HomeStartseite Prostatitisforum
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Transplantationsregister eingefĂŒhrt
Aktuelle Zeit: 12.12.17, 09:43

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 BeitrĂ€ge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 12.11.16, 10:06 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 04.06.13, 11:38
BeitrÀge: 798
Sie wissen es vermutlich besser als ich, dass es seit dem 1.11. in D ein Transplantationsregister gibt.
Ich verstehe das so, dass man sich als Spende(un)williger dort eintragen lassen kann, die DatensĂ€tze verschlĂŒsselt - derzeit noch dezentral - abgelegt und bei berechtigtem Bedarf wieder personalisiert werden. Offenbar befĂŒrchtet man Datenmissbrauch, weshalb das Gesetz sogar eine strenge Trennung dieses Registers von Vergabestellen vorschreibt.

Stimmt das soweit?

Wie sieht das nun fĂŒr den BĂŒrger aus? Wohin wendet er sich wegen einer Eintragung und wieviel kostet diese und ggf. spĂ€tere Änderungen?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.02.17, 19:13 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 19.02.11, 14:19
BeitrÀge: 22
Guten Tag!

Den Zweck eines solchen Registers haben Sie ganz grĂŒndlich missverstanden: Es dient nicht dazu, die Spendenbereitschaft oder dessen Ablehnung zu dokumentieren.

Ziel eines solchen Registers ist es zusammenzutragen, welche Vorgehensweisen und Voraussetzungen zu guten Transplantationsergebnissen (= langes Funktionieren des Organs bei guter LebensqualitĂ€t fĂŒr den EmpfĂ€nger) fĂŒhren und welche Handlungsweisen, UmstĂ€nde, Medikamentengaben usw. zu relativ schlechteren Ergebnissen fĂŒhren. mehr Infos

(Vergleichbar ist das beispielsweise mit einem Prothesenregister fĂŒr HĂŒftprothesen, kĂŒnstliche Kniegelenke oder Ă€nliches. Wenn Daten ĂŒber solche Behandlungen zusammengetragen werden, kann man ermitteln, welcher Hersteller besonders gute Produkte entwickelt hat und welche man kĂŒnftig Patienten besser nicht mehr zumuten sollte. Krebsregister gehören ebenfalls in diese Kategorie.)

Man kann dann auch sehen, welchen Gegebenheiten bei einem Spender man vielleicht mehr oder auch weniger Beachtung schenken muss/braucht. Beispielsweise sieht man die Altersobergrenze fĂŒr Organentnahmen inzwischen weniger streng.
Jedes Transplantationszentrum hat seine eigenen Erfahrungen und Vorgehensweisen im Behandlungsablauf fĂŒr Ihre Patienten. (Rauchentwöhnung und Abbau deutlichen Übergewichts als Transplantationsvorraussetzung fĂŒr den schwer kranken Patienten, der auf die Liste der EmpfĂ€nger gesetzt werden möchte, oder auch nicht; Beibehaltung vor Cortison als ergĂ€nzendes Immunsuppressivum bei dem OrganempfĂ€nger dauerhaft oder dessen Absetzen nach einiger Zeit usw.).
All diese Eckdaten vergleichend zusammenzutragen ist im Hinblick auf die bestmögliche Nutzung der gespendeten Organe zum grĂ¶ĂŸtmöglichen Wohl der EmpfĂ€nger inhaltlich sehr löblich und begrĂŒĂŸenswert. Fraglich ist eben, ob so etwas datenschutzrechtlich und mit Maßgabe der informationellen Selbstbestimmung von Spender und EmpfĂ€nger sauber möglich ist. DiesbezĂŒglich werden ja schon mit den DMP-Programmen und der eGK in der Sozialgesetzgebung in den zurĂŒckliegenden Jahren DĂ€mme gebrochen, die fĂŒr die Zukunft nichts Gutes erahnen lassen.

Freundliche GrĂŒĂŸe,
Fenchurch


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitrĂ€ge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 BeitrĂ€ge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine BeitrÀge in diesem Forum nicht Àndern.
Du darfst deine BeitrÀge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!