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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Geld einklagen nach Anerkennungsjahr?
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BeitragVerfasst: 09.02.09, 15:37 
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hallo, ich weis nicht ob ich hier richtig bin aber vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich habe 2008 mein Anerkennungsjahr beendet und überlege nun ob ich mir das Geld einklage, da ich 0 euro während dieser zeit bekommen habe. Das wusste ich zwar vorher aber nun habe ich auch von dem Gerichtsurteil (ich glaube es war das LAG Sachsen) gehört und denke was ich haben kann sollte ich doch nehmen oder. Kennt ihr noch andere Fälle oder kennt euch aus und wisst ob man da so einfach Chancen hat ??? danke im Vorrau´s...


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BeitragVerfasst: 09.02.09, 17:26 
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http://blog.juracity.de/2006-09-10/gene ... tikum.html


Möglicherweise hilft dir das?


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BeitragVerfasst: 05.05.09, 12:21 
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hey...ich habe mein anerkennungsjahr auch ohne vergütung gemacht und war froh, dass ich überhaupt eine stelle bekommen habe, denn durch die vorangegangenen klagen sind die organisationen sehr zurückhaltend mit praktikanten. du hast gewusst, dass du kein geld für deine arbeit bekommst und hast dich trotzdem einvernehmlich drauf eingelassen (nur mit anerkennungspraktikum und abschlussgespräch bekommst du deine erlaubnis zur berufsbezeichnung). ich finde es nicht schön im nachhinein rechtliche schritte zu beschreiten, aber das muss jeder selber für sich entscheiden... :?:


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BeitragVerfasst: 05.05.09, 18:01 
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Es gibt berufspolitisch und sozialethisch nur eine einzige Antwort auf diese Frage: JA
Wisst ihr was ihr euch und allen folgenden Praktikanten mit eurer 0 Euro Arbeit antut?
Kein Rettungsassistent (Praktikant) muss in Deutschland umsonst arbeiten.
Das es immer noch HiOrgs gibt die es trotzdem versuchen ist schlimm genug!
Da auch noch mit zu machen und nicht für eine bessere Zukunft mit besseren und gerechteren Arbeitsbedingungen zu kämpfen ist schlicht und einfach nur schwach!
So etwa darf definitiv nicht geduldet werden, denn Ausbeute ist und bleibt Ausbeute und damit unethisch. Ihr würdet ja auch keine von "Sklaven" produzierte Waren aus Afrika kaufen, oder? Warum das also in Deutschland dulden? Ist ja nicht so das es sich für die HiOrgs nicht auch mit Bezahlung lohnen würde.. es geht nur um Gewinnmaximierung.. und das bei den Organisationen die in ihrem Slogan mit Menschlichkeit und Nächstenliebe werben.. ich könnte echt kotzen wenn ich sowas höre!

:x

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Quid pro quo?


Zuletzt geändert von VK-Retter am 05.05.09, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 05.05.09, 21:23 
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VK-Retter hat geschrieben:
ich könnte echt kotzen wenn ich sowas höre!

Ich sponser die Kotztüte....

Völlig recht hast du! Vorankommen wird man im RD nur, wenn das RA-Gesetz ändert ("Regelkompetenz"), eine ordentliche, verbesserte 3jährige Ausbildung inkl. Ausbildungsvergütung wie in den meisten anderen Berufen auch schafft, die Voraussetzungen ändert (min. Realschulabschluss) usw.

Aber solange es noch genügend "schlaue" Leute gibt, die die Ausbildung aus eigener Tasche finanzieren, um anschließend händeringend eine Stelle zu suchen, werden die Organisationen sich auch in Zukunft ins Fäustchen lachen. Es gibt ja einen überlaufenen Arbeitsmarkt mit genügend billigen Kräften...


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BeitragVerfasst: 06.05.09, 07:47 
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ihr habt im großen und ganzen diesbezüglich schon recht...

aber mich stört es einfach, wenn sich jemand auf etwas einlässt und die bedingungen kennt und dann im nachhinein etwas anderes einklagen will...für mich ist das einfach nicht besonders charakterstark... :?


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BeitragVerfasst: 07.05.09, 07:19 
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Hallo Sandra,
ich glaub dir ging es da recht gut-Bafög oder Unterstützung der Eltern evtl??
die Möglichkeit haben auch nicht alle...
und bei der Momentanen Lage der Praktikumsstellen(zu viele RAiP) glaub ich kaum das jemand der diesen Beruf ergreifen will, sich eine Stelle entgehen lässt weil sie ohne Vergütung ist.Wie mittlerweile bekannt, ist es das gute RECHT dafür eine Vergütung zu erhalten.Den Rest haben meine Vorredner beschrieben....

Grüsse


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BeitragVerfasst: 07.05.09, 10:17 
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hey daniRA,
nein leider habe ich keine unterstützung von irgendwo her bekommen, wäre sicher einfacher gewesen...habe meine ausbildung mit knapp 30 begonnen, habe zwei kinder und stehe schon eine ganze weile auf eigenen füssen... :) da mag keiner mehr bezahlen :roll: die ausbildung habe ich gemacht, weil ich mich einfach beruflich neu orientieren wollte...als rettass kann man unter anderen auch als arzthelferin usw arbeiten, d.h. es erschließen sich eine menge berufliche perspektiven. die ausbildung habe ich selber bezahlt und vorher zusammengespart...dafür habe ich privat auf ne ganze menge verzichtet und ich bereue es im nachhinein überhaupt nicht... :wink:

grüße


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BeitragVerfasst: 07.05.09, 12:47 
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Hallo Sandra,
gut und alles löblich....umso unverständlicher deine Meinung über die Bezahlung einer "Lehre". aber nun is ja alles dazu schon lang gesagt :D ich hoff dir hat`s was gebracht und du hast einen Job!
Grüsse


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BeitragVerfasst: 07.05.09, 13:19 
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eine lehre im normalen sinn ist das ja auch nicht...normal wäre es, wenn man einen lehrvertrag (selbstverständlich mit lehrlingsgeld) mit einer organisation abschliesst, aber die chance ist ja fast gleich null...wenn man diese ausbildung aber gerne machen möchte, da bleibt einem leider nur der weg über die selbstfinanzierung (kein lehrvertrag kein geld)und oft auch nur eine ehrenamtliche ableistung der stunden zur anerkennung... nach der schulischen prüfung habe ich einen halbtagsjob als arzthelferin bekommen und nebenbei meine anerkennungsstunden gemacht...fahre jetzt nach der anerkennung trotzdem wieder (als geringfügig beschäftige) rtw mit... :wink:


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BeitragVerfasst: 07.05.09, 21:25 
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Sandra-Kretschmann hat geschrieben:
ihr habt im großen und ganzen diesbezüglich schon recht...

aber mich stört es einfach, wenn sich jemand auf etwas einlässt und die bedingungen kennt und dann im nachhinein etwas anderes einklagen will...für mich ist das einfach nicht besonders charakterstark... :?


Charakterstark ist zu wissen was einem zusteht und dafür auch zu kämpfen!
Ich finde es nicht verwerflich eine unbezahlte Stelle anzunhemnen und trotzdem nachher zu klagen (oder das von vornerein vorzuhaben) denn RECHT ist RECHT.
Der einzige Betrüger hierbei ist die HiOrg...
Ich kann verstehen, dass Du dich zu Dank o.ä. verpflichtet fühlst, aber ganz ehrlich, Dank und Ehrgefühl interessieren in der Berufswelt neimanden etwas.. schon gar nicht bei einer der lieben HILFSOrganisationen.
Hier zählen harte Bandagen, harte Entscheidnungen und eben Hartgeld!

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Quid pro quo?


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BeitragVerfasst: 09.05.09, 09:05 
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Hallo Sandra,

du stehst vor dem Dilemma, welches jeder überwinden muss, der sich die Frage über
eine Klage vor dem Arbeitsgericht stellt.

Ich bitte dich Folgedes zu bedenken:

1. Eine Klage ist nicht die erste sondern die letzte Möglichkeit (hast du schonmal deinen
-ehemaligen- Arbeitgeber angeschrieben? Vielleicht reicht ja schon ein Hinweis auf das bekannte Urteil)

2. Die Kosten in der ersten Instanz in der Arbeitsgerichtsbarkeit muss jede Seite für sich
tragen, unabhängig vom Urteil. Vorsicht: Das kann in deinem Fall den Streitwert schnell
übersteigen oder die eingehende Zahlung deutlich reduzieren.

3. Denke daran, dass eine solche Klage dich ggf. disqualifizieren könnte. Wenn du dich
erneut bewerben willst, ist es durchaus möglich, dass dein ehemaliger AG angerufen
wird. Er darf zwar nur die Auskünfte geben, die auch aus dem Arbeitszeugnis
hervorgehen, aber wer will da etwas beweisen?

Daher mein Vorschlag:
Schreibe deinen (ehemaligen) Arbeitgeber an und teile ihm mit, dass du eine Klage
erwägst, und gerne bereit bist einer aussergerichtlichen Einigung zuzustimmen. Vielleicht
hast du einen befreundeten Anwalt der sein Servus darunter setzt. Das hilft viel.

Sollte der Arbeitgeber wärend dem Anerkennungsjahr auch dein jetziger Arbeitgeber
sein rate ich ganz dringend ab irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen!

Gruß


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BeitragVerfasst: 20.05.09, 08:56 
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Beiträge: 277
Sandra-Kretschmann hat geschrieben:
ihr habt im großen und ganzen diesbezüglich schon recht...

aber mich stört es einfach, wenn sich jemand auf etwas einlässt und die bedingungen kennt und dann im nachhinein etwas anderes einklagen will...für mich ist das einfach nicht besonders charakterstark... :?


Auch nur auf die Idee zu kommen, Leute für 0 Euro arbeiten zu lassen macht jegliche Diskusion über Charakterstärke überflüssig.

Thomas H. hat geschrieben:
Daher mein Vorschlag:
Schreibe deinen (ehemaligen) Arbeitgeber an und teile ihm mit, dass du eine Klage
erwägst, und gerne bereit bist einer aussergerichtlichen Einigung zuzustimmen. Vielleicht
hast du einen befreundeten Anwalt der sein Servus darunter setzt. Das hilft viel.

Sollte der Arbeitgeber wärend dem Anerkennungsjahr auch dein jetziger Arbeitgeber
sein rate ich ganz dringend ab irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen!

Gruß


Das kann ich so unterschreiben.


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