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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Chronische Arsenvergiftung - Nachweis möglich?
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BeitragVerfasst: 30.05.14, 20:11 
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Beiträge: 103
Hallo,

Ich bin in einem Haushalt mit unzähligen ausgestopften Tieren aufgewachsen. Die Viecher wurden auch abgestaubt, wir haben sie gestreichelt, wir haben in den Räumen gegessen usw. Nun wurden diese bekanntlich bis in die 70er-Jahre mit Arsentrioxid präpariert. Meine Frage: an welchen Arzt soll ich mich wenden, um mein diesbezügliches Gesundheitsrisiko abzuklären? Wir haben hier keine Spezialisten wie Umweltmediziner.
Vor allem interessiert mich aber, ob sich eine Arsenvergiftung auch Jahre nach Ende der Exposition noch nachweisen lässt, z.B. in Fingernägeln oder Haaren, oder ob das nur eine gewisse Zeit geht.

Vielen Dank im Voraus für jede Information und beste Grüße,
PeterG


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BeitragVerfasst: 30.05.14, 21:44 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
Zitat:
Vor allem interessiert mich aber, ob sich eine Arsenvergiftung auch Jahre nach Ende der Exposition noch nachweisen lässt, z.B. in Fingernägeln oder Haaren, oder ob das nur eine gewisse Zeit geht.

Haar und Fingernägeln geht nicht - längst ausgewachsen. Man kann zwar nach Arsen an sich testen - aber verschiedene Formen (organisch und anorganisch) kommen auch im Lebensmittel vor. Reis, Fisch usw. Unsere Körpern beinhalten auch so Arsen (und einige andere Substanzen, die als Giftstoffe gelten). Genau testen - schwierig, da es sich auch im Knochen und Schleimhäute befindet. Absolutmessung nicht möglich. Geschätzte Zahlen kommen von Obduktionen.

Wenn gegessen - gilt als krebserregend (besonders Magen/Lungen), jedoch bei ausreichende Mengen für eine Vergiftung merkt man meistens schnell - Magen-Darm-Probleme oder Blutgefäßprobleme - Angina Pectoris ist ziemlich typisch (jedoch kommt das Tod meistens relativ schnell hinterher). Arsentrioxid ist nämlich schon in kleinere Mengen sehr giftig und wirkt schnell. Rattengift wäre ein Beispiel.
Wird bis heute für das und für einiges anderes noch benutzt - auch gegen einer Form von Leukämie.
Wenn nach 40 oder 50 Jahren noch gesund, und Vater hat sich selber nicht vergiftet, passiert wohl eher wenig.
Nach akute Vergiftung wird Arsen schnell wieder ausgeschieden.

Alles Gute
Muppet


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BeitragVerfasst: 30.05.14, 22:04 
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Registriert: 29.11.05, 13:15
Beiträge: 103
Hallo und vielen Dank für die rasche Antwort.
Gibt es Studien zum durchschnittlichen Arsengehalt im Staub von ausgestopften Tieren?
Ich bin jetzt 27, bis vor 6 Jahren habe ich dauerhaft bei meinen Eltern gewohnt, danach während der Semesterferien und am Wochenende. Mein Vater erlitt vor anderthalb Jahren eine Hirnblutung, wobei natürlich niemand sagen kann, ob das was damit zu tun hat...

Nochmal danke und Grüße
Peter


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BeitragVerfasst: 31.05.14, 02:47 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,

Eigentlich waren alle Mitteln damals giftig. Lindan wurde ja auch eingesetzt.

Zitat:
Gibt es Studien zum durchschnittlichen Arsengehalt im Staub von ausgestopften Tieren?

Vermutlich nicht. Am besten in ein Museum (z.B. Naturkundemuseum) nachfragen - sie haben jeden Tag damit zu tun.
Sie können vermutlich das Gefahr am besten einschätzen.

Was für eine Hirnblutung war es?

Sonst versuche es mit einen Blutprobe.

Alles Gute
Muppet


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