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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Critical Airway Management ?
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BeitragVerfasst: 24.01.05, 21:19 
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Also das Problem mit der Quick-Trach sehe ich darin, daß im Fall von Blutung, Schwellung, ect. und davon gehen wir ja hier aus, die Trachea nicht so einfach zu punktieren ist. Wer Erfahrung mit Dilatationstracheotomien hat weiß sicherlich, wie schwer es schon unter normalen Bedingungen ist, die Trachea wirklich mittig zu treffen. Und wie sicher treffen, wenn man schon nichts tasten kann!
Und meine Erfahrung mit Notfalltracheotomien (Gott sei dank nur eine alleine, sonst mit den HNOlern) ist, das die Trachea sich erstaunlich "verbiegen" kann und dann gar nicht mehr dort ist, wo man sie eigentlich vermutet :wink:
Dann lieber Hals auf und tasten, bevor man mit der Quick-trach noch die Carotis punktiert!


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BeitragVerfasst: 25.01.05, 21:35 
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Aber wo wir schon über "Luxusartikel" wie Larynxmasken, ILM, Combitubes,.... reden hätte ich da doch gleich mal eine Frage:
Wie sieht es denn an Euren Standorten aus? Was habt Ihr wirklich auf den Autos? Es gibt da nämlich Standorte, da kämft man noch mit oder gegen die guten alten roten Rüsch-Tuben. Mit den Alternativen hat man da so seine Probleme! (Auf gut deutsch es gibt außer dem Skalpell keine!)


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BeitragVerfasst: 26.01.05, 21:05 
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Hallo Gasmann !

Unser NAW steht zwar nur unter internistischer :lol: :wink: Leitung.

Wir haben für das Airwaymanagment folgende Ausrüstung

Laryngoskop mit Kaltlicht und entsprechenden Spateln, die Aufrüstung auf Miller Spateln zusätzlich wird gerade diskutiert.

Edagr Tubus 7,5 und 8,5 für Reanimation.
Einmaltuben 9,0 bis 5,0 in 0,5 Schritten
4,5 bis 2,5 mit und ohne Cuff in 0,5 Schritten
und 2,0 ohne Cuff.

Quicktrach Kinder und erwachsene

Combitube

Skalpell :lol:

Bis jetzt sind wir mit dieser Kombination gut gefahren.

ILM wurde von der Mannschaft noch nicht wirklich andiskutiert ...

Gruß

Grisu112

_________________
Schöne Grüße von

Grisu

(dem kleinen Rettungsdrachen)


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BeitragVerfasst: 20.02.05, 21:33 
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Hallo Leute !

Auf meinem letzten Workshop "Schwierige Intubation" wurden die verschiedensten Möglichkeiten diskutiert.

Combitube, Easytube, LMA, ILM, LMA Proseal, Larynxtubus, COBRA und auch flexible und starre Fiberoptische Geräte.

Am meisten fasziniert hat mich eine starres fiberoptisches Gerät ("UpsherScope"), welches in Neutralposition des Kopfes , entsprechend der lokalen Anatomie geformt, eingeführt wird, der Tubus liegt in einer Schiene und kann unter endoskopischer Sicht eingeführt werden.

Vorteil, Bedienung mit Standardlaryngskopgriff als Licht und Stromquelle möglich. Über die Optik auch direkter Blick ohne weiter Instrumente möglich. Kann mit extrenem Kaltlicht und Videokamera auch über den Schirm benutzt werden. In der Notfallausstattung aber mobil und vor allem sehr schnell einsetzbar, und funktioniert.

Einziger Nachteil, nicht ganz billig.

Werde mir ein Gerät zum Testen mal kommenlassen, und unter Realbedingungen damit arbeiten.

Gruß

Erbschwendtner

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Dr.Ch. Erbschwendtner
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BeitragVerfasst: 21.02.05, 08:34 
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Zitat:
Wie managet Ihr einen konventionell nicht intubierbaren Patienten ?


Es hat sich immer wieder bewährt, in solchen Fällen eine suffiziente Maskenbeatmung durchzuführen. :shock:


Eine flächendeckende Ausstattung mit supraglottischen Luftbrücken im RD wäre wünschenswert, aber eine Intubations-LMA ist meistens dann schon zu teuer...
Ist auch nicht sinnvoll, wenn man diese nicht öfters einsetzt und sozusagen nur "im Notfall" übt.


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BeitragVerfasst: 21.02.05, 09:30 
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Hallo G.Ast !

Das ist natürlich richtig mit der suffizienten Maskenbeatmung, aber was machst Du dann in einer Cannot ventilate, cannot intubate Situation ?

Gruß

Erbschwendtner

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Dr.Ch. Erbschwendtner
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BeitragVerfasst: 21.02.05, 10:11 
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Hallo Miteinander !!!

Dr. Ch. Erbschwendtner hat geschrieben:
...Am meisten fasziniert hat mich eine starres fiberoptisches Gerät ("UpsherScope"), welches in ...

Hierzu dieser Link, damit man sich mal ein Bild von diesem UpsherScope-Laryngoskop machen kann.

Herzliche Grüße

_________________
Gunnar Piltz
DMF-Moderator


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BeitragVerfasst: 21.02.05, 14:57 
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Das berühmte "cannot ventilate, cannot intubate" ist zum Glück mit 0,01 bis 2,0 pro 10.000 Fälle extrem selten. Der Plan B hierbei ist fast immer die LMA (oder eben eine andere supraglottische Methode). Wenn das nicht funktioniert (und das wird es doch sehr oft, wenn man die nötige Übung hat), dann kann man an ein invasives Verfahren denken.

Obwohl man als Medizinstudent fast immer diese Phase durchmacht, in der man im Sommersemester mit rostigem Taschenmesser und einer Kugelschreibermine in der Tasche ("für den Luftröhrenschnitt") durch den Biergarten läuft, halte ich eine Koniotomie für praktisch gänzlich untauglich, wenn man den Luftweg verliert. Deren Indikation ergibt sich fast ausschließlich bei verschlossenem Luft-Abfluß und dann sind die im Schnitt über 5 Minuten, die man dafür braucht oft zu lange. Man hat dann zwar einen Luftweg, nur leider eben nicht mehr am Lebenden.

Alternativ ist der transtracheale Zugang zur Oxygenierung machbar. Klinisch kann man dann z.B. über einen Ravussin-Katheter Jet-ventilieren, präklinisch hat der PAtient zumindest Überlebenschancen bis zur Klinik, auch wenn dann natürlich das CO2 "etwas" ansteigt.

Das UpsherScope schaut übrigens ziemlich wie ein Bullard aus. Wo ist das genau der Unterschied?


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BeitragVerfasst: 21.02.05, 20:38 
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Hallo G.Ast !

Also für alle die Dikussion verfolgen hier ein Link zu einem Bullard:

http://www.anest.ufl.edu/articles/bullard/

Die Funktion ist im wesentlichen die gleiche. Beim UpsherScope liegt der Tubus in einer Führingschiene (die bereits fix integriert ist). Beim Bulard wird der Tubus auf einem Metallführungsstab aufgefädelt, die Spitze des Bullard wrd gerne mit einem zusätzlichen Adapter versehen.

Beides sind starre fiberoptische Instrumente zur Intubation.

Allerdings gestehe ich ein, ich habe mit beiden nur in Kursen gearbeitet und noch keine praktische Erfahrung.

Zur zweiten Aussage bezüglich der Cannot - cannot Situation:

Eine Chance von 2,0 auf 10.000 = 1 : 5.000 ist schon nicht mehr ganz vernachlässigbar, wenn auch nicht extrem häufig. So kann ich hoffen, daß ich die erfahrung kein zweites mal machen muß.
Folgende Situation: ca. 65 a Mann, schwerste allergische Reaktion auf orales Chinolon.
Wegen Dyspnoe präklinischer Intubationsversuch durch anwesenden Arzt, Nicht erfolgreich. Eintreffen NA: schwerste Zyanose, verlegte Atemwege, bewußtlos, Bradycardie um 30 / min. Inspektion mit Laryngoskop, keine Strukturen erkennbar, alles hochrot und verschwollen. Statt rostigem Taschenmesser ein Skalpell und statt Kugelschreiber normaler Orotrachealtubus.

Notfallkoniotomie

Danch rasche Erholung des Patienten (und des NA !) , Anstieg der HF, gute Sättigung, Sedierung notwendig.

In der Klinik erst nach mehreren Stunden Umintubation mit flexiblem Bronchoskop bei massiver Epiglottisschwellung möglich.

Extubation nach 2 tagen und vollständiger Rückbildung der Schwellung, vollständige Wiederherstellung des Patienten.

Gruß

Erbschwendtner

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Dr.Ch. Erbschwendtner
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BeitragVerfasst: 22.02.05, 18:38 
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Das mit dem Taschenmesser bitte ich nicht ganz ernst zu nehmen, es muss nämlich nicht unbedingt rostig sein... :wink:

:arrow: Meine Hochachtung für das Management dieses Falles.

Die Frage ist, ob Intubationsversuch(e) des Hausarzt (?) evtl den Sichtbedingungen und der Atemwegsdurchgängigkeit wirklich zuträglich waren. Oft hat man hier eben nur einen Versuch, bevor alles zuschwillt und es zu bluten anfängt.
Es ist IMHO in dieser Situation durchaus indiziert, vor dem Versuch der Intubation einen chirurgischen Zugang am noch (mehr oder minder) wachen Patienten zu schaffen. Kann man dann (apnoeisch) oxygenieren, dann hat man meistens schon gewonnen.

Wenn, wie im Fall beschrieben, tatsächlich eine komplette Verlegung vorliegt, dann ist die Koniotomie die einzige Möglichkeit (zumindest präklinisch und dal natürlich die klassische "Rücken-zur-Wand-Situation" vorlag).


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BeitragVerfasst: 22.02.05, 19:46 
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Hallo G.Ast !

Zitat:
Die Frage ist, ob Intubationsversuch(e) des Hausarzt (?) evtl den Sichtbedingungen und der Atemwegsdurchgängigkeit wirklich zuträglich waren.


:arrow: Besser ist es auf jeden Fall nicht geworden :!:

War auch nicht mit der Maske zu beatmen.

Klassische Situation: "100 % Adrenalin im Blut", merkst aber erst wenn die Anspannung nachläßt.

Gruß

Erbschwendtner

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Dr.Ch. Erbschwendtner
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 Betreff des Beitrags: Airwaymanagement
BeitragVerfasst: 05.03.05, 19:03 
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Registriert: 05.02.05, 17:44
Beiträge: 60
Hallo Forum
eine gute Alternative ist der Larynxtubus.
er verschließt den Oesophagus mit einem Ballon und den Rachen mit einem zweiten Ballon.
Er hat nur ein Lumen im Gegensatz zum Combitubus.
Das Umschlagen des Cuffs, wie bei der Larynxmaske gibt es nicht.
Es gibt ihn als Einweg Artikel für ca. 15-20,- €
und als Mehrweg Artikel ca. 80,- €
Hersteller VBM Medizintechnik, 72172 Sulz
e-mail verkauf@vbm-medical.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Airwaymanagement
BeitragVerfasst: 07.03.05, 20:52 
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DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Moin, moin!
Folgendes Zitat:
Hallo Forum
eine gute Alternative ist der Larynxtubus.
er verschließt den Oesophagus mit einem Ballon und den Rachen mit einem zweiten Ballon.
Er hat nur ein Lumen im Gegensatz zum Combitubus.


kann ich im Rahmen dieser Diskussion nur unterstreichen. Meine praktischen Erfahrungen mit dem Teil sind gut. Er läßt sich in jeder Lage platzieren (sitzend, Bauch) und hat eine zuverlässige "Paßform".

Unser Konzept im RD: NEF hat Larynxmaske, RTW Larynxtubus als "second airway" dabei. Und da am Ende ja eh´ beide zusammenkommen, hat man schon ´ne gute Auswahl...
:D

Dr. A. Flaccus
Anästhesist, LNA


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 Betreff des Beitrags: Airwaymanagement
BeitragVerfasst: 10.03.05, 22:21 
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DMF-Mitglied

Registriert: 05.02.05, 17:44
Beiträge: 60
Hallo Forum
ich habe für eine Fortbildung eine PP Präsentation mit allen, mir bekannten, Hilfsmitteln.
Sie hat ca. 15 MB.
Wenn Interesse besteht, würde ich sie gerne zur Verfügung stellen.
Leider weiß ich nicht wie man sie hier unterbringen kann.
Gerne schicke ich sie auch auf CD.
Adresse genügt.
Bitte um Nachricht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Airwaymanagement
BeitragVerfasst: 11.03.05, 02:20 
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DMF-Mitglied

Registriert: 12.10.04, 16:22
Beiträge: 3329
Hallo!

Falls noch nicht geschehen, einfach eine PN an den Erik Eichhorn schicken, ggf. an den Kollegen Gunnar Piltz bzw. Joachim Wagener, die kümmern sich gerne darum! :wink:


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