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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Tramalsucht nach Bandscheibenvorfall. Wie werde ich das los?
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BeitragVerfasst: 21.09.16, 00:35 
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Hallo, liebe Foristen!

Kurz zu mir:
Männlich, 36 Jahre alt, 180cm, 74kg. Rauche nicht und trinke keinen Alkohol!

Ich habe vor nunmehr 6(!) Jahren einen schweren Bandscheibenvorfall gehabt. Das einzige Schmerzmittel was halbwegs geholfen hat war Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator], was ich vormals noch nie genommen hatte. Ich habe es seit dem vom Arzt verschrieben bekommen. Momentan 1 Packung mit 100 Tab. (a. 50 mg) im Monat.

Ich bin mit dem Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator] immer gut klar gekommen. Etwas Verstopfung aber ansonsten habe ich mich damit besser als sonst gefühlt. Nicht nur körperlich (da kaum Schmerzen) aber auch psychisch, da ich immer schon ein Mensch war der sich viele Gedanken gemacht hat und schnell was zu Herzen genommen hat. Das war unter Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator] deutlich weniger ausgeprägt.

Das Problem ist, dass die Wirkung nach 2 Jahren deutlich nachließ und ich mich aber nicht traute dem Arzt auf mehr anzusprechen, weil ich Angst hatte er verschreibt mir dann gar kein Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator] mehr. Ich habe mir dann über einen "Freund" Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator] Tropfen besorgt und habe mich bis auf ca. 1200mg am Tag hochgearbeitet. :-(

Da ich an einem Abend davon fast einen Ohnmachtsanfall bekommen hatte (das war vor einigen Monaten) war ich entschlossen von dieser hohen Dosis runter zu kommen. Ich bin mittlerweile bei 300mg (Morgens und Abends) angekommen aber nach 9-10 Stunden nach meiner letzten Dosis beginne ich extrem zu schwitzen und werde unglaublich zitterig und "schreckhaft". Dazu habe ich das Gefühl mein ganzes Gesicht würde "brennen" und ich spüre einen komischen Juckreiz auf meiner Haut. Ich halte dann mit Mühe durch bis zur nächsten Dosis und habe wieder 9-10 Stunden Ruhe. Ich habe einmal versucht noch länger auszuhalten, aber spätestens nach einem Tag begann ich brutalen Reizhusten und üble Magenprobleme (Aufstoßen, Schmerzen) zu bekommen. So ging es also nicht.

Ich möchte aber noch weiter runter kommen von dem Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator]. Vielleicht nur noch zum Schlafen. Am liebsten würde ich es ganz los werden, denn ich habe seit längerer Zeit kaum noch Probleme mit dem Rücken und brauchte Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator] eigentlich höchstens noch 1-2mal im Monat für kurze Zeit bei Schmerzen. Das Problem ist, dass ich nicht tiefer komme und schon ganz verzweifelt bin.

Meine Frage ist, wie ich vom Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator] ganz runter kommen kann oder es zumindest so weit reduzieren kann das es nicht mehr mein ganzes Leben kontrolliert. Außerdem geht es auch sehr ins Geld denn ich zahle privat 120 Euro für eine 100ml Flasche und ich ärgere mich sehr darüber, aber ich brauche es einfach. Hat jemand einen Tipp für mich wie ich es schaffen kann ohne brutale Nebenwirkungen davon runter zu kommen?

Noch ein Hinweis: Mittel wie Diazepam -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator] wirkt bei mir nicht wirklich. Ich habe testweise mal eine recht starke Dosis davon genommen aber außer ein "Doppelbild" hatte ich davon keinen echten Effekt. Insbesondere hat es die Symptome vom Tramadol -[bitte keine Handelsnamen verwenden, s. Mediquette, der Moderator]-Entzug in irgendeiner Weise gelindert. Hab es dann also direkt gelassen.

Ich hoffe ich habe das den Forenregeln entsprechend formuliert, ansonsten die Bitte an den Mod es entsprechend zu "korrigieren"! Danke sehr! :-)

Nachtrag: Ich möchte auf keinen Fall mit meinem Arzt darüber sprechen, weil mir das unglaublich peinlich ist, dass ich ihm das über Jahre verheimlicht habe. Das mag blöd von mir sein, aber ich will das echt auf keinen Fall mit ihm besprechen müssen. Ich habe mich ja auch selbst da hineingesteuert, da muss ich es doch auch wieder raus schaffen - denke ich!


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BeitragVerfasst: 21.09.16, 10:48 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
um ein Arzt kommst du vermutlich nicht vorbei. Schmerzmittelsucht ist ein häufiges Problem. Es wird keine beurteilen.

Bei die Mengen wäre eine stationäre Entzug in Erwägung zu ziehen. Zum Entzug gehört auch psychologischen Betreuung. Es gibt viele Beratungsstellen für Suchtpatienten - Google für deiner Stadt. Man kann anonym hingehen und sich professionell beraten lassen. Wäre die ersten Anlaufsstelle.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 21.09.16, 21:01 
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Registriert: 21.09.16, 00:11
Beiträge: 2
Hmm, ok... Ich dachte, ich kann das selber machen. Wenigstens so weit runter, dass ich nur die Menge brauche die mein Doktor mir verschreibt denn dann kann ich ihn ja problemlos fragen und mir helfen lassen. Aber ich will auf keinen Fall das er weiß, dass ich ihn die ganze Zeit belogen habe was die Dosis angeht. Das wäre echt der Horror für mich.

Was komisch ist: Von 1200mg auf 600mg habe ich selbst innerhalb weniger Tage geschafft. Jeden Tag 100mg weniger. Ich hatte zwar Nebenwirkungen wie Schwitzen, sehr nervös und üble Depressionen aber es ging. Nur tiefer geht nicht denn wenn ich von 300 (am Morgen) auf 200 gehe bekomme ich krasse Entzugserscheinungen, die viel schlimmer sind und besonders mein Magen und mein Darm fühlen sich grauenvoll an. Dazu habe ich ein Jucken am ganzen Körper und bekomme eine Art Reizhusten. Echt die Hölle. :-(

Gibt es bei 600mg eine Art "Grenze" im Körper? Ist doch komisch, dass es von 1200 auf 600 ging aber nicht tiefer... Wieso nicht?


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BeitragVerfasst: 22.09.16, 06:48 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
es gibt kein magischen Grenzen. Die Rezeptoren ändern sich nicht sofort - dauert bis die Entzugserscheinungen auftreten.

Was ist mit dir anonyme Beratungsstelle für Suchterkrankte? Es gibt da auch tlw. Ärzte, tlw. Kooperationen.

Bei manche ist ein schnellen Entzug gefährlich und muss überwacht werden!

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 28.09.16, 20:01 
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Beiträge: 57
hallo,

es gibt noch die möglichkeit sich einen schmerztherapeut zu suchen.
die haben ja auch schweigepflicht, und brauchen nicht immer ein
überweisung vom hausarzt.

ich nehme auch opiate, missbrauch war zum glück nie ein thema.
an deiner stelle, würde ich auch an eine stationäre behandlung denken!
warte nicht zu lange ab, bis du die nächsten schritte unternimmst...

glückwunsch zu deinem entschluss!
wie hast du das mit der arbeit geschafft?

viel erfolg!
cere


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BeitragVerfasst: 28.09.16, 21:41 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3413
hallo

ich dnke nicht dass da ein Schmerztherapeut der richtige Arzt ist. Er hat doch ein ganz anderes Aufgabengebiet. Hier ist eine stationäre Behandlung ( Entzug ) wohl der bessere Weg.


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BeitragVerfasst: 29.09.16, 19:59 
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Registriert: 16.11.14, 13:31
Beiträge: 57
hallo,

und ich dachte schmerztherapeuten kennen sich mit opiaten aus!!
ich dummerchen.......

komisch nur, das ein schmerztherapeutt auch patienten, wegen schmerzmittelentzug
behandelt!

aber da ich eine stationäre behandlung auch die bessere wahl fand,
habe ich das auch so geschrieben :wink:


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