Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Thema RTW: 24h Dienste ja oder nein ?
Aktuelle Zeit: 12.12.17, 09:54

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 09.06.07, 18:19 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 01.02.06, 16:45
Beiträge: 277
Hallo zusammen,

ich wollte mal ein paar Meinungen hören ob 12h oder 24h Dienste besser, beliebter oder unbeliebter sind.

Meine Praktikantenzeit habe ich mit 24h Diensten verbracht. Seit dem ich RS bin, fahre ich 12 Stunden Dienste. Also von 07:00 - 19:00 Uhr oder eben von 19:00 bis 07:00 Uhr. Ich denke, es hat beides Vor-und Nachteile.

Pro: Mehr Freizeit(man hat 48 Stunden frei), weniger Fahrtkosten (man muß nicht jeden Tag zur Arbeit fahren)

Contra: Man ist nachts weniger konzentriert, was das Fahren und das Versorgen von Patienten betrifft. Es ist deutlich anstrengender und angeblich sogar gesundheitsschädlich weil man oft gegen die biologische Uhr arbeitet.

Ich habe gehört (noch keine Quelle gefunden), dass es nach EU-Recht verboten ist 24h am Stück zu arbeiten.

Dazu würde mich interessieren wie das bei euch geregelt ist. 12, 24 oder 3x8 Stunden ? Es geht übrigens nur um RTW-Schichten.

Ich freue mich auf Antworten.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.06.07, 09:23 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.02.06, 11:39
Beiträge: 299
Wohnort: Reutlingen (D Ba-Wü)
Hallo,

also wir arbeiten in den Hauptschichten noch 12h (Fahrdienst) und je nach Einsatzaufkommen finde ich auch das zuviel, im Gegenzug aber dafür weniger Arbeitstage im Monat zu haben hat halt auch was. Auf der Leitstelle wurden die Arbeitzeiten nun kürzlich auf max. 10h umgestellt.

Ich meine, dass die 12h im Fahrdienst auch nur noch deswegen zulässig sind weil wir "Sitzzeiten" also Bereitschaftszeit haben. Laut EU-Recht ist Bereitschaftszeit aber Arbeitszeit und 12h sind nicht zulässig, somit werden auch diese Schichtzeiten früher oder später geändert werden müssen, was aber mehr Personalkosten und mehr Personalbedarf bedeutet und somit wieder zu einer finanzpolitischen Sache wird.

Rechtliche Quellen kann ich leider nicht vorweisen, aber evtl kann damit ja jemand anderes noch dienen.

Gruß

Markus

_________________
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: 24 Stunden Dienste
BeitragVerfasst: 10.06.07, 14:17 
Offline
Interessierter

Registriert: 10.06.07, 14:06
Beiträge: 7
Wohnort: 90587 Veitsbronn
Nun in unserem Kreisverband gibt es nur noch max. 12 Stunden Schichten und diese auch nur für den Bereich Rettungsdienst.
Denn laut Arbeitszeitgesetz sind 12 Stunden nur dann zulässig wenn in diese 12 Stunden eine Bereitschaftzeit von durchschnittlich 3 Stunden fällt.
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (Richtlinie 93/104/EG) bezieht sich auf die Wöchentliche Arbeitszeit von max. 48 Stunden.

_________________
Landretter

Alles wird gut.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.06.07, 22:09 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 03.06.07, 22:37
Beiträge: 28
Wohnort: Großraum Stuttgart
Bei uns gibt es schon seit langem keine 24-Stunden-Schichten mehr, 12 Stunden-Dienste gibt es nur am Wochenende.
Die Schicht-RTWs und die NEFs arbeiten Mo-Fr von 6-13 / 13-20 / 20-06
Sa + So 6-18 / 18-06
Wir arbeiten in Wochenschichten:
1. Woche Mo - Fr 6-13, Sa + So 6-18
2. Woche Mo-Fr 13-20
3. Woche Mo-Fr 20-06, Sa + So 18-06
4. Woche ab Montag 6 Uhr bis Montag 6 Uhr komplett frei.
Hier möchte kaum einer 12 oder gar 24 Stunden am Stück arbeiten, dafür ist das Einsatzaufkommen einfach zu hoch. Manchen ist selbst der 12 -Stunden-Dienst am Wochenende eigentlich zuviel, das nimmt man aber in Kauf, weil nur so gewährleistet ist, dass jedes zweite WE frei ist.
Und die Freiwoche ist vor allem für Familienväter optimal, darauf möchte keiner gerne verzichten.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: 24 Stunden Dienste
BeitragVerfasst: 11.06.07, 14:51 
Offline
Interessierter

Registriert: 10.06.07, 14:06
Beiträge: 7
Wohnort: 90587 Veitsbronn
Um das klar zu stellen. 12 Stunden Dienste sind sehr wohl noch erlaubt, wenn die besagten drei Stunden Bereitschaftzeit in sie fallen.
Das Urteil des EuGH betrifft auch nicht die tägliche Arbeitszeit sondern die wöchentliche. Laut dem Urteil sollen 48 Stunden nicht überschritten werden. Aber auch hier kann Mehrarbeit geleistet werden, wenn der Mitarbeiter es ausdrücklich wünscht und ein ausgleich stattfindet.
24 Stunden sind nach allgemeiner Rechtsauffassung nicht erlaubt, da nach dem Urteil des EuGH Bereitschaftzeit = Arbeitszeit ist. Nach Bundesrecht jedoch nur max. 12 Stunden gearbeitet werden darf.
Ganz abgesehen von der Physischen und Psychischen Belastung bei einem 12 Stunden Dienst oder gar mehr.

In den meisten RD-Bereichen gibt es 12 Stunden Schichten nur noch in den Bereichen: Rettungsdienst
Landwachen mit 1 Fahrzeug
im Nachtdienst

in den Bereichen Krankentransport sind alle Stundenmodelle vom geteilten Dienst bis 4, 6, 8 oder 10 Stunden Dienste möglich.

24 Stunden Dienste gibt es meines Wissens nur noch bei Berufsfeuerwehren. Dort wird 8 Stunden "gearbeitet" und der Rest ist Bereitschaft.
Dies ist zwar nicht mehr zulässig. Aber aus Geldmangel wird die Richtlinie 93/104/EG nicht umgesetzt.
Auskunft kann in diesen Angelegenheiten auch immer der Personal- oder Betriebsrat sowie der Verdi Gewerkschaftsekretär geben.

_________________
Landretter

Alles wird gut.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.06.07, 23:44 
Offline
Interessierter

Registriert: 04.10.06, 18:19
Beiträge: 11
Wohnort: Land Brandenburg
Ich arbeite bei einer Berufsfeuerwehr und fahre sowohl in "weiß", als auch in "blau". Wir haben bei uns noch(?) den 24-h-Dienst. Ich persönlich möchte auch nichts anderes machen. Sicher gibt es hin und wieder Schichten, in denen man sein Bett nicht einmal sieht und nach 15 Einsätzen hat man wahrlich die "Schnauze voll" und braucht unter Umständen noch ein paar Stunden Schlaf am Folgetag. Für mich überwiegen aber die Vorteile deutlich.

-weniger Fahrtkosten (einige Kollegen wohnen mehr als 50 Km weit weg)
-viiiiiel Freizeit (Möglichkeit eines Nebenjobs den ein Großteil der Kollegen auch nutzt) !
-deutlich Familienfreundlicher als ein 12 oder 8 Stunden Dienst
-Nachtzulagen
-feste, planbare Freischichten


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.06.07, 09:27 
Offline
Interessierter

Registriert: 10.06.07, 14:06
Beiträge: 7
Wohnort: 90587 Veitsbronn
Ich verstehe die Kollegen von den BF´s. Denn der Freizeitwert der 24 Stunden ist hoch.

Ich glaube auch das bei den Finanznöten der Kommunen die Umsetzung noch dauern wird.

_________________
Landretter

Alles wird gut.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.06.07, 14:29 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 03.06.07, 22:37
Beiträge: 28
Wohnort: Großraum Stuttgart
Spidermike schreibt:
-weniger Fahrtkosten (einige Kollegen wohnen mehr als 50 Km weit weg)
-viiiiiel Freizeit (Möglichkeit eines Nebenjobs den ein Großteil der Kollegen auch nutzt) !
-deutlich Familienfreundlicher als ein 12 oder 8 Stunden Dienst
-Nachtzulagen
-feste, planbare Freischichten

Diese Vorteile sind eben manchmal nur Vorteile, weil man sich an diesen Arbeitsrhythmus gewöhnt hat.
Viel Freizeit gibt es bei uns auch - eine ganze Woche am Stück, jeden Monat, außerdem eine Woche lang jeden Nachmittag frei und grundsätzlich jedes zweite WE komplett frei.
In der Spätschicht hat man morgens genügend Zeit, entweder zum Ausschlafen oder zur Erledigung von Einkäufen oder anderem Wichtigen.
Ich weiß jetzt schon, wie ich an Weihnachten dieses Jahr oder Ostern nächstes Jahr arbeite, somit sind die Freischichten bekannt und ich kann auch meinen Urlaub danach ausrichten. Das ist unbestreitbar familienfreundlich.
Und Nachtzulagen gibts lt. TVÖD sowieso, das hat ja eigentlich nicht mit dem Schichtmodell zu tun, sondern ist davon abhängig, ob du Bereitschaftszeit oder Vollarbeitszeit hast.
Der einzige Vorteil der langen Schichten ist, dass du nicht jeden Tag zur Arbeit fahren musst.
Alle Schichtmodelle haben ihr Vor- oder Nachteile. Für den einen sind sie optimal, für andere völlig ungeeignet, je nach Interessenslage und persönliche Vorlieben.
Für Bereiche mit vielen Einsätzen halte ich die 24 Stunden-Schichten für völlig ungeeignet und es gibt nun mal die EU-Richtlinie, die diese Schichten nicht mehr zulässt. Dies müssen auch die kommunalen Arbeitgeber irgendwann mal einsehen.
Ich denke, über kurz oder lang werden Dienstpläne mit solchen Schichten aussterben.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.08.07, 14:14 
Offline
Interessierter

Registriert: 15.08.07, 23:52
Beiträge: 19
Wohnort: Greifswald/Parchim
Tach auch!!!

Also 24 Stunden Schichten gibt es schon noch und zwar nicht wenige! Ich bin im Raum Meck/Pomm tätig und da sind 24 Schichten noch ziemlich normal, denn das eigentliche Problem ist die Einsatzauslastung des Kreisverbandes. Ich war zum Beispiel in einem Kreisverband tätig der mit 6 Rettungswachen, 7 RTW's, 2 NEF's und knapp 60 Mitarbeitern, im Jahr nie über 15.000 Einsätze kam. Dann rechnet es sich einfach nicht auf zwölf Stunden umzustellen und mehr Leute einzustellen. Die 24h haben denn 12h gegenüber dort unbestreitbare Vorteile, man hat selbst wärend des Dienstes noch genügend Freizeit!!!

Das Modell vom Schwabenretter ist fantastisch und zeigt, dass sich dort mal jemand einen Kopf gemacht hat und was gutes bei rausgekommen ist. Aber für Einsatzschwache Kreis leider finaziell nicht zu tragen und umsetzbar.

Aber noch mal zum Gesetzlichen zurück, was genau sagt denn die EU Richtline oder welche auch immer aus??? Hat jemand vielleicht einen Link? Mir wurde nämlich gesagt, das 24h verboten wäre, weil ich die Bereitschaftszeit nicht am Arbeitsplatz verbringen darf.
Außerdem habe ich gehört, dass das Problem der 24h sei, das sich jeder strafbar macht, der 24 Stunden arbeitet und nicht nur die Verantwortlichen.

_________________
Alles Entstandene ist auch der Vergänglichkeit unterworfen!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.08.07, 22:04 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.07.06, 12:42
Beiträge: 252
Wohnort: Verden
besorgter_rettass hat geschrieben:
Außerdem habe ich gehört, dass das Problem der 24h sei, das sich jeder strafbar macht, der 24 Stunden arbeitet und nicht nur die Verantwortlichen.


Das 24 - Stunden - Schichten verboten sein sollen wurde auch in einigen Gegenden von Niedersachsen erzählt. Etwas schriftliches zu erhalten, war dann aber nicht möglich :( .


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.08.07, 21:15 
Offline
Interessierter

Registriert: 15.08.07, 23:52
Beiträge: 19
Wohnort: Greifswald/Parchim
Das Problem kenne ich auch!!! Die Veranwortlichen halten sich wieder einmal so lange bedeckt, bis es zum Knall kommt und dann heißt es vielleicht noch 'Ihr hättet ja was sagen können!'

Bei meinem alten Kreisverband wurde zur Jahreswende einfach eine Abstimmung unter den Kollegen durchgeführt, wollt ihr 12 oder 24 Stunden. Was meiner Meinung nach unvertretbar ist, da ich als Leiter Rettungsdienst nicht einfach die Verantwortung, die ganz klar bei mir liegt auf meine 'Untergebenen' schieben kann, nur damit ich fein raus bin!!! :x

Aber wo ich jetzt gelandet bin ist es noch schlimmer, dort geht der 24h Dienst doch tatsächlich von 19 bis 19 Uhr. :shock: Wie geht das denn bitte? Wenn ich abens anfange zu arbeiten, die Nacht durch fahre, mein Bett gerade mal sehe und dann auch noch den ganzen Tag vor mir habe!!! Mal ganz im Ernst, dann sind Fehler aufgrund mangelnder Konzentration doch vorprogramiert! :shock: ! Äußerst fahrlässig so was!

_________________
Alles Entstandene ist auch der Vergänglichkeit unterworfen!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.07, 08:44 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 01.02.06, 16:45
Beiträge: 277
besorgter_rettass hat geschrieben:
Aber wo ich jetzt gelandet bin ist es noch schlimmer, dort geht der 24h Dienst doch tatsächlich von 19 bis 19 Uhr. :shock: Wie geht das denn bitte? Wenn ich abens anfange zu arbeiten, die Nacht durch fahre, mein Bett gerade mal sehe und dann auch noch den ganzen Tag vor mir habe!!! Mal ganz im Ernst, dann sind Fehler aufgrund mangelnder Konzentration doch vorprogramiert! :shock: ! Äußerst fahrlässig so was!


Sowas lese ich hier auch zum ersten Mal. :shock:

Sind die Autos denn IMMER so besetzt, dass beide Teammitglieder fahren können ??


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.07, 18:46 
Offline
Interessierter

Registriert: 15.08.07, 23:52
Beiträge: 19
Wohnort: Greifswald/Parchim
Jor, Jor, doch, doch IMMER!

In dem Kreisverband wird das an 4 von 8 Wachen so gehandhabt (und die sind auch noch stoltz drauf)! Na ja gut was will man auch erwarten, die haben auch ne KTW Schicht von 11 bis 21 Uhr!!!

Wie gesagt, für mich nicht nachvollziehbar :?: :?: :?:

_________________
Alles Entstandene ist auch der Vergänglichkeit unterworfen!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.08.07, 19:26 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
@ besorgter Rett-Ass

Ehrlich gesagt, kann ich an diesem Dienstplanmodell nix verwerfliches finden. Wenn die Beteiligten sich einig sind, durchaus eine Alternative zu 12er Schichten.
Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, dann für 24-Stunden-Dienste.
Zweimal (statistisch eher 2,5 mal) die Woche auf Arbeit, danach 48 Stunden für mich und meine Familie, erscheinen mir besser verteilt, als die ganze Woche von 7-19 Uhr auf dem Bock zu sitzen. Danach bin ich meistens überhastet in die Kaufhalle gehechtet um mir mein Abendbrot zu fangen und dann daheim ins Bett gefallen.
Ob man den Wechsel beim 24er um 7 Uhr oder um 19 Uhr macht ist Philosophie. Ich mochte 19-19 mehr. Die Schicht ging meistens weniger hektisch als morgens um 7 Uhr los. Wenn keine geplanten Fahrten anstanden konnte man bis um 8 schlafen, statt um 6 Uhr das Fahrzeug zur Übergabe vorzubereiten.
Auch ein 10h KTW Dienst ist nicht unüblich. Entscheidend ist nur die Wochenarbeitszeit.

Bevor wir uns ein Urteil bilden können, sollten Sie uns ein wenig darüber erhellen.

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.08.07, 23:08 
Offline
Interessierter

Registriert: 15.08.07, 23:52
Beiträge: 19
Wohnort: Greifswald/Parchim
Also das möchte ich aber mal bestreiten! Nichts verwerfliches??? Ähm wie jetzt? Ich kann doch nicht guten Gewissens meine Angestellten in solchen Schichten arbeiten lassen. Um es mal aus rettungsdienstlicher Sicht zu betrachten, ich bin der Meinung statischtisch gesehen finden die meißten Reanimation doch Nachts statt!

Ich komme also Abends um ca 18:30 Uhr zum Dienst, bin bereits 10 Stunden oder mehr auf den Beinen, übernehme das Fahrzeug. Jetzt gehen wir mal davon aus, es ist Samstag Abend. 1. Einsatz Zustand nach Schlägerei in einer Disco, kann mich schon mal einen Haufen Nerven und Zeit kosten. 2. Einsatz nächtlicher VKU schwer, ein vollbestzter PKW durch überhöhte Geschwindigkeit am Baum (von mir aus noch Drogen im Spiel, ist ja leider keine Seltenheit) Großeinsatz mit OrgL, LNA, Feuerwehr und allem pipapo... das puscht mich noch mal so richtig, an Schlaf gar nicht mehr zu denken. Dann vielleicht noch so gegen 4 eine kleine Reanimation, adipöser Patient, nah schönen Dank, ich muss noch die allerletzten Kraftreserven mobilisieren. So gegen 7 Uhr Ankunft Wache, Desinfektion, Einsatzbereitschaft wieder herstellen, ich bin seit ca. 24 Stunden auf den Beinen, habe aber gerade mal die Hälfte meines Dienstes hinter mir und muss den Rest auch noch 'irgendwie' überstehen :? :? :?

Wir können uns das alles mal selbst vor Augen führen wenn man morgens beginnen würde :!:

Es sagt ja kein Mensch das der Dienst immer um sieben biginnen muss. Ich wär ja für acht oder neun, am Vormittag ist es eh am ruhigsten, vielleicht auch noch später.

Ich sage ja gar nicht das 24h Dienste grundsätzlich Mist sind, ganz im Gegenteil ich habe bis jetzt auch immer bessere Erfahrungen damit gemacht als mit 12h. Aber es ist nun mal verboten also bleiben ja meistens nur die 12 Stunden.


Mal ganz nebenbei bemerkt, als alter 24 Stundler :oops: das man nach seinem Dienst 48 Stunden frei hat ist auch nicht sehr häufig, besonders nicht für junge Kollegen, die vielleicht noch kleine Kinder zu Hause haben. Ich habe schon Monate mit 11 24h Dinsten hinter mir plus ein paar dazwischen geschobene KTW's. Normal wären acht bis neun ohne ktw.

_________________
Alles Entstandene ist auch der Vergänglichkeit unterworfen!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 30 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!