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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Sport bei Schulterarthrose möglich?
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 Betreff des Beitrags: Sport bei Schulterarthrose möglich?
BeitragVerfasst: 18.04.16, 07:22 
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Interessierter

Registriert: 18.04.16, 07:20
Beiträge: 8
Hallo,

ich betreibe seit nunmehr 20 Jahren Muskel- und Krafttraining und gehe auf die 40 zu.

Jetzt laufe ich seit mittlerweile 1,5 Jahren mit Schulterproblemen rum. Trainingspause = keine Probleme. Training = Schmerzen. Also bin ich vom Hypertrophie- und Maximalkrafttraining zum Kraftausdauertraining gewechselt, weil ich dachte, dass durch weniger Gewicht auch die Belastung auf die Schultern abnimmt. Leider Fehlanzeige! Liegestütze, Handstandliegestütze, normale Klimmzüge/pull ups, Military Press/Front-/Nackendrücken, Latzug bereiten mir alle Schmerzen.

Bei/Nach Körperrudern/Body rows/Australian pull ups und Chin ups kann ich keine Schmerzen ausmachen.

Ich achte natürlich auf die korrekte Übungsausführung/Schulterhaltung und trainiere nicht bis zum Muskelversagen.

Also ab zum Orthopäden und in die Röhre.

Der Befund:

"Hinweis auf Schädigung des Labrums durch kleine Zystenbildung mit einer Ausdehnung von 3 x 6 mm im Bereich des kranioventralen Labrums. Kräftiges Ligamentum coracoacromiale als impingementbegünstigende Veränderung. Nach lateral abfallendes Acromion. Mäßige Schultereckgelenksarthrose mit vermehrter Gelenkflüssigkeit."

Nach 18 Einheiten Physiotherapie/Krankengymnastik/Manuelle Therapie bei drei verschiedenen Therapeuten mit Wärmebehandlungen, Strom, Ultraschall, FDM, "Massagen" usw. usf. ist keine Besserung eingetreten. Auf meine Fragen nach dem Sport, ob ich dad alles machen kann und darf, was ich oben aufgezählt habe, kam nie ein "Nein". Aber vielleicht ist das nicht richtig?

Vom Orthopäden habe ich auch keine Mittel gegen die Arthrose bekommen.

Da ich jetzt so viel durch habe und es so kenne und meistens so gehalten habe, dass ich Übungen, die Probleme bereiten, nicht gemacht habe, werde ich mich wohl auch von den o. g. Übungen verabschieden müssen.

Aber welche schulterschonenden Übungen gibt es, mit denen man seinen Oberkörper ausgeglichen trainieren kann?

Betroffen ist übrigens "nur" die rechte Schulter. Ich bin Rechtshänder. Die Schmerzen sind primär pochend, aber auch ziehend und brennend - im vorderen Deltabereich. Kann das nicht anders beschreiben. Bei den Übungsausführungen, trotz des "Lock outs"/"Lockens" der Schultern, knackt es immer in der rechten Schulter.

Was meint ihr?

Welche Übungen? Überhaupt noch Training?

Andere Therapien, besonders bzgl. der Arthrose? Welche (Medikamente, OP ...)?

Gruß

Maik


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BeitragVerfasst: 18.04.16, 08:20 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10903
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
" Kräftiges Ligamentum coracoacromiale als impingementbegünstigende Veränderung"- das wird wohl der schmerzauslösende Faktor sein, da die Arthrose ja nicht sehr stark ausgeprägt ist. Ein arthrotisches Gelenk sollte man zwar nicht schonen, aber alle "Liegestütze, Handstandliegestütze, normale Klimmzüge/pull ups, Military Press/Front-/Nackendrücken, Latzug bereiten mir alle Schmerzen. " - können Sie vergessen.
Natürlich können Sie alle Trainingsformen durchführen, die den Schultergürtel nicht belasten. Das Schultergelenk, das ja kein Gelenk im strengen Sinn ist ( es sind insgesamt 5 Gelenke daran beteiligt) sondern im wesentlichen nur durch die Rotatorenmanschette zusammengehalten wird, ist das schwierigste Gelenk. Kraftsport für den oberen Schulterbereich, dazu gehört auch Biceps und Pectoralisaufbau ist nichts mehr für Sie. Medikamente bzgl. einer Arthrosetherapie und Heilung ist nicht ohne weiteres möglich, man kann lediglich nichtsteroidale Analgetika ( fälschlich auch nichtsteroidale Antirheumatika = NSAR ) gegen Schmerzen verordnen, plus Pantozol als Magenschutz. Das ändert aber nichts an einer Tainingsumstellung.
Dr. Fischer, Frauenarzt und Sportmediziner

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 18.04.16, 10:07 
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Interessierter

Registriert: 18.04.16, 07:20
Beiträge: 8
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre ehrlichen Worte, die ich auch haben wollte.

Kann man denn was an "Kräftiges Ligamentum coracoacromiale als impingementbegünstigende Veränderung" machen, verbessern? Hat das i. V. m. dem Sport die Arthrose ausgelöst?

Haben Sie bitte ein paar Beispiele für eine Trainingsumstellung für mich?

Nochmals danke.

MfG


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BeitragVerfasst: 18.04.16, 10:30 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10903
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
ob man etwas machen kann, müssten Sie Ihren Orthopädien fragen, der Ihren Zustand genau kennt und auch entsprechende zahlreiche Schulterfunktionsteste sicher durchführte. Evtl. lässt sich arthroskopisch eine Verbesserung erreichen durch Operation am Labrum.
Sie können jegliche sportliche Aktivitäten ausüben mit Ausnahme stark belastender Schulterübungen-
"Liegestütze, Handstandliegestütze, normale Klimmzüge/pull ups, Military Press/Front-/Nackendrücken, Latzug bereiten mir alle Schmerzen."-wie ich es erwähnt habe.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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