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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Tag der Organspende
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 Betreff des Beitrags: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 28.05.14, 20:30 
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Registriert: 15.09.04, 16:03
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Im Rhein-Kreis Neuss wird das Thema "Organspende" groß geschrieben.
Unter
http://www.rhein-kreis-neuss.de/de/buergerservice/presse/2014/336-gesundheitskalender-im-juni-organspender-kann-jeder-werden.html
kann ein Interview abgerufen werden, das die Problematik noch einmal verdeutlicht.
Organspendeausweise gehören in jede Brieftasche !
MfG
Michael Dörr


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 28.05.14, 22:59 
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Beiträge: 3416
Zitat:
Organspendeausweise gehören in jede Brieftasche !

bei mir nicht, weil ich mich dagegen entschieden habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 29.05.14, 07:39 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:03
Beiträge: 86
dora hat geschrieben:
Zitat:
Organspendeausweise gehören in jede Brieftasche !

bei mir nicht, weil ich mich dagegen entschieden habe.


...und wenn Sie ein Organ benötigen, würden Sie es dann konsequenterweise ablehnen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 29.05.14, 13:29 
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Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2029
Dr. Korsten hätte nicht den Zusammenhang zur christlichen Nächstenliebe herstellen dürfen. Da fielen bei mir sämtliche gedanklichen Jalousien komplett nach unten.
Dann muss solch ein Bezug auch wesentlich wohlwollender bei der Sterbehilfedebatte hergestellt werden.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 29.05.14, 14:52 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11107
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag Christiane,

zum Glück verwendet Herr Dr. Korsten gegen Ende des Interviews das Wort " christlich" nicht mehr und spricht nur noch von einem " Akt der Menschenliebe". Nächstenliebe hat mit " Christentum" absolut nichts gemein, vice versa würde das ja streng genommen bedeuten-wenn man sklavisch an diesem Begriff haften würde- dass ja nur ein Christ zur Nächstenliebe fähig sein kann. . Dem ist ja wohl nicht so.
Hat alles nichts mit dem Thema zu tun, wollte aber dennoch meine Meinung ebenfalls äußern.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 29.05.14, 16:04 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Michael Dörr hat geschrieben:
...und wenn Sie ein Organ benötigen
Allein diese Formulierung ist schon ethisch hinterfragenswert.
Man ist krank.
Man hat ein zunehmendes Organversagen.
Mit obiger Formulierung wird unterstellt, es wäre gleichbedeutend, dass man damit ein Recht auf ein Organ eines anderen fremden Menschen hätte. Man "benötigt" es halt. Solche Begehrlichkeit wird geweckt und trickreich beworben. Schon mal gefragt "Cui bono"? Wer weckt Begehrlichkeiten und wer wirbt?

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 29.05.14, 19:30 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
Zitat:
...und wenn Sie ein Organ benötigen, würden Sie es dann konsequenterweise ablehnen?


ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Denke solch eine Frage kann man erst beantworten wenn man in dieser Situation ist dass man eine Organspende benötigen würde.

Warum ich mich gegen eine Organspende entschieden habe, habe ich bereits hier in einem Unterform geschrieben.
Hauptpunkte waren der Skandal der letztes Jahr ? durch die Presse ging, wo nicht gerade ordnungsgemäß mit den Spenden umgegangen wurde. Außerdem der Punkt der Narkose zwecks Organentnahme, und dann was eben immer wieder ( auch in dem verlinkten Artikel ) argumentiert wird wieviel Menschen sterben wei sie kein Organ bekämen, das ist schlicht falsch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 29.05.14, 21:47 
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Registriert: 24.01.14, 16:35
Beiträge: 39
Es geht primär darum sich überhaupt mit der Frage auseinanderzusetzen, ob man spenden möchte oder nicht. Und jeder, der sich diese Frage stellt und zu dem Ergebnis kommt nicht spenden zu wollen, dem sei auch dieses sehr persönliche Ergebnis nicht schlecht zu reden. Es geht erst einmal darum sich überhaupt mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Außerdem kann man auch einen Organspendeausweis mit sich führen, ohne Organe spenden zu wollen. Dies kann nämlich auch auf dem Ausweis ausgewählt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 29.05.14, 23:07 
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Beiträge: 2029
Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
...wollte aber dennoch meine Meinung ebenfalls äußern.

Dafür herzlichen Dank.
Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 30.05.14, 14:26 
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noch neu hier

Registriert: 30.05.14, 13:54
Beiträge: 1
Ich möchte mich ganz herzlich dafür bedanken, dass sich die Stadt Neuss des Themas annimmt,ich lebe im Kreisgebiet. 2009 erhielt ich nach einem plötzlichen Leberversagens in der Schwangerschaft, eine Spenderleber, welche mir im letzten Moment das Leben gerettet hat.
Jeden Tag denke ich an meinen Spender und werde ihm immer dafür dankbar sein, dass ich leben darf und meinen Kindern die Mutter erhalten blieb. Ich leite in Neuss und Düsseldorf eine Selbsthilfegruppe des Patientenverbandes lebertransplanterte Deutschland, für Patienten vor und nach Lebertransplantation und deren Angehörige.Das Elend auf den Wartelisten groß ist. In dieser Zeit habe ich häufig Kontakt mit Hinterbliebenen von Organspendern gehabt, auch wenn es oft in der Presse anders dargestellt wird ( Angst verkauft sich einfach besser) war niemand dabei, welcher die Entscheidung bereut hat. Im Gegenteil, es war es für die Angehörigen eher so, dass es ein großer Trost war, das der Tod nicht umsonst gewesen ist, etwas vom Verstorbenen da blieb und er nicht vergessen wird. Egal wie man sich entscheidet, denn ich kann durchaus akzeptieren, wenn sich jemand dagegen entscheidet, einen Spenderausweis sollte wirklich jeder haben, damit niemals die eigenen Angehörigen in die furchtbare Situation kommen, in ihrer Trauer für den Verstorbenen auch noch entscheiden zu müssen. Natürlich sterben die Patienten nicht, weil niemand gespendet hat Diese Patienten sind schwerkrank, auch die Kinder, aber sie könnten durch eine Organspende gerettet werden und weiterleben, viele tausend Menschen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 06.06.14, 10:40 
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Beiträge: 2029
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... rfolg.html
Wundenlecken war einmal: Die Transplanteure wollen ihr Fach umbauen - für mehr Qualität, Transparenz und am Ende womöglich mehr Erfolg als heute.
„Und sie wollen die nicht ganz unwesentliche Frage stellen, welche Patienten eigentlich geeignet sind für welches Organ. Sie ist reichlich essenziell. Denn sie berührt nicht nur die Grundfesten des deutschen Transplantationswesens (die Stichworte "Erfolgsaussicht" und "Dringlichkeit" sind der hiesige normative Rahmen), sie könnte sogar die Art der Organzuteilung revolutionieren. Manche glauben, das sei dringend nötig.“

Guck, das ist m. E. ein Weg. Man muss nicht einer ganzen Bevölkerung ein schlechtes Gewissen versuchen, einzureden, wenn sie keinen Spenderausweis mit sich herumträgt.
Man kann durchaus mit/für der/die Bevölkerung nachvollziehbar überlegen. Denn im Umkehrschluss heißt das, welche Menschen, nach welchen Kriterien kommen überhaupt als Spender in Frage. Sehe ich das richtig?

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 10.06.14, 23:08 
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Beiträge: 2029
http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/qua ... de100.html
Verschiedene Blickwinkel betr. Organspende. Alles nur kurz umrissen, aber wie Quarks & Co. das meistens so macht, immer anschaulich und verständlich für Laien wie mich .
Wie umstritten die Hirntoddiagnostik nach wie vor ist und wie manche Menschen doch darunter leiden, ihre Angehörigen durch den Prozess der Organentnahme nicht „normal“ sterben sehen zu können u. v. m.
Und ich denke ernsthaft darüber nach, wenn es dereinst ans Sterben geht und es mir zu lange dauert, einen großformatigen Spenderausweis mit mir zu führen. Nieren z. B. können auch noch im höheren Alter so in Ordnung sein, dass sie als Spenderorgan in Frage kommen. Jedenfalls kam mir dieser Gedanke bei der o. a. Sendung.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 11.06.14, 23:56 
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Beiträge: 2029
Das alles gehört auch mit in die Überlegungen, die zu einer Entscheidung führen sollen:

http://www.gesundheit-adhoc.de/kritik-a ... enden.html

…„Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten.“…

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 14.06.14, 19:46 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
Christianes Herz hat geschrieben:
Das alles gehört auch mit in die Überlegungen, die zu einer Entscheidung führen sollen:

http://www.gesundheit-adhoc.de/kritik-a ... enden.html

…„Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten.“…

Frdl. Grüße
Christiane


habe das gerade gelesen, und wieder eine Bestatigung für mich das nicht zu machen. Da wird einem ja schlecht wenn man das liest.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tag der Organspende
BeitragVerfasst: 14.06.14, 23:20 
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Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2029
dora hat geschrieben:
... und wieder eine Bestatigung für mich das nicht zu machen.

Mich ärgert vor allen Dingen dieser Tit for tat – Reflex: Willst Du kein Spender sein, kannst Du auch kein Empfänger sein. Das ist zu einfach gedacht. Und wenn dann noch die sogen. christliche Nächstenliebe damit verknüpft wird – wachsen mir Krallen.
Aber die Aufklärung darüber, was vor und während einer Organentnahme geschieht, läuft mittlerweile gut an und man beschränkt sich nun doch weitestgehend auf die Aufforderung, sich mit dem Thema überhaupt zu beschäftigen.
Dann (und das ist das Schwierigste) muss man es natürlich noch hinbekommen, uns zu überzeugen, dass nicht irgendein frauenverachtender Scheich unser Herz bekommt, sondern den Zugang zu unserer Leber z. B. auch der ständig biertrinkende Typ von nebenan hat, denn er ist noch relativ jung und hat eine Familie zu ernähren.
So. Jetzt hör ich besser auf und wünsche eine gute Nacht.
:wink:
Frdl. Grüße
Christiane


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