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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schmerztherapie 1. Versuch ohne Medikamente
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BeitragVerfasst: 27.02.15, 11:50 
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Hallo zusammen,

ich bin ein wenig in Sorge. Seit einigen Monaten bin ich endlich in einer richtigen Schmerztherapie angelangt. Da alle anderen Maßnahmen bei mir keine Wirkung gezeigt haben, bekam ich Medikamente: Tramadol + Metamizol [bitte keine Handelsnamen verwenden - s. Mediquette - der Moderator]. Damit konnte eine sehr gute Verbesserung erzielt werden. Ich bin zwar nicht immer ganz schmerzfrei, aber es ist ein gut erträgliches Maß geworden und nur selten erwischt es mich noch einmal so richtig.

Meine Schmerztherapeutin macht auf mich einen sehr guten Eindruck, sie ist freundlich und erklärt alles ganz genau. Sie ist positiv über meine Entwicklung in der Schmerztherapie überrascht und sagt mir, wir können es jetzt versuchen, die Medikamente auszuschleichen, in der Hoffnung, dass ich sie vielleicht gar nicht mehr brauche. Ich werde mich da natürlich an alle ihre Weisungen halten, aber ich weiß leider sehr genau, was damit auf mich zukommt und das bereitet mir Sorge.

Ich habe die Schmerzen schon seit Jahren und bevor ich eine anständige Therapie anfing, kam ich kaum noch hoch, verlor auch meine Arbeit und habe massiv an Lebensqualität eingebüßt. Es gab Tage, an denen ich mir gewünscht habe, nicht mehr da sein zu wollen, so schlimm war es mit den Schmerzen und die sind mittlerweile leider ein Teil von mir, der sich nicht mehr beseitigen lässt. Ich habe wirklich enorme Fortschritte machen können, bin wieder aktiver, aber aufgrund der Krankheit für ein weiteres halbes Jahr durch ein Gutachten nicht arbeitsfähig.

Jetzt alles runter zu dosieren, bis ich nichts mehr nehme, wird mich wieder in den verhassten Schmerzkreislauf zurückbringen. Ich hatte mich in der Situation immer sehr hilflos gefühlt, regelrecht ausgeliefert und gerade dieses negative Gefühl konnte ich loswerden, nun aber sehe ich mich dem wieder zwangsläufig gegenüber und eigentlich möchte ich da nicht mehr hinkommen. Wer wirklich richtige Schmerzen leidet, kann das sicherlich nachvollziehen. Die Medikamente haben mir wieder Lebensqualität geschenkt und ich hatte trotz des Gutachtens gute Hoffnungen, wieder arbeitsfähig zu werden, aber jetzt sehe ich das eher den Bach runtergehen, denn wenn die Schmerzen wieder vorherrschen, geht das Drama von vorn los.

Wer von euch musste das ebenfalls durchmachen? Bisher ging ich davon aus, dass ich die Medikamente bis an mein Lebensende einfach brauchen werde, um Lebensqualität zu behalten und wieder zu funktionieren, so dass es mir dabei auch gut geht und ich gern aktiv bin, wieder arbeitsfähig werde und nicht mehr abhängig von der Arbeitsagentur oder Krankengeld bin. Das war für mich seit eintreten der Arbeitslosigkeit der blanke Horror... ich möchte das Ausmaß an Schmerzen, das ich vor der Therapie hatte, nie wieder erleben müssen..

Vielleicht mag jemand ein wenig über sich selbst berichten, zum Erfahrungsaustausch, oder hat ein paar mutmachende Tipps für mich.

Liebe Grüße hinterlässt die KaeferKatze


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BeitragVerfasst: 27.02.15, 13:08 
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Hallo,
manchmal reicht eine Schmerztherapie, um das Schmerzgedächtnis zu löschen. D.h. die Schmerzen kommen danach nicht zurück.

Auch bzgl. runterdosierung: falls alles zurückkommt, kann man ja jederzeit langsam wieder aufdosieren.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 28.02.15, 00:01 
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Hey Muppet,

ich danke Dir für Deine Antwort. Wenn es so einfach wäre, dann wäre ich wohl einer der glücklichsten Menschen sein, die es gibt. Aber in Sachen Schmerzgedächtnis hat bei mir schon das Flupirtin [bitte keine Handelsnamen verwenden - s. Mediquette - der Moderator] versagt, das ich weit über ein Jahr bekommen hatte. Irgendwann war die Wirkung leider auch nicht mehr da und das Medikament an sich sollte durch eine Änderung, wegen der Organschäden, zu denen es führen kann, ja auch nicht mehr länger als zwei Wochen genommen werden. Angeblich sollte es den Zweck erfüllen, das Schmerzgedächtnis auszulöschen.

Davor habe ich übrigens Tetrazepam bekommen, auch schon zu jener Zeit, als die Schmerzen noch nicht täglich da waren, sondern nur schubweise, bzw. phasenweise kamen. Das hatte damals immer am besten geholfen, bis man das Medikament eben vom Markt nahm.

Leider würde mir das Metamizol [bitte keine Handelsnamen verwenden - s. Mediquette - der Moderator] allein auch nicht helfen, das hab ich so schon durch. Viele andere Schmerzmittel bekommen mir nicht oder helfen kaum. Tilidin hatte ich auch schon, aber die besten Effekte konnte ich mit Tramadol erzielen.. oder (man möge mir das verzeihen, falls es hier Gegner davon gibt), bei einem Aufenthalt in den Niederlanden vor einem halben Jahr, habe ich auf meine Medikamente vollkommen verzichtet und etwas ganz Anderes versucht, um meine Schmerzen zu bezwingen. In ein paar Kekse verbacken war das sogar sehr angenehm, denn rauchen tu ich nicht. Ich war herrlich schmerzfrei. Das nur mal als Beispiel.

Das ich tatsächlich mal ohne Irgendwas wieder auf die Beine komme, halte ich nach all der Zeit für ausgeschlossen, dazu habe ich schon zuviel damit durch. Das Einzige was ich wirklich ablehne, sind Antidepressiva zur Schmerzbekämpfung, einmal versucht und mit gravierenden Persönlichkeitsveränderungen abgebrochen. Grauenhaft.

Aktuell war das Tramadol + Metamizol [bitte keine Handelsnamen verwenden - s. Mediquette - der Moderator], in Kombination, sehr hilfreich. Ich befürchte einfach, dass am Ende nichts anderes bleiben wird, als wieder hochzudosieren. Natürlich wäre es prima, wenn ich es einfach weglassen könnte, aber die Schmerzen, in dem Ausmaß, wie ich sie schon hatte, will ich wirklich nicht zurück. Wäre ich aktuell in Arbeit, würde mich das wieder raushauen. Dazu kenne ich mich mittlerweile gut genug, um das zu beurteilen.

Liebe Grüße hinterlässt die KaeferKatze


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BeitragVerfasst: 28.02.15, 00:46 
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Hallo,
um was für Schmerzen geht es überhaupt?
Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 28.02.15, 15:17 
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Hallo,

es sind Schmerzen von ganz unterschiedlicher Art, aber hauptsächlich strahlen sie vom Rücken her aus. Bei mir liegt eine ganz leichte Skoliose vor, die aber lt. meiner Ärzte nicht der Auslöser für den Schmerz ist, ebenfalls gibt es einen kleinen Bandscheibendefekt, aber auch der dürfte sich nach diversen Aussagen nicht so extrem auswirken. Ebenso die Myogelosen, die sich mit natürlichen Therapien wie TENS, Massagen, Krankengymnastik und Wärme nicht in den Griff kriegen ließen.

Vom Kopf her habe ich eine winzige Läsion im Gehirn, bezeichnet als Parenchymdefekt, Vermutung liegt bei frühkindlichem Hirnschaden, soll mit den Schmerzen auch nichts zu tun haben. Eine andere Erkrankung ist meine chronische Gastritis, die aber dafür auch nicht verantwortlich sein kann und sich zur Zeit recht friedlich verhält.

Das mal kurz zu meinen Diagnosen, die gestellt worden sind. Die Schmerzen die ich verspüre fangen meist in der Lendenwirbelsäule an, strahlen dann aus, oder wandern brennend, dumpf und drückend weiter nach oben, über die Arme hinweg, oder nach unten, in die Beine hinein. Ich bin dann auch sehr steif und kann mich kaum bewegen, finde keine Haltung und Position die Erlösung bringt. Die Schmerzen kommen sowohl in Ruhe, als auch in Bewegung. Ich war früher, als ich das noch nicht so extrem hatte, ein sehr aktiver Mensch, viel draußen, auf Klettersteigen unterwegs, und all das. Seit ich die Schmerzen dann täglich bekam, fiel das alles weg. Erst mit Erhalt der täglichen Medikamente, konnte ich wieder aktiver werden. Fatal ist auch das Gefühl einer extremen Schwäche und das Missempfinden in Armen und Beinen, wenn die Schmerzen Überhand nehmen. Ich komme dann einfach nicht hoch, weil mir die Kraft fehlt, überhaupt aufrecht stehen zu können. Durch die Schmerzmittel konnte ich das Gefühl der Schwäche und eben den Großteil der Schmerzen recht gut bekämpfen.

Das kürzlich erstellte Gutachten sollte bei mir eine psychische Erkrankung ausschließen, was auch bestätigt werden konnte. Bei mir liegt es also mit diesen Symptomen nicht an psychischen Problemen, sondern es ist eine rein körperliche Erkrankung, für die aber keine Diagnose feststeht. Was mir aktuell noch fehlt, ist eine Muskelbiopsie, wobei mir das bisher von keinem Arzt vorgeschlagen wurde, sondern von meiner Krankengymnastik-Therapeutin.

Meine Schmerztherapeutin hatte zuerst auf Borreliose getippt, was aber nicht bestätigt werden konnte, da die entsprechenden Werte im Normalbereich sind. Offiziell kommt das auch nicht in Frage, inoffiziell hieß es da nur, manchmal könne es man mit dem Test nicht nachweisen. Eine andere Vermutung war, es könnte eine Fibromyalgie sein, aber an der Erkrankung scheiden sich auch die Geister, die einen Ärzte sagen, es gibt sie, die anderen halten sie für Unfug.

Am Ende weiß ich eben leider nicht genau woher ich diese Schmerzen habe, vom Kopf her bin ich dabei, wenns hoch kommt, auch in einem regelrechten Dämmerzustand und fühle mich nicht wirklich ansprechbar, manchmal ist es mir dabei auch schwindlig oder ich bin derartig angespannt, dass ich zittrig durch das brennende Schmerzgefühl werde, als wenn mein Körper einem entstehenden Druck nicht mehr richtig Stand halten kann.

Liebe Grüße hinterlässt die KaeferKatze


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BeitragVerfasst: 08.03.15, 19:01 
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Hallo,

gab es für die Schmerzen einen Auslöser (Unfall o.ä.) oder waren die Schmerzen von heute auf morgen plötzlich präsent?
Machst du etwas für den Muskelaufbau im Bereich der Rumpfmuskulatur? Machst du Dehnübungen?


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BeitragVerfasst: 09.03.15, 16:42 
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Ich habe da in Sachen Entwöhnung auch noch keine Erfahrung, aber es steht mir bevor. Auch ich nehme seit langer Zeit Tramadol und in meinem Falle Pregabalin-Kapseln und sehr gering dosierte AD dazu. Soll zur Schmerztherapie gehören. Was sagt die Ärztin zu den Ängsten? Ich hatte mit Empfehlung der Ärztin auch langsam runtergesetzt und zack waren die starken Schmerzen wieder da und im KH hatte man wieder auf die alte Medikation zurückgesetzt,a lso wieder wie vorher gewohnt. Ich vermute auch, dass es auch eine Art psychische Abhängigkeit ist oder zumindest denkt man das. Man kann sich kaum noch vorstellen, ohne die Medikamente zumindest schmerzarm (schmerzfrei wäre natürlich ein Traum) zurechtzukommen, sei es beruflich aber auch privat, um eine wieder tragbare Lebensqualität zu haben. Ich weiß nicht, ob der Einsatz von Placebos eine Hilfe sind und ob es so eingesetzt wird, sodass bei Feststellung der zurückgegangenen Schmerzursache nur noch die psyhologische Hilfe her muss, von den Mitteln runterzukommen. In meinem Falle habe ich immer so Bedenken, dass die Ursache noch nicht weg ist und somit immer Schmerzen bleiben werden, die ohne Medikamente zu stark wären. Und wer möchte schon bitte m it starken Schmerzen zu Hause herumliegen und nicht mal privat zu Potte kommen, beruflich ganz zu schweigen. Nun ist es ja von Fall zu Fall unterschiedlich festzustellen, ob die Schmerzursache eigentlich schon weg ist oder n och nicht, wenn sich so manche Ursache sich überhaupt erledigt. Bei mir scheint man es nicht feststellen zu können. Denn s ollte es der Fall sein, dass ein Arzt feststellen kann und es auch definitiv feststellt, dass s ich die Ursache erledigt hat, ist man psychisch (so ginge es jedenfalls mir persönlich ) irgendwie ein Stück aufgebaut und kann evtl. leichter von den Medikamenten loslassen. , sei es auch schrittweise.
Wenn man einen guten Arzt bzw. gute Ärztin hat, wäre die Frage für sie sicher nicht lächerlich, sondern eher verständlich. Und vielleicht erleichtert eine Gewissheit das allmählige Absetzen der Medikamente etwas.

Und mal unabhängig der Diagnose (die tatsächlich ewig dauern kann, habe ich durch) wäre die Klärung vieler Fragen durch den behandelnden Schmerztherapeuten eine immense Hilfe. Da ja auch die Psychiatrie dranhängt (auch wenn man nachweislich keine psychische Erkrankung hat), lässt sich natürlich auch besser erklären und darauf eingehen, wie es sich psychisch auswirkt oder auch sogar etwas überlisten wäre, wenn die Medikamente schrittweise reduziert werden. Und da sich die Psyche ein Stück weit überlisten lässt, halte ich es als Laie für möglich. Aber gute Fachleute können so viel mehr einschätzen und handeln, dass man darauf vertrauen kann, dass man mit zumindest wenigen bis wünschenswerten null Schmerzen gut über den allmähligen Entzug zurechtkommt.

Zitat:
Bei mir liegt eine ganz leichte Skoliose vor, die aber lt. meiner Ärzte nicht der Auslöser für den Schmerz ist, ebenfalls gibt es einen kleinen Bandscheibendefekt, aber auch der dürfte sich nach diversen Aussagen nicht so extrem auswirken. Ebenso die Myogelosen, die sich mit natürlichen Therapien wie TENS, Massagen, Krankengymnastik und Wärme nicht in den Griff kriegen ließen.
Wenn die Skoliose und der Bandscheibendefekt als Schmerzauslöser ausgeschlossen ist, müsste es ja eine gute nachvollziehbare Begründung geben und oftmals ergibt s ich aus der Begründung eine evt.. Diagnose. Wäre ja denkbar. Tens etc. sind kaum ein guter Ersatz, sondern eher eine oft (leider n icht immer ) hilfreiche Ergänzung zu anderen noch wichtigeren Therpien wie z.B. Physio. Ohne klare Diagnose würde ich es wie sicher viele Ärzte auch, für fatal halten, an falscher Stelle zu therapieren, da vieles dann nach hinten losgehen könnte. Aber leichte Übungen sind immer , auch unter Schmerzen möglich, es ist ekelhaft, ich weiß und ich musste mich auch u nheimlich überwinden. Ich habe auch vorher den Arzt gefragt, wa s ich ohne klare Diagnose aber für mich mchen k önnte. Eher auf die Körperteile ausweichen mit den Übungen, wo es nicht schmerzhaft wäre. Leicht gesagt, wenn man vor Schmerz kaum stehen und gehen kann. Aber dann entsann ich mich dem "Radfahren" im Bett. Also so tun als ob, meine ich :)) das tat erstmal schon wieder der Oberschenkelmuskulatur etwas gut, ich musste nicht schmerzhaft auftreten und leichte Armübungen, alles auf dem Bette und als das Ganze etwas nachließ, habe ich auch absprechen können, was bei m ir schon möglich wäre, als die Entzündung (die kam ja dazu) weg war. Und dann gings erst los mit den Therapien, von nützlich bis völlig am Bedarf vorbei :lol: .

Vielleicht vestehst was ich meine und vielleicht lassen sich die Fragen mit der Ärztin abklären, die ja doch mehr vom Fach versteht, als wir Laien, die sich nur hier und da etwas vorstellen können und die eine oder andere vergleichbare Erfahrungen machen.
Alles Gute und dass gezielt geholfen werden kann und dann würde es mich interessieren, wie und wie gut es mit der schrittweisen Entwöhung verläuft.

_________________
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 13:02 
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Hallo zusammen,

entschuldigt bitte, dass es einige Tage still um mich geworden ist. Ich habe die Medikamente weiterhin runter dosiert. Abhängigkeitssymptome verspüre ich absolut Keine, konnte mir sowas beim anständigen Ausschleichen aber auch gar nicht vorstellen.

Ich hatte in der Vergangenheit einen Unfall, aber daraus entstand wohl nichts Negatives, was körperliche Schäden hinterlassen hatte (Im Jahr 2008 wurde ich von einem Auto angefahren, als ich mit dem Fahrrad unterwegs war). Ich stand ein bisschen unter Schock, war aber ansonsten in Ordnung. Der Aufprall soll aber laut eines Augenzeugen schon heftig ausgesehen haben, nur wie gesagt, ich war danach soweit okay.

In meiner Familie (väterlicherseits) habe ich keine Anhaltspunkte für ähnliche Erkrankungen, da hier kein Kontakt besteht. auf der Seite meiner Mutter gibt es Rheuma-Erkrankungen und leider auch psychische Erkrankungen. Letztere wurden durch ein Gutachten bei mir ausgeschlossen.

Es ist also ein rein körperliches Phänomen, dass auch nicht ganz plötzlich aufgetreten ist, sondern eher schleichend. Ich habe von Kindheit an Probleme mit der Muskulatur, aber seltsamerweise bin ich nur als ein- und zweijähriges kleines Menschlein damit in orthopädischer Behandlung gewesen, danach als Kind nie wieder, wobei ich zu jener Zeit keine Schmerzen hatte. Meine Körperhaltung war nur sehr schlaff, als wenn mir die gesunde Muskelspannung gefehlt hätte. Heute kann meine Mutter mir nicht mehr sagen, was da damals los war mit mir, ärztliche Gutachten gibt es von jener Zeit nicht mehr und die orthopädische Praxis ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr existent.

Die Schmerzen traten das erste Mal in der Jugendzeit bei mir auf. Sie waren aber nur phasenweise und nicht dauerhaft präsent, so dass ich eben auch meine Auszeiten von den Schmerzphasen hatte und nicht ständig Medikamente brauchte (behandelt wurde damals wechselweise mit Diclo, Ibuprofen, Paracetamol). Man schon es auf Spannungskopfschmerzen und Migräne, dazu extreme Muskelverhärtungen, die sich kaum manuell lösen ließen. Zu dem Zeitpunkt war ich zwischen 15 und 16 Jahren alt. Ich hatte auch damals für den Rücken schon Krankengymnastik, ging nebenher noch reiten und oft schwimmen. Lediglich mit dem Reiten hörte ich später aus finanziellen Gründen auf.

Nun bin ich mittlerweile 31 Jahre alt, habe die Probleme mit extremer Verschlechterung seit 2010. Die Migräne-Anfälle und allgemein die Kopfschmerzen sind kaum noch vorhanden, dafür aber die Probleme mit den Rückenschmerzen, die dann in Arme und Beine ausstrahlen. Bevor ich die Schmerztherapie anfing, konnte ich teilweise kaum noch aufstehen. Die Muskeln sind durch die Schmerzen so arg versteift gewesen, dass sogar jede Drehung nach links oder rechts kaum möglich war. Dazu dann das Schwächegefühl in den Beinen, als würde die Muskelkraft nicht ausreichen.

Ich habe seit 2010 fast durchgehend immer wieder Krankengymnastik bekommen, dazu TENS, Wärme und Massagen. Nebenher immer mal wieder Medikamente und irgendwann, als nichts mehr ging, dann täglich Medikamente, bishin zur jetzigen Schmerztherapie. Die bisherigen Vermutungen waren Borreliose, konnte im Test nicht mehr nachgewiesen werden, dann Fibromyalgie (wo sich die Geister eh scheiden mit dem Glauben an die Existenz dieser Erkrankung). Zumal dort auch die Psyche miteinspielen soll, was auf mich nicht passt, da ich dort keine Beschwerden habe. Als letzter Ausweg wurde mir in Sachen Diagnose die Uniklinik Heidelberg empfohlen, da man dort auf Muskel-Geschichten spezialisiert ist.

Meine Schmerz-Therapeutin weiß um meine Befürchtungen, was das Weglassen der Medikamente angeht, aus ihrer Sicht wollte sie es einfach nur gern versuchen, wie es ohne Medikamente läuft. Zurück kann ich immer, dass ist nicht das Problem. Aber ich denke das jeder Schmerzpatient es nachvollziehen kann, wie ungern man Schmerzen wieder fühlen möchte, also sind da bestimmte Ängste wohl recht normal.

Aktuell befinde ich mich auf dem folgenden Level: alle 8 Stunden 10 Tropfen Tramal & 15 Tropfen Novalgin. Letzte Woche waren es noch 15 Tropfen Tramal & 15 Tropfen Novalgin. Da ging es aber bereits mit den Schmerzen los, wobei die noch erträglich waren. Schlimmer ist es erst in dieser Woche geworden, auf der berühmten Schmerzskala (1 bis 10), pendelt es mittlerweile zwischen minimal 4 und maximal 7. Also so, wie es eigentlich nicht laufen sollte. weil das gerade eine ungünstige Entwicklung ist.

Die neuen Ereignisse habe ich telefonisch, so wie vereinbart, an die schmerztherapeutische Praxis weitergegeben und werde später noch einen Rückruf erhalten, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

An den erfolgreichen Einsatz von Placebos glaube ich nicht.

Aktuell wünsche ich mir, wieder in meinen Beruf zurückzukommen, aber das geht mit den Schmerzen nicht. Das Gutachten hat mich trotz der Medikamente für ein halbes Jahr freigestellt. Wie wird das erst ohne Medikamente, wenn die Schmerzen dann doch durchkommen, so wie sie bereits wieder dabei sind? Gute Frage, nächste Frage.

Muskelaufbau habe ich übrigens auch schon probiert, mehrfach und ohne Erfolg. Es tut sich einfach nichts. Selbst unter den Medikamenten, die meine Schmerzen drastisch lindern und mich bewegungsfreier machen, tut sich im Muskelaufbau nichts. Warum das so ist, konnte man mir bisher nicht erklären. Ich denke, da wird einfach noch etwas weiter probiert. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ansonsten, ja eben bis auf das miese Weh Weh, bin ich gut drauf und verspüre wie weiter oben geschrieben, keine Probleme mit dem Absetzen der Medikamente (was ja auch gut so ist, denn ich stelle mir handfeste Entzugserscheinungen wirklich schlimm vor und bin froh, dass ich da verschont bleibe).

Wie es bei mir weiter geht, werde ich berichten.

Liebe Grüße von der KaeferKatze

PS: Falls im Eifer meines Schreibgefechtes irgendwas vergessen habe zu beantworten, dann bitte einfach noch mal drauf anstupsen! :)

PPS: Dehnübungen sind hier tägliches Programm.


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 14:01 
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Zitat:
In meiner Familie (väterlicherseits) habe ich keine Anhaltspunkte für ähnliche Erkrankungen, da hier kein Kontakt besteht. auf der Seite meiner Mutter gibt es Rheuma-Erkrankungen und leider auch psychische Erkrankungen. Letztere wurden durch ein Gutachten bei mir ausgeschlossen.

Es ist also ein rein körperliches Phänomen, dass auch nicht ganz plötzlich aufgetreten ist, sondern eher schleichend.

Den Zahn muss ich dir jetzt aber ziehen: Schmerzen, vor allem chronische, sind NIE nur rein körperlich! Die Psyche spielt da immer mit rein oder geht es dir etwa psychisch blendend, wenn du Schmerzen hast? Es mag sein, das die Ursache deiner Beschwerden einen körperlichen Ursprung hat oder hatte, aber gerade wenn man schon jahrelang an Schmerzen unerklärlichen Ursprungs leidet und zudem schon vieles ausprobiert hat um diese zu bekämpfen, dann spricht schon sehr viel für ein psychosomatisches Problem. Das heißt aber nicht, dass du dir die Schmerzen einbildest. Die Schmerzen sind durchaus existent aber haben sich wohl schlicht verselbstständigt.
Ich würde mich da an deiner Stelle auch nicht nur auf ein Gutachten versteifen, zumal Gutachten innerhalb weniger Stunden erstellt sind, also der Gutachter den Patienten kaum kennenlernen kann. Richtig beurteilen kann man das letztendlich nur, wenn man mal ein paar Sitzungen bei einem Psychotherapeuten hinter sich hatte oder eine Weile in einer psychosomatischen Klinik war.
Abgesehen davon halte ich eine Psychotherapie bei Schmerzpatienten durchaus für sinnvoll, unabhängig davon welchen Ursprung der Schmerz hat. In einer Therapie kann man nämlich Techniken erlernen um besser mit dem Schmerz zurechtzukommen. Das kann immerhin auch zu einer Schmerzreduktion beitragen.
Gerade chronische Rückenschmerzen sind ein Anzeichen dafür, dass man irgendeine (psychische) Last trägt, das kann auch der Schmerz selbst sein, der einem zur Last wird und was wiederum den Schmerz noch schlimmer werden lässt. Der sogenannte Teufelskreislauf. Den muss man dann versuchen zu durchbrechen.

Zitat:
Muskelaufbau habe ich übrigens auch schon probiert, mehrfach und ohne Erfolg. Es tut sich einfach nichts. Selbst unter den Medikamenten, die meine Schmerzen drastisch lindern und mich bewegungsfreier machen, tut sich im Muskelaufbau nichts. Warum das so ist, konnte man mir bisher nicht erklären. Ich denke, da wird einfach noch etwas weiter probiert. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Was meinst du damit, dass sich mit Muskelaufbau nichts tut? Baut sich bei dir keine Muskulatur auf oder werden selbst durch Muskelaufbau deine Schmerzen nicht besser? Und was heißt "probiert"? Wie lange hast du das durchgezogen?


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 15:13 
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Hallo Parvati84,

danke für Deine Antwort. Du kannst es gern versuchen mir den Zahn zu ziehen, aber ich halte ein psychisches Unwohlsein bei Schmerzen nicht für eine eigenständige Erkrankung. Das wäre ungefähr dasselbe, wenn Du um einen lieben Mitmenschen trauerst, der verstorben ist und dann als psychisch erkrankt giltst = Depressionen. Ist der Trauerprozess verarbeitet, geht es emotional wieder bergauf, ein ganz normaler Vorgang, der nichts Krankhaftes besitzt. Das ist natürlich ein drastisches Vergleichsbeispiel, aber mir fiel gerade kein Anderes ein. Mit dem emotionalen Ungleichgewicht verhält es sich beim Schmerz genauso, ist er da, dann wirkt er auch gefühlsmäßig belastend. Ist er weg (egal durch was) bin ich psychisch auch nicht beeinträchtigt. Bei einer Erkrankung jener Art, wäre ein Ungleichgewicht der Psyche auch unabhängig vom Schmerz da. Ich habe bereits eine lange Therapie gemacht, um der Sache auch psychisch auf den Grund zu gehen, dass war noch vor dem Gutachten, und es gab keine Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung. Das Gutachten wurde sehr sorgsam erstellt und es ist auch eine Psychotherapeutin dabei gewesen, die selbst in einer Schmerzklinik die aktive Betreuung von Patienten und Angehörigen übernimmt. Es gibt nichts Auffälliges.

Die Therapie die ich gemacht habe ging über ein halbes Jahr, dass ist viel Zeit für ein intensives Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. Mir wurden dabei zahlreiche Möglichkeiten mit auf den Weg gegeben, aber letztendlich haben bei mir nur Medikamente geholfen.

Es sind auch nicht nur die einstige Therapeutin aus der Psychotherapie und Jene aus dem Gutachten, sondern auch mein Neurologe, als auch Hausarzt, die nichts feststellen konnte, was auf die Psyche schließen lässt. Das ist also bei mir der falsche Ansatz zur Suche. Ich weiß wie gern Geschichten mit bestimmten Schmerzen auf diese Schiene gepackt werden, wenn nicht gleich eine eindeutige Diagnose zu finden ist und vermutlich ist das in vielen Fällen sogar handfest zu belegen, bei mir aber nicht, denn wenn gleich mehrere Ärzte zu dem Entschluss kommen, dass ich keine psychosomatischen Probleme habe, oder auch nach Aufschlüsselung meiner bisherigen Lebensgeschichte, nie hatte, dann darf ich beruhigt davon ausgehen, dass der Hund dort nicht begraben liegt. Du darfst mir Dein Thema aber sehr gern weiter erläutern, wenn Dir dazu noch etwas Anderes einfällt. Berichtest Du denn bei Dir aus eigener Erfahrung wenn ich fragen darf? Du äußerst Dich in sehr fester Überzeugung, dass chronische Schmerzen NIE rein körperlich sind, daher meine Frage.

Bei mir ist die genaue Ursache ja nicht einmal geklärt, bis auf die wenigen Beispiele von Vermutungen, die ich gegeben habe. Ich bin mir nicht sicher ob ich es im Eingangspost schon schrieb, dass bei mir noch eine Muskelbiopsie aussteht, die sich an die Schmerztherapie anschließen soll, wenn wir, so wie jetzt, wo es kritischer wird, feststellen, dass die Probleme weiterhin bestehen. Mit besonders großer Gewissheit kann man nicht einmal sagen ob es chronische Schmerzen sind, aber man spricht eben von chronischen Schmerzen, wenn sie länger als 3 Monate bestehen, daher ist das ein gebräuchlicher Oberbegriff, doch der chronische Aspekt allein, ob nun wirklich zutreffend, oder aber nicht, wenn man es mal genauer aufschlüsseln will, was irgendwann vermutlich recht kompliziert wirkt, ist meines Erachtens nach keine Grundlage dafür, dass die Psyche immer beteiligt sein muss. Wenn es zu solchen Äußerungen kommt, dann spielt sicherlich auch eine gewisse Ratlosigkeit mitein, weil einfach nichts Anderes zu finden ist, aber dazu müssen auch erst einmal alle anderen Dinge ausgeschlossen sein und ich für meinen Teil habe bereits eine Antwort auf meine psychische Gesundheit bekommen.

Was den Muskelaufbau betrifft, es baut sich bei mir nicht mehr Muskulatur auf, sondern alles bleibt wie es ist und die Schmerzen haben sich dadurch auch nicht verbessert. Leider habe ich mit dem gegenteiligen Effekt zu kämpfen gehabt und mir mehr Schmerzen als zuvor eingehandelt, was dann damit endete, dass irgendwann nichts mehr ging. Erst mit Medikamente konnte ich versuchen effektiver daran zu arbeiten. Der erste Versuch zum Muskelaufbau fand 2010 statt und lief für nicht ganz 9 Monate, bevor das Ganze auf Grund ausbleibenden Erfolgs auf ärztlichen Rat beendet wurde. Stattdessen gab es dann mehr andere Therapien (wie zuvor schon aufgezählt). Mitte 2011 habe ich dann noch einmal den Versuch mit dem Muskelaufbau gewagt, dass Ganze dann kontinuierlich und langsamer, begleitend mit den anderen Therapien, bis Ende 2013. Es hat sich aber nichts getan in Sachen Muskelaufbau, alles ist geblieben, wie es war. Man könnte jetzt zumindest mutmaßen, dass ich damit wenigstens einen Muskelabbau entgegengewirkt habe, aber heute denke ich so manches Mal, dass ich mir mit dem übereifrigen Therapieprogramm nicht so gut getan habe, wie ich es zu der Zeit erhoffte. Und mal ehrlich, Hoffnung ist eine enorm treibende Kraft, ob mit oder ohne Schmerz.

Mit Beginn meiner Schmerztherapie akzeptiere ich meine Grenzen und gehe auch sehr offen mit dem Schmerz um. Bis wo es geht, bis da arbeite ich sehr motiviert mit, aber wenn ich merke, es fängt an sich ungesund anzufühlen, dann lege ich für mein eigenes Wohlbefinden eine Pause ein und mache dann mit meinem Programm weiter, wenn ich mich wieder bereit dazu fühle. Was ich aber nicht akzeptiere, ist den Schmerz ununterbrochen auszuhalten. Als erwachsener Mensch entscheide ich selbst, bis wo es zu ertragen ist und ab wo ich Hilfe möchte. Aber Schmerzen auszuhalten, dass sollte Niemand müssen, der sich dagegen ausspricht.

Mir ist für oben noch ein dezent besseres Beispiel eingefallen, als die Trauerarbeit bei einem Verlust. Nehme bitte einmal an, Du fängst Dir eine üble Grippe ein, damit fühlt sich mit Sicherheit auch niemand psychisch wohl. Ist die Grippe dann aber überstanden, erlebt die Stimmung wohl wieder eine deutliche Besserung. Genauso ist es mit dem kommenden und gehenden Schmerzen.

Liebe Grüße von der KaeferKatze


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 16:25 
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Zitat:
danke für Deine Antwort. Du kannst es gern versuchen mir den Zahn zu ziehen, aber ich halte ein psychisches Unwohlsein bei Schmerzen nicht für eine eigenständige Erkrankung. Das wäre ungefähr dasselbe, wenn Du um einen lieben Mitmenschen trauerst, der verstorben ist und dann als psychisch erkrankt giltst = Depressionen. Ist der Trauerprozess verarbeitet, geht es emotional wieder bergauf, ein ganz normaler Vorgang, der nichts Krankhaftes besitzt.

Wir sprechen aber nicht mehr nur von einem psychischen Unwohlsein, wenn der Schmerz schon mehrere Monate anhält. Wenn man jedoch nur vorrübergehend (wenige Tage oder Wochen) Schmerzen hat ist das was anderes. Genauso verhält es sich mit Trauer, welche in der Regel auch vorrübergehend sein sollte, aber bei längerer Dauer kann auch diese krankhaft werden.

Zitat:
Mit dem emotionalen Ungleichgewicht verhält es sich beim Schmerz genauso, ist er da, dann wirkt er auch gefühlsmäßig belastend. Ist er weg (egal durch was) bin ich psychisch auch nicht beeinträchtigt. Bei einer Erkrankung jener Art, wäre ein Ungleichgewicht der Psyche auch unabhängig vom Schmerz da.

Nur, weil ein Schmerz weg ist, heißt das nicht, dass dieser nicht auch durch die Psyche beeinflusst wurde. Davon abgesehen geht ein lang anhaltender Schmerz vermutlich auch nicht spurlos an einem vorbei. Daher wäre ich vorsichtig zu behaupten, dass das nicht irgendwelche psychische Folgeschäden mit sich zieht.

Zitat:
Ich habe bereits eine lange Therapie gemacht, um der Sache auch psychisch auf den Grund zu gehen, dass war noch vor dem Gutachten, und es gab keine Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung.

Es muss auch nicht zwingend eine psychische Erkrankung vorliegen, damit man psychosomatische Schmerzen entwickelt. Psychische Schmerzen können schon durch kleine oder große belastende Dinge im Alltag entstehen z.B. Anhaltende Konflikte mit dem Partner oder dem Chef, Stress, Arbeitslosigkeit, unterschwellige Existenzängste usw.
Wenn du jetzt z.B. vor einem Vorstellungsgespräch schwitzige Hände und Herzrasen bekommst, dann ist das auch nicht zwingend krankhaft aber trotzdem psychosomatisch, da dein Körpder in dem Moment unter Stress steht und du vor etwas Angst hast, z.B. Angst vor Ablehnung.

Zitat:
Berichtest Du denn bei Dir aus eigener Erfahrung wenn ich fragen darf? Du äußerst Dich in sehr fester Überzeugung, dass chronische Schmerzen NIE rein körperlich sind, daher meine Frage.

Ja, ich berichte auch aus Erfahrung. Und es ist auch nicht nur eine Überzeugung meinerseits sondern ein Fakt, dass der Mensch durch das Wechselspiel von Körper UND Psyche funktioniert. Man kann beides nur schwer getrennt sehen. Bei chronischen Schmerzen kommen ja noch soziale Faktoren dazu, wie auch soziale Isolation, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Existenzängste... Weiter können Schmerzen auch die Ehe bzw. Partnerschaft belasten... Das alles belastet zusätzlich die Psyche. Es vleibt dann nicht "nur" beim Schmerz.


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 17:38 
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Hallo nochmal :)

Richtig, der Schmerz ist schon lange da, schon Jahre lang. Ich komme aber trotzdem noch nicht dahinter, das es damit zwingend auch psychisch krankhafte Faktoren geben muss. Gehen wir mal davon aus, dass ich bereits als Kind diese muskelbedingten Probleme hatte, dass der Schmerz aber erst wesentlich später zum Tragen gekommen ist, beginnend aber der Jugendzeit. Schleichend, phasenweise und irgendwann permanent. Müsste ich dann nicht, wenn man es genauer betrachtet, nach Deiner Erfahrung und Definition, bereits seit sehr vielen Jahren eine psychische Erkrankung oder zumindest psychosomatische Begleiterscheinungen mit mir herum schleppen? Das wäre ein ziemliches Chaos und ein sicherlich schrecklicher Leidensweg, der sich allein damit auf mich ausgewirkt und mich bei dem Gutachten und den anderen Ärzten, nicht als psychisch gesund eingestuft hätte. So etwas zu übersehen sollte nämlich nicht gleich mehreren Ärzten passieren.

Ich bin damals trotz meiner Schmerzen noch bis zum Januar 2012 Vollzeit arbeiten gegangen, konnte es dann aber nicht mehr, verblieb bis zum Oktober letzten Jahres noch in Wochenendarbeit, was aber nicht mehr für das alleinige Überleben aus dem Gehalt gereicht hat und seitdem werde ich als arbeitsunfähig auf Grund der Schmerzen geführt (dazu auch das Gutachten). Wenn nun aber mehrere Ärzte sagen, es gibt keine Anhaltspunkte für einen psychosomatischen Schmerz, so kann ich doch kaum alle Ärzte gleichermaßen anzweifeln. Normalerweise, aus anderen Erfahrungsberichten, lese ich eher oft das Gegenteil, dass die Ärzte bei derartig langen Geschichten schnell zur Begründung durch eine psychische Erkrankung tendieren. Da das aber bei mir nicht der Fall ist, irgendeinen ausschlaggebenden Eindruck muss ich ja hinterlassen haben, kann eine psychische Erkrankung nicht vorhanden sein. Und sowas unbewusst verbergen kann man vor geschulten Ärzten auch nicht, so meine Meinung.

In der Anfangszeit der Krankheit musste ich mich durchaus durchbeißen um ernst genommen zu werden, das Problem kennen vermutlich Viele. Besonders schwer war das in der Jugendzeit, aber zu Fall gebracht hat mich das nicht. Ich erfahre mit den Symptomen die mich plagen von allen Seiten Unterstützung, sogar umso mehr, seit ich in Behandlung bei der Schmerztherapeutin bin, es wird ernst genommen und nicht einfach abgetan.

Stressfaktoren gibt es aktuell keine. Zwar arbeite ich zur Zeit nicht, denke nur gern darüber nach es wieder zu schaffen, aber mich setzt Niemand unter Druck. Natürlich wäre es für mich ein großes Desaster, wenn ich überhaupt nicht mehr auf die Beine komme, um einen normalen Arbeitstag, oder zumindest einen halben Arbeitstag zu schaffen, aber das ist gerade nicht die Priorität meiner Gedanken. Nach allen Möglichkeiten schmerzreduziert, kann ich mir das Arbeiten auf Teilzeitbasis sehr gut vorstellen. Allerdings ginge das überhaupt nicht, wenn ich diese heftigen Schübe dann voll und ganz aushalten muss, daher hoffe ich zwar gern auf ein Wunder, aber sehe die Sache auch realistisch und weiß, dass ich zur Zeit noch Unterstützung durch die Medikamente brauche. Das ist aber gewiss keine psychische Abhängigkeit, falls der Gedanke hier und da aufkommen sollte, denn die ginge wohl mit anderen Gefühlen einher (übertriebene Angst, Unruhe, Panik, Übelkeit, Schwindel - von dem was ich durchs Lesen bisher erfahren habe). An eine körperliche Abhängigkeit glaube ich bei einem vernünftigen Ein- und Ausschleichen auch nicht (es gibt Meinungen, die dann sagen, dass die Rückkehr der Schmerzen für eine bestimmte Zeit normal seien, weil der Körper sein gewohntes Medikament nicht mehr bekommt). Bei einem rapiden Absetzen direkt auf 0, dürfte das sicherlich anders aussehen, aber im Regelfall sollte sowas in einer anständigen Therapie nicht auftreten. Solange also, beim anständigen Ausschleichen, wieder Schmerzen auftreten, die der Krankheit zuzuordnen sind, so ist eine Weitergabe der Medikamente angeraten, sofern sie gut vertragen werden, oder eben eine Alternative auszuwählen, was dann die behandelnden Ärzte entscheiden.

Schmerzen die schon lange da sind, die gehen wie Du schreibst, nicht spurlos an Einem vorbei, aber dennoch muss man selbst entscheiden, wie man damit umgeht. Ich hatte auch Zeiten, in denen ich nicht wusste, wie ich damit umgehen soll, wo ich mich hilflos gefühlt habe, aber das eben alles in einem normalen Maß und um mich da aufzufangen, bevor ich wirklich psychisch so sehr in Mitleidenschaft gezogen werde, dass ich total einbreche, dazu sind meine Ärzte da. Und gute Ärzte greifen da sofort ein und lassen den Patienten nicht allein. Zur Anfangszeit habe ich auch Arztwechsel vollzogen, wenn ich nicht zufrieden war, aber mittlerweile hat sich alles mit den richtigen Ärzten gut eingespielt, dass ich mich nicht hilflos fühlen muss. Das die ein oder andere Sorge auftritt, ist ein normaler Begleitprozess, es darf eben nur nicht entarten, denn dann wird es wirklich zu einem Problem psychischer Natur.

Ebenfalls sprichst Du das private Umfeld an, Beziehungen usw. - ich lebe selbst in einer Beziehung, mit einem Menschen, der mich jederzeit unterstützt, meine Krankheit zwar nicht immer versteht, aber alles daran akzeptiert. Auch das hat anfangs nicht sofort geklappt und ich musste mir sehr gut überlegen, wie ich mich verständlich machen kann. Viele Gespräche, viel Kraft, Anstrengungen die nicht ohne sind, aber das Reden hat geholfen und ich habe mich dabei nie schlecht gefühlt, allenfalls mal genervt. Letzteres war manchmal ein Drahtseilakt, denn man möchte ja Niemanden in seinem Umfeld zu Unrecht verletzten, schließlich kann Keiner was für den eigenen Schmerz. Wir haben uns immer sehr viel Zeit gelassen für Gespräche und das hat geholfen eine gute Basis zu bilden. Ich habe also auch hier keinen Grund gestresst, frustriert oder verzweifelt zu sein.

Also zusammengefasst, was auch immer ich in meinem Leben beleuchte, auch meine Familie oder meine Beziehung mit einbezogen, ja selbst meine Arbeit in der Vergangenheit, oder die aktuelle Arbeitsunfähigkeit, es gibt keine Anhaltspunkte, die in unnatürlicher Stärke zu einem psychischen Ungleichgewicht führen. Angst vor Ablehnung verspüre ich auch nicht, aber das liegt denke ich daran, dass ich mir im letzten Jahr sehr schnell bewusst gemacht habe, offen mit dem Thema umzugehen, damit ich nichts im geheimen Kämmerlein mit mir herumschleppe. Entweder man nimmt mich dann so an wie ich bin, oder man lässt es. Das ist ein Lernprozess, damit umzugehen, aber kein Grund zur Verzweiflung.

Also so gesehen wüsste ich wirklich nicht, wo in meinem Fall die Psyche mitspielen könnte, wenn meine Ärzte da auch keine Anhaltspunkte finden, gibt es demnach auch Keine. Mit einigen Dingen arrangiert man sich, für Andere braucht man eine Portion schwarzen Humor und hin und wieder darf man auch mal ohne Scham kotzen gehen (Entschuldigung für die drastische Wortwahl). Ich kotze zum Beispiel verbal, wenn der Schmerz zuviel wird und verleihe meinem Unmut damit Ausdruck. Dafür bin ich aber auch für jeden guten Tag sehr dankbar und versuche dann umso mehr meine Umwelt bewusst wahrzunehmen. An schlechten Tagen hingegen gehe ich meinem Wunsch nach möglichst viel Ruhe nach, und gestehe meinem Körper die Pausen ein, die er fordert.

Du schreibst, um psychosomatische Schmerzen zu entwickeln, müsste allgemein gesehen keine psychische Erkrankung vorliegen, sondern das diverse Belastungen einfach ausreichend sind, um das Beschwerdebild hervorzurufen. Soweit ist das nachvollziehbar erklärt. Ich denke jedoch, dass ein normales Maß an Belastung keine psychosomatischen Schmerzen auslöst, sondern die Belastungen wirklich als vernichtend empfunden werden müssen, so dass man als Patient daran bereits verzweifelt. Wenn aber so ein gravierendes Maß nirgends erreicht wird, wie sollen sich daraus dann psychosomatische Schmerzen entwickeln? Bei mir wird in den Arztbriefen und Diagnosen nirgends von psychosomatischen Beschwerden geschrieben, sondern lediglich von den Schmerzen an sich und diversen Verdachtsdiagnosen und möglichen oder bereits angewendeten Therapien, während der Verlauf der Erkrankung beobachtet wird. Auch die Gespräche beinhalten keine Faktoren an psychosomatischen Gründen.

Wie sieht es denn bei Dir überhaupt aktuell aus? Leidest Du noch unter Deinen Schmerzen, oder bist Du sie los? Wann fing das bei Dir an und hast Du ggf. eine Idee was bei Dir der Auslöser war?

Liebe Grüße von der KaeferKatze


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 20:51 
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hallo,

ich habe auch schon seit derei Jahren Schmerzen, aber weder ich noch mein Schmerztharapeut kämen auf die Idee mich zu einem Psychotherpeuten zu schicken. Ich gehe nur immer wider zum Physiotherapeuten und zum Rehasport. Um den Grund für meine Schmerzen zu finden war ich dann als letzte bei einem Neurologen der gleichzeitig Psychiater ist. Er hat mir die Nervenbahnen vermessen und anschließen gemeint dass es klar ist dass ich Schmerzen Habe, weil bei mor 3 Nerven verletzt und einer gar durchgeschnitten wurde bei Ops. Durch die durch die Schmerzen bedingte Fehlhaltung habe ich auch Rückenprobleme bekommen. Das ist alles logisch und hat nicht mit Psychisch zu tun. Natürlich war ich manchmal fertig weil niemand was gefunden hat, aber deswegen nicht Psychisch krank.
Nun bin ich in Schmerztherapie ( ohne Psychotherapie ) seit einem halben Jahr und merke dass es langsam besser wir.
Es muss nicht immer Psychische bedingt sein wenn man chronische Schmerzen hat. Das stimmt einfach nicht.


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 21:16 
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Guten Abend Dora,

danke für Deinen Beitrag. Wir beide teilen damit definitiv eine Meinung: Nicht alles lässt sich auf die Psyche schieben. Als ich meiner Schmerztherapeutin erzählte, dass bei mir auch eine psychische Abklärung stattgefunden hat, sowie auch ein Gutachten, um derartige Belange auszuschließen, hat sie mir lediglich bestätigt, dass so etwas sehr oft vorkommt, wenn jemand auf Grund der Schmerzen erst einmal aus dem Arbeitsleben ausscheidet, und wie bereits weiter oben geschrieben, ist sie nur eine von mehreren Ärzten, die deutlich gesagt haben, es gibt keine Anhaltspunkte die auf psychische Gründe schließen lassen. Das was ich zwischendrin an negativen Emotionen erlebe, ausgelöst durch die Schmerzen, ist eben ganz normal.

Das es Anderen aber auch anders geht, so wie Parvati schreibt, und das Faktoren einspielen, die aus psychischen Erkrankungen resultieren, oder erst zu einer psychischen Erkrankung mutieren, auf Grund der Belastungen, kommt wohl häufiger vor, als man selbst denkt. Menschen sind da einfach von Grund auf an unterschiedlich gestrickt, bei dem was sie erleben und an Erfahrungen auf ihrem Lebensweg mitnehmen.

Das mit dem Vermessen der Nervenbahnen habe ich zuvor auch noch nicht gehört/gelesen. Vielleicht sollte ich das neben der Muskelbiopsie auch abklären lassen.

Nimmst Du aktuell Medikamente, die gegen Deine Schmerzen helfen? Wenn ja, darf ich neugierig sein und fragen was Du nimmst? Arbeitest Du zur Zeit?

Falls Du weiter oben genau mitgelesen hast, so habe ich ja heute noch einen Rückruf von meiner Schmerztherapeutin erwartet. Sie sagte, wenn meine Schmerzen jetzt beim Ausschleichen zurückkommen, ist es noch zu früh, die Medikamente abzusetzen, also wird wieder auf das ursprüngliche Level hoch dosiert, um möglichst schmerzfrei zu werden und das geht dann erst mal wieder einige Zeit, bevor wir es nochmal versuchen.

Alles Gute für Dich.

Liebe Grüße von der KaeferKatze


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BeitragVerfasst: 18.03.15, 22:04 
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Zitat:
Nimmst Du aktuell Medikamente, die gegen Deine Schmerzen helfen? Wenn ja, darf ich neugierig sein und fragen was Du nimmst? Arbeitest Du zur Zeit?

ich habe einen Bürojob und kann mir die Arbeit selbst gut einteilen. Ja ich nehme nun seit 6 Monaten Tramadol und Lyrica.
Zitat:
Falls Du weiter oben genau mitgelesen hast, so habe ich ja heute noch einen Rückruf von meiner Schmerztherapeutin erwartet. Sie sagte, wenn meine Schmerzen jetzt beim Ausschleichen zurückkommen, ist es noch zu früh, die Medikamente abzusetzen, also wird wieder auf das ursprüngliche Level hoch dosiert, um möglichst schmerzfrei zu werden und das geht dann erst mal wieder einige Zeit, bevor wir es nochmal versuchen.

ich habe nicht alles gelesen, aber gung um sagen zu können, dass das mit der Psychischen Schine nicht immer stimmt. Ich war bei sehr vielen Ärzten, aber keiner hat mich darauf angesprochen, auch als noch nicht klar war, dass es verletzte Nerven sind. Ich muss meine Medikamente auch langsam ausschwemmen, aber ich denke das dauert noch, bin halt nboch nicht schmerzfrei. Ich habe um die Weihnachtszeit einen Tag mal alles abgesetzt, hatte dann nach paar Stunden starke Schmerzen und es hat ca. 2 Tage gedauert bis der Spiegel wieder aufgebaut war.
Ich habe außerdem viele Spritzen mit Kostison und anderem Schmerzmittel bekommen.

Aber ich kann nun sagen es wird langsam-


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