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medizin-forum.de • Thema anzeigen - nach Schlaftablettenentzug:kann nicht mehr schlafen!
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BeitragVerfasst: 27.10.13, 20:25 
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Beiträge: 2
Hallo liebe Forenmitglieder

folgendes: meine Mutter 74 hat gut 40 Jahre Schlaftabletten (Dalmadorn) genommen und es nie geschafft sie alleine "ausschleichen" zu lassen, nun konnte sie am Anfang des Jahres von heute auf morgen gar nicht mehr schlafen, trotz der Tabletten.

Die Ärzte meinten daraufhin sie müsse einen Entzug machen und so wurde sie ins UKE eingewiesen, dort hatte sie diverse neue Mittelchen bekommen unter anderem Dipiperon, welches sie eigentlich zu Hause auschleichen lassen sollte.
Es wurde in der Klinik auch festgestellt dass sie leider an Alzheimer erkrankt ist, sie wehrt sich gegen diese Krankheit und will auch nicht mehr ins Krankenhaus um dafür Medikamente zu bekommen, ok dass ist ihre Entscheidung.

Ihr Problem welches sie jetzt hat, dass sie schon seit Wochen kaum schlafen kann, kaum bedeutet jede Nacht so um 2-3 Stunden und sie läuft schon sozusagen auf dem "Zahnfliesch" die Arme ist total fertig von dem dauernden Schlafentzug.

Ich habe ihr geraten dem Arzt zu sagen dass sie nicht mehr schlafen kann, er sagte beim letzten Besuch von ihr dass sie das Medikament trotzdem reduzieren müsse-es sieht so aus als wolle man sie unbedingt "clean" machen, ist ja einerseits sehr sinnvoll, aber wenn sie so nun gar keine Lebensqualität mehr hat durch den dauernden Schlafentzug, bin ich der Meinung sie müsse doch etwas bekommen, das ist kein Dauerzustand den man lange durchhalten kann und wie gesagt
sie ist total fertig und braucht unbedingt Hilfe, sie sagte heute zu mir dass sie daran denkt wieder ins Krankenhaus zu gehen.

Der Entzug fand im März-April statt, wie kann ich ihr helfen?
Danke und Gruß


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BeitragVerfasst: 28.10.13, 07:47 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
ehrlich gesagt bin ich schockiert, dass jemand 40! Jahre lang Schlafmittel verschreibt.
Problem: Schlafmitteln unterdrücken das REM Schlaf. Wenn abgesetzt, kommt es zu einen Rebound-Effekt. Schon nach ein paar Wochen Einnahme. Der Körper versucht es nachzuholen, weil diese Schlafphase sehr, sehr wichtig ist.
Die Körper ihrer Mutter muss wohl wieder lernen zu schlafen. Leichter gesagt als getan.
Man kann bei eine(r) VerhaltenstherapeutIn Schlaftraining machen.
Melatonin statt Schlafmittel versuchen, um es etwas in Gang zu setzen ohne sehr künstlich einzugreifen.
Schlafritualen anwenden.
Ob das jedoch nach 40 Jahren so klappt? Schwierig, da sehr lang in ein wichtigen System massiv eingegriffen worden ist. Auch die Hirnrezeptoren werden sehr lang brauchen, um sich wieder zu normalisieren - falls das noch möglich ist. Würde erklären warum Schlafmittel nicht mehr anschlägt.

Ist sie bei einer Schlafmediziner in Behandlung?

Alles Gute
Muppet


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BeitragVerfasst: 01.11.13, 22:46 
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Registriert: 27.10.13, 20:04
Beiträge: 2
hallo

Zitat:
ehrlich gesagt bin ich schockiert, dass jemand 40! Jahre lang Schlafmittel verschreibt.


ich auch, aber wahrscheinlich hatte sie damals um ihre Tabeletten gebeten so dass der Arzt nicht mehr nein sagen konnte

Zitat:
Wenn abgesetzt, kommt es zu einen Rebound-Effekt. Schon nach ein paar Wochen Einnahme. Der Körper versucht es nachzuholen, weil diese Schlafphase sehr, sehr wichtig ist


Es ist unverantwortlich dass einige Ärzte dieses Zeug so sorglos verschreiben...


Zitat:
Melatonin statt Schlafmittel versuchen


wirkt das so ähnl. wie Baldrian?

Danke für das Feedback, ich habe ihr jetzt eine Schlafmedizinerin rausgesucht und angemeldet
leider ist die Zeitspanne bis zum Termin etwas lang (erst mitte Dezember), aber die Geduld muss sie noch haben ich hoffe dass man ihr dort helfen kann

wenn Resultate in Sicht sind oder die Behandlungsmethode in Gange kommt werde ich mich hier nochmal melden für andere mit ähnlichem Problem

gruß


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BeitragVerfasst: 21.11.13, 13:56 
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Registriert: 20.11.13, 20:39
Beiträge: 11
ummaimen hat geschrieben:
Zitat:
Melatonin statt Schlafmittel versuchen

wirkt das so ähnl. wie Baldrian?
gruß


Hallo ummaimen,
sobald es dunkel wird sollte der Körper anfangen Melatonin zu produzieren, dies bewirkt in unserem Körper das wir müde werden und schlafen können.
Sobald es in die Morgenstunden geht hört der Körper damit auf und wir werden wieder fit. Melatonin Regelt bei uns im Körper also wann wir schlafen sollen und wann wir wach sind (grob gesagt). (Leihenwissen)


Gruß


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BeitragVerfasst: 21.11.13, 16:29 
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DMF-Mitglied

Registriert: 15.01.12, 11:14
Beiträge: 53
capteur hat geschrieben:
Hallo ummaimen,
sobald es dunkel wird sollte der Körper anfangen Melatonin zu produzieren, dies bewirkt in unserem Körper das wir müde werden und schlafen können.
Sobald es in die Morgenstunden geht hört der Körper damit auf und wir werden wieder fit. Melatonin Regelt bei uns im Körper also wann wir schlafen sollen und wann wir wach sind (grob gesagt). (Leihenwissen)

Gruß


Ich schlafe gegen Morgen am Besten ein und bis ca. 11 Uhr am Besten durch. Dementsprechend ist Spätschicht (nicht Nachtschicht!) für mich zur Arbeit ideal.


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BeitragVerfasst: 22.11.13, 09:10 
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Interessierter

Registriert: 20.11.13, 20:39
Beiträge: 11
War bei mir ähnlich und deswegen hatte ich auch Jahrelang in der Spätschicht gearbeitet.. Die Urlaube in Florida waren da für mich echt perfekt da ich da das erste mal das Erlebnis hatte von morgens bis Abends fit zu sein (6h Zeitverschiebung)
Trotzdem bin ich der Meinung das dies alles nur Gewöhnungssache ist.
In der Zwischenzeit arbeite ich nur noch Frühschicht (ab 5:30Uhr) und komme damit meist sehr gut zurecht. Ich musste aber mein kompletten Tagesrythmus inkl. Essen usw. umstellen und ich muss zugeben das es auch eine recht schwere Zeit war, aber nach 6 mon. in etwa lief es wie gewünscht. (Die eigene Uhr umzustellen ist aber nicht leicht) Deswegen ist ein ständiger Schichtwechsel auch nichts für mich da ich einfach körperlich nicht schnell umstellen kann. Habe aber das Glück einen Arbeitgeber zu haben der trotz 21 Schicht System darauf eingeht und mich nur in der Frühschicht lässt.


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