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medizin-forum.de • Thema anzeigen - bessere Tragen?
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 Betreff des Beitrags: bessere Tragen?
BeitragVerfasst: 21.04.09, 15:30 
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Registriert: 21.04.09, 15:27
Beiträge: 1
Hallo,

wir arbeiten am Institut für Entrepreneurship und Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien (http://www.wu-wien.ac.at/entrep) zusammen mit einem Technologiepartner an der Erforschung von neuen Anwendungsbereichen von einer aufkommenden Technologie (http://de.wikipedia.org/wiki/Magneto...%C3%BCssigkeit). Die Technologie ist eine Flüssigkeit, die ihre Viskosität verändern kann, d.h. die Flüssigkeit kann auf Wunsch fest werden.

Wir wollen wissen, ob Sie glauben, dass man diese MRF-Technologie auch für Tragen (oder auch in anderen Bereichen der Notfallmedizin) einsetzen könnte?

Wie gut sind die Tragen, die für Rettungstransporte verwendet werden? Gibt es dabei Probleme, die Ihnen bei der Verwendung aufgefallen sind?

Gibt es insbesondere Probleme bei Tragen, die für Patienten mit Wirbelsäulenschäden eingesetzt werden? – Ist die Fixierung der Patienten ausreichend gut?
- Unsere Idee wäre, die MR-Flüssigkeit für solche Tragen einzusetzen: Der Patient könnte besser fixiert werden, wenn er in eine Art Matratze, die mit der Flüssigkeit gefüllt ist, gelegt würde, die sich dann verfestigt. Dadurch wäre die Trage perfekt an den jeweiligen Körper angepasst und der Patient könnte nicht verrutschen. Glauben Sie, dass so etwas Sinn machen würde?)

Haben Sie Ideen für weitere Bereiche (abgesehen von Tragen), in denen MRF eingesetzt werden könnte? (Vorteile der Technologie: adaptive Dämpfer, stufenlose Verstellbarkeit, Geräuschlosigkeit, reaktionsschnell – reagiert fast in Echtzeit)

Vielen Dank für Ihre Mithilfe,

Liebe Grüße

Studenten der WU-Wien


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 Betreff des Beitrags: Re: bessere Tragen?
BeitragVerfasst: 22.04.09, 08:25 
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Registriert: 15.07.07, 18:45
Beiträge: 262
Wohnort: Duisburg
igen hat geschrieben:
...

Gibt es insbesondere Probleme bei Tragen, die für Patienten mit Wirbelsäulenschäden eingesetzt werden? – Ist die Fixierung der Patienten ausreichend gut?
- Unsere Idee wäre, die MR-Flüssigkeit für solche Tragen einzusetzen: Der Patient könnte besser fixiert werden, wenn er in eine Art Matratze, die mit der Flüssigkeit gefüllt ist, gelegt würde, die sich dann verfestigt. Dadurch wäre die Trage perfekt an den jeweiligen Körper angepasst und der Patient könnte nicht verrutschen. Glauben Sie, dass so etwas Sinn machen würde?)

...


Naja, diesen Zweck erfüllen die Vakuum Matrazen eigentlich schon sehr gut. Die ließen sich evtl. noch in Punkto Gewicht und Volumen verbessern so dass man mehr Stauraum im Auto gewinnt und das Personal weniger Gewicht bewältigen muss. Wobei die modernen VakMats schon verdammt leicht sind.

Im Prinzip bräuchte man so eine Technologie bei allen Verletzungen die eine Immobilisation der jeweiligen Extremität oder der Wirbelsäule nötig machen würde, und für sowas gibt es schon Luftkammer- bzw Vakuumschienen und - Matrazen.

Das einzige was mir so spontan einfällt wäre ein verformbareres Polster zur Nackenunterstützung bei den KED Systemen, aber auch da sind die momentan gebräuchlichen Lösungen eigentlich auch schon ganz gut.

_________________
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.04.09, 16:17 
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Registriert: 21.11.07, 17:17
Beiträge: 4
Hallo,

ich finde die Idee, eine Tragenauflage zu entwickeln, die anmodeliert und verfestigt werden kann, sehr gut!

Die MRF- Technologie arbeitet, wie der Name schon sagt, mit Magnetfeldern. Um eine Tragenauflage zu verfestigen müsste man folglich ein möglichst homogenes Magnetfeld über die gesamte Breite der Trage induzieren. Hierzu benötigt man relativ starke Magnete. Dies würde bedeuten, dass man ein großes magnetisches Feld um die gesamte Trage aufbaut. Magnetische Felder sind in medizinischen Bereichen äußerst kritisch zu bewerten, da sehr viele medizinische Geräte z.B. Herzschrittmacher empfindlich auf magnetische Felder reagieren. Überall, wo mit magnetischen Feldern gearbeitet werden muss, werden diese so gut es geht abgeschirmt.
Für eine Tragenauflage, zu der ein Patient direkten Kontakt hat, halte ich andere Technologien für geeigneter.

Ein mögliches Einsatzgebiet für Dämpfer auf Basis der MRF- Technologie wäre sicherlich die Federung des Tragentischs in Rettungswagen. Diese Federung wird derzeit durch eine Druckluftdämpfung realisiert. Mit Hilfe von MRF- Dämpfern und Sensorik im Fahrzeug wäre es u.U. möglich die Dämpfung des Tragentischs permanent an die Fahrbahn anzupassen.

viel Erfolg!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.04.09, 18:04 
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Registriert: 25.05.06, 16:06
Beiträge: 144
Wohnort: Bayern
nicht zu vergessen das Eigengewicht der Trage.
Eine noch schwerere Trage ist eigentlich abzulehnen, die Patienten sind schon schwer genug, und die Ergonomie des Bedienenden sollte nicht außer Acht gelassen werden!
Die Bandscheiben werden danken!
Grüße,
Land-Ei


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