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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ist Schulung für Rettungswagen-Fahrer nötig?
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BeitragVerfasst: 24.05.09, 13:17 
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Hallo zusammen,

ich bin durch den Blitzer-Beitrag ; -) darauf gekommen: Baucht es für die Fahrer im Rettungswagen gar keine Schulung? Ich habe mich das gefragt, weil in einem Beitrag davon die Rede war, dass Zivis in der ersten Woche des Zivildienstes direkt fahren.
Ich gehe davon aus, dass diese im Privatleben oft Fahranfänger (mit Führerschein auf Probe sind) und so eine "Blaulicht-Fahrt" ist doch auch nicht ohne Risiko. Da wundert es mich, dass die so auf den öffentlichen Verkehr losgelassen werden.

Susanne


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BeitragVerfasst: 24.05.09, 14:27 
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Guten Tag,

meines Wissens gibt es keine gesetzliche "Vorschrift" zur Einarbeitung.

Und was ich so von den Hilfsorganisationen kenne, wird auch kein Fahrsicherheitstraining o.ä. zwingend durchgeführt. Immerhin sind die Fahrzeuge deutlich grösser und schwerer als der eigene PKW...

Es ist meistens mehr "Learning by doing" - durch Zusehen und hoffentlich gute Auffassungsgabe.

Zu fordern wäre hier sicher eine bessere Qualitätskontrolle mit Fahrtraining, Dokumentation und Prüfung.

Macht jemand so etwas ?

Gruß
A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
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BeitragVerfasst: 24.05.09, 16:53 
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Beiträge: 516
hallo
als ich in meinem freiwilligen sozialen jahr(praktisch das selbe wie zivildienst) war, wurde in diesem jahr kein solches fahrtraining durchgeführt, weiß jedoch von anderen jahrgängen, dass es sowas schon mal gab. sinnvoll ist es unbedingt!
im besten fall fährt man als "anfänger" im zivildienst anfangs nur Krankentransport, aber das ist eben nur der beste fall.
ein zivi, der mit mir angefangen hat, hat in seiner dritten arbeitswoche einen schweren verkehrsunfall verursacht, weil er zu schnell in eine kurve gefahren ist, erstaunlicherweise wurde niemand verletzt(es war aber keine blaulichtfahrt)
er war damals 18, hatte seit 4 monaten den führerschein.
darauf kann man sich dann reimen, was man will;-)

lg


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BeitragVerfasst: 24.05.09, 16:55 
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Oje Dann wundert es mich aber nicht (mehr), wenn es zu solchem Unfug kommt.
Ich halte das für sehr gefährlich.

Susanne


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BeitragVerfasst: 24.05.09, 17:22 
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Beiträge: 44
Susanne.Reuter hat geschrieben:
Oje Dann wundert es mich aber nicht (mehr), wenn es zu solchem Unfug kommt.
Ich halte das für sehr gefährlich.

Susanne


Da sollte man sich aber auch fragen, ob ein RA, der lediglich eine ca. 3-monatige Ausbildung (Theorie) hat, zum Führen eines Rettungswagens geeignet ist. (im Vergleich lernt eine Krankenschwester 3 Jahre)

Zur Frage;
Bei den meisten Einrichtungen ist das Fahren eines RTWs/KTWs erst nach Abschluss des RHs erlaubt (hier in BW zumindest)


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BeitragVerfasst: 24.05.09, 17:43 
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Beiträge: 91
Also ich habe im Rettungssanitäter Lehrgang jedenfalls eine theoretische Schulung zu Blaulichtfahrten bekommen und ich bin mir sicher, dass das für alle entsprechenden Ausbildungen gilt.

Zivis die in der ersten Woche auf der Wache direkt fahren müssen vorher auch ihre Ausbildung absolviert haben. Diese beinhaltet dann die entsprechende Schulung. Wer dann solche Fehler begeht wie in dem diskutierten Thread beschrieben ist schon selber Schuld.
Das das ganze natürlich noch nicht bedeutet, dass man auch praktisch fähig ist vernünftige Blaulichtfahrten zu absolvieren, ist aber noch wieder was anderes.


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BeitragVerfasst: 24.05.09, 18:17 
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Auf ehrenamtlicher Seite sieht es bei uns (am Standort, ka ob das Bundesweit so gemacht wird) so aus dass nur derjenige einen Fahrzeug Typ bewegen darf der darauf eingewiesen wurde und beim Fahrertraining (mind. einmal jährlich) gezeigt hat dass er dieses Art Fahrzeug fahren kann. (Wir haben ja auch den gleichen z. B. KTW Typ mehrmals etc.).
Es wird bei uns auch festgehalten wer was Führerscheintechnisch fahren darf, und vor allem wer davon auch noch das jeweilige Fahrzeug fahren kann.

Eine theoretische Unterweisung gehört ebenso dazu genauso wie die Rechtslage zum Thema SoSi - allerdings nur innerhalb Deutschlands - oder Mot Marsch.

Die Fahranfänger werden bei uns nur auf die Autos "losgelassen" wenn ein erfahrener Fahrer mitfährt, der auch mal schnell auf den Fahrersitz tauschen kann wenn der Neuling sich doch nicht so gut schlägt.

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BeitragVerfasst: 24.05.09, 20:57 
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Beiträge: 516
ach so, natürlich;-)
bei uns ist es so, dass man zuerst die theoretische ausbildung für die RH/RS-Ausbildung macht, dann ein dreiwöchiges rettungswachenpraktikum macht(aber nicht fahren darf) und dann das klinikpraktikum absolviert.
danach(also ca. 3 monate nach eigtl beginn des zivildienst) arbeitet man ja erst auf der rettungswache. ab da meinte ich "der zivi in der dritten woche", ich hoffe, es ist verständlich;-)

wenn der erste mann, also der ra im notfall als fahrer einspringen müsste, hat man aber immer noch den nachteil, dass dann jemand den patienten betreut, der mit behandeln/betreuen genau so unerfahren ist, wie mit dem auto fahren;-)
also eigtl ist es ein witz, dass jemand mit so wenig erfahrung überhaupt im rettungsdienst tätig sein darf, aber das ist eine andere geschichte.(ich beklage mich zwar, war ja aber selber in dieser situation, als unerfahrener rs und autofahrer)

in dem bundesland, aus dem ich komme, wäre der rd ohne ehrenamtliche leute übrigens gar nicht möglich. leider gibt es auch welche, die man gut und gerne als blaulichtgeile bezeichnen kann, was das niveau leider runterzieht. aber das ist eine andere geschichte;-)


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BeitragVerfasst: 24.05.09, 23:58 
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Also in NRW muss der Fahrer eines RTWs mindestens die Ausbildung zum RS haben...
Bei uns ist es zum Glück so, dass der 0815 Zivi nicht fahren darf (Zivis fahren hier nur KTWs).
Ein pot. RTW-Fahrer braucht min. 2 Jahre Fahrpraxis, eine Ortskundeprüfung (inkl. Verkehrsrecht und §35/38 ), eine Fahrereinweisung und dann Lehrfahrten mir erfahrenen Kollegen. Zuerst nur Leerfahrten, dann Leer- und Sonderrechtsfahrten ohne Pat. und anschließend nach der Freigabe das komplette Programm.
Eine Fahrerbelehrtung ist bei uns jährlich vorgeschrieben (im Sinne der 30h Fortbildung), ein Fahrtsicherheitstraining wird mehrfach jährlich angeboten, ist bei nachgewiesener Fahrpraxis ink. Sonderrechtsfahrten aber nicht verpflichtend.
Und das halte ich echt niucht für übertrieben oder hart..
muss mich doch sehr wundern was andernorts so alles üblich ist...
ich würde mich als Beifahrer (im RTW) aber auch gar nicht erst neben einen 18/19Jährigen Zivi mit 0 Fahrerfahrung setzen.. mal ganz abgesehen davon das wir (zum Glück) nur "große" RTWs haben und man die mit B ja nicht fahren kann...

Edit: Bei mir war in der RS-Ausbildung nur die Theorie zu den üblichen Paragraphen enthalten, im RA-Kurs aber sowohl eine sehr ausführliche Fahreinweisung/Belehrung, als auch ein Praxistraining/Fahrtsicherheitstraining inklusive.

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Quid pro quo?


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BeitragVerfasst: 25.05.09, 21:22 
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@ Vk Retter: ich denke man kann einen RTW unter 4 T eh nicht wirklich ernst nehmen, oder!? Insofern ergiebt sich das tatsächlich nicht.

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BeitragVerfasst: 25.05.09, 23:47 
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Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Moin moin,
zum Glück sind die Vorschriften was das Fahren betrifft bei uns wesentlich härter.
Mindestalter 21, mindestens 2 Jahre Führerschein maximal 3 Punkte. Das gilt übrigens als Einstellungsvorraussetzung für alle Azubies (assistenz) und Studies (paras).
Es folgt ein 1 wöchiger Fahrschulkurs in dem das System des Fahrens das gewünscht wird grundlegend beigebracht wird. Nach einer Prüfungsfahrt und theoretischer Prüfung folgt ein 2 wöchiger Kurs in dem das ganze dann auf Blaulichtfahrten übertragen wird. Am Ende ebenfalls erneut 45 Minuten Praxistest incl. Sonderrechtsfahrt in einer Großstadt und erneuter schriftlicher Test.
Ein nicht perfektes System aber meines Erachtens eine solide Basis. Ich beführworte vorallem das Einstiegsalter und die doch recht lange Fahrausbildung mit hohen Praxisanteil durch zertifizierte Fahrlehrer für Sonderfahrzeuge.
Meine RAiAs in D musste ich selber aufs Fahren vorbereiten und es ging meher nach der "meinst er kanns nun?" Methode als nach wirklichem Training.
Ich denke das das Angesprochene Beispiel SoSi Fahrt im Bergland nicht mit mangelndem Fahrtraining sondern mit mangelndem Denkvermögen einherging.


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BeitragVerfasst: 26.05.09, 06:50 
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Registriert: 20.05.07, 20:34
Beiträge: 44
bei uns:(Bayern) Zivis fahren nur KTW, aber ohne aussergewöhnliche Einweisung wie z.B. Fahrertraining oder so. Nur auf die Fahrerbelehrung (Blaulichtfahrten, Umgang mit Fahrzeug usw.) wird geachtet. Sicherheitstraining gibts (leider) nichtmal fürs hauptamtliche Personal.

Qualifikation Fahrer: "Geeignete Person"...Juhuuu.... :evil:


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BeitragVerfasst: 26.05.09, 07:26 
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Registriert: 28.04.08, 13:13
Beiträge: 1472
Wir wohnen auch in Bayern. Der Hilfsdienst, bei dem mein Mann tätig ist, hat bei uns im Ort keinen RTW. Aber es wird ein- bis zweimal pro Jahr ein Fahrsicherheitstraining durchgeführt, die Teilnahme ist verpflichtend (bisher blieb es zwar folgenlos, wenn sich jemand gedrückt hat, aber ich denke, das wird sich ändern). Zudem bekommt jeder neue Fahrer (bzw. Bewerber im Fahrdienst) eine Einweisungsfahrt.

Fahrer im Patientenfahrdienst (Krankentransporte) müssen zudem eine Personenbeförderungserlaubnis haben.

Das ist zwar weniger als das, was viele andere hier geschildert haben, aber, wie gesagt, diese HIlfsorganisation hat hier in der Gegend eh keine SoSi-Fahrten, es geht also "nur" um Behindertenfahrten, Seniorenfahrten, Patientenfahrdienst sowie kaltes und warmes Essen.


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