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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ibuprofen, Amitriptylin und Nebenwirkungen vs. Novaminsulfon
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BeitragVerfasst: 21.12.15, 11:02 
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DMF-Mitglied

Registriert: 13.04.05, 10:28
Beiträge: 46
Hallo liebes Forum und Herr Gahbler,

ich bin 33 und seit 20 Jahren Kopfschmerzpatient. Inzwischen nehme ich 10mg Amitr. und meist Ibu 600, was am besten hilft, ca. 10x im Monat. Im Magen vertrage ich es gut, aber nun wurde Fettleber festgestellt, und die Pankreas könnte auch besser funktionieren.

Daher die Frage - sind NSAR und Amitr. bekannt für Fettleberverursachung? Ich rauche, trinke nicht und bin nicht dick, treibe aber auch Null Sport...daher haber ich meine Medikation im Verdacht. Und sind auch Auswirkungen auf Pankreas bekannt?

Falls jeweils ja...ist denn Novaminsulfon in dieser Hinicht besser, oder kommt das aufs Gleiche raus?

ich bin wirklich etwas ratlos und freue mich auf Ihre Antwort!

Peter


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BeitragVerfasst: 21.12.15, 21:50 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:24
Beiträge: 2028
Hallo Peter,
die Belastung der Leber durch verschiedene Medikament ist in erster Linie eine Schädigung durch Abbauprodukte. Metamizol (= der Wirkstoff vom Novaminsulfon) macht das in hohen Dosen. Die Kombination mit Amitriptylin ist dann eher noch ungünstiger.
Für die Behandlung von Kopfschmerzen (auch von Migräne) ist Ibuprofen in einer Einzeldosis von 400 mg empfohlen.

Eine individuelle Einschätzung der Nebenwirkungen ist kaum möglich. Ich würde in solch einem Fall eine Substanz weglassen und die Leberwerte nach 4 - 6 Wochen kontrollieren. Wenn sie sich besser, würde ich diese Substanz nicht mehr geben. Wenn sie sich nicht bessern, würde ich mit einer anderen Substanz ebenso verfahren. So kann man durchaus herausfinden, ob ein Mensch auf eine bestimmte Substanz besonders empfindlich reagiert.

Besprechen Sie das mit dem Hausarzt. In solch einem Fall möchte ich dringend von einer Selbstmedikation abraten.
Gute Besserung, alles Gute und schöne Weihnachtstage wünsche ich Ihnen
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhängig davon persönlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben/R.Simon
http://www.schmerzkreis.net


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BeitragVerfasst: 22.12.15, 14:16 
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DMF-Mitglied

Registriert: 13.04.05, 10:28
Beiträge: 46
Hallo Herr Dr. Gahbler,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort, die mir durchaus schon viel weiterhilft. Denn damit scheidet für mich ja Metamizol sowieso aus (mein Hausarzt wollte es mir auch nicht empfehlen aufgrund der Blutbildnebenwirkungen). Inzwischen habe ich alle Laborwerte und sie sind in Ordnung. Also Pankreas und Leber auch. Im Ultraschall war aber die Fettleber sehr ausgeprägt, die Pankreas inhomogen. Letztes könnte daran liegen, dass ich vor 15 Jahren einmal Probleme damit hatte und auch Enzyme nehmen musste, bis sich das irgendwann wieder normalisiert hat.

Nein, ich mache keine Selbstmedikation, keine Sorge. Leider wirkt Ibu 400 bei mir nicht, damit habe ich mit 20 Jahre lang gequält, mit 600 bin ich schnell schmerzfrei.

Wie gesagt, im Ultraschall waren beide Organe nicht mehr jungfräulich, aber im Blut keine Auffälligkeiten. Daher kann ich ja leider nicht Ihren Vorschlag durchführen mit dem Weglassen. Ich werde aber nun (Fettleber ist mir ein Denkzettel) hoffentlich dauerhaft mehr Sport treiben und hoffe dadurch, vom Amitriptylin ganu runterzukommen (nehme ja nur 10mg).

Viele Grüße
Peter


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