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medizin-forum.de • Thema anzeigen - "Krampfen" in Aufwachphase nach Koma
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 Betreff des Beitrags: "Krampfen" in Aufwachphase nach Koma
BeitragVerfasst: 15.09.13, 20:30 
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Beiträge: 7
Hallo allerseits,

meine Mutter liegt seit sieben Wochen im Koma. Jetzt ist es eher irgendwas zwischen "wachsein" und wachkoma. Nun Krampt sie immer mit ihren armen nach oben und verzieht ihr gesicht. Hat jemand damit oder ähnlichem erfahrung? Wir wissen nicht so recht, wie wir damit umgehen sollen.

Vielen Dank schon mal.

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 02.10.13, 21:26 
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Beiträge: 11
hallo anni27,

was ist denn die 'grunderkrankung' deiner mutter?
und meinst du mit 'krampfen', dass sie sich verkrampft, vll unkoordiniert bewegt oder, dass sie 'neurologisch' krampft?

tut mir sehr leid zu hören, dass ihr schon so einen langen weg hinter euch habt!

_________________
Neuling auf der Intensivstation


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BeitragVerfasst: 02.10.13, 23:35 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4215
Hallo,
kam es zu einen Sauerstoffmangel oder Hirnverletzung/Schlaganfall?
Epilepsie ausgeschlossen?
Alles Gute
Muppet


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BeitragVerfasst: 03.10.13, 21:48 
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Guten Abend ihr beiden,

ich fasse meine antwort jetzt mal zusammen.

Die Grunderkrankung, wenn man das so nennen kann, war ein Herzstillstand mit Reanimation. Ausgelöst wurde der Stillstand durch Stress (Herz schlägt immer langsamer bis zum stillstand, dadurch auch kurzzeitig Wasseransammlung in der Lunge) Die Reanimation erfolgte auch sofort durch Ersthelfer, leider aber auch Sauerstoffmangel.
Körperlich ist meine Mutter völlig gesund, dies sind nur die Folgen der Rea. Es sind jetz gleich 10 Wochen und nun wird sie als Pflegefall entlassen, da keine Aussicht auf weitere Besserung besteht. :-(
Das "Krampfen" kommt ganz willkürlich und Epilepsie wurde ausgeschlossen. Die Ärzte können sich das nicht so recht erklären habe ich das Gefühl. Ich hoffe nur, dass mein Vater jetzt nicht aufgibt, denn ich bin der Meinung dass sie, trotz der negativen Prognosen, sehr viel mitbekommt. Aber es ist sehr schwierig, weil man einfach nicht so recht damit umgehen kann, bzw. die Mimik deuten kann (Schmerzen? allgemeine Unzufriedenheit? oder gar keine bedeutung?)

@mariko: Sie krampft die Finger zur Faust, hat die Arme gebeugt und zieht diese zur Brust nach oben. Ich bin mir nicht sicher, ob das unkontrolliert ist, da es auf mich eigentlich den Eindruck macht, als ob Sie die Arme mehr oder weniger bewusst (als eine Art Kommunikation) nach oben zieht.

LG Anni27


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BeitragVerfasst: 04.10.13, 19:58 
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Beiträge: 11
anni27 hat geschrieben:
Die Grunderkrankung, wenn man das so nennen kann, war ein Herzstillstand mit Reanimation. Ausgelöst wurde der Stillstand durch Stress (Herz schlägt immer langsamer bis zum stillstand, dadurch auch kurzzeitig Wasseransammlung in der Lunge) Die Reanimation erfolgte auch sofort durch Ersthelfer, leider aber auch Sauerstoffmangel.


wenn eine hypoxischer hirnschaden festgestellt wurde, dann erklärt das leider sicher einen großteil der defizite mit denen deine mama im moment zu kämpfen hat.
und großes lob an die ersthelfer, dass sie die reanimation begonnen haben.


anni27 hat geschrieben:
Körperlich ist meine Mutter völlig gesund, dies sind nur die Folgen der Rea. Es sind jetz gleich 10 Wochen und nun wird sie als Pflegefall entlassen, da keine Aussicht auf weitere Besserung besteht. :-(


ich kann aus deiner beschreibung mit dem "stress" leider nicht genau erkennen, warum deine mama einen herzstillstand bekam. doch eines steht fest, das herz oder etwas anderes deiner mama war nicht völlig gesund, denn sonst wäre es nicht zu diesem drastischen ereignis gekommen.

anni27 hat geschrieben:
Das "Krampfen" kommt ganz willkürlich und Epilepsie wurde ausgeschlossen. Die Ärzte können sich das nicht so recht erklären habe ich das Gefühl. Ich hoffe nur, dass mein Vater jetzt nicht aufgibt, denn ich bin der Meinung dass sie, trotz der negativen Prognosen, sehr viel mitbekommt. Aber es ist sehr schwierig, weil man einfach nicht so recht damit umgehen kann, bzw. die Mimik deuten kann (Schmerzen? allgemeine Unzufriedenheit? oder gar keine bedeutung?)

@mariko: Sie krampft die Finger zur Faust, hat die Arme gebeugt und zieht diese zur Brust nach oben. Ich bin mir nicht sicher, ob das unkontrolliert ist, da es auf mich eigentlich den Eindruck macht, als ob Sie die Arme mehr oder weniger bewusst (als eine Art Kommunikation) nach oben zieht.


ich kann deine einstellung sehr gut verstehen, dass du davon überzeugt bist, dass deine mama viel mitbekommt. ich selber gehe auch bei jedem meiner patienten davon aus, denn bloß weil sich ein mensch nicht mitteilen kann, heißt es nicht, dass er nichts mitbekommt, auch wenn es vll nicht das verstehen von worten, aber das wahrnehmen von veränderung ist. und du hast recht, das deuten von mimik und gestik kann unendlich schwer sein - verlass dich auf deine intuition, du bist die tochter und kannst vor allen krankenpflegern und ärzten verstehen, was deine mama vielleicht braucht.
öffnet sie die augen? fixiert sie personen? kann sie auf aufforderung z.b. die hand drücken?

ob bewegungen zielgerichtet sind oder nicht, da gehen meinungen so oft auseinander. ist deine mama auch von neurologischer seite gründlich abgeklärt worden?

_________________
Neuling auf der Intensivstation


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BeitragVerfasst: 05.10.13, 19:04 
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Beiträge: 7
Hallo Mariko,

neurologisch wurde alles abgeklärt. Sie hatte 2 Wochen, bevor das passiert ist noch ein langzeit EKG und langzeit Blutdruck. Da war alles in Ordnung. Umgangssprachlich wird das, was sie hat auch als Broken-Heart-Syndrom bezeichnet. (Privat sehr viel psychischer Stress die letzten Jahre: Mobbing im Job, Vater beide Beine amputiert, Mutter erst Herzinfarkt dann langsam Dement und Dialyse ->Meine Mutter hat beide zuhause mit ihrem Neffen gepflegt bis zum Tod Ihrer Mutter, Mein Vater hatte Darmkrebs, meine Schwester eine Fehlgeburt.) Alles in allem war das sehr viel in den letzten ca. 3-4 Jahren.

Die Augen öffnet Sie seit kurzem immer mal wieder (allerdings nicht lange) Sie "sucht" manchmal mit Ihrem Blick, manchmal ist es aber eher so, als ob Sie durch einen hindurch schaut. Leider kann Sie auf aufforderung gar nichts machen. Aber wenn Sie sich anders hinlegen möchte, hebt sie den Kopf und verzieht ihr gesicht. Das haben wir inzwischen zu deuten gelernt. Ein kleiner Anfang. Sie wird nun in ca 4 Wochen entlassen und wir haben uns für eine Intensivpflege in einer Zweitwohnung entschieden. Ich hoffe dass sie vielleicht in "heimischen Umfeld" etwas mehr reaktionen zeigt (Sie hat eine Abneigung gegen Kliniken und ist ein absoluter familienmensch)

Arbeitest du mit solchen Patienten?


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BeitragVerfasst: 05.10.13, 22:36 
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Beiträge: 11
anni27 hat geschrieben:
neurologisch wurde alles abgeklärt.


das ist schonmal sehr gut, die ergebnisse scheinen eher wage gewesen zu sein?

anni27 hat geschrieben:
Umgangssprachlich wird das, was sie hat auch als Broken-Heart-Syndrom bezeichnet.


ah okay, vielen dank. jetzt weiß ich was du mit stress meintest.
hat die herzfunktion sich wieder normalisiert?

anni27 hat geschrieben:
Die Augen öffnet Sie seit kurzem immer mal wieder (allerdings nicht lange) Sie "sucht" manchmal mit Ihrem Blick, manchmal ist es aber eher so, als ob Sie durch einen hindurch schaut. Leider kann Sie auf aufforderung gar nichts machen. Aber wenn Sie sich anders hinlegen möchte, hebt sie den Kopf und verzieht ihr gesicht. Das haben wir inzwischen zu deuten gelernt. Ein kleiner Anfang. Sie wird nun in ca 4 Wochen entlassen und wir haben uns für eine Intensivpflege in einer Zweitwohnung entschieden. Ich hoffe dass sie vielleicht in "heimischen Umfeld" etwas mehr reaktionen zeigt (Sie hat eine Abneigung gegen Kliniken und ist ein absoluter familienmensch)

Arbeitest du mit solchen Patienten?


ich arbeite auf einer neurologisch-anästhesiologischen intensivstation.

ihr scheint einen guten weg mit eurer mama zu gehen - ich habe gesehen, dass du einen thread dazu eröffnet hast, wie du selber mit der belastung umgehst und du hast völlig recht, ihr müsst euch alle eure kräfte einteilen und niemand wird euch böse sein, erst recht nicht eure mama/frau/tante/oma selber.

macht weiter so, mit viel kraft und geduld.

_________________
Neuling auf der Intensivstation


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BeitragVerfasst: 06.10.13, 18:18 
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Beiträge: 7
Ja ich denke die Ergebnisse sind schon eher wage, aber das einzige was wir wissen.
Die Herzfunktion hat sich normalisiert. Klar besteht weiterhin die Chance, dass es sich wieder verschlechtert, aber im Moment ist Sie stabil und für den Falle eines nochmaligen Stillstandes haben wir (Mein Vater, meine Schwester und ich) gegen eine weitere REA entschieden.
Wir versuchen, es ihr sowie auch uns so angenehm wie nur möglich zu machen und ich denke wir sind auf einem guten Weg. (Zum Glück haben wir einen super zusammenhalt und ganz klasse Freunde die uns sehr unterstützen).

Vielen lieben Dank für deine Antworten. Das hat mir die letzten Tage sehr geholfen :-)


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BeitragVerfasst: 08.01.14, 20:45 
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Registriert: 23.12.13, 19:56
Beiträge: 13
Hallöchen liebe User

Ich weiß jetzt nicht ob ich hier richtig bin, aber ich versuche es mal.Wer kann mir bitte weiter helfen, habe einen Anästhesie (OP) Bericht von mir. Und würde den, gerne mal erklärt haben.

Weis jemand wie man das anstellen kann. Habe überhaupt keine Ahnung, wer mir da helfen kann. Würde mich freuen wen mir da jemand weiter helfen könnte. Im Voraus vielen dank.

Liebe Grüße

Elmchen


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