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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Cervicalstütze und Feuerwehr - Frage Kompetenz
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BeitragVerfasst: 13.08.09, 10:47 
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Guten Tag zusammen,

wir alle kennen das Problem mit den Freiwilligen Feuerwehren die manchmal im Übereifer verletzte Personen aus dem Auto ziehen ohne auf den Rettungsdienst zu warten. Zudem ist es ja auch hin und wieder der Fall das eine Crash-rettung durchgeführt werden muss. Sei es jetzt wegen Absturzgefahr, Feuer oder Gefahrstoffe.

Aus diesem Grund habe ich meine kleinen Feuerwehreinheit eine Cervikalstütze gespendet.

Meine Frage ist nun ob eine einfacher Feuerwehrmann mit dem normalen Erste-Hilfe schein, die HWS-Immobilisation mittels Stützkragen überhaupt durchführen darf. Natürlich würden Sie eine Einweisung von mir bekommen.

Kann da jemand was zu sagen?

Gruß
Björn


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 10:59 
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Wie ausführlich ist die Einweisung?
Wer stellt sicher, daß alle FW-Angehörige regelmäßig damit üben?
Wer überprüft den Umgang und den Übungserfolg mit der Cervialstütze?

Wenn nur einmal im Jahr eine Stunde damit geübt wird, kann man das vergessen. Es sollte allen die Möglichkeit gegeben werden, mindestens einmal im Quartal einenen Übungsabend damit abzuhalten. Und dies dann ausführlich.


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 11:19 
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Mit deinen Fragen triffst du natürich genau den Punkt. Notfallmedizinisches Personal ist bei uns bis auf mich mit meinem RS nicht vorhanden. Und ja, einmal im Jahr mache ich einen Übungsdienst zur Erste Hilfe Auffrischung.
Ich wäre dann auch automatisch derjenige der das Ganze dann überprüft. Prinzipiell ließe sich das Ganze aber auch sehr gut in unsere Übungen integrieren, sodass das Ganze schon 6-8 mal im Jahr angewendet werden würde.

Natürlich ließe sich auch quartalsmäßig noch mal ne halbe Stunde einrichten wo das Ganze dann nochmals geübt wird. Ich bin zwar bei den meisten Einsätzen dabei, aber halt nicht immer. Und ich brauche auch jemanden der mir dabei assistieren kann etc. Würde schon dafür sorgen, dass die Leute einen sicheren Umgang damit haben.

Gruß
Björn


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 11:44 
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Wäre es möglich, daß ihr heimatnahe HiOrgs mit ins Boot holt?
So daß ein qualifizierter Ausbilder das ganze mitführen könnte?


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 12:55 
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Klar könnte ich beim DRk nachfragen ob sie die Einweisung geben können. Aber im Einsatzfalle geht es halt um die Problematik das manchmal eine Crashrettung nötig ist. Und da bin ich der Meinung, dass man das Risiko schwerwiegender HWS-Verletzungen so minimieren könnte.

Wenn eine Crash-Rettung durchgeführt werden muss wird das Opfer gerettet. Und da ist das ANlegen einer Cervikalstütze durch feuerwehrleute immer noch besser als wenn sie gar nicht angelegt wird... (Meine Meinung)

Klar. Wenn man die Zeit hat auf den Rettungsdienst zu warten, lassen wir als Feuerwehr die Finger davon. Aber manchmal ist es halt nicht möglich...

Gruß
Björn


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 13:00 
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Eigentlich schliessen sich Crash-Rettung und Halskrause gegenseitig aus.

_________________
MfG

brause


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 13:12 
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Bei einer richtigen Crash-Rettung, sprich bewußtloser Patient, oder Retten aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich, ist das anlegen einer Cervialstüze absolute Zeitverschwendung. Da heißt es nur noch, schau, daß man den Pat so schnell wie möglich dort weg bekommt. Du legst ihm, wenn du jemaden aus einem verrauchten Haus rausholst, ja auch keine an, auch wenn der Verdacht besteht, daß er die Treppen hinunter gestürzt ist.

Was für euch mal zu überlegen wäre, ist ein Workshop durchzuführen, wo es direkt nur um Trauma-Managment geht. Vor allem auch, um das erkennen der Trauma-Kinematik und der frühzeitigen Warnzeichen des menschlichen Körpers.
Und was viel sinnvoller ist als eine Cervicalstütze, ist die manuelle Fixierung des Kopfes. Vor allem, nachdem die Stütze angelegt wurde.


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 13:12 
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Angenommene Lage:

Verkehrsunfall: Ein betrunkener Autofahrer ist auf einer Brücker verunglückt. Er ist mit 60 Sachen gegen die Absperrung gerast und hat diese stark beschädigt. Das Auto droht abzustürzen. Der fahrer ist bei Bewusstsein und klagt über starke Nackenschmerzen. und hat eine offene, stark blutende Femurfraktur die wir von Außerhalb nicht versorgen können. Der rettungsdienst ist in frühstens 15 Minuten vor Ort... Die Feuerwehr sichert das Fahrzeug provisorisch ab. Der Angriffstruppp geht zur Menschenrettung vor.

Soll der A-trupp den Mann einfach so aus dem Auto ziehen, warten bis der RD eintrifft oder grad in zwei Minuten die HWS-Stütze anlegen und ihn dann rausziehen...

Viel Phantasie ich weiß, aber ich denke jetzt weiß jeder um welche Situationen es mir geht ;)

gruß
Björn


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 13:19 
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Für ne HWS-Stütze 2 Minuten? Wie gut kennst du deine Hilfsmittel?

Da du bei einem Aufprall mit 60 km/h auch noch mit inneren Blutungen rechnen musst, und du die pulmonale Situation gar nicht angesprochen hast, würde ich auf ne Cervicalstütze im Auto verzichten, und diese erst drausen anlegen. Zumal das Auto ja auch nur provisorisch gesichert ist.


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 13:35 
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Also auf der Rettungsdienstschule haben wir es bis zum vergasen geübt. und wenn der verletzte nicht halb verknotet im Auto hockt ist ein Stifneck doch in 2 Minuten machbar... Und wenns 3 Minuten dauert... Es ind immer noch 10 Minuten bis zum Eintreffen des RD...


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 14:15 
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Sind das denn normale Eintreffzeiten des RD bei euch?

_________________
MfG

brause


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BeitragVerfasst: 13.08.09, 15:25 
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Glücklicherweise Nein.. :)
Aber es kann vorkommen...

Wie sieht das mit der Assisitenz bei sowas aus... Wenn ich mir als RS nen Kameraden schnappe...Der Kamerad ist vorher natürlich eingewiesen worden...

Gruß
Björn


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BeitragVerfasst: 15.08.09, 11:16 
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bjoernmuehle hat geschrieben:

Wie sieht das mit der Assisitenz bei sowas aus... Wenn ich mir als RS nen Kameraden schnappe...Der Kamerad ist vorher natürlich eingewiesen worden...

Gruß
Björn


Nein, da spricht aus meiner Sicht nichts gegen.

_________________
MfG

brause


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