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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Welches Opiat passt zu mir [wichtig]
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 Betreff des Beitrags: Welches Opiat passt zu mir [wichtig]
BeitragVerfasst: 17.03.14, 19:22 
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Registriert: 17.03.14, 18:53
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

dies ist das erste mal, dass ich mich in einem Forum über mein Problem äußer, da ich in meiner Umgebung nicht mehr weiterkomme oder ich mich niemanden mehr anvertrauen kann. Seien es Ärzte, Familie oder Freunde.

Ich bin 19 Jahre, männlich und habe schon mehr als 30 Operationen im Urologischen Bereich hinter mir. Von Geburt an hatte ich eine Art "Knick" im Harnleiter der anfangs unproblematisch war. Keine Schmerzen, nix. Als ich 13 wurde fingen die Symptome an. Schmerzen im Rücken beim gehen, bücken dergleichen halt. Bei den ersten Operationen wurden ständig Plastikröhrchen eingesetzt, damit die Stauung in der Niere verhindert wird und der Urin gut abfließen kann. Die Beschwerden kamen jedesmal wieder, deswegen wurden mir ständig Doppel-Y-Katheter eingesetzt. Auf diese habe ich immer stark reagiert - Infektionen waren die Folge.

2012 wurde mir aus dem Dünndarm ein Harnleiterdarminterponat eingesetzt. Ein halbes Jahr ging alles gut, aber die Probleme traten wieder auf. Mit dem Unterschied, dass ich nicht mehr richtig Urin lassen konnte und ich mehrere Monate mit einem Bauchdeckenkatheter rumlaufen musst. Die Zeit war eine Qual in der Schule.

2013 habe ich mich dazu entschlossen, da alles nichts half die eigentlich gesunde Niere (links) entfernen zu lassen. Anfangs hat jeder Arzt davon abgeraten was ich natürlich vollkommen verstehen kann, aber ich hatte bis jetzt kein normales Leben! Jeder Arzt meinte, dass es noch andere Methoden gibt usw., aber das wurde mir nach jeder OP gesagt und deswegen lies ich die Niere 2013 entfernen. Außer einer Wundheilungsstörung verlief alles hervorragend und ich hatte keinerlei Probleme mehr.

Durch eine große Narbe am Bauch (vom Brustkorb runter zur Blase) haben sich im Laufe der Zeit Narbenbrüche gebildet die vor 1 1/2 Monaten entfernt wurden inkl. Verwachsungen im Darm. in gut 2 Wochen ist eine andere Narben dran die bei vorherigen Operationen benutzt wurde. Seit der Op habe ich wieder Bauchschmerzen und in 4 Wochen knapp 3 Flaschen Tilidin Tropfen eingenommen. Zuerst 30 Tropfen täglich, bis vor kurzem dann täglich bis zu 150 Tropfen. Ich mache mir Sorgen, dass ich Probleme mit meiner einzigen Niere bekomme oder mit der Leber. Seit dem ich Tilidin in einer höheren Dosierung einnehme habe ich Schmerzen in der rechten Flanke und genau aus dem Grund mache ich mir Sorgen und hoffe, dass es ein Schmerzmittel gibt, womit ich über die Runden komme. Viele Medikamente fallen da aus der Rolle aufgrund der nur noch einzelnen Niere.

Allergien > Penizilin, Paracetamol, Tramadol, Remifentanil, Metamizol, Propofol und Prilocain [bitte keine Handelsnamen verweden - siehe Mediquette - der Moderator] beeinträchtigen die Auswahl auch nochmal auf ein minimales.

Ich hoffe wirklich, dass man mir einige Ratschläge geben kann.

Gruß


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BeitragVerfasst: 17.03.14, 22:00 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:24
Beiträge: 2031
Hallo StuhliFlo,

zunächst einmal: es gibt kein Opioid, von dem man sagen kann, es "passt" zu einem Patienten.
Opioide sind starke Schmerzmittel, die auch deutliche Nebenwirkungen haben können. Welcher Patient mit welchen Nebenwirkungen auf welches Opioid reagiert, ist nicht vorhersagbar. Das kann man letztenendes nur ausprobieren.
Bei anhaltenden Schmerzen ist vor allem eine retardierte (= langwirkende) Darreichungsform wichtig. Tilidin-Tropfen sind da aus meiner Sicht eines der am wenigsten geeigneten Mittel. Ich verordne sie daher nicht mehr.
Besprechen Sie mit einem schmerztherapeutisch erfahrenen Arzt, welches Mittel in welcher Dosis für Sie geeignet erscheint. Die Wirkung (und die Nebenwirkungen) spüren nur Sie (- was Ihre Person betrifft). Nur auf dieser Basis kann man zu der geeigneten Therapie finden. Über das www ist eine individuelle Beratung und Behandlung nicht möglich.
Gute Besserung und alles Gute wünsche ich Ihnen
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf §7(3) der Berufsordnung für Ärzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhängig davon persönlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine Ärztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben/R.Simon
http://www.schmerzkreis.net


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BeitragVerfasst: 18.03.14, 11:38 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 06.08.13, 13:05
Beiträge: 1152
Kann mich nur anschließen. Wenn es einen guten Schmerztherapeuten vor Ort gibt, wird es auch mehrere Sprechstunden geben, um alles auszuloten, was an passenden Medikamenten möglich ist. Auch gehört der Austausch darüber dazu, wie man welche Medikamente verträgt und welche erhebliche Nebenwirkungen hat. Beim einen treten sie auf, beim anderen nicht. Ich hatte (ich muss noch rausfinden, welches es war) beisipielsweise Haarausfall. Allerdings noch nicht so schlimm, dass ich Kahlstellen bekam, aber war dennoch beträchtlich. Nach Absetzung und ausschließlicher Einnahme der "Hausmedikation" und der folgenden Schmerzmedikation ließ es nach und ich bin froh, dass es also nicht daran liegen konnte. Ich hatte neben den Sprechstunden das Glück, dass ich nochmal auf die passende Station kam und man noch mal genau austariert hat, ob meine Beschwerden nicht noch andere Gründe hatte (darauf muss im Falle des Falles auch Medikation abgestimmt werden). Als sich aber herausstellte, was wir bereits schon wussten, konnten wir gezielt gucken, was verträglich ist, vom Schmerzpflaster bis zum TensGerät und auch Neueinstellung mit Medikamenten. Ich bin an dem Stand, dass erstmal die Medikemente gegen den neuropath. Schmerz ausgeschlichen werden, dann die anderen Zaubermittelchen :lol: denn noch bin ich darauf angewiesen. Vielleicht findet sich so ein oder vergleichbarer Weg, um die Schmerzen zumindest auf ein erträgliches Maß zu lindern oder gar ganz abklingen zu lassen. Solange die Ursache nicht ausgeräumt ist, werden wohl auch die Symtome bleiben, denke ich als Laie. Und da ist erstmal ein gezieltes Angehen nötig. Und es wird sich im optimalen Falle ein "Kreis" bilden, dass mit den gelinderten Symtomen auch die Ursache langsam verschwinden kann. Im Falle von OP-Narben kann es nicht genauso aber ähnlich sein.

Ich kann also nur alles Gute wünschen und empfehlen, sich einen mindestens ebensoguten Schmerztherapeuten vor Ort zu suchen, um die Beschwerden individuell zu "bearbeiten". Eine gute Beratung hier , wie man verfahren könnte ersetzt keinen Doc vor Ort :-)

_________________
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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BeitragVerfasst: 15.08.15, 11:37 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3415
@lyrica,

wenn du Dauerschmerzen hast ist es angebracht einen guten Schmerztherapeuten zu suchen. Der verschreibt nach gründlicher Untersuchung und ständiger Überwachung alle nötigen Medikamente die man braucht. Dein Tipp irgendwelche Mittel illegal zu bestellen hilft keinem Patienten weiter und ist hier keinesfalls erwünscht :!: :!:


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