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medizin-forum.de • Thema anzeigen - chronische Kopfschmerzen - Kieferorthopädie
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BeitragVerfasst: 16.01.14, 10:31 
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Interessierter

Registriert: 16.01.14, 10:09
Beiträge: 5
Hallo,

ich habe leider weder per SuFu noch im Internet sonderlich viele Informationen zu meinem "Problem" gefunden, weshalb ich hier mal um Rat frage.

Ich habe seit über zehn Jahren chronische Kopfschmerzen. Schon als Kleinkind hatte ich teil sehr heftige Migräneanfälle mit Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, usw. Das ließ nach ein paar Akupunktursitzungen von der Häufigkeit der Anfälle nach, als ich etwa 9-10 Jahre alt war. Seitdem bekomme ich Migräne nur noch alle paar Wochen mal, das lässt sich aushalten.
Anders liegen die Kopfschmerzen. Ich bin in den letzten zehn Jahren mehrfach komplett auf den Kopf gestellt worden mit Röntgen, CT, Kernspins, EEGs, Rücken wurde betrachtet, die Zähne ebenfalls, ich bin zweimal an der Stirnhöhle operiert worden, mir wurde die Nasenscheidewand begradigt, etc. pp. Am Ende hieß es immer: "Stress."

Meinem Freund fiel vor einigen Monaten auf, dass ich immer die Wände hochgehe, wenn er mir falsch an die Wange fasst. Soll heißen: Mir tut der Bereich hinter dem Unterkiefer, unterhalb des Ohres bei Druck ganz übel weh. Das kam mir irgendwie bekannt vor.
Mit 12 oder 13 (ich bin jetzt 23) wurde ich vom Zahnarzt zum Kieferorthopäden geschickt, weil meine Zähne wie Kraut und Rüben wuchsen (ich bin mit 2 Jahren mal mit dem Kopf bei einem Sturz auf dem Gesicht gelandet, habe mir dabei zwei Zähne ausgeschlagen) und mein Biss "nicht ganz richtig" war: Kreuzbiss und Unterkiefer zu weit vorne. Es hieß: "Wenn wir das nicht korrigieren, dann wirst du irgendwann ganz schlimme Schmerzen im Gesicht und Rücken bekommen." (Mittlerweile klingt das für mich wie der blanke Hohn.) Das Ende vom Lied waren mehr als 3 Jahre Tortur mit Zahnspangen, so man meinen Unterkiefer zurückzuschubsen versuchte, mir die Zähne langsam aus dem Kiefer herauszog und alle anderen Zähne richtig rückte. Ein relativ schönes, gerades Gebiss habe ich jetzt tatsächlich - allerdings fiel mir dann auf, dass ich ungefähr seit dieser Zeit diese chronischen Kopf- und Nackenschmerzen habe. Ich war mit Zahnspange NIE schmerzfrei. Ich bin auch die einzige Person, die ich kenne, die nach Entfernen der festen Zahnspange zwei Wochen mit solchen Schmerzen herumgelaufen ist, dass ich nicht in die Schule gehen konnte.

Ich habe jetzt eine Aufbissschiene, die ich nachts tragen soll und auch morgens, wenn ich zu Hause bin, lieber trage. Die Kieferchirurgin meinte, es sei sinnvoll, den nach hinten geschubsten Unterkiefer, nun wieder mit Schiene ein Stück weit nach vorne zu holen, um die Kiefergelenke zu entlasten, denn die machten beim Abtasten den meisten Terz (zzgl. knirsche ich nachts mit den Zähnen und habe Kieferknacken beim Gähnen). Ich weiß nicht, wie viel das jetzt schon bringt, glaube, einiges, aber es kann auch nur der Placebo-Effekt sein.

Meine Frage ist: Wie wahrscheinlich ist es, dass diese Kieferkorrektur wirklich der Urheber für alles Böse ist? Ist das überhaupt möglich? Und was ist, wenn die Schiene die Gelenke nicht so entlastet wie sie es soll? (Mir wurde damals als Druckmittel zum Zahnspange tragen immer die böse, böse Kiefer-OP mit 18 Jahren angedroht, bei der man mir den Kiefer brechen würde... so ganz glaube ich an das Schauermärchen ja nicht.) Gibt es da weiterführende
Behandlungsmoglichkeiten oder ist nach Schiene im Grunde genommen Ende?


Vielen Dank.


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BeitragVerfasst: 16.01.14, 12:21 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo belanglos,

wenn die Kiefergelenke die Ursache Ihrer Beschwerden sind, kann es mit der Schiene besser werden, es muss aber nicht. Fragen Sie doch auch mal nach einem Rezept für manuelle Therapie für die Kiefergelenke. Es gibt auch Übungen, die Sie selbst durchführen können - nach entsprechender Anleitung, versteht sich.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 17.01.14, 03:04 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 19.05.09, 14:45
Beiträge: 160
Wohnort: Schloß Holte-St.
Guten Morgen,
Also ich kann nur sagen das so eine Kiefergelenk viel ausmachane kann. Ich hatte Ohrenschmerzen, Schwindel, Migräne, Rücken- Schulter- und Nackenschmerzen. Wenn mir einer an Kiefergelenk gedrückt hat oder auch nur in der Nähe hätte ich durch Wände gehen können. Erst bekam ich eine Knirscherschien erst nur nachst und später den ganzen tag nur zum Essen raus. Manuelle Tedrapie half nur kurzfristig und die Übungen machte ich auch zu hause.
Dann bin ich zum KFO.
Ich habe erst ein Herbstschanier getragen das meinen UK um 6mm nach vor schob um das Kiefergelenk zu entlassten, siehe da der druck kam vom gelenk runter und die ganzen beschwerden waren verschwunden :D Klar kamen jetzt in der Behandlung die Schmerzen ab und an wieder aber ich habe es dem KFO gesagt und er hat den druck wieder vom Kiefergelenk genommen und die Schmerzen waren wieder verschwunden. Jetzt passt der Biss wieder und die Spange ist raus und trage noch den Positioner aber leider ist das schon wieder zu viel druck also bekomme ich jetzt für den Oberkiefer erst noch einmal eine lose Spange und den Druck wieder zu reduzieren.

Ich habe damals mit dem KFO ganz offen gesprochen weil ich es auch nicht glauben wollte das es alles vom Kiefergelenk kommt. Wir hatten uns auf 4 Wochen festgelegt, wenn dort keine Besserung eingetreten wäre hätten wir alles wieder raus genommen. Nach 14 tagen waren alle Berschwerden verschunden :D Es war ein Versuch der sich gelohnt hat, ich bin fast komplett Beschwerde frei.
Mein KFO hat mir nicht 100% versprochen das es helfen wird, auch sagte er das mein Kiefergelenk für immer Knacken wird. Es hat aber geholfen das knacken ist noch da aber das ist mir egal.
Ich hatte noch die möglichkeit alle Zähne abschleifen und überkronen was bei mir nicht in frage kam.
Von der Op habe ich schon viel gehört aber mein KFO hat die nie in erwägung gezogen.

So war es bei mir. Vielleicht fährst du einmal zum KFO und er wird dir wenn sagen was man machen kann. Ich hätte es nie geglaubt das es vom Kiefergelenk kommt aber es war so!
Ich hoffe ich konnte Dir ein bissel helfen.

MFG AndyMaus

_________________
Ich schreibe nur das was ich weiß aber das es 100% richtig ist kann ich nicht versprechen, bin auch nur ein Mensch!!!


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BeitragVerfasst: 17.01.14, 09:39 
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Interessierter

Registriert: 16.01.14, 10:09
Beiträge: 5
Hallo,

erstmal danke für die Antworten.
Ja, mit dem Nacken hab ich auch seit ca. 10 Jahren zu tun. Mittlerweile ist die Wirbelsäule durch die ganzen Schmerzen (die von Reha-Sport und Krankengymnastik nach zahlreichen Versuchen NICHT weggegangen sind). Ich bin die letzten zehn Jahre wirklich durch die Hölle gegangen. Das schlimmste fand ich, dass irgendwann jeder Arzt mit den Schultern zuckte und mich unterschwellig als Hypochonder abstempelte. Zu wissen, dass es womöglich eine Ursache ist, die EIGENTLICH verhindert werden sollte, ist zumindest ein schwacher Trost, an dem man arbeiten kann. Das Nachsehen habe natürlich ich jetzt, weil mittlerweile kein Schmerzmitteln unter Metamizol mehr wirkt und Metamizol nur schwach... Jackpot, vor allem bei jeder OP.

Mir wurde ja damals der Kiefer extra so hingebogen, dass er ein Stück zurückrutscht, um Kopfschmerzen zu verhindern (!) und Abnutzung einzudämmen. Ich habe, ehrlich gesagt Angst, dass wenn ich mir den Kiefer nochmal korrigieren lassen (quasi alles rückgängig machen lasse), alles schlimmer wird bzw. das Gelenk das nicht mitmacht. Da waren damals zwei Jahren lang doch enorme Kräfte im Spiel, um ihn zurückzuschieben - und jetzt alles rückgängig machen? Nochmal die gleiche Tortur?

Wenn ich ehrlich sein soll, bin ich, gelinde gesagt, nicht erbaut über die Sache. Der KFO, bei dem ich in Behandlung war, will mit der Sache im Übrigens nichts zu tun haben. Eigentlich wollte ich dort einen Termin habe, weil er ja alle Unterlagen hat (das riet mir meine Zahnärztin), aber da wurde sehr eindringlich mitgeteilt, dass man mich dort nicht sehen will. Das sei nicht deren Aufgabe.

Ich muss ohnehin in 5 Wochen zur Kontrolle, um zu besprechen, ob es mir bei den Kopfschmerzen hilft. Derzeit glaube ich, ja. Allerdings kommen die Kopfschmerzen wieder, wenn ich die Schiene herausnehme, nach so 2-3 Stunden (ich arbeite nachmittags bis abends, davor nehme ich die Schiene natürlich heraus, weil Reden nicht wirklich klappt). Dann rutscht der Kiefer natürlich zurück in seine manipulierte Position, denn mit Schiene wird er etwas nach vorn gezogen.

Danke für die Antworten.


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BeitragVerfasst: 31.01.14, 11:39 
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noch neu hier

Registriert: 31.01.14, 10:19
Beiträge: 3
Hallo belanglos,

das hört sich alles nicht soo gut an.

Mein Tipp scheint jetzt sicherlich total lächerlich, aber vielleicht hilft er ja wenigstens für ein paar Stunden

Probier doch mal eine Infrarotlampe aus (Link entfernt). Bei mir hilft es bei Nakenverspannungen sehr.Ich habe "nur" eine Muskelverkürzung, gegen die ich auch angehe. Trotzdem hab ich oft Kopf- und Rückenschmerzen. Teilweise sogar 1x mal im Monat für ein paar Tage einen Hexenschuss.

Ich hoffe du findest bald einen qualifizierten Arzt der dich auch auf der menschlichen Ebene abholen kann.

LG


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BeitragVerfasst: 10.07.17, 14:52 
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Interessierter

Registriert: 13.07.16, 13:40
Beiträge: 6
Wohnort: Hamburg
Hi, ich habe ein ähnliches Problem und möchte deswegen hier nocheinmal aktiv werden.

Also. Ich bin etwas ratlos. Seit etwa einem Jahr habe ich immer wieder Kopfschmerzen ohne einen wirklichen Grund dafür (nein nicht Stress). Sicher ist es das ein oder andere mal der Umstand gewesen, aber auch wenn ich tiefenentspannt in den Ferien saß, bekam ich Kopfschmerzen. Mein Arzt hat es schon als chronisch abgestempelt und ist selbst ein wenig ratlos, habe ich das Gefühl.

Hatte das auch schon mal jemand von euch? Was macht man da am besten gegen? :(

_________________
Die schlimmsten Fehler werden gemacht, in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gutzumachen.

Jean Paul


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BeitragVerfasst: 11.07.17, 17:29 
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Interessierter

Registriert: 20.09.16, 11:13
Beiträge: 5
Also wenn dein Arzt die Diagnose von chronischen Kopfschmerzen gestellt hat, dann weißt du bisher ja auch wo du stehst. Allerdings scheinst du nicht besonders viel Vertrauen in deinen Arzt zu haben, deswegen würde ich an deiner Stelle eine zweite Meinung einholen. Geh also lieber noch einmal zu einem anderen Arzt und lass dich untersuchen. Vielleicht kommt dann ja etwas ganz anderes raus.

Vernachlässige außerdem nicht Sport und Auszeiten. Es kann viel bewirken, wenn man auf sich achtet :)

Sollte es allerdings bei chronischen Kopfschmerzen bleiben, dann wirst du Therapien finden müssen, mit denen du die Symptome eindämmen kannst, weil du aktiv nicht besonders viel dagegen machen kannst. Ich bin schon der Meinung, dass es ein psychisches Problem sein muss, welches auch bearbeitet werden kann. Aber die Arbeit daran braucht Zeit. Um die Zeit gut zu überbrücken würde ich sagen, dass medizinisches Cannabis sehr gut helfen kann, weil es Schmerzen sehr gut lindert. Seit März 2017 ist das Gesetz auch wesentlich lockerer geworden, was die Verschreibung erleichtert.

Ich schlage dir vor allem Cannabis vor, weil ich der Meinung bin, dass Schmerzmittel sehr viele Nebenwirkungen haben können, die bei Cannabis nur minimal vorhanden sind. Es ist auf natürlicher Basis, was ich immer präferiere.

Wenn du dir ein bisschen was dazu durchlesen möchtest empfehle ich dir diese Seite, die sich mit Cannabis in der Medizin auseinandersetzt:
https://www.leafly.de/patienten/wie-kann-medizinisches-cannabis-bei-chronischen-kopfschmerzen-helfen-2/. Du siehst, dass es einen Artikel zu deinem Problem gibt, der dir sicherlich helfen kann.


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