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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wann Krankenwagen?
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 Betreff des Beitrags: Wann Krankenwagen?
BeitragVerfasst: 28.05.07, 17:36 
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Beiträge: 75
hallo! Hab mal eine Frage an alle Experten heir. Hatte 2x im KH ziemlich heftige Reaktionen auf Medikamente und lag beide mal daraufhin auch auf der ITS. man riet mir zuhause gleich einen RTW zu rufen sobald ich auch nur Reaktionen auf der Haut feststelle oder Atemprobleme bekomme. Ist das wirklich notwendig?Denn ich denke, dass man sich wahrscheinlich auch etwas in die Sache reinsteigert wenn man so ne allergische Reaktion bekommt und eventl. anfängt zu hyperventilieren und gar keine richtige Atemnot hat. Wie würden denn Sanitäter in so einem Fall vorgehen? Habe zwar ein Notfallset bekommen, weiß allerdings nicht wieviel ich von dem Adrenalinspray ich im Notfall benutzen soll. Kann ich da irgedwas falsch machen? Kann etwas passieren wenn man zu viel sprüht?

Danke schonmal LG Marie


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BeitragVerfasst: 28.05.07, 18:49 
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Beiträge: 194
Wohnort: Hamburg
Hallo Marie,

deine Unsicherheit in dieser Situation ist verständlich,
jedoch solltest du sie mit deinem betreuenden Arzt be-
sprechen. Hier kann und wird dir keiner sagen wie-
viel des Sprays du nehmen sollst.

Zu dem anderen Teil deiner Frage: Ohne dir Angst
machen zu wollen ist es sicher Richtig sobald du
Anzeichen einer allergischen Reaktion an dir beobachtest
die jeweilige Notrufnummer (112/19222) zu rufen. Die
Maßnahmen die die Rettungskräfte vermutlich treffen
würden kannst du kaum selber durchführen. Lieber
einmal zuviel angerufen, als einmal zu spät. Vorallem
dann wenn du schon weisst, dass du heftig reagierst.

Alles in Allem kann ich dir nur Raten auch in diesem Fall
deinen Hausarzt zu fragen. Er kann dich individuell be-
raten welche Zeichen bei dir als "kritisch" zu betrachten
sind und welche Reaktionen erfoderlich sind. Sicher
hat er Verständnis für deine Sorgen und Nöte.

Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.

Gruß


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BeitragVerfasst: 28.05.07, 20:44 
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Registriert: 01.07.06, 09:14
Beiträge: 75
Hallo Thomas!

Danke für deine Antwort. hast mir schon sehr weitergeholfen. Aber wie würden die Sanitäter in so einem Fall vorgehen? Mehr als Medikamente spritzen können die doch auch nicht und dann könnte man ja auch selber ins KH fahren oder kommt auch ein Notarzt mit? Bzw. ist es immer notwendig Sauerstoff zu geben?

Lg Marie


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BeitragVerfasst: 28.05.07, 21:41 
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Beiträge: 364
Wohnort: Schwarzwald
Dies kommt auf die Situation drauf an.

Aber die Gabe von Sauerstoff ist normal Standart im Rettungsdienst. Und wenn eine Atemnot vorliegt, sicher auch indiziert.
Medikamente dürfen Rettungsassistenten keine geben, weil sie dazu nicht die Ausbildung haben, (außer einigen in der Notkompetenz). Dies müsste dann ein Notartz machen.

Zum selbst in die Klinik fahren: Wenn sie sich das zutrauen, mit Atemnot noch Auto zufahren, kann sie keiner davon abhalten. ICh würde es aber allein schon den anderen Verkehrsteilnehmern zuliebe nicht machen. Sie wissen ja nicht, wie es ihnen in 5 Minuten noch geht.


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BeitragVerfasst: 28.05.07, 22:08 
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Registriert: 20.05.07, 20:34
Beiträge: 44
warum sollte man nicht den Rettungsdienst rufen? Dafür hat man doch eine Krankenkasse, die das dann bezahlt?


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BeitragVerfasst: 29.05.07, 07:24 
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DMF-Moderator

Registriert: 30.01.05, 10:41
Beiträge: 983
Hallo !

Aus medizinischer Sicht möchte ich Ihnen nur ein wesentliches Statement geben.

Bei jedem Patienten, der eine schwere allergische Reaktion durchgemacht hat, muss man davon ausgehen, daß der nächste Kontakt mit dem Auslöser eine ähnlich starke, bis noch stärkere Reaktion hervorruft.

Für Sie bedeutet es, nach zweimalig notwendigem Intensivaufenthalt wegen schwerer allergischer Reaktionen, müssen Sie wieder mit schweren Reaktionen rechnen. Hier kann nur eine frühzeitige Therapie, die Therapie mit dem Notfallset müssen Sie bitte mit dem betreuenden Arzt besprechen, ein frühzeitiger Notruf und Transport mit RTW oder NAW ins KH schlimmeres verhindern.

Zu Ihrer Anmerkung selbst ins KH fahren zu wollen, dies bitte ich Sie unbedingt zu unterlassen. Durch die allergische Reaktion einerseits und durch die Medikamente andererseits ist die Verkehrstüchtigkeit massiv herabgesetzt.

mit freundlichen Grüßen

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 29.05.07, 07:45 
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Registriert: 01.07.06, 09:14
Beiträge: 75
Hallo!

Danke erstmal für die vielen Antworten. ICh hoffe jetzt einfach, dass so etwas nie wieder vorkommt und wenn werde ich wohl den Notruf anrufen um schlimmeres zu verhindern....
Nur eine Frage noch. Was ist denn der Unterschied zwischen einem RTW und einem NAW?

Lg Marie


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BeitragVerfasst: 29.05.07, 09:30 
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Beiträge: 299
Wohnort: Reutlingen (D Ba-Wü)
Hallo Marie,

zunächstmöchte ich auf deine Frage des Unterschieds NAW/RTW eingehen. Der RTW (Rettungstransportwagen) ist das nicht-arztbesetzte Rettungsmittel in Deutschland. Die Besatzung ist für die Erstversorgung und Rettung von Notfallpatienten verantwortlich. Sollte ein lebensbedrohlicher Zustand vermutet werden (was im Falle einer allergischen Reaktion je nach Ausmaß möglich ist) oder vorhanden sein, so wird die Rettungsleitstelle (19222/112) einen Notarzt mitschicken, womit wir bei einem NAW (Notarztwagen) wären.

Nun noch eine Anmerkung meinerseits als Leitstellendisponent (der am anderen Ende der 19222/112). Wenn du wieder eine allergische Reaktion hast, dann schildere bei deinem Anruf deine Beschwerden und vor allem teile mit, dass du schonmals heftige allergische Reaktionen entwickelt hast. Der Disponent wird dir dann nach seiner Meinung das passende Rettungsmittel zusenden, von einer Fahrt ins Krankenhaus mit dem eigenen PKW oder sich von Bekannten fahren zu lassen sieh bitte ab, es geht um deine Gesundheit und evtl dein Leben. Natürlich hast du auch die Möglichkeit deinen Hausarzt aufzusuchen, aber wann immer zum Hautausschlag Atemnot, Übelkeit, Schwindel, Schwäche oder Herzrasen dazukommt rufe bitte den Rettungsdienst.

So, dann noch zu deiner Frage was denn die Sanitäter machen werden. Einer der beiden hat die Qualifikation Rettungsassistent, was die höchstmögliche Ausbildung im Rettungsdienst ist, der andere ist sein Gehilfe, kann aber die gleiche Ausbildung haben, es gibt hier mehrere Stufen, die aber nicht wirklich relevant sind. Die Kolleginen und Kollegen werden zu dir kommen, dir viele Frage stellen und je nach deinem Zustand Blutdruckmessen, dir Sauerstoff geben, ein EKG zur Überwachung ableiten, dir einen kleinen Plastikschlauch in eine Vene legen ("jetzt piekst es mal kurz"), worüber du eine Infusion erhalten kannst und im äusserten Notfall dir Medikamente entweder über den Venenzugang oder vernebelt mit der Sauerstoffmaske geben und dich dann ins Krankenhaus bringen. Evtl entscheiden sie sich auch noch einen Notarzt nachzufordern, was nicht bedeuten muss, dass du in Lebensgefahr bist, sondern dass dies möglich ist und sie für dich die bestmögliche Versorgung wollen.

So, hoffe ich konnte dir ein wenig Licht ins Dunkel bringen ohne dir zu viel Angst zu machen. Weisst du eigentlich auf was du allergisch reagierst?

Grüße,

Markus

_________________
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77


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BeitragVerfasst: 29.05.07, 11:42 
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Registriert: 01.07.06, 09:14
Beiträge: 75
Hey Markus!

DAnke für deine Antwort. Die Ärzte vermuten das es entweder eins von den Schmerzmitteln oder ein Antibiotika war. Wird jetzt halt noch mittels Provokationstest getestet :?

Lg Marie


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.06.07, 14:19 
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Registriert: 01.07.06, 09:14
Beiträge: 75
Hey!

Also ich hätte noch mal eine Frage. Wenn man nach so ner allergischen Reaktion ins Kh kommt kann man dann gleich wieder nach Hause oder muss man stationär aufgenommen werden? Und wenn ja wie lange ungefähr???

Lg Marie


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BeitragVerfasst: 23.06.07, 01:14 
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Registriert: 15.06.07, 20:31
Beiträge: 73
Wohnort: Buxtehude
@Marie: Das kommt ganz drauf an wie heftig die allergische Reaktion war. Das kann man so nicht allgemein sagen.

MfG Schrammi :)


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