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 Betreff des Beitrags: K√∂nnt ihr mir da weiterhelfen?
BeitragVerfasst: 15.05.07, 09:23 
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Zuletzt geändert von Nualata am 31.05.07, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.05.07, 14:54 
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Hallo Nualata,

so, ich hab nach Fallbeispielen geschrien, jetzt hab ich eins... also sollte auch eine Antwort kommen *lach*...

Ich komme aus dem Bereich der Pflege und kann mir die Situation nicht wirklich gut vorstellen... stell doch das Mädchen etwas genauer vor...

In welchen Situationen tritt dieser starke Hypertonus auf?

Wo lebt das Mädchen zu Hause, ist sie im Heim, ist sie in einem Krankenhaus arbeitest du mit ihr als Krankenschwester oder als Heilerziehungspflegerin?

Was könntest du dir vorstellen, was das Mädchen bräuchte, um nicht zu krampfen oder auch aufzuhören zu krampfen?

Ist medizinisch schon abgeklärt weshalb sie krampft?

Was bedeutet Behinderung unklarer Genese (das ist v√∂lliges Neuland f√ľr mich, die Behinderungen)

Woher und wie gut kennst du das Konzept Basale Stimulation?

Ich hoffe mal, dass ich dich jetzt nicht völlig verschreckt habe, oder verscheucht habe, ich bin nur neugierig und gespannt auf deine Antworten...

Viele liebe Gr√ľ√üe

Bettina

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BeitragVerfasst: 18.05.07, 09:35 
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Zuletzt geändert von Nualata am 31.05.07, 19:34, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 24.05.07, 07:02 
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Hallo Nualata,

sorry, dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte etwas Arbeits-, Schönwetter- und "Omasitting"-Stress...

Da ich aus der Pflege komme, kann ich dir auch nur recht "allgemein" antworten...

Die Basale Stimulation ist kein Konzept, das "Heilen" oder "Therapieren" will... wir wollen genau wahrnehmen, was braucht der Mensch in dem Moment an positiven Angeboten... der Mensch, um den es geht braucht nichts "mitbringen" wir machen Angebote, die angenommen bzw. auch abgelehnt werden können vom Betroffenen...
Wir schauen, was und ob sich etwas entwickelt und fördern dann auch diese Entwicklung...

Du hast in deinem Posting geschrieben, dass das M√§dchen ruhiger wird, wenn jemand bei ihr ist, w√§hrend der Kr√§mpfe... wenn jemand ihre Hand streichelt und einfach da ist und sie in den Arm nimmt... wenn sie es zul√§sst, tut es... auch danach, dass sie wieder Orientierung in ihrem "ver-r√ľckten" K√∂rper bekommt... das bedeutet Basale Stimulation... es ist kein "Zauberwerkzeug" sondern manchmal "nur" f√ľr den anderen dasein, ihm zeigen, du bist mir wichtig und ich will dir helfen, deine Kr√§mpfe irgendwie durchzustehen.

Aber wie schon in der PN geschrieben, erkundige dich einfach nochmal bei den Pädagogen, vielleicht haben die mehr Ideen... schau unter www.basale-stimulation.de und geh dann auf Pädagogik.

viele liebe Gr√ľ√üe

Bettina

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BeitragVerfasst: 29.05.07, 10:45 
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Liebe Nualata

auf deine Anfrage m√∂chten wir dir von der Seite der P√§dagogik auch gern antworten. Wie Bettina schreibt ist es ein wichtigen Anliegen die Basale Stimulation als lebensbegleitendes, auf die einzelne Person bezogenes Angebot zu verstehen. In dem Wissen darum, dass es nicht DAS eine Angebot f√ľr DEN einen Fall gibt.
Ich meine, du hast eine gute Beobachtungsgabe und genau diese stellt die Basis f√ľr dein Handeln.
Ich stelle hier einen Beitrag von einer Multiplikatorin aus der Schweiz ein. Ich möchte Dir anbieten Dich bei Interesse mit uns per e-Mail in Verbindung zu setzen.

Ich glaube auch, dass es sich hier um ein anderes Phänomen handelt als um epileptische Anfälle. Jedenfalls dauern diese ja nicht bis zu 30 - 45 Minuten, sonst käme der Mensch wohl in einen Epi-Status. Es muss ein anderes neurologisches und sehr komplexes Geschehen sein, diese Krämpfe.

Ich kenne einen jungen Mann, schwerst mehrfachbehindert, 18-j√§hrig. Er hat auch ohne sichtbare √§ussere Einfl√ľsse oft eine Art Anf√§lle, die wie Epi-Anf√§lle aussehen, aber auch keine sind. Jedoch dauern sie h√∂chstens 1 - 5 Minuten. Es scheint einen Zusammenhang zu geben mit seiner Spastizit√§t. Die Mutter will keine Medikamente geben und sagt, dass diese Anf√§lle ihrem Kind auch nicht schaden. Sie betrachtet diese Anf√§lle als eine Reaktion des K√∂rpers, der irgendetwas verarbeitet oder nicht richtig steuern kann. Allerdings ist der junge Mann anschliessend sehr gut drauf und schreit nicht, wie bei dieser Frau beschrieben. Man hat sogar das Gef√ľhl, dass er nachher wieder pr√§senter und aufnahmef√§higer ist.
Die Mutter reagiert w√§hrend diesen Anf√§llen, die auch nicht zu beeinflussen sind, sehr nat√ľrlich. Sie spricht mit ihrem Kind, sagt √∂fters den Namen und versucht, ihn verbal wie zur√ľckzuholen, aber sehr liebevoll, fast humorvoll. Sie glaubt, dass sie dadurch wenigstens hin und wieder die Dauer der Anf√§lle etwas verringert.

Nun kann man nat√ľrlich √ľberhaupt nicht mit dieser jungen Frau vergleichen. Es ist mir einfach nur gerade dieser Mann in den Sinn gekommen.

Abgesehen davon glaube ich nicht, dass die Basale Stimulation irgendeinen direkten Einfluss auf solche neurologischen Abl√§ufe haben kann. Wenn ja auch Medikamente nichts bringen, so heisst das wohl, dass wir diesem Geschehen gegen√ľber hilflos sind.

Was ich aber denke, man sollte sich mehr auf die Phase danach konzentrieren: Warum schreit die Frau anschliessend so lange? Was bedeutet dieses Schreien? Ist es Angst, Schmerzen oder der Schock, den sie während des Anfalls erlebt oder andere Dinge, die sie dabei erlebt? Verliert sie irgendwelche Orientierung?
Vielleicht findet man ja darauf auch keine klare Antwort. Aber es lohnt sich doch, diese Fragen zu stellen und auch mit ihr das verbal anzusehen. Sie scheint ja jemand zu sein, die auch Sprache versteht.
Dann sollte man vielleicht schauen mit ihr, was sie in dieser anschliessenden Schreiphase braucht: Verbale Begleitung, irgendwelche Sicherheit durch festes Gehalten werden, immer die gleiche Musik, die Sicherheit und Orientierung gibt, usf. usf.
Hier scheint mir, sollte man sich vorallem Gedanken machen und sich etwas einfallen lassen oder halt vorschlagen, ausprobieren.

Auch finde ich in einem solchen Fall immer wieder wichtig, dass man mit dem betr. Menschen ausserhalb der Situation (d.h in der Zeit, wo sie keinen Anfall hat) mit ihm dar√ľber offen spricht, die Dinge verbalisiert und auch unsere Schwierigkeit, Hilfe anzubieten und zu verstehen, ehrlich und in Worten zugibt.
Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass auch schwer behinderte Menschen irgendwie etwas mitbekommen, wenn man mit ihnen auch √ľber ihre leidenden Seiten spricht, dies offen mit ihnen teilt. Dies ist f√ľr mich ein Ernstnehmen des behinderten Menschen in seiner ganz pers√∂nlichen Situation. Wie schlimm muss es doch sein, wenn ich selber so etwas erleben w√ľrde und kein Mensch spricht mit mir dar√ľber!!!!!

Dann sollte man sich auch nicht allzu sehr nur auf diese Situation konzentrieren. Jedenfalls scheint die Frau ja auch ein fr√∂hlicher Mensch zu sein, Interessen zu haben und von ihrer Behinderung her ist sie sicher dankbare Abnehmerin f√ľr basale Angebote.
Aber das muss ja nicht unbedingt im Zusammenhang mit dieser Anfalls-Situation sein. Trotzdem wissen wir nie, ob solche Angebote irgendwann auch einen indirekten Einfluss haben könnten.



Liebe Gr√ľ√üe
Anja


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