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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Post-Zoster-Neuralgie
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 Betreff des Beitrags: Post-Zoster-Neuralgie
BeitragVerfasst: 10.04.15, 12:19 
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Registriert: 10.04.15, 12:07
Beiträge: 2
Guten Tag,

meine Großmutter hatte letztes Jahr einen Herpes Zoster, welcher in der Klinik stationär behandelt wurde, dies war ca. vor 10 Monaten. Seit dem hat sie extrem starke Schmerzen im Oberschenkel. Ihre Hausärztin "Quaddelt" sie zwar regelmäßig mit Procain, jedoch hilft ihr das nicht, auch eine Anwendung mit Capsaicin-Gel brachte mehr Placebo-Effekt, als wirkliche Linderung. Ein antidepressives Medikament brachte auch keine Wirkung, eher das Gegenteil. Die Standard-Schmerzmittel greifen auch nicht. Wir sind alle relativ ratlos und suchen auf Teufel komm raus, nach einer Möglichkeit ihr zu helfen, oder Rat gebend zur Seite zu stehen.

Mir ist bewusst, dass Ferndiagnostik und -behandlung unseriös sind, auch möchte ich keine spezifischen Therapievorschläge von wegen, "nehmen sie XY in der und der Dosierung", was die Antwortmöglichkeiten stark einschränkt, jedoch gibt es Rat, oder irgendwelche Möglichkeiten, zu welchem man mit einem Wink mit dem Zaunpfahl beitragen kann und dann mit dem behandelnden Arzt besprechen könnte?

Vielen herzlichen Dank!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Post-Zoster-Neuralgie
BeitragVerfasst: 11.04.15, 16:37 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:24
Beiträge: 2028
Hallo Schlaflos67,

aus meiner Sicht ist die Gabe eines Antiepileptikums, welches bei neuropathischen Schmerzen hilfreich ist, immer einen Versuch wert. Als Substanzen benutze ich hier nur Gabapentin oder Pregabalin. Bei den Antidepressiva sind nicht nur Amitriptylin oder Doxepin sondern auch Duolexitin in Betracht zu ziehen. Und auch wenn Capsaicin nicht hilfreich war, kann man aus meiner Sicht auch noch einen Versuch mit einem Lidocain-Pflaster unternehmen.
Zuweilen sind auch Kombinationen von mehreren Mitteln hilfreich. Auch Opioide würde ich nicht gänzlich auschließen. Bei allen Substanzen gilt: bei älteren Menschen eher mit einer niedrigen Dosis beginnen und vorsichtig steigern bis eine ausreichende Wirkung eintritt oder die Nebenwirkungen keine Steigerung mehr zulassen. Wenn ein Kombination gefunden wurde, die hilfreich ist, würde ich mindesten 3 Monate eher aber 6 Monate ohne Pause behandeln.
Die Behandlung durch einen schmerztherapeutisch ausgebildeten Arzt sehe ich als wichtig an.
Gute Besserung wünsche ich Ihrer Großmutter; Ihr und Ihnen alles Gute
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhängig davon persönlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben/R.Simon
http://www.schmerzkreis.net


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 Betreff des Beitrags: Re: Post-Zoster-Neuralgie
BeitragVerfasst: 13.04.15, 20:01 
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Registriert: 10.04.15, 12:07
Beiträge: 2
Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort!!!

Sie bekommt eine neue Kombination, welche weiß ich nicht genau und benutzt wieder ihre Capsaicin-Pflaster. Es wurde auch das Thema medizinische Cannabis in den Raum geworfen, aber dies gilt es zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen


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