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medizin-forum.de • Thema anzeigen - auf das Pflegegeld verzichten ?
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 Betreff des Beitrags: auf das Pflegegeld verzichten ?
BeitragVerfasst: 30.10.13, 19:49 
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Registriert: 12.05.13, 13:24
Beiträge: 148
Schwierige Frage, aber vielleicht hat doch jemand so einen Fall erlebt :

Heute 52-jährige Frau hatte jahrelang Pflegestufe 1, dann ging es ihr besser, sie meldete sich freiwillig bei der KK und wurde runter gestuft, also keine Pflege mehr . Jetzt durch neue Umstände schlimmer dran als damals , besonders schwierig, weil sie aufgrund ihres ungepflegten Zustandes( z. B. kann sie Stuhlgang nicht abputzen, sich nicht waschen bei Urininkontinenz,). sowie der Unmöglichkeit Prothesen anzuziehen, keine Arztbesuche mehr macht. Sie ist Single, keiner da, der hilft, und sie riecht tatsächlich und schämt sich. Daher wieder Hilfe beantragt.

Ich war beim Gutachten dabei, wir hatten beide ein gutes Gefühl und sind sicher zumnidest von Stufe 1 ausgegangen,( ich kenne mich aus mit den Zeitkorridoren ). Aber es wurden nur 29 Min. Pflegebedarf anerkannt , die Begründung ist schlicht haarsträubend, z. B. nur einmal am Tag Toilettengang, nur einmal wöchentlich Dusche . Keine Frage, da muss ein Widerspruch her. Aber: sie fühlt sich wie ein Schmarotzer behandelt und ist dadurch und auch schon durch andere demütigende Erfahrungen tief verletzt. Jetzt lehnt sie jedes Geld ab, will die zunehmende Verwahrlosung hinnehmen, hat resigniert . Das mag unbegreiflich klingen, aber sie ist extrem erschöpft, und das ist anhand ihrer Lebensgeschichte schon begründet.

Was tun ? Wir befürchten,dass dies völlig falsche Pflegegutachten ihr auch längerfristig Schwierigkeiten machen könnte. Das ist ja sozusagen ein schriftlicher Beweis, dass sie fit ist . Sie hat sich bereit erklärt, den Widerspruch einzureichen,aber nur mit dem Zusatz, dass sie bei Erfolg auf das Geld verzichten will. Um ja nicht als Schmarotzerin da zu stehen .
Geht das überhaupt ? Kann man eine Pflegestufe haben , aber Hilfe und Geld ablehnen ? Wir neigen dazu, ihr das tatsächlich so zu raten, wenn sie aus Stolz kein Geld mehr nehmen kann. Nur , wie wird die KK reagieren ?

Meinungen und Erfahrungen dazu ? Besten Dank.


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 Betreff des Beitrags: Re: auf das Pflegegeld verzichten ?
BeitragVerfasst: 01.11.13, 23:15 
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noch neu hier

Registriert: 01.11.13, 22:57
Beiträge: 1
Hallo,

Ich habe noch nicht davon gehört, das man auf das Pflegegeld verzichten kann, die meisten sind ja froh, wenn es nach mehrmaligen ablehnungen endlich kommt :wink:
Vieleicht kann man der Dame um die es geht erklären, das sie sich nicht wie eine Schmarotzeerin fühlen muss, diese Ablehnungen und falschen einstufungen passieren täglich und es ist ganz normal , wenn man öfter Wiederspruch gegen diese Entscheidungen einlegen muß, ich spreche da aus Erfahrung, ich arbeite seit 12 Jahren in der Pflege :wink:

Ich hoffe das die Dame ihre resignation wieder augibt und ihren Kampfgeist wieder findet, denn wenn es ihr so schlecht geht, steht ihr diese Geld zu und heutzutage sollte man den Pflegekassen kein geld schenken, denn die schenken einem auch nichts.

_________________
IMMER IM KAMPF GEGEN UNGERECHTIGKEIT UND UNVERNUNFT!!!!!
NUR ZUSAMMEN SIND WIR STARK!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: auf das Pflegegeld verzichten ?
BeitragVerfasst: 25.02.14, 15:47 
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Interessierter

Registriert: 14.02.14, 13:52
Beiträge: 19
Hallo,

das ist ja wirklich traurig, was du schreibst. Ich habe auch einen ähnlichen Charakter in der Familie. Der Mann ist wirklich arm, hat einen schwer behinderten kleinen Sohn und lehnt schöne und gute Kleidungen für ihn von anderen Familienmitgliedern ab. Immerhin wäre das was, aber er sagt immer nein. So kann ich dich gut verstehen, wie schwierig ist es mit manchen zu reden, weil sie ja wirklich stolz sind! Die Sache ist, der Frau steht das Pflegegeld zu. Sie muss auch überlegen, was wird passieren, wenn sie jetzt das Geld ablehnt und in Zukunft noch mehr Hilfe braucht? Da wird es noch schwieriger das Geld zu bekommen! Ich würde ihr das nochmal ruhig erklären und das Geld nicht ablehnen.

_________________
"Alt wird man wohl, wer aber klug?"
Johann Wolfgang von Goethe


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