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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Organspende bei Hirntod
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 Betreff des Beitrags: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 12.05.12, 17:30 
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Hallo zusammen!

Habe mich vor kurzem mit jemandem unterhalten, der meinte, dass bei einem hirntoten Organspender die Organe ohne Narkose entnommen werden, weil er "ja eh nichts spürt".

Da ich das eigentlich glaube, wäre es nett, wenn sich ein Arzt melden könnte. Da mich das Thema ohnehin interessiert, wäre ich auch um verschiedene Links dankbar ( DSO kenn ich schon).

Danke


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 12.05.12, 19:00 
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Beiträge: 3418
das scheint zu stimmen, habe das auch schon gehört und gelesen, deshalb sollte man sich gut überlegen ob man spenden will oder ob nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 12.05.12, 20:00 
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Beiträge: 676
warum sollte man sich eine organspende überlegen??

der unumkehrbare ausfall der hirnfunktion wird von zwei voneinander
unabhängigen fachärzte festgestellt. selbst wenn der kreislauf künstlich
aufrechterhalten wird, ist der hirntod medizinisch dem tod des menschen
gleichzusetzen. eine organspende ist dann möglich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 12.05.12, 20:43 
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Beiträge: 47
Hallo.

danke für die schnelle Antwort.

Gibt es darüber irgendwo was offizielles?
Ist halt immer so eine Sache mit gehört haben usw.

Das mit den zwei voneinander und der Transplantation unabhängigen Ärzten hab ich auch schon gehört.

Eigentlich war ich ja für Organspende nur beunruhigt mich das jetzt ehrlich gesagt schon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 12.05.12, 22:28 
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Beiträge: 3418
Zitat:
Das mit den zwei voneinander und der Transplantation unabhängigen Ärzten hab ich auch schon gehört.

das ist richtig, aber darum geht es hier garnicht.


https://docs.google.com/viewer?a=v&q=ca ... StrL4HcStQ

http://www.medica.de/cipp/md_medica/cus ... 80%9C.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 10:19 
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Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
heidu hat geschrieben:
.... ist der hirntod medizinisch dem tod des menschen gleichzusetzen....

Das ist keine medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnis sondern eine pragmatische Entscheidung. Ob die ethisch stichhaltig begründbar ist, darüber gibt es verschiedene Ansichten.

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 10:27 
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Beiträge: 3418
ich persönlich habe mich dagegen entschieden, weil ich einfach Bedenken habe, dass man die Organentnahme doch viellt. mitbekommt oder gar spürt :?:


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 10:29 
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Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Dagegen könnte man aber in einer Patientenverfügung "Organentnahme nur mit Narkose" Vorsorge tragen.

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 11:23 
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Beiträge: 47
@Dora: Ja genau das beunruhigt mich eben auch bzw. macht mir Angst. Aber wie Herr Jäckel schreibt,könnte man dem mit einer Patientenverfügung vorsorgen.

Wie sieht es denn mit dem Vorwurf den Ärzten gegenüber aus, dass man bei Organspendern vielleicht eher sagt, dass da "nichts mehr zu machen ist" bzw. den Hirntod bestätigt.
Mir ist schon klar, dass man nicht ewig warten kann bzw. gibt es ja auch Vorschriften, wie lange man als Arzt abwarten muss, ob sich der Patient wieder erholt aber man hört/liest ja manchmal, dass der Hirntod dann schneller bestätigt wird, um die Organe entnehmen zu können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 11:38 
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Beiträge: 3418
also in Bezug auf Mauschelei bei Ärzten hätte ich keine Bedenken, das wird eher nicht gehen, aber eben wegen der fehlenden Narkose.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 13:22 
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Beiträge: 53
http://www.fr-online.de/wissenschaft/or ... 02820.html

Ich glaube man kann sagen dass der Vater verdammtes Glück gehabt, dass die Privatärztin nicht eine war, die aus Prinzip immer schön abnickt was Ihre Kollegen behaupten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 13:55 
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das englische beispiel verunsichert nur, in deutschland wäre das unmöglich.

unsere gesamte familie hat einen organspenderausweis.
der grund war ein ereignis in der fam. die tochter meiner schwägerin war nach einer serie von infarkten
im alter von 18 jahren bereits klinisch tot. nach wiederbelebung im kh. lag sie im koma, wurde da
intensivmedizinisch beatmet und versorgt.
die mutter hat einer organspende nicht zugestimmt.
also dauerte die künstliche beatmung nahezu 6 wochen bis das herz aufhörte zu schlagen und das gehirn
anfing sich zu verflüssigen.

da ich so ein drama mir und meinen lieben nicht zumuten will, ist eine patientenverfügung mit
organspenderausweis unumgänglich.

selbst wenn es unklar ist, dass ich nach hirntod noch etwas fühlen oder wahrnehmen kann, ist mir das egal.

der tatsache dass noch niemand vom ganzhirntod je erwacht ist, macht es meiner entscheidung leicht,
meine organe zu spenden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 14:36 
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Zitat:
selbst wenn es unklar ist, dass ich nach hirntod noch etwas fühlen oder wahrnehmen kann, ist mir das egal.


das wäre mir nicht egal, es ist ja auch nicht ausgeschlossen ob man Schmerzen spürt und wie stark :!:


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 17:10 
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Beiträge: 676
keiner kann ihnen sagen, ob überhaupt oder wie stark sie schmerzen spüren.
daher kommt eine organspende für sie eben nicht in frage.
wenn man zweifel und ängste hat, sollte man sich auch nicht überreden lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Organspende bei Hirntod
BeitragVerfasst: 13.05.12, 18:12 
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heidu hat geschrieben:
keiner kann ihnen sagen, ob überhaupt oder wie stark sie schmerzen spüren.
daher kommt eine organspende für sie eben nicht in frage.
wenn man zweifel und ängste hat, sollte man sich auch nicht überreden lassen.


so isses, das muss jeder für sich selbst entscheiden, bzw. die Angehörigen wenn sie gefragt werden. Bei einem Angehörigen von dem ich nicht sicher wüsste dass er das wollte würde ich das auch nicht tun.

Wäre für mich einfacher wenn man eine Narkose bekäme, da wüsste ich dass ich nichts mehr spüre.


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