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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Zentrale Schlafapnoe?
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 Betreff des Beitrags: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 30.04.16, 19:02 
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Hallo zusammen,

eine von diversen gesundheitlichen Baustellen, die mich derzeit beschäftigen: Ich hatte die Tage so ein "Schlafkästchen" incl. Nasenbrille und Pulsoxymeter vom Pneumologen über Nacht mit nach Hause bekommen zur Schlafapnoediagnostik. Der Befund am nächsten Morgen lautete, dass ich (entgegen meinen Vermutungen) wohl kaum schnarche, aber trotzdem Phasen mit Abfall der Sauerstoffsättigung bis 87% und parallelem Ansteigen der Herzfrequenz zu beaobachten waren. Laut dem Pneumologen deutet das auf eine "zentrale" Schlafapnoe hin.
Soweit ich den Wikipedia-Artikel verstehe, wird diese verursacht durch:

- Schäden wie etwa in Folge eines Schlaganfalls (ich wüsste aber nicht, dass ich einen gehabt hätte)
- Herzprobleme
- Gehirntumoren (Kopf-MRT wurde aus anderem Grund vor einem halben Jahr vorgenommen und war o.B.)
- Instabilität des Kopfgelenkes
- Langandauernde Höhenkrankheit (schließe ich aufgrund meines Wohnortes weit nördlich der Alpen pauschal aus ;-) )

Jetzt ist meine erste Frage an die hier vertretenen Experten und/oder interessierten Laien, wie wahrscheinlich die anderen beiden Ursachen sind.

Zu Herzproblemen wäre zu sagen, dass ich erst vor einigen Monaten kardiologisch untersucht wurde (Ruhe-EKG, Echokardiographie, Belastungs-EKG), ohne dass sich ein pathologischer Befund ergeben hätte. Belastungs-EKG ging bis 200 Watt (wobei das bei 115 kg wohl noch keine Ausbelastung darstellt) und derzeit vertrage ich ein normales Muckibuden-Training (Ganzkörper) mit vorweg 30 min Kardio und hinterher einem Saunagang recht gut, bekomme aber paradoxerweise oft in Ruhe Herzstolperer (so fühlt es sich zumindest an) und relativ schnelle Pulserhöhung schoin bei mäßiger Anstrengung wie Aufräumen oder Putzen. Kennt jemand ein Krankheitsbild, was dazu passt, und passt das mit dem oben beschriebenen Resultat der Apnoe-Diagnostik zusammen? In einem Ruhe-EKG (24-h-EKG folgt nächste Woche) wurde auch eine "verzögerte R-Progression" beschrieben, was meines Wissens zwar harmlose Ursachen haben kann, aber eben auch Zeichen eines zurückliegenden Infarktes sein könnte.

Instabilität des Kopfgelenkes: Ich habe seit jeher einen leicht schiefstehenden Kopf in Ruhelage sowie in den letzten 1-2 Jahren häufige Verspannungen und "Knacken" im Nacken. Kann dies auf eine solche Problematik hindeuten, oder ist meine Vorstellung hier sehr laienhaft?

Zusatzfrage: Kann eine zentrale Schlafapnoe auch als Medikamentennebenwirkung auftreten (hier: Opipramol)? Auf dem Beipackzettel war es nicht vermerkt, aber man weiß ja nie...

Vielen Dank schonmal im Voraus
pjfry


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 Betreff des Beitrags: Re: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 24.05.16, 13:39 
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Beiträge: 24
Hallo zusammen,

nochmal zum selben Thema: Ich habe inzwischen zwei Termine im Schlaflabor hinter mir. Beim ersten wurde der Befund vom "Schlafkästchen" bestätigt, beim zweiten hat man mir eine Maske verpasst, mit der ich subjektiv extrem schlecht geschlafen habe (verkrampfte Kiefer, weil man bei Nur-Nasen-Maske den Mund geschlossen halten muss, störendes Nebengeräusch, Schlauch im Weg etc.). In der zweiten Nachthälfte habe ich mich der Maske entledigt und bilde mir ein, danach besser geschlafen zu haben. Laut Befund des Schlaflabors hatte ich allerdings in der ersten Nachthälfte signifikant weniger Atemaussetzer. Besprechung mit dem Pneumologen steht aus.

Jetzt zur Frage: Wenn es doch eine zentrale Apnoe ist, wieso sollte dann eine Maske überhaupt helfen? Die kann doch nur helfen, wenn mit den Atemwegen etwas nicht in Ordnung ist, und das wiederum wäre dann nicht zentral, sondern obstruktiv? Und wegen der Atemwege: Angeblich soll da alles in Ordnung sein, kein Schnarchen, keine Lungenfunktionseinschränkung, kein Emphysem...

Ich bin inzwischen äußerst verunsichert und wäre extrem dankbar, wenn hier jemand aus eigener Erfahrung oder Expertenwissen Hinweise geben könnte...

Vielen Dank
pjfry


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 Betreff des Beitrags: Re: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 25.05.16, 21:44 
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DMF-Moderator

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Danke.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 26.05.16, 09:25 
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DMF-Mitglied

Registriert: 02.07.07, 17:28
Beiträge: 24
Hallo Frau Goretzky,

in der Tat möchte ich gern um eine Verschiebung in das Forum "Schlafmedizin" bitten... ich hege die Hoffnung, dass Antworten dort wahrscheinlicher sind...

Vielen Dank
pjfry


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 Betreff des Beitrags: Re: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 26.05.16, 17:44 
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DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3228
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Ich schubs dann mal ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 30.05.16, 21:04 
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Registriert: 02.07.07, 17:28
Beiträge: 24
Moin zusammen,

ich war heute zur Nachbesprechung der Schlaflabor-Befunde. Zunächst war ich verunsichert, weil der Doc erstmal was erzählte von wegen "da fallen die oberen Atemwege zusammen" und dann auf meine Nachfrage "also doch was mit Schnarchen? Weil ich letztes Mal was von 'zentral' verstanden hatte" schwenkte er dann wieder um. Er sprach von 20 Atemaussetzern/h. Im Befund vom Schlafkästchen (also vor dem Schlaflabor) stand AHI 5/h, EI 7/h, also deutlich weniger. Kann sich eine Schlafapnoe in so kurzer Zeit so verschlimmern?

Ich habe jetzt noch eine Überweisung zum Kardiologen und eine zum Pneumologen bekommen, um Herzinsuffizienz bzw. Hirntumoren o.ä. abzuklären. Einen ernsthaften Lungenschaden schließt der Doc nach seinen bisherigen Befunden aus. (Und nebenbei bemerkt, nachdem ich gestern 1000 m Schwimmen plus Krafttraining plus knapp 20 min Kardio vergleichsweise gut überstanden habe, erscheint mir ein Herz- oder Lungenproblem auch nicht wirklich plausibel.) Allerdings steht auf den Vorbefunden "hyperreagibles Bronchialsystem", was auch immer das im Endeffekt heißen mag.

Zudem habe ich die Ergebnisse der Blutgasanalyse vor dem zweiten Schlaflabor-Termin (Verlaufswerte vom Clip, den ich nachts am Ohr hatte, habe ich (noch) nicht).

Mit dem Zusatz (ohne Therapie im Wachzustand):
pH, pCO2, Na+, Ca2+, Hct im Normbereich
Hb 15,6 mg/dl (k.A. zum Normbereich)
HCO3- 27,9 mm/l (k.A.)
BE(b) 2,7 mmmol/l (k.A.)
sCO2 87 % (k.A.)
pO2: 52,8 mmHg (83 - 108)
K+: 5,3 mmol/l (3,5 - 4,5)
Glucose 114 mg/dl (74 - 100)
Laktat 1,71 mmol/l (0,56 - 1,39)

Also in Summe: Niedriger O2-Partialdruck (und damit niedrige O2-Sättigung; aber schon in Ruhe, 2 Wochen davor in der pneumologischen Praxis 97%), Kalium, Glucose und Laktat erhöht. Glucose macht mir weniger Sorgen (die Normwerte sind ja für nüchternen Magen ausgelegt?), aber die niedrige O2-Sättigung in Verbindung mit Kalium- und Laktaterhöhung? Worauf kann das hindeuten?

Langsam drehe ich echt am Rad... wäre für jeden weiterführenden Tipp echt dankbar...

Vielen Dank
pjfry


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 Betreff des Beitrags: Re: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 15.07.16, 11:52 
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Interessierter

Registriert: 15.07.16, 11:38
Beiträge: 14
Ich litt als Kind unter Schlafapnoe, inzwischen nur noch, wenn ich Stress habe. Stress ist wohl bei mir der Auslöser. Es hat lange gebraucht, bis ich herausgefunden habe, was es ist.
Ich finde es spannend, von anderen Menschen zu hören, die unter ähnlichem leiden.
Ich wünsche baldige Besserung!

_________________
Überzeugungen sind oft die gefährlichsten Feinde der Wahrheit.

Friedrich Nietzsche


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 Betreff des Beitrags: Re: Zentrale Schlafapnoe?
BeitragVerfasst: 15.07.16, 13:32 
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DMF-Mitglied

Registriert: 02.07.07, 17:28
Beiträge: 24
Hallo Jana,

Stress als Auslöser käme tatsächlich in Frage bei mir...
Man fragt sich nur, wieso das der behandelnde Arzt offenbar nicht auf dem Schirm hat... fast könnte man denken, er hätte ein Interesse daran, möglichst viele Leute mit Masken zu versorgen...

Beste Grüße
pjfry


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