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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Nervenentzündung HWS - nichts hilft...
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BeitragVerfasst: 01.04.16, 14:25 
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Registriert: 01.04.16, 14:01
Beiträge: 2
Hallo liebes Forum!

Mein Freund laboriert seit mittlerweile 4 Monaten an einer Nervenentzündung rum. Die
Schmerzen strahlen vom Rücken über Schulter und Arm bis in die Hand aus.
Massagen beim Physiotherapeuten, Schmerzmittel und auch Cortison haben keine
Besserung gebracht. Im Gegenteil, es wird eher schlimmer.

Das MRT hat einen Bandscheibenvorfall ausgeschlossen. Im Moment nimmt er Ibu, 2400mg/Tag.
Allerdings wirken die einzelnen 600-Dosen nur 4-5 Stunden. Und es dauert auch immer mind.
eine Stunde, bis die Wirkung einsetzt. Außerdem gibt es Tage, da wirken die Medis weniger gut.

Ich habe schon an eine Schmerzambulanz gedacht, aber mein Freund meint "...was können die
schon machen..."

Was könnte diese Symptome hervorrufen?

Parmin


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BeitragVerfasst: 02.04.16, 17:50 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:24
Beiträge: 2034
Hallo Parmin,

es gibt sehr viele und sehr unterschiedlliche Ursachen für Rückenschmerzen. Die Dignaose "Nervenentzündung" besagt eigentlich nichts. Die Einnahme von Ibuprofen in der zulässigen Tageshöchstdosis sollte auch nicht für längere Zeit ohne ärztliche Verordnung erfolgen.
Ob Ihr Freund nun einen Hausarzt, Orthopäden, Schmerztherapeuten aufsucht, ist m.E. nicht so entscheidend. Er sollte einen Arzt aufsuchen, der etwas von Rückenschmerzen versteht - und m.E. eher bald!
Gute Besserung für Ihren Freund und alles Gute wünsche ich Ihnen
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhängig davon persönlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben/R.Simon
http://www.schmerzkreis.net


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BeitragVerfasst: 03.04.16, 13:37 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
hallo,

ich würde auch dazu raten einen Arzt aufzusuchen der sich das mal anschaut.

Sollten es tatsächlich Nervenschmerzen wäre es erlärlich dass Ibu nicht wirklich hilft.
Bei Nervenschmerzen hilft bei mir Tramadol und Pregabalin [bitte keine Handelsnamen verwenden - der Moderator], Ibu niemals.


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BeitragVerfasst: 03.04.16, 16:13 
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Registriert: 01.04.16, 14:01
Beiträge: 2
Die Medis hat er ja sowohl vom Hausarzt, als auch vom Orthopäden verschrieben
bekommen.
Der Hausarzt verschrieb Ibu mit 600mg/Tag. Zusätzlich Novaminsulvon. Und halt die
Physio.
Der Orthopäde verordnete dann die Ibu mit 2400mg/Tag und das Cortison.

Da sowohl Hausarzt und Orthopäde in der Woche nach Ostern Urlaub hatten, hat
sich mein Freund dann, um die Zeit zu überstehen, noch Ibus aus der Apotheke
nachgeholt. Da nimmt er, abhängig von der Wirkstoffmenge, 2x am Tag 1200mg.
Aber reichen tut das leider lange nicht.

Dieses Pregabalin hat er schon mal bekommen, als er Nervenschmerzen im Bauch hatte.
Er wurde 2x wegen einer Hernie operiert. Beim ersten Mal wurde ein Netz über dem
Muskel verklebt. Leider gab es kurz darauf in unmittelbarer Nähe eine weitere Hernie.
Dieses Mal wurde das Netz hinter der Muskel geklammert. Dabei hat man dann einen
Nerv mit festgetackert. Er musste wochenlang mit den Schmerzen leben. Die Ärzte wollten
warten mit einer erneuten OP. Angeblich würden sich die Klammern von selbst auflösen.
Wie dann aber doch nachgeschaut wurde, wurde komischerweise eine Klammer entfernt...

Die Schmerzen ließen aber trotzdem nicht nach. Erst der Gang zu einem Schmerztherapeuten
brachte dann in Form von Pregabalin Besserung. Aber ganz weg ist es wohl nicht. Und mein Freund
hat Angst und das Gefühl, als wenn dort schon wieder eine Hernie sei.

Können denn die aktuellen Rücken/HWS-Beschwerden, sprich der Schmerz der bis in die Finger ausstrahlt,
noch Spätfolgen von der Herniensache sein? Der Physiotherapeut hat da wohl so etwas angedeutet,
von wegen Schonhaltung und so...


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BeitragVerfasst: 03.04.16, 19:21 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
Zitat:
Ich habe schon an eine Schmerzambulanz gedacht, aber mein Freund meint "...was können die
schon machen..."


natürlich kann es zu einer Schonhaltung kommen wenn ein Nerv geklemmt ist. Bei mir sind die vier Nerven verletzt, bzw. durchgeschnitten. Das gab Schmerz in der Leiste und da kam es auch zu einer Schonhsltung. Ergebnis der Schonhaltung war ISG und LWS Schmerz.
Mein Orthopäde hat immer nur Kortison gespritzt, kam nie auf die Idee dass ein Nerv geklemmt sein könnte. Mein Hausarzt hat mich dann nach über zwei Jahren zum Neurologen geschickt. Dann gab es Pregabalin und Tramadol. Nun bin ich fast schmerzfrei, aber nicht ohne Medikamente.

Bei Nervenschmerzen hilft Ibu einfach nicht.


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