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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Pflichten Notarzt Todesfeststellung
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BeitragVerfasst: 20.10.07, 20:35 
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Registriert: 18.02.05, 18:27
Beiträge: 417
verstehe das problem nicht:

die pflicht des notarztes bei der todesfeststelung ist es ja nun offenkundig, den tod festzustellen. wenn es heist:

> "Der Notarzt habe nur noch den Tod feststellen können....."

hat er ja nun offensichtlich den tod festgestellt und in so fern seien pflicht bei der todesfeststellung erfüllt.

so what?

downcase


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BeitragVerfasst: 21.10.07, 12:53 
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Interessierter

Registriert: 13.10.07, 08:09
Beiträge: 5
Hallole

so ist es... ich habe einfach ein wenig zuviel zwischen den Zeilen gelesen....

Ich hätte da aber noch ne Frage zu den Pflichten des zweiten Arztes der zur Leichenschau angefordert wurde. Die Fakten sind ja

-- unbekannte verstorbene Person
-- laut NA Hinweise auf einen nicht natürlichen Tod

In § 20 BestattG steht ja unteranderem

...stellt der Arzt Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod fest, ist die Todesart ungeklärt oder handelt es sich um den Leichnam einer unbekannten Person, hat der Arzt jede weitere Veränderung an der Leiche zunächst zu unterlassen, insbesondere ist von der Entkleidung der Leiche abzusehen....

Was hat denn der zur Leichenschau angeforderte Arzt für Pflichten????

Muss er z.B. mit der Leichenschau beginnen bis er Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod hat ??? Oder reichen die Hinweise auf einen nicht natürlichen Tod durch NA und die Tatsache dass es sich um eine unbekannte Person handelt schon aus, dass der 2 Arzt erst gar nicht mit der Leichenschau beginnen muss ??

Grüsse
TomCop


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BeitragVerfasst: 21.10.07, 18:56 
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DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Guten Abend!

Nun, es ist ja so - ich schrieb es bereits weiter vorn - daß der 2. Arzt die Leichenschau mit der Polizei gemeinsam durchführt. D.h., die möglichen kriminaltechnischen Hinweise werden natürlich vorher abgeklärt.

Der zweite hinzugezogene Arzt ist demnach zu einer vollständigen Leichenschau verpflichtet, es sei denn, es liegen besondere Gründe vor, wie z.B.:

- starke Fäulnisveränderungen (hier wird immer eine Rechtsmediziner empfohlen!)
- anwesende "Öffentlichkeit"
- unzureichende Lichtverhältnisse (die Leitlinien sehen "tagesichtähnliche Verhältnisse" vor)

Dann kann der Arzt die Leichenschau abbrechen und z.B. die Hinzuziehung eines Rechtsmediziners anregen. Ob das dann geschieht, entscheidet die Polizei gemeinsam mit dem Staatsanwalt.

Gruß

Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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