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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Suizidversuch-wie geht Ihr mit dieser Situation um ?
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BeitragVerfasst: 03.01.05, 09:57 
Mojn Jupp ! :wink: Mojn Forum !

schade, daß Dein Posting gestern abgestürzt ist ! Ich hatte so gegen 21:30 h auch Probleme mit dem Foren-Server und kam nicht mehr rein...

Mir geht es wie Dir Jupp, ich habe bei "ernstgemeinten" Suizidversuchen keine Aversionen gegen den Patienten, sondern eher Mitgefühl, wie bei allen anderen Patienten auch. Je eindeutiger ein Suizidversuch "appellativ" ist, desto mehr Aggressionen bekomme ich.

Jaja, diese "pädagogische" Wirkung von Magenspülungen...ich denke mal, wer einmal Magenspülung hatte, der überlegt sich schon, ob er das nochmal möchte. "Wiederholer" hatten wir eigentlich nie.

Bei uns in der Klinik wurde damals (Anfang bis Mitte 90ger Jahre) praktisch jede Tablettenintox bzw. jeder der irgendwas geschluckt hatte, auch gespült. Allerdings nicht aus pädagogischen, sondern aus rechtlichen Gründen. Unser verantwortlicher Oberarzt argumentierte damals so: wenn der Patient neben dem, was er von sich aus angibt, noch weitere, evtl. toxischere Substanzen genommen und dadurch (ohne Spülung) einen körperlichen Schaden erlitten hätte, könnte er den Arzt wegen fehlerhafter Behandlung belangen. Wenn man allerdings das Risiko einer verschwiegenen Medikamenteneinnahme gegen das einer z.B. Aspiration bei Magenspülung setzt, halte ich das Letztere für riskanter.

Vielleicht ist damit damals auch der Grundstein für meine Aversionen gelegt worden ? So eine Art "bedingter Reflex", der sich damals ausgebildet hat ? Suizidal = Magenspülung ohne wirkliche Notwendigkeit/ Krankheit = zeitraubender Sch...job für alle Beteiligten ?

Am nervigsten fand ich diese Paracetamol-Intoxikationen. Wenn die Leute wüssten, daß man damit nicht "akut" stirbt, sondern qualvoll über Tage bis Wochen an einem Leberausfallskoma dahinsterben kann, würden sie es wahrscheinlich nicht schlucken. Ich finde, die Hersteller sollten, wie in den USA schon lange üblich, bei Paracetamol ein Brechmittel reintun.
Damals gab es noch nicht die großen Antidot-Ampullen und irgendeine arme Socke (ich hab auch oft mitgeholfen...) durfte dann 60-100 Stück der 2-ml-Ampullen Fluimucil knacken und aufziehen. Jede zweite Ampullenkappe zerbröselt und das Zeug stinkt abartig nach faulen Eiern...

Ich habe übrigens seit 1989 nur einen einzige Tablettenintoxikation erlebt, die tödlich verlief. War allerdings eine große Menge eines starken, verschreibungspflichtigen Benzodiazepins. Die Patientin ist damals an ihrem eigenen Erbrochenen erstickt.

Insgesamt bin ich der Meinung, daß es glücklicherweise kaum möglich ist, sich durch Einnahme nicht rezeptpflichtiger Substanzen zu suizidieren, auch bei den meisten rezeptpflichtigen Medikamenten ist es kaum möglich, außer man kommt an BTM ran.

Ich habe auch den Eindruck, daß in ländlichen Regionen weniger Tabletten-Suizidversuche unternommen werden, als in der Großstadt. Liegt vielleicht auch an den engeren Familienstrukturen, die hier noch herrschen. In meinem Arbeitsgebiet kommt es vielleicht 1-3 mal im Monat vor.

Einen herzlichen Gruß doc-in-not :wink:


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BeitragVerfasst: 03.01.05, 17:01 
Hallo Forum!

Wünsche allseits gut gerutscht zu sein! Nein, nicht mit Euren Fahrzeugen! :wink:

Zitat:
Du machst mich damit auf etwas aufmerksam, was auch mit meine Aversionen gegen Suizidale begründen dürfte. Diese Hilflosigkeit, letztlich gar nicht helfen/agieren zu können. ...

Auch psychisch kann ich im Prinzip nix helfen, was soll ich denn auf 5-15 Minuten Fahrt auch machen ? ...

Mit anderen Kranken, bei denen ich ärztlich während des Transportes nichts zu tun habe (z.B. Apoplex, Blasensprung ohne Wehen bei Schwangerer, unauffälliges Kind nach Schädelprellung/ Fieberkrampf) unterhalte ich mich dann, beruhige, erkläre, wie es in der Klinik weitergeht. ...

Und so Plattitüden wie "das wird schon wieder" spar ich mir und dem Patienten. ...

Bleibt letztlich ein bei mir ausgebremster "Aktionismus" und ein durch den Patienten ausgebremstes "Helfersyndrom". Vielleicht setze ich dann durch "Hilflosigkeit/ fehlende Möglichkeit zu intervenieren" ausgelöste, negative Gefühle in Aggressionen gegen die Patienten um ? ...

Mich interessiert eigentlich gar nicht, warum die das nun getan haben. ...


Ein kleiner Tip (wenn auch völlig logisch) im Umgang mit Menschen in psychischen Notsituationen ist es, dass subjektiv empfundene Leid zunächst einfach ernst zu nehmen. Nicht nur in der Behandlung von Depressiven ist es tunlichst zu unterlassen mit Sprüchen wie "Das wird schon wieder!" oder "Ist doch alles nicht so schlimm" zu antworten, denn man sagt damit eigentlich nur: "Nun stell Dich man nicht so an, das ist ja noch gar nichts." und zwingt den Betroffenen das Gegenüber davon zu überzeugen, dass es ihm wirklich schlecht geht. Das würde nicht das erste Mal in den Suizid führen oder zumindest in einre dramatische Verschlechterung des psychischen Zustandes enden.

Was spricht dagegen, die "Suizidalen" genauso zu behandeln wie "z.B. Apoplex, Blasensprung ohne Wehen bei Schwangerer, unauffälliges Kind nach Schädelprellung/ Fieberkrampf"? Ihre Not ernst zu nehmen mit dem Hinweis, dass man in der Klinik vielleicht Wege aus dem Dilemma finden kann. Ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nun z.B. an einem sichereren Ort sind und das sie Hilfe erwarten können.

Die meisten suizidalen Patienten, die ich kennengelernt habe machen es sich mit "ihrem" Suizid nicht so einfach (psychotische Patienten haben hier eine Sonderrolle). Bevor man letztlich davon voll überzeugt ist, dass man aus dem Leben scheiden will, hat man schon so quasi alles versucht, was einem persönlich zur Verfügung steht. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die meisten Menschen hängen sehr an ihrem Leben und würde es niemals beenden, wenn sie sich darin einfach besser fühlen würden. Is' auch logo, oder?

Als Ersthelfer muss einen das auch gar nicht interessieren, warum der Suizidversuch unternommen wurde. Das ist eine Arbeit, die wir (in der Psychiatrie) dann leisten müssen und auch wollen. Da die (Lebens-)Situationen meist so kompliziert sind sprengt die Frage nach dem "warum" auch den Rahmen der Erstversorgung.

Zitat:
Habe auch im "Psychologie in Notfallmedizin und Rettungsdienst" von Bengel versucht, der Sache näher zu kommen. Interessanterweise findet man auch hier eigentlich gar keine wirklich konkreten Hinweise auf den Umgang mit Suizidalen, das Kapitel darüber beschäftigt sich hauptsächlich mit der Einstufung der Suizidalität und den rechtlichen Vorgehensweisen. Auch das Auftreten von Aggressionen/ Problemen im Umgang mit Suizidalen wird von Bengel überhaupt nicht erwähnt, während er im Kontext mit Alkis, Aggressiven und Gaffern sehr genau auf die gespaltenen Gefühle der Rettungsdienstler eingeht.


Das ist tatsächlich interessant. Psychologie im RD ohne ein Wort darüber zu verlieren, wie man mit denen umgeht. Ich hoffe, Du hast noch den Bon zum umtauschen. :wink:

Gruß, M.


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BeitragVerfasst: 02.03.05, 22:06 
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hallo - bin seit 14 jahren im job und z. zt. LRA beim asb hier in der gegend.
zu deiner frage 8) wir sind über 20 leute auf der rw und die verteilung ist ähnlich, wenn auch aus meiner sicht sehr bedauerlich :cry: ein großteil der kollegen "merkieren den starken Max, sind es in wirklichkeit aber nicht und verdrängen ihre wahren gefühle, weil sie angst haben , als schwach zu gelten!!!! :idea: :idea: :idea:
ich bin nämlich der meinung, und die vertrete ich in der praxis sehr konequent, es ei denn es handelt sich um eine stark alkoholisierte person, wo ich auch mal die fassung verliere und aggresiv werden kann, dass JEDER SUIZIDVERSUCH, in deinem sinne, die volle aufmerksamkeit haben sollte. ich habe die erfahrung gemacht, dass solche pat., die "lasch" behandelt werden, beim "nächsten versuch", zu echten problemfällen werden können.
ein beispiel: eine junge frau, 24 Jahre, droht sich die plusadern zu öffnen un dwir wissen, weil wir die person kennen, dass sie auch in der lage ist, dies "richtig" zu machen nur wir nehmen die person nicht ernst und behandeln sie auch etwas "herablassend" und gehen nicht intensiv auf ihre beweggründe ein. :shock: die folge :!: 5 tage später haben wir ein ernstes problem, denn sie hat sich die pulsadern eröffnet un dwir haben alle hände voll zu tun, um sie zu retten. :!: :!: :!:
ich persönlich, behandle jeden suizidgefährdeten pat. so, als ob er es ernst meint, weil ich nie ausschließen kann, dass er es auch so meinte.
wie will ich es abschätzen, ob es nur eine "demonstrativhandlung" war oder nicht ?? :idea: :idea:
Jeder suizidpat ist gefährdet, egal ob er es ernst meint oder nicht.ich weis, dass ich mit meiner meinung recht einsam im raum stehe, aber ich habe die erfahrung gemacht, dass es besser ist, auf den pat. intensiv einzugehen ( und dafür habe ich ein extra seminar für psychologie besucht, auf eigene kosten und bin mitglied des kid in unserer stadt, und dies sehr gerne und auch erfolgreich, wenn ich das sagen darf) , als wenn man es, wie viele RD`ler als "Lapalie" oder"Spinenrei" abtut.
diese art von Pat. sind sehr oft die pat. die man dann später nicht mehr retten kann, weil sie es beim nächsten mal "richtig" machen uns dies an einem ort, wo sie nicht rechtzeitig gefunden werden. gruß der michel vom asb x


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BeitragVerfasst: 02.03.05, 22:43 
Guten Abend,
Zitat:
ich habe die erfahrung gemacht, dass solche pat., die "lasch" behandelt werden, beim "nächsten versuch", zu echten problemfällen werden können.


Das kann ich nur bestätigen, ich habe auch schon ignoranten Vertretern von Polizeibehörden oder Kliniken in der Hinsicht "Feuer unter dem Gesäß" machen müssen.

Wenigstens einer hier, der mich versteht. Das meine ich im positiven Sinne, da doch Nachlässigkeit im Umgang mit solchen Situationen weit verbreitet ist (Nein, nicht im DMF oder im Rettungsdienst-Forum).

Mit freundlichen Grüßen
Christian Rüger


Zuletzt geändert von rueger am 04.03.05, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 03.03.05, 03:36 
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Registriert: 20.02.05, 02:18
Beiträge: 32
Wohnort: Österreich
hallo forum!

ich muss zugeben, dass ich persönlich bei diesem thema sehr gefühlsbetont bin (ist auch nicht immer ein vorteil). sicherlich deswegen, weil ich in meinem privaten umfeld viel damit konfrontiert wurde, und das von klein auf. die momentane lage der pat. kurz nach suizidversuch, man kann das nicht wirklich verstehen, wenn man es hoffentlich nicht selber mal durchleben musste. ich behandle diese pat. genau so wie andere, nehme auch einmal die hand wenn er/sie es will, warum nicht?

wir haben z.b. gelernt, wenn es wo blutet, dass man die blutung stillt. eine blutung kann man sehen, und jeder weiss was man zu tun hat. psychische krankheiten sind nicht zu sehen, sind unwirklich, eigenartig, ein tabu, man kanns nicht verstehen,... ganz ehrlich, haben wir nicht auch etwas angst vor diesen pat., lernen tut man nicht viel bis gar nichts darüber. was geht wirklich in ihnen vor, was kann man sagen oder auch nicht....

für mich gibt es "k.o.-floskeln" wie es wird schon wieder, kopf hoch,.... einfach nur zuhören! viele wollen über einen teil ihrer sorgen reden, nein das ist keine therapie, können wir auch nicht, aber die sog. psychische betreuung des pat. von der immer so grossartig gesprochen wird. ansprechen wie es in der klinik weitergeht - soweit man das weiss,... aber bitte keine abwertenden kommentare und belehrungen. dann gitbt es auch die pat. die nicht reden wollen, das ist natürlich auch zu akzeptieren.

was heisst ernst meinen oder nicht? auch die "pseudosuizidversuche" sind auf jedem fall ernst zu nehmen! auch die versuche mit 20 aspirin,.... diese leute haben ja das problem, dass sie sich nicht anders helfen können. es ist ein zeichen, es ist zuviel, bis hierher und nicht weiter. wenn das bei manchen "dauerkandidaten" immer wieder passiert, stell ich mir eher die frage, ob jemals versucht wurde, diese pat. psychiatrisch/therapeutisch zu behandeln. wie oft passiert es, wir bringen sie in die klinik, aufenthalt auf der intensiev, dann wieder entlassung, ohne irgendeine weiterbetreuung, trotz fachärztlicher begutachtung! - irgendwann wird es wirklich ernst!
wut, verstehen kann ich sie teilweise schon, vielleicht war man vorherbei einem schweren vu, erfolglose cpr bei einem jungen pat..... und dann vielleicht ein 15-jähriges mädel mit 10 schmerztabletten, nur weil ihr freund sich eine andere gesucht hat - da ist unser verständnis ziemlich überfordert, die vorherigen ereignisse blitzen noch durch den kopf und dann sowas. vielleicht geht gerade bei einem selber alles schief, dann fragt man sich sicher auch: "waum!?" wir sind ja auch nur menschen und können einfach nicht immer so wie es sein sollte.
generelle wut gegenüber suizidalen pat., kann ich wiederum nicht verstehen, ein urteil über diese handlung steht keinem zu. und ist diese wut nicht eher eine eigene überforderung mit dieser situation? keiner weiss, welches oft "menschliche drama" ein suizidaler pat. schon hintersich hat.
z.b. junge frau; in ausbildung; suizidversuch mit schlaftabletten; erbricht und ist ansprechbar. sani quatscht sie voll ohne irgendetwas über sie zu wissen, was denn so schlimm sein, sie habe ja alles, ihr ginge es gut, andere müssen wegen krankheit und unfall sterben und sie würde das leben so einfach weg werfen, sie dürfe kleinigkeiten nicht so eng sehen... diese junge frau wurde als kind 10 jahre lang sexuell missbraucht, wurde geschlagen,...; ist von zuhause weg, hat sich nach aussen hin ein normales leben aufgebaut, wurde einen monat vor versuch überfallen und vergewaltigt - traute sich nicht darüber zu sprechen (auch wegen arbeit und angebliche freunde). irgendwann war es zuviel, sie wollte nur mehr schlafen, nichts als schlafen, weil sie nicht mehr schlafen konnte. sie hat die situation nicht mehr ausgehalten und wollte deshalb sterben, weil der tot leichter zu ertragen ist. eine erfundene geschichte? nein, realität! eigentlich müsste sie eine wut haben, sie hatte das leben nicht so gewollt, sie hatte es sich nicht ausgesucht, wurde da hineingeboren, hatte pech, aber das wurde ihr angetan, warum diese pat. verurteilen?

und noch was zum verständnis, wenn wir einen grund für einen suizidversuch erfahren, der für uns alles andere als ein "trifftiger grund" ist (z.b. leichter blechschaden beim auto nach unfall,...). stellt euch ein glas vor, dass langsam tropfen für tropfen mit wasser gefüllt wird. es dauert lange, vielleicht jahre, bis dieses glas voll ist, aber irgendwann bringt ein einziger tropfen das glas zum überlaufen, dann ist der zeitpunkt da, wo ein mensch keinen ausweg mehr sieht, dann ist es zuviel - und nur dieser eine tropfen.

"jeder suizidversuch hat einen grund, niemand macht das so einfach zum spass!"

gruss, romy


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BeitragVerfasst: 03.03.05, 08:01 
Liebe Profis,

ich weiß nicht ob ich mich hier einklicken darf,aber eure Postings haben mich sehr Betroffen gemacht.
Kurz zu mir:
Ich bin neu hier im Forum,und bin 27 Jahre alt und habe zwei Kinder.Ich will nicht meine ganze Lebensgeschichte erzählen,aber ich würde gerne etwas über den Suizied schreiben,da ich seit Jahren mit Depressionen zu kämpfen habe.Gott sei dank,war Suizied für mich immer ein "Notausgang" den ich nur benutzt hätte,wenn ich wirklich überhaupt keinen anderen Weg gesehen hätte,deshalb benutzte ich ihn auch nie...nichtmal versuchsweise.
Ich kann euch alle Verstehen wenn ihr schreibt das ihr oft Wut gegenüber diesen Patienten verspührt,und ich denke mir,das wirklich oft Menschen diesen Weg gehen um zu Provozieren und es oft nicht ernst meinen und den Freitot gar nicht wollen.Aber auch das ist ein Zeichen das dieser Mensch Hilfe benötigt,er will das jemand erkennt das er in Not ist,Verzwiefelt,und nicht weiter weiß.Deshalb ist es vielleicht nicht richtig Wut gegen diesen Menschen zu verspühren,da man gar nicht wissen kann "Warum" dieser Mensch das getan hat.Es ist aber denke ich sehr schwierig,da man nur den fremnden Menschen vor sich sieht und nicht verstehen kann warum er so verzweifelt ist.

Ich leide seit ca. 8 Jahren an immer wiederkehrenden Depressionen und an Bulimie.Ich denke ihr könnt das nicht verstehen:Wie kann sich eine Mutter von zwei Kindern den Finger in den Hals stecken...sorry...Ich will auch gar nicht meine Lebensgeschichte erzählen,der Beitrag würde sonst zu lange...
Ich kämpfte mit 23 mit starken Panikattacken,traute mich nicht mehr vor die Tür,konnte auf einen Schlag nicht mehr Auto fahren,obwohl ich doch sonst sehr viel unterwegs war.Ich saß den ganzen Tag zuhause mit Angst,ich dachte ich drehe durch,konnte nicht mehr still sitzen,mein Körper brannte und ich bekam keine Luft mehr.Ich dachte ich drehe durch und sah mich schon in der Psychiatrie.Dann kam mir der Gedanke was ich meinen Kindern antue.Eine verrückte Mutter,wer weiß was passiert wenn ich wirklich durchdrehe,vielleicht tue ich meinen Kindern etwas???Ich wußte ja zu diesen Zeitpunkt nichts über Depressionen.In dieser Zeit dachte ich das erste mal an Suizied.Ich wollte es meinen Mann und meinen Kindern einfach nicht antuen mit einer Verrückten zu leben.Ich dachte ich tue ihnen einen Gefallen damit wenn sie mich los haben.Gott sei dank hatte ich einen sehr verständnisvollen Hausarzt der mir erklärte was ich habe,und das mir geholfen werden kann.Das ich bestimmt nicht verrückt werde und die Ängste wieder komplett weg gehen.Ich bekam Antidepressiva und begann mit einer Therapie.Mit der Zeit lernte ich damit umzugehen,und das Medikament Fluoxetin hilft mir wieder ohne Ängste zu Leben.Ich habe jetzt aber immer noch Probleme damit das ich Antidepressiva nehmen muß,und fühle mich immer noch als Versager,weil ich ohne sie nicht aus komme.Aber ich weiß auch das ich durch die Medikamente wieder ein normales Leben führen kann,wieder freude daran empfinde und meinen Kindern wieder eine lebenslustige Mama sein kann.Ich bekomme zwar immer wieder depressive Schübe,aber ich weiß damit umzugehen,ich weiß es geht vorbei,und ich kann mit der Angst umgehen.Es ist auch alles viel leichtet mit dem Medikament,und ich bin froh nie einen Suizied durchgeführt zu haben,da ich sonst nicht sehen könnte wie wunderbar sich meine Kinder entwickeln.
In einer Depression sieht man das aber alles anders,und ich würde mir wünschen das auch die Rettungsdienste,Notärzte,Helfer....daran denken,das viele die den Suizied wählen einfach keinen anderen Ausweg sehen.Wie gesagt,kann man es vielleicht weniger verstehen,wenn Teenager sich mit Tabletten voll pumpen,aber auch dort kann man nicht wissen was dieser Mensch schon mitmachen mußte.Deshalb finde ich solltet ihr alle nicht wütend werden wenn ihr so einen Menschen helfen müsst obwohl doch andere mehr hilfe benötigen,denn ihr kennt die Hintergründe zu wenig um das beurteilen zu können.
Ich würde mir auch wünschen das diese Menschen mehr über die Krankheit aufgeklärt werden und sie nicht einfach weggeschickt werden.
Viele Menschen kennen sich nicht mit Depressionen aus,und denken wirklich das sie durchdrehen und wählen deswegen dann lieber den Suizied.

Sorry wenn ich euch bei eurer Unterhaltung gestört habe,aber das lag mir jetzt doch sehr am Herzen.

Herzliche Grüsse,Sun


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BeitragVerfasst: 03.03.05, 09:43 
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Registriert: 29.09.04, 14:41
Beiträge: 1079
Wohnort: Hannover
Sun hat geschrieben:
Sorry wenn ich euch bei eurer Unterhaltung gestört habe,aber das lag mir jetzt doch sehr am Herzen.



Liebe Sun!

Nein, du störst hier ganz und gar nicht, laß dich mal in den Arm nehmen!
Ich freue mich dass du hier gepostet hast und dir das von der Seele geschrieben hast, es ist sehr wichtig! Und wenn dir wieder danach ist, dann schreib hier ok!

Liebe Grüße

corectly




Bitte ab hier nichts für schwache Nerven, ich möchte hier einen Fall schildern, war auch in den Medien zu lesen, ich breche also hier keine Schweigepflicht
!



Zum Thema Suizid, einer meiner schwersten Fälle!

Ich fasse mich hier kurz und erwähne die Vorgeschichte nicht! Ich fand ein Ehepaar vor, er erhängt an der Türklinke, kurze Zeit fand ich später sie, tot im Sessel sitzend, vergiftet mit Tabletten.....
Als erstes war ich geschockt, hatte immer Hilfe angeboten die nur zum Teil angenommen wurde. Sie war schwer krank (Alzheimer), er wurde damit nicht fertig wie er im Abschiedsbrief hinterließ! Ich warf mir vor zu wenig für diese Leute getan zu haben, oder irgendein Hilfezeichen übersehen zu haben, aber nichts, mir fiel nichts ein, keine Äußerung, rein gar nicht. In der 2. Phase hatte ich unheimlich agressive Gedanken, wie : Warum haben sich diese Leute mir nicht anvertraut, warum nur?

Natürlich sollte man professionell damit umgehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ohne Emotionen bei diesem Thema bleibt.

Liebe Grüße

corectly


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BeitragVerfasst: 03.03.05, 10:19 
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Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Zitat:
Wenigstens einer hier, der mich versteht.


Sehr geehrter Herr Rueger,

was veranlasst sie bitte diesen aggressiven Unterton an den Tag zu legen?

Kennen Sie die Meinung jedes einzelnen Rett-Med-Users? Wenn Sie das Posting von Michel positiv anspricht, dann dürfen Sie das gerne kund tun. Nur der Umkehrschluß gefällt mir nicht und ein derartiges Gesprächsniveau werde ich hier auch nicht dulden. *Punkt*

@ Sun

Liebe Sun,
Du störst unsere Unterhaltung nicht, du bereicherst sie und zwar um einen ganz wesentlichen Punkt:

"Was fühlt eigentlich ein Patient, wenn er von uns (so oder so) behandelt wird?"

Ich freue mich schon jetzt auf viele weitere spannende und villeicht auch nachdenkliche Beiträge zum Thema.

Euer

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 03.03.05, 19:50 
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hallo sun,
kann mich nur anschließen. du bist keine störung, sondern eher eine bereicherung mit deinem posting. mich hat dein beitrag zum nachdenken angeregt und dabei fiel mir ein fall ein, der mich emotional schwer beschäftigt hat und ähnlich gelagert war, wie der schon geschilderte.
wir wurden in eine wohnung gerufen, weil sich die mitbewohner um das ehepaar sorgen machten. sie hatten beide mehrere tage nicht gesehen. die feuerwehr hatte die tür schnell auf. in einem zimmer lag der mann, der schwer an krebs gelitten hatte und verstorben war und dies schon seit einigen tagen. die ehefrau fanden wir dann im schlafzimmer, erhängt am kleiderschrank. von angehörigen, die auch vor ort waren erfuhren wir, dass sie mit ihrer alten mutter noch vor zwei tagen ihren geburtstag gefeiert hatte, weil die mutter sich auf diesen tag gefreut hatte. unmittelbar danach muß sie sich erhängt haben, weil sie ihren mann über alles geliebt hatte und ohne ihn nicht mehr leben wollte, so mutmaßten wir mit den angehörigen zusammen.
ich war schwer erschüttert. keinem menschen hatte sie erzählt, dass ihr mann verstorben war. mit keinem hatte sie auch nur ein wort zu ihren absichten gewechselt, sondern sie hatte ihrer mutter die freude der geburtstagsfeier gemacht und ging danach den weg íhrem mann zu folgen.
wie tief muß diese liebe gewesen sein und welche inneren kräfte muß diese frau aufgebracht haben.
in solchen fällen bin ich tief bewegt und zolle diesen menschen achtung, nicht für den suizid, aber für ihre stärke diesen weg zu gehen, wenn sie keinen sinn mehr in ihrem leben sehen und all das verloren haben, wofür sie gelebt und sich aufgeopfert haben.
wenn jedoch ein junger mensch, der das leben noch vor hat, wegen "übergroßer liebe" die er verloren zu haben scheint, sein leben wegwerfen will und einen suizidversuch macht, habe ich so meine probleme mit dem verständnis.
natürlich muß man auch hier die hintergründe versuchen zu erfahren, aber in solchen situationen beherrscht und ruhig zu bleiben, fällt eben oft schwer.
also sun, bleib stark und ich wünsche dir die kraft, die du brauchst um mit deinen depressionen immer klar zu kommen.
vielleicht hören wir ja nochmal von dir.
asbmichel


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BeitragVerfasst: 03.03.05, 21:59 
Vielen Dank für eure netten Worte.
Ich laß hier heute von irgendeinen Schreiber das die Menschen die den Suizied begehen wollten oft nicht reden wollen.Ich wollte dazu noch etwas schreiben.
Ich weiß aus eigener Erfahrung das sich der Betroffene oft schämt,weil es ihm so geht,weil sie nicht wissen wie darauf reagiert wird...ob man ihn dann noch für voll nimmt.Man hat Angst vor schiefen Blicken oder solchen Sätzen wie:Stell dich nicht so an...wird schon wieder.Meistens versteht man selber nicht warum man so ist,so denkt..so fühlt...
Reden fällt einen oft sehr schwer, das kennt ihr sicher auch,das geht einfach vielen so,das man über Gefühle,Ängste nicht reden kann,wie soll man das dann einer Fremden Person gegenüber???
Ich z.B. brauchte sehr lange bis ich meinen Arzt erzählen konnte was mit mir los ist,und da kam Anfangs nur das nötigste raus.Meinen Psychologen kannte ich schon Monate und hatte schon einige Stunden bei ihm,bis ich ihn vertraute und ihn alles offenen sagen konnte.Das ist sehr schwer,und ich kann es voll nachvollziehen,wenn Patienten den Rettungsdienst,Ärzten nicht direkt sagen können was los ist.Man schämt sich,denkt das man nicht verstanden oder sogar ausgelacht wird, und so können die Ärzte auch oft nicht richtig einschätzen wie es den Patienten eigentlich geht.
Ich denke einen Arzt kann man eher vertrauen,wenn dieser den Patienten zeigt das er ihn versteht.Sieht man den Helfer/Arzt schon an das ihn das nicht interessiert,oder er sogar wütend ist kann man doch sein Problem nicht schildern...
Ich weiß,das ist alles nicht so einfach, und jeden mit Samthandschuhen behandeln kann man auch nicht,aber vielleicht sollte man mehr Verständnis für diese Patienten zeigen,und ihnen sagen das man es versteht und sie deswegen nicht verachtet.
Vielleicht sollte man daran denken das jeder soweit abrutschen kann.Ich hätte es auch nie gedacht das ich mal Angst habe das Haus zu verlassen.Man kann so schnell abrutschen,das sollte uns allen klar sein.
Wie schnell wird man Arbeitslos,verliert den liebsten Menschen den man hatte oder erlebt etwas furchtbares,da währe es kein Wunder wenn man auf solche Gedanken kommt und einen Suiziedversuch startet....Bei schweren Depressionen braucht es nicht mal einen richtigen Grund,man sieht alles schwarz,die Angst frisst einen auf und man kann nicht anders weil man das Leben so nicht mehr erträgt.

Ich will aber nicht nur trauriges schreiben,schließlich geht es mir jetzt sehr gut....Ich hoffe ihr versteht das alles ein bißchen,und könnt meine Gedanken nachvollziehen.
Ich finde übrigens das ihr alle klasse Arbeit leistet,und ganz schön viel schlimmes in eurer Arbeit erlebt.
Mich würde auch interessieren wie viele den Job an den Nagel hängen weil sie es psychisch nicht verkraften?Ich kann mir vorstellen das es einige sind. Bekommt ihr eigentlich psychologische Hilfe wenn ihr solche Bilder mitansehen musstet wo sich z.b. andere erhängten.u.s.w....,oder ist das selbstverständlich das ihr den Anblich verkraften müßt?
Ihr leistet wirklich einges...puhh...

Herzliche Grüsse,Sun


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 Betreff des Beitrags: Hochachtung
BeitragVerfasst: 04.03.05, 07:04 
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Registriert: 29.09.04, 14:41
Beiträge: 1079
Wohnort: Hannover
Liebe sun!

Du verdienst Hochachtung damit, dass du hier deine Gedanken u. Gefühle niederschreibst. Du hast es geschafft dich jemandem anzuvertrauen (Arzt, Psychologe)! Du kannst echt stolz auf dich sein, laß dir das mal gesagt haben. Ich als Helfer kann nur von dir lernen, nur ich kann von meiner Sparte aus sagen ich würde weder jemanden auslachen der mir sowas anvertraut, noch würde ich darüber lachen!Ich verstehe aber auch deine Gedanken wie: Wem kann ich es erzählen, wie reagiert dieser??Und der Aspekt des Vertrauens ist sehr wichtig, wie du schon sagtest!Aber denk nicht, dass ich sauer auf diejenigen bin die Suizid begehen, nein! Vielmehr hat man vielleicht als Helfer das Gefühl versagt zu haben und fragt sich nach dem warum? Ich kann soweit nachvollziehen dass man nach manchen Erlebnissen sowie auch in Situationen in denen man denkt es gibt keinen Ausweg mehr einfach Schluß machen will,......nur es gibt immer einen Weg aus der Auswegslosigkeit!

Für mich zeigt nicht Hochachtung und Stärke der den Weg des Suizids geht sondern der, der sich aus dieser Situation befreit und den Weg des Lebens wählt!

Sei ganz lieb gegrüßt

corectly


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.03.05, 12:34 
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Registriert: 27.01.05, 21:12
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Hallo,

möchte auch als betroffene, ein paar Worte da lassen.

Auch nochmal von mir... nehmt bitte jeden Suizidversuch ernst, auch wenn er in Euren Augen "lächerlich" ist. Ein Versuch kostet Mut und ein belächelter Versuch klappt vielleicht das nächste mal um so besser...

Ich fing auch mal mit falsch aufgeschnittenen Pulsadern an und wurde nicht ernst genommen, wollte ja wohl nur Aufmerksamkeit...
Ich lernte dazu, machte es besser, es war eigendlich todsicher, doch ich wurde "Opfer" eines blöden Zufalls... darum lebe ich noch.

Habe die Psychiatrie hinter mir, gehe nie wieder dort hin...

Bitte gebt acht auf Eure Patienten und verwendet bitte nie die Wörter: des wird schon wieder, alles halb so schlimm und Kopf hoch, anderen geht es schlimmer...

Ich kannte mitlerweile einige, die den Freitod wählten und es geschafft haben. Manchmals kann ich es nicht verstehen, auf andere z.B. bin ich neidisch, dass sie es geschafft haben.

Ihr als NA oder vom RTW könnt Leben retten, in manchen Fällen gerade nach veruchtem misslungenen Suizid, werdet ihr vielleicht auch vom Pat. beschimpft, doch seht drüber weg, diese Menschen sind in höchster Not, zwar anders wie beim HI oder einer Blutung, aber in Not.
Gebt die paar Minuten, die Ihr habt, das Gefühl von Geborgenheit, fragt nicht viel, seit einfach nur da, manchmals ist weniger einfach mehr...

Stecke momentan selber ziemlich tief im Dreck und hoffe, dass ich hier jetzt nicht den absoluten Müll geschrieben habe, wenn ja, dann löscht den Text einfach...

Viele Grüsse
Anke


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ach Anke, du machst mir Sorgen,
Deine Zeilen lassen in meinen Ohren die Alarmglocken läuten und ich weis nicht, wie ich dir helfen kann. Ich habe es probiert, aber wie es scheint, nur mit mäßigen Erfolg. Tu dir und deinen Kindern nicht weh, ich bitte dich darum. Kein Mensch ist für seine Kinder so wichtig , wie die Mutter, als vergiß deine Absichten, so du sie haben solltest, was ich wünsche, und bleibe deinen Kindern erhalten.
Ich nehme dich sehr ernst un dhoffe, dass wir noch öfter voneinander hören und es dir dann hoffentlich besser geht.
Bitte laß dir helfen und mach keinen Blödsinn

der asbmichel

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Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


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BeitragVerfasst: 13.03.05, 18:25 
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asbmichel hat geschrieben:
Bitte laß dir helfen und mach keinen Blödsinnl



Wer soll mir denn helfen??? Da kann ich mich doch nur irgendwie selber rausziehen, aber dazu muss ich wollen und soweit sein.
An wen soll ich mich denn wenden?
Rede ich hier im Haus mit dem Psychiater, bin ich schneller als ich gucken kann in der geschlossenen Psychiatrie, doch bevor ich da hin gehe, ist alles aus.

Daher habe ich Angst, mich überhaupt jemanden anzuvertrauen.

Anke - gerade ziemlich fertig


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BeitragVerfasst: 13.03.05, 20:17 
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Du schreibst, dass du niemenden hast dem du vertrauen kannst und daher Angst hast, dich jemandem anzuvertrauen. (Genaues Zitat lass ich weg, hab noch nicht genau kapiert, wie das geht ) ABER Tust du das nicht immer in dem Moment, wo du Postest? Oder wenn wir miteinander reden ?
:shock: :shock: Ist dies nicht Ausdruck von Vertrauen ? Oder liege ich da falsch ?
:P :P :?: :?: Ich habe Vertrauen zu Dir und Du kannst Dich mit ALLEM, was Dir auf der Seele brennt und dich über die Zeit hinweg auslaugt, mit mir reden, ohne Angst haben zu Müssen, dass ich es öffentlich ausplaudere oder in meinen "memoiren" aufschreibe.
Ich versprech Dir, dass niemand etwas von dem erfährt, was du mir schreibst, es sei denn, du wünschst es oder entbindest mich von meiner Schweigepflicht.
ganz liebe grüße
der asbmichel :wink:

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