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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wechsel von Morphinpflaster auf orale Therapie
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BeitragVerfasst: 19.04.17, 09:14 
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Beiträge: 2
Hallo zusammen,

aufgrund eines chronischen schweren Schmerzsyndromes nimmt mein Mann 1x/3 Tage Morphinpflaster 50 sowie Gabapentin und Lamotrigin.
Nun wollen wir von den Pflastern auf ein orales Morphinpräparat (ich glaube, retard) wechseln. Er soll dazu 2-3 Wochen stationär in einer Schmerzklinik bleiben.
Weiß hier jemand, was hier auf uns zu kommt oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht ? Und ist es realistisch, ca. 1 Monat nach dieser Umstellung bzw. Entlassung nach Hause in Urlaub zu fliegen oder wird das zu stressig (bzw. wie sicher ist es, dass eine solche Umstellung klappt ?). Es geht mir nicht um den Urlaub an sich, Gesundheit geht immer vor, sondern eher darum, ggf. rechtzeitig mit der entsprechenden Reiserücktrittsversicherung zu sprechen. Ich freue mich über jede Antwort ! :D


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BeitragVerfasst: 19.04.17, 16:16 
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Registriert: 16.11.14, 13:31
Beiträge: 58
hallo,

verstehe nicht, warum das stationär gemacht werden muss?
oder macht er eine multimodale therapie in der klinik?

das geht doch wunderbar ambulant!
bei mir sollte das fentanyl pflaster durch tabl. ersetzt werden.

der schmerztherapeut rechnete die entsprechende dosis aus.
so nahm ich die morphin tabl. einfach zu hause ein.
ich war dann noch einige male in der praxis vom schmerztherapeut,
damit wäre die sache eigentlich gelaufen.

leider erhielt ich mit den tabl., nicht die gleiche schmerzfreiheit wie unter dem pflaster,
so wäre eine höhere dosis des wirkstoffs fällig gewesen,
als wie beim pflaster. das wollte ich auf keinen fall.

so blieb ich doch beim pflaster.

wieso könnt ihr die pflaster umstellung nicht nach euren urlaub machen?
das wäre doch viel stressfreier für euch......

viel erfolg!


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BeitragVerfasst: 19.04.17, 16:35 
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Registriert: 19.04.17, 09:07
Beiträge: 2
Hallo,

Danke Dir für Deine Antwort. Die behandelnde Ärztin meinte, es sei besser stationär, da sie das Pflaster erst "rausholen" wollen, ich denke, vielleicht soll es erst komplett raus und dann neu eindosiert werden.

Bzgl. Urlaub haben wir auch erst überlegt- aber wir wollen ans Meer und ich bin ehrlich- so wirklich gut halten die Pflaster ja auch nicht immer.

Gibt es häufiger das Problem, dass die Tbl. nicht so gut wirken ?

LG

Britta


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BeitragVerfasst: 19.04.17, 16:53 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.06.16, 22:48
Beiträge: 37
Lenchen76 hat geschrieben:
Hallo,
Gibt es häufiger das Problem, dass die Tbl. nicht so gut wirken ?

Hallo Lenchen76 bzw. Britta,

zu dieser Frage kann ich lediglich beisteuern, dass mein Mann mit den Morphintabletten viel besser zurechtkommt als er es je mit den Pflastern kam. Die Pflaster lösten sich immer wieder und nach zwei Tagen schien die Wirkung irgendwie bereits "verpufft".

Mein Mann hat die Umstellung auf 3x100 mg Morphin ebenfalls ambulant gemacht. Allerdings mag es sein, dass ihm damals eine stationäre Einstellung angeboten wurde und er es evtl. nicht wollte. Ich meine, davon sei mal die Rede gewesen.
Jedenfalls hatte mein Mann von Umstellung nicht viel gemerkt - also nichts Negatives. Er sagt, bei ihm wirkten die Tabletten viel besser als das Pflaster. Wichtig ist, dass man die Zeitabstände der (bei ihm) 3 Tagesportionen à 100 mg ungefähr einhält.

Verstopfung ist bei dieser Dosis natürlich ein Problem. Dagegen nimmt er Lactulose, was an manchen Tagen gut an anderen weniger gut die Verdauung unterstützt.

_________________
"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)


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BeitragVerfasst: 20.04.17, 21:33 
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DMF-Mitglied

Registriert: 16.11.14, 13:31
Beiträge: 58
hallo,

ich hatte auch erst das problem, das sich die pflaster schnell
von der haut lösten.
das ging solange, bis ich den richtigen hersteller erwischt habe.
seitdem bekomme ich fentanyl von der firma aut idem, und das problem ist erledigt.

ich ziehe pflaster auf jeden fall pflaster den tabl. vor!
für mich ist es einfach schön, das ich nicht alle 8 std. an die tabletten einnahme
denken muss. außerdem habe ich nie nebenwirkungen gehabt.

zum glück ist das angebot für schmerzmittel recht groß, so hat der schmertherapeut,
die möglichkeit für jeden patienten, das richtige medi zu finden.

allerdings verstehe ich nicht, warum er erst seine medis ansetzen muss,
um dann neu eingestellt zu werden.
das ist ganz schön hart, erst wird man in den entzug gebracht,
um dann neu eingestellt zu werden.....komisch.....
darauf hätte ich keine lust, weil das keine leichte zeit wird!

ich wünsche deinen mann alles gute!


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BeitragVerfasst: 10.06.17, 23:27 
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Interessierter

Registriert: 10.06.17, 20:47
Beiträge: 8
hallo,
scheinbar soll ihr Mann, auf ein völlig anderes Medikament umgesattelt werden?
Machen sie sich dahingehend schlau. Lassen sie sich nicht abwimmeln, sondern lassen sie sich genau
erklären wie man vorgehen wird.
Für mich hört sich das nach einem Entzug an und das wird kein Zuckerschlecken.
Im Notfall ist es auch möglich, sich einen anderen Schmerztherapeut zu suchen.
Eine solche Umstellung sollte weder aufgezwungen noch ohne ausreichende Infomationen gemacht werden.
Viel Kraft und alles gute

_________________
Sei immer so, dass du vor dir selbst, bestehen kannst!


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