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 Betreff des Beitrags: Reanimation
BeitragVerfasst: 02.12.08, 08:07 
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Registriert: 31.10.05, 15:16
Beiträge: 30
Hallo,
ich hätte mal eine Frage bzgl. der neuen Reanimationsrichtlinien.

Ich bin ausgebildeter Rettungssanitäter und habe noch folgenden CPR Ablauf gelernt, Auffinden bewußtloser Person, Kontrolle Bewußtsein, Atmung, Puls, falls keine Atmung, 2 mal beatmen, anschließend Carotispulskontrolle beidseitig min. 5 sec., falls kein Puls Reanimation mit 15 kompressionen, weiterer Ablauf 2 beatmungen, 15 kompressionen.
Verhältnis Einhelfer 2:15, Einhelfer 1:5

Sollte dies nun nicht mehr so angewendet werden, sondern so wie in den neuen Richtlinien steht mit der Kompression beginnen und dann im Verhältnis 30:2 ?

Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde die neue Regelung auch deswegen eingeführt um die Reanimation für Laienhelfer zu erleichtern, evtl. keine Atemspende mehr, falls Ersthelfer sich davor ekelt, usw.

Ich bedanke mich bereits im voraus für die Antworten


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BeitragVerfasst: 02.12.08, 10:23 
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Registriert: 15.07.07, 18:45
Beiträge: 262
Wohnort: Duisburg
Richtig verstanden, man beginnt mit der Kompression.

Aber es hat sich für die ALS ja noch etwas mehr geändert als "nur" die Kompressionsanzahl und die Reihenfolge. Da sich der komplette Reanimationsalgorythmus von Stadt zu Stadt bzw. in jeder Kommune unterscheidet, je nach Vorgabe des ÄLRD eben solltest Du dringend eine Fortbildung zu diesem Thema besuchen die auch den Maßgeblichen Vorgaben in Deinem Gebiet entsprechen.

Gestatte mir bitte eine Frage: Die Änderung des Algorythmus ist schon etwas länger her und der neue verpflichtend für alle. Wie lange warst Du nicht mehr auf Fortbildungen?

_________________
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BeitragVerfasst: 02.12.08, 12:07 
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Registriert: 31.10.05, 15:16
Beiträge: 30
Also, ich habe meinen Zivildienst 1996 als RS gemacht,
bin danach in meinen alten Beruf zurückgekehrt.

Aber so falsch kann das doch alles "damals" nicht gewesen sein, wir haben so auch Patienten wieder zurückbekommen und die Leben heute noch.


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BeitragVerfasst: 02.12.08, 15:15 
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Registriert: 27.02.06, 11:39
Beiträge: 299
Wohnort: Reutlingen (D Ba-Wü)
Hallo,

sicher hast Du Recht wenn Du sagst, dass früher auch Menschen nach alten Leitlinien überlebt haben, auch vor 20 Jahren wurden Menschen erfolgreich wiederbelebt. Ziel der Forschung und somit Weiterentwicklung ist es ja aber eben möglichst viele Menschen erfolgreich wiederzubeleben und vorallem die Möglichkeit auf ein lebenswertes Weiterleben zu maximieren. Eben deswegen werden Studien gemacht und somit ändert sich eben auch die Versorgung.

Hier mal die ersten 2 Treffer einer bekannten Suchmaschiene:

http://de.wikipedia.org/wiki/Herz-Lungen-Wiederbelebung
http://www.thieme.de/viamedici/lernen/s ... ation.html
oder auch...
http://www.grc-org.de/

Grüße

Markus

_________________
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77


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BeitragVerfasst: 04.01.09, 10:22 
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Interessierter

Registriert: 03.10.08, 06:49
Beiträge: 8
Naja die Algorithmen ändern sich schneller als man die Hemden wechseln kann und sind glücklicherweise jetzt relativ vereinheitlicht.
Das Problem was ich sehe, ist das der Laienhelfer durch die Darstellung einiger Organisationen verunsichert wird und das konterkariert wird das die Leute schneller Helfen sollen.
Primär gilt derzeit beim Erwachsen 30:2 ab der Pubertät, wobei hier auch divergente Ansichten bestehen wegen der Pubertät. Das Kind hat 2:15 ab dem Säuglingsalter bis zur Pubertät und das Neugeborene hat 1:3 bzw 2:5 wenn ich das recht im Kopf habe.
Was ich zusätzlich unglücklich finde, ist wenn sich Ausbilder hinstellen und den Algorithmus vorbeten ohne ihn begünden zu können, weil man sich dann bei der nächsten Änderung unglaubwürdig macht.
Meine Frage wäre nur wie sieht es mit 2010 aus, weil da die neuen ERC-Richtlinien kommen müßten.


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BeitragVerfasst: 11.01.09, 15:50 
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Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Hallo FFSan,

die aktuellen Leitlinien der großen Gesellschaften (ILCOR ERC etc) spiegel den besten Stand des Wissens wieder. Logischer weise ändert sich dieser, wäre ja auch traurig wenn nicht. Wenn man herausfindet das sich eine Maßnahme als besser herausstellt, heist es nicht das das vorherige schlecht war, es heist nur das es nun eine bessere Möglichkeit gibt. Es gibt gerade im Rahmen der Reanimation viele Beispiele diesbezüglich. Der Wechsel von Alupent zu Adrenalin zum Beispiel. Es spiegelt auch immer den aktuellen Fokus auf gewisse Kerne der Maßnahmen wieder. Die Leitlinien (@Lizzy es sind Leitlinien und keine Richtlinien verpflichtend sind diese nicht, man muss ein Abweichen bei Nachfrage nur begründen können.) von 2000 hatten einen starken Focus auf invasive Maßnahmen wie Defibrillation und die Gabe von Medikaenten, da man dachte das dies den Patienten retten könnte. In den Jahren danach hat man herausgefunden das ein Patient ohne adequaten Blutfluss und Oxigenierung nicht von diesen Maßnahmen profitiert, deshalb hat man den Fokus von invasiven Maßnahmen auf Hämodynamik verschoben. Nun hat man wieder 5 Jahre Zeit zu erforschen wie sich dieser Fokus noch verbessern lässt. Die einzige Möglichkeit auf dem Laufenden zu bleien ist es sich über den ERC zu informieren was gerade der beste Stand des Wissens ist.
Unabhängig davon ist es immer gut zu hinterfragen was geändert wird und warum. Etwas anzunehmen nur weil es neu ist ohne es zu verstehen ist nicht immer besonders empfehlenswert. Zum Thema "früher" kann ich nur sagen das man vor 200 Jahren frisch verstorbenen Tabakrauch in den Anus geblasen hat um diese zu erwecken. Auch wenn diese Maßnahme durchaus einen positiven Effekt aufweisen kann sollten wir froh sein das uns nun andere Mittel zur verfügung stehen.
mfg Marcus


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