf vier Jahre befristete Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis.


Da ihre Freundin ja schon die deutsche Approbation besitzt, ist Sie auch für die Blaue EU-Karte qualifiziert. Diese soll sie laut der Seite "erleichtert" bekommen können.

Viel Erfolg


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 Betreff des Beitrags: Re: In Deutschland als Arzt arbeiten
BeitragVerfasst: 24.11.15, 11:57 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
bin aus der EU aber hier unter das alten System umgezogen.
Damals war es so: man bewerbt sich, erhält eine Stelle. Mit der Zusage geht man zum Amt. Dann erhält man ein Aufenthaltserlaubnis/Arbeitsgenehmigung. Meins damals war nur für 1 Jahr. Nur ich verheiratet war, dann ein großzügigen 2 Jahren. Musste daher 3 mal verlängern bis es fristlos war. Nach Ablauf diese Genehmigung - hier bei der blauen 4 Jahren - geht man nochmal auf's Amt mit Nachweis, dass man ein Arbeit hat. Dann wird es verlängert. Hat man in dem Moment kein Arbeit, wird es schwierig.

Was sie primär sehen wollen, ist das man nicht vom Staat lebt oder leben wird. Alles anderes ist relativ egal.

kleine Haken an die Ganzen: Krankenhäuser Stellen in der Regel nur 1 Jahr Verträge aus. Teilweise kurzer, die dann immer verlängert werden.

Gruß
Muppet


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