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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Chronische Schmerzen - verschreibt Hausarzt ADs?
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BeitragVerfasst: 11.06.16, 18:02 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.06.16, 12:13
Beiträge: 39
Hallo,
ich leide seit meinem 13. Lebensjahr an chronischen Schmerzen. Ich bin nun 30 Jahre alt. Zunächst bekam ich Kopfschmerzen, dazu kamen Nacken- und Schulterschmerzen durch Verspannungen, mit Anfang 20 dann durch Verspannungen, die auf die Nerven drücken zu Schmerzen in den Armen, Fingern und/oder Füßen. Ursache für die Verspannungen ist wohl psychische Anspannung (jaaa ich habe zig Psycho-Therapien gemacht) und die Schmerzen haben sicherlich eine erbliche (meine Oma hatte ebenfalls chronische Schmerzen, nicht jedoch meine Mutter) und psychische Komponente. Durch regelmäßigen Sport und Physio oder Massagen konnte das Problem eingedämmt werden, "heilbar" sind die Schmerzen natürlich nicht. Ich hatte über Jahre fast täglich Schmerzen, dann machte ich vor gut 6 Jahren eine Schmerztherapie und hatte danach nur noch ein paar Mal im Monat Probleme.

Nun habe ich vor ein paar Monaten von dem jahrelang eingenommen Escitalopram auf Bupropion gewechselt und seither sind die Schmerzen richtig nervtötend. Es sind keine starken Schmerzen, aber sie sind beständig und vor allem sind noch brennende Kopfhautschmerzen dazugekommen. Irrerweise ist auch mein Geruchs- und Geschmackssinn seither überstark ausgeprägt, sodass ich einige Lebensmittel plötzlich gar nicht mehr mag. Ich kann daher nur vermuten, dass das Escitalopram, das ich gegen chronische Depressionen gekriegt hatte, mehr gegen meine Schmerzen geholfen hat, als ich dachte bzw. generell meine Wahrnehmung stark "gefiltert" hat.

Ich habe nun leider erst Mitte August einen Termin bei meinem Psychiater gekriegt und auch eine erneute Schmerztherapie werde ich sicherlich erst in ein paar Wochen bis Monaten anfangen können. Die Schmerzen schlagen mir aber ziemlich auf die Stimmung und ich würde daher gerne bald einen Aufwärtstrend feststellen können, da ich mich ja derzeit in einem Teufelskreis aus Schmerzen -> mehr Depression -> noch mehr Schmerzen befinde.

Daher die Frage: Kann mir mein Hausarzt vielleicht Amitryptilin verschreiben? Ich habe das damals in der Schmerztherapie ausprobiert, habe aber keine nennenswerte Wirkung feststellen können. Aber ich könnte dem ja nochmal eine Chance geben. Damals wollte ich die Dosis nicht erhöhen, weil ich befürchtete davon zuzunehmen, weil es meinen Appetit verstärkte. Mittlerweile denke ich mir, es gibt schlimmeres.

Gäbe es noch ein anderes Medikament, das erfolgsversprechend ist?

Und überhaupt: darf man das mit Buprupion nehmen?

Schmerzmittel nehme ich Übrigens praktisch gar nicht, weil ich festgestellt habe, das sie derzeit so gut wie gar nicht helfen.


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BeitragVerfasst: 11.06.16, 18:14 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:24
Beiträge: 2028
Hallo şelale,

ein Verbot bestimmte Medikamente zu verschreiben gibt es nur in ganz besonderen Fällen. Bupropion gehört sicher nicht dazu, ebensowenig Amitriptylin. Die Kombination dieser beiden Antidepressiva ist sicher nicht unbedingt günstig. Hier finden Sie einige Hinweise aus mögliche Wechselwirkungen: (http://www.webmd.com/drugs/2/drug-8611/ ... rtype-drug).
Letzlich muss der Arzt (Hausarzt oder wer immer) entscheiden, ob das Risiko der Wechselwirkungen größer ist, als Ihr Profit von der Kombination dieser Antidepressiva oder ob sich die gewünchte Wirkung auch durch ein anderes Medikament erreichen lässt.
Fragen Sie Ihre (Haus)Arzt gezielt danach.
Gute Besserung und alles Gute wünsche ich Ihnen
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhängig davon persönlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben/R.Simon
http://www.schmerzkreis.net


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BeitragVerfasst: 12.06.16, 11:38 
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DMF-Mitglied

Registriert: 08.06.16, 12:13
Beiträge: 39
Vielen lieben Dank, Herr Gahbler, für Ihre Antwort und Ihre Besserungswünsche!
Das Bupropion geht mir nun allmählich auf den Keks, nachdem ich ihrem Link folgend noch weitere Substanzen überprüft habe, die eine Alternative zu Amitriptylin wären... leider gibt es bei allen dasselbe Problem. Bupropion ist einfach zu "gefährlich" (ich kenne die Geschichte mit der erstmal verlorenen Zulassung nachdem es Todesfälle gab...). Ich habe jetzt eigenmächtig die Bupropion-Dosis auf die Standarddosis von 300 mg erhöht, da Bupropion angeblich ebenfalls analgetisch wirken soll - und werde meinen Hausarzt um Krankengymnastik bitten. Vielleicht bringt das schon etwas...


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BeitragVerfasst: 15.07.16, 07:26 
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DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 18.10.11, 13:38
Beiträge: 210
Eine Neuraltherapie könnte den effektiven Entstehungsort der Schmerzen (oft nicht am Ort des empfundenen Schmerzes!) aufdecken und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch beheben!!!!

Lg cecile.verne

_________________
16 orthopädische Operationen und eine Schädeloperation....


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