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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wer kann mir ein paar Tips geben?
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 Betreff des Beitrags: Wer kann mir ein paar Tips geben?
BeitragVerfasst: 11.08.08, 15:47 
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Registriert: 11.08.08, 15:29
Beiträge: 6
Hallo,
ich habe vor Jahren den Grundkurs Basale Stimulation als Anteil einer anderen Weiterbildung gehabt. Aber erinnere mich nicht mehr an alles.
Jetzt habe ich aber einen Patienten in der 24h Versorgung bei dem ich glaube ihm viel unterstützung bieten zu können. So war damals in diesem Kurs eine Technik vorgeführt worden bei der zB. der Arm mit einem Tuch gewickelt und abgewickelt wurde.
Weiß jemand wo ich solche Techniken nochmals nachlesen kann?
Vielen Dank für eure Hilfe


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BeitragVerfasst: 15.08.08, 11:43 
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Beiträge: 128
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Hallo Laya,

erzähle doch ein bisschen mehr über diesen Patienten, dann ist es sicherlich möglich, Pflegeangebote zu entwickeln... Wenn wir über Pflege mit dem Konzept der Basale Stimulaiton in der Pflege sprechen, dann sprechen wir über Pflegeangebote, Basale Stimulation ist keine Technik, die angewendet wird...

Schau dir den Menschen, den du pflegst genau an... nimm genau wahr, was er momentan braucht. Das kann an einem Tag eine belebende Waschung sein, am anderen Tag eher die Atemstimulierende Einreibung...

Was ist das Ziel deines Patienten?

Gib uns ein bisschen mehr Info's über diesen Menschen.

liebe Grüße

Bettina

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BeitragVerfasst: 16.08.08, 14:52 
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Interessierter

Registriert: 11.08.08, 15:29
Beiträge: 6
Eigentlich wollte ich ganz gezielt Techniken wie die von mir beschriebene suchen. Da ich nichts finden konnte, habe ich mich an dieses Forum gewandt, da ich hoffte jemand hatte diese oder ähnliche Übungen im Kurs auch und kann mir helfen.

Mein Pat. befindet sich in der Remission nach schwerem Schädel-Hirn-Trauma mit vielen Komplikationen.

Und die Übung hätte ich gerne zur Wahrnehmungssteigerung an der hemiplegischen Körperhälfte angewandt.


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BeitragVerfasst: 18.08.08, 21:35 
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DMF-Moderator

Registriert: 09.10.04, 14:45
Beiträge: 219
Wohnort: 82418 Murnau
Hallo laya,
es ist prima, dass Sie sich wieder an die Basale Stimulation erinnern, denn ich denke auch, dass es genau für die Patientengruppe Z. n. schweren Schädelhirntrauma viele wichtige Angebote zur Wahrnehmungsförderung gibt. Bettina hat ja schon angedeutet, dass mehr hinter der Basalen Stimulation als nur die Technik steckt.
Da Sie schreiben, der Grundkurs ist schon einige Jahre her, würde ich Ihnen tatsächlich ein Aufbauseminar empfehlen, aber danach haben Sie ja nicht gefragt.

Gut, dann zum Nachlesen würde ich Ihnen unsere Homepage www.basale-stimulation.de empfehlen, wobei für die Auffrischung schon mehr das Grundlagenbuch von Chr. Bienstein und A. Fröhlich in Frage kommen sollte. Sie finden auf unserer Homepage unter Pflege - Bücher eine Menge Anregungen.
Um aber auch noch kurz auf das Angebot einzugehen, dass Sie hier meinten, könnte die vestibuläre Stimulation gemeint sein, dass Sie den Arm mit samt der Hand in ein Handtuch einwickeln und z. B. im Atemrhythmus des Patienten auf und ab bewegen. Somit könnten Sie auch gleichzeitig versuchen, Kommunikation mit dem Patienten aufzunehmen. Je nach dem, wie er es annehmen kann. Voraussetzungslos ausprobieren, nicht überfordern. Vielleicht wäre auch eine neurophysiologische Ausstreichung ein passendes Angebot, wenn Sie versuchen möchten, die Wahrnehmung der Körpermitte anzuregen. Also noch einmal, ich finde es gut, dass Sie die Basale Stimulation in Betracht ziehen, viel Erfolg wünsche ich Ihnen und Ihrem Patienten,
viele Grüße
Peter Estner


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BeitragVerfasst: 20.08.08, 09:35 
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Registriert: 08.11.04, 16:03
Beiträge: 128
Wohnort: Bayern
Hallo Laya,

Peter hat ja schon einiges beschrieben, was mir noch einfällt wäre das Thema "vibratorische Stimulation"... Dazu bräuchtest du ein kleines vibrierendes Massagegerät (kein Vibrax!), setzt an den großen Gelenken an (Schulter, Ellenbogen, Handgelen, Becken, Knie und Sprunggelenk) N I C H T direkt auf den Knochen drauf, lege erst mal deine Hand dazwischen, dass es nicht zuviel für den Patienten wird und dass es nicht weh tut... vor allem stimuliere beide! Seiten und beobachte den Betroffenen genau, denn dieses Angebot kann auch mal eine Spastik auslösen. Durch die Vibrationen, die ja über die Knochen weitergeleitet werden, ist es für den Betroffenen möglich, seinen Arm bzw. sein Bein wieder als Ganzes zu spüren. Dieses Gefühl zaubert oft ein Lächeln auf die Gesichter "meiner" Patienten.

Wie Peter schon geschrieben hat, die Neurophysologische Ausstreichung oder Körperpflege, um dem Betroffenen seine Körpermitte bzw. überhaupt seinen Körper, der ja durch das Ereignis Hemiplegie völlig aus dem Gleichgewicht bzw. seiner Mitte ist wieder Orientierung zu geben.

Aber eine Auffrischung des Konzepts durch einen Refreshertag oder einen Aufbaukurs oder auch durch die tollen Bücher, die es zu diesem Thema gibt wäre sehr lohnenswert... aber Vorsicht, es besteht "Suchtgefahr"... mich lässt dieses Konzept nicht mehr los.

fröhliche Sommersonnengrüße aus Franken

Bettina

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BeitragVerfasst: 22.08.08, 17:27 
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Interessierter

Registriert: 11.08.08, 15:29
Beiträge: 6
Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Ich finde absolut das ihr recht habt. Bei diesem aktuellen Patienten habe ich mir natürlich nochmal Bienstein - Basale Stimulation, Nydahl - Wachkoma und andere Bücher zur Brust genommen. Nur diese eine Übung konnte ich da halt garnicht finden.

Ich persönlich versuche halt immer für jeden Patienten ganz individuell aspekte der verschiedenen Pflegemodelle zu kombinieren. Es ist ja leider nicht immer alles möglich, und auch nicht immer richtig , aber sovieles miteinander zu kombinieren.


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BeitragVerfasst: 22.08.08, 19:29 
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DMF-Moderator

Registriert: 09.10.04, 14:45
Beiträge: 219
Wohnort: 82418 Murnau
Liebe Laya,
tut mir leid, aber diese Übung kenne ich jetzt auch nicht so genau. Vielleicht hat die Praxisbegleiterin, bei der Sie das Seminar besucht haben, eine Abwandlung eines somatischen Angebots vorgestellt. Wenn Sie eine Ausstreichung beim Patienten machen und ein "Medium" dazwischen nehmen, also nicht mit den bloßen Händen, dann wollte sie bestimmt damit zeigen, wie der Unterschied ist. Gerne nehme ich mir trockene Waschlappen für die Ausstreichung, um eben nicht Haut auf Haut zu haben. Es ist das deutlichere Spüren und auch Nähe und Distanz das Thema. So gebe ich dem Patienten auch ein wenig Schutz vor mir, schließlich kennt der Patient mich nicht ... dabei modeliere ich sehr gerne auch die Gelenke genau nach, auch hier spürt der Patient mehr seinen Körper als Ganzes. Aber das wissen Sie ja schon bereits, tut mir jetzt leid, Ihnen keine wirkliche Hilfe geben zu können. Hoffen wir, dass sich noch jemand meldet. Ein anderer Tipp wäre, was ich machen würde, ich würde einfach die Praxisbegleiterin einmal versuchen zu kontaktieren, bei meinen Seminaren gebe ich den Teilnehmer/innen immer meine E-Mail Adresse mit, denn oft kommen die Fragen erst hinterher. Jetzt wünsche ich noch einmal viel Erfolg und alles Gute, :lol:
viele Grüße
Peter Estner


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