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medizin-forum.de • Thema anzeigen - AED/Überlebenschancen Herzkammerflimmern
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BeitragVerfasst: 13.09.09, 23:16 
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Hallo zusammen,

habe mal eine Frage bezüglich Überlebenswahrscheinlichkeit bei HKF. Im Internet (und auch bei div. Ersthelfer-Ausbildungen) hört man immer die typischen 10%/min Abnahme der Reanimationschancen bei Kammerfilmmern, wenn nicht defibrilliert wird. Allerdings finde ich immer unterschiedliche Angaben, ob die 10%/min bei durchgeführter CPR oder einfach bei "nichts tun" angegeben sind.

Konkret: Wie steht's um die Überlebenschancen bzw. deren Abnahme bis zur Defibrillation, wenn a) KEINE CPR durchgeführt wird und b) CPR à la 30:2 durchgeführt wird?

Wär cool, wenn jemand ungefähr Bescheid wüsste und mich aufklären könnte. :)

Grüße und Danke,
Michael


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BeitragVerfasst: 14.09.09, 01:49 
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Nach 10 - 15 Minuten ohne cpr ist die Überlebenswahrscheinlichekeit nahezu Null. Es geht bei den von dir genannten Zahlen wirklich um Zeit ohne CPR. Gutes BLS erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Defibrillation.


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BeitragVerfasst: 14.09.09, 12:45 
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fa7x110 hat geschrieben:
Nach 10 - 15 Minuten ohne cpr ist die Überlebenswahrscheinlichekeit nahezu Null. Es geht bei den von dir genannten Zahlen wirklich um Zeit ohne CPR. Gutes BLS erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Defibrillation.
Ok, danke schon mal. Und warum wird das dann immer in Verbindung mit "...bis zur ersten Defibrillation" gebracht? Oder geht's nur darum, dass die Defibrillation diese Zeitspanne nochmal "streckt"? Wie sind dann quasi die Chancen, wenn CPR durchgeführt wird bzw. wie lange? Weil es heißt ja immer: erst mit der CPR aufhören, wenn es einem ein Notarzt (o.ä.) sagt...


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BeitragVerfasst: 14.09.09, 16:07 
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Registriert: 15.07.07, 18:45
Beiträge: 262
Wohnort: Duisburg
Es gibt div. Studien zu diesem Thema wo auch konkrete, nach allen regeln der wissenschaftlichen Künste, erhobene Zahlen veröffentlicht wurden. Eine aus den USA und eine aus Dänemark ist mir hierzu mal untergekommen. In Dänemark wurde auch versuchsweise das Verhältnis zu gunsten der Kompression verändert und eine deutliche Verbesserung des Outcomes der Patienten festgestellt. Konkrete Zahlen habe ich nicht mehr im Gedächtnis daher möchte ich mich hier nicht versteigen.

Da wurden auch Daten erhoben zum Thema Frühdefi etc. Google mal danach, vielleicht findest Du es ja, ich suche morgen mal danach und reiche nen Link ggf. nach.

Fest steht das die Abnehmende Rate sich auf eine laufende CPR bezog. Wenn Du nüscht machst sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit sicher mehr als nur 10 % / min. Und Defi ohne drücken bringt meines wissens nach auch nicht wirklich was...

_________________
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BeitragVerfasst: 15.09.09, 10:52 
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Registriert: 05.11.06, 22:59
Beiträge: 275
Wohnort: Köln/Magdeburg
Die ganz konkreten Zahlen sind (ERC):
- jede Minute zwischen Kollaps und Defibrillation ohne BLS steigt die Mortalität um 7-10%
- mit Laienreanimation steigt sie "nur" um 3-4% pro Minute

Was das bedeutet kann sich jeder selber ausrechnen.
Trotzdem niemals vergessen:
Kollaps muss nicht gleich Herzkreislaufstillstand sein
und
Begleitumstände wie Hypothermie können die oben genannten Zeitwerte verändern.

Eine Reanimation sollte also nicht nur aufgrund des Zeitfaktors durchgeführt/unterlassen werden!

_________________
Quid pro quo?


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BeitragVerfasst: 18.09.09, 13:06 
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Registriert: 17.08.05, 17:36
Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Hallo Zusammen,


zwei Dinge muß man denke ich beachten:

1.) eine erfolgreiche Defibrilation hängt auch davon ab ob wir nun ein grobes oder feines Flimmern vorliegen haben. Ein grobes Flimmern ist einfacher zu defibrillieren bsp. spricht einfach schneller an.

2.) Ob nun wiederum ein grobes oder feines Flimmern vorliegt, hängt nicht nur von der Dauer des funkt. Kreislaufstillstandes zusammen, sondern auch mit der Oxygenierung. Deshalb sind sauber durchgeführte BLS das A und O.

Werden diese BLS adäquat durchgeführt, kann in Abhängigkeit weiterer Begleitunstände natürlich, die effektive Defibrillation auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich werden.

Grüße

Uwe

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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