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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hirnschädigungen...
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 Betreff des Beitrags: Hirnschädigungen...
BeitragVerfasst: 01.09.07, 19:54 
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Hallo

Ich hab schon wieder so ne olle Frage :oops:

WARUM ist das eigentlich so, das man trotz (recht)zeitiger Reanimation nach einem längeren Zeitraum davon spricht, bzw. ausgeht, das bei dem Patienten Hirnschädigungen entstanden sind?!

Ich meine Tubus sitzt, Patient wird bebeutelt, Herzmassage ist am laufen...evtl. Defi bei Asystolie....

Ist es so, das man nie den Druck aufrecht halten kann,den das Herz normalerweise erzeugt?

Ist es trotz des Bebeutelns eigentlich die nicht-oder nie -ausreichende Menge an Sauerstoff, die der Körper (bzw die Organe) eigentlich bräuchte(n)?


Und ab welchen Zeitpunkt wäre das-ich höre das oft so im Rahmen ab 30 min. ....ist das so?!

Also, Fragen über Fragen...... :wink:

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Viele Grüsse, Imzadi

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BeitragVerfasst: 01.09.07, 20:23 
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30 Minuten ohne Sauerstoff???!!! :?

Unter rechtzeitig verstehe ich, das eine Reanimation innerhalb von 5 Minuten nach Beginn des Atem - und Hezr - Kreislaufstillstand begonnen wurde. Ein Blick ins Lehrbuch hat diese Aussage bestätig. Dort steht, dass eine Reanimation innerhalb von 3 bis 5 Minuten zu erfolgen hat, um irreversible Hirschäden zu vermeiden.

Bis denne
Frank


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 Betreff des Beitrags: ..
BeitragVerfasst: 01.09.07, 20:32 
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Hallo, danke für Deinen Beitrag..nur leider hast Du ihn völlig missverstanden... :wink:

Ich meinte es so, WENN ein Patient reanimiert wird, das man dann davon ausgeht, das der Patient dann TROTZDEM nach einer gewissen Zeit (zB nach 30 min reanimation) Hirngeschädigt ist-bzw sein könnte....

Das mit den 3 min ist doch selbstverständlich und darum ging es mir ja auch nicht :wink:

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BeitragVerfasst: 01.09.07, 20:40 
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:oops: Sorry, irren (und missverstehen) ist menschlich.


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 Betreff des Beitrags: ..
BeitragVerfasst: 01.09.07, 20:43 
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Stimmt genau..und deswegen auch gar nicht schlimm :wink:
Aber danke Dir, trotzdem :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Hirnschädigungen...
BeitragVerfasst: 02.09.07, 03:19 
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Imzadi hat geschrieben:
...evtl. Defi bei Asystolie....


??? Hast Du dich verschrieben??

Ich glaube die Hirnschäden kommen zustande weil wir von außen auch bei einer noch so adäquaten HLW (oder CPR wer es auf fachdeutsch mag) niemals den perfusionsdruck im tiefen Gewebe erzeugen können wie ein - mehr oder weniger - gesundes Herz. Unter anderem wurden ja auch deswegen der algorhythmus auf 30:2 geändert.

An unsere Docs: welche Rolle beim perfusionsdruck im tiefen Gewebe spielt eigentlich die Vasodilatation die im weiteren Schockgeschehen und bei Herzkreislaufstillstand einsetzt?

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 Betreff des Beitrags: ...
BeitragVerfasst: 02.09.07, 08:02 
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OH...ach Gott :oops: ..natürlich habe ich mich verschrieben...wie peinlich :roll:
Bei Asystolie bringt der Defi wohl auch nix mehr :oops:

Ich meinte natürlich Defi bei Kammerflimmern :oops:

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BeitragVerfasst: 02.09.07, 16:33 
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Dachte ich mir :wink:

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.09.07, 20:30 
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Man muß schon ziemlich perfekt "drücken", um annähernd das zu leisten, was selbst ein geschädigtes Herz pumpen kann. Und das Hirn sollte noch "Reserven" haben, sprich, es sollte sich auch wieder erholen können.
Rein logisch:
Warum erlangt ein Patient unter der HLW nicht wieder sofort das Bewußtsein, auch wenn diese maximal 30 Sekunden nach dem Stillstandsereignis begonnen wurde?

Diese "30 Minuten-Grenze" ist ein Zeitlimit, um sich Gedanken zu machen, ob das Weiterreanimieren überhaupt noch sinnvoll ist. Natürlich darf man länger, aber man sollte hinterfragen, warum. Und man ist juristisch abgesichert, wenn man bei Aussichtslosigkeit dann auch die Bemühungen abbricht.

Ich hatte eine Patientin mit therapieresistentem Kammerflimmern und beobachtetem Herzstillstand und sofort begonnener Reanimation mit fast 1 Stunde Reanimationszeit. (Im Krankenhaus nach dem ersten "klinischen Schock" wars dann ein Sinusrhythmus...) und diese Patientin überlebte ohne neurologisches Defizit, ebenfalls ein 20 jähriger Dialysepatient mit Hyperkaliämie und insgesamt 2 Stunden Reanimation (bis die Dialyse ca 30 Minuten lang lief).
Aber ich habe auch schon Patienten erlebt, die "mehr Narkosemittel als Supra" benötigten, und trotzdem durch hypoxischen Hirnschaden starben.

Vielleicht hilft ein "Sport-Vergleich":
Vergleich der HLW mit dem Marathonlauf für einen Gelegenheitssportler.
Resultat für den Muskel (Sportler/Gehirn=HLW-Gehirn) kann sein:
"Nur Muskelkater"
Muskelfaserrisse
Muskelrisse mit Dauerschaden

Was herauskommt, kann niemand vorhersagen.

Grüße,
Land-Ei
(oK, vergleiche hinken, ich hab grad nix anderes gefunden) :oops:


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BeitragVerfasst: 02.09.07, 21:18 
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Ein interessanter Artikel in diesem Forum spricht kurz die Effizienz einer Reanimation ohne Hilfsmittel an.

Ich zitiere
Zitat:
Unter der Reanimation erfolgt ohne weitere Hilfsmittel eine cerebrale Perfusion von etwa 5-20%....


Der Artikel ist nachzulesen unter:
http://www.medizin-forum.de/phpbb/kb.ph ... ner=medica

Dem Autor übrigens ein Lob und Dank von meiner Seite. Hoffe es ist in Ordnung hier ein kleines Zitat zu veröffentlichen?

Schönen Abend


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 Betreff des Beitrags: ...
BeitragVerfasst: 03.09.07, 21:08 
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Dankeschön für die Antworten :D

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