Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schönes Fallbeispiel zum Miträtseln - Schlägerei nach Alk
Aktuelle Zeit: 15.12.17, 13:17

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 20 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.05.07, 10:12 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 09.02.05, 09:26
Beiträge: 74
Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Hm. Das sollte bei "nichttrivialen" Verletzungen schon ohne Alkohol immer der Fall sein, oder?

Erwischt :roll: War etwas seltsam ausgedrückt. Ich meinte der Punkt ab dem ich eine Verletzung als nichttrivial einstufen würde hat sich bei mir, wenn der Patient zusätzlich alkoholisiert ist, verändert.
Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Die reichlichen Blutergüsse und die Anamnese Schlägerei zusammen mit den Bauchschmerzen lassen im übrigen keine andere Schlußfolgerung zu.
Das es sich so dramatisch entwickelt hat, ist "Schicksal" und war nicht vorherzusehen. So etwas passiert.

Das is sicherlich richtig. Aber vermutlich wäre das Schmerzempfinden schlimmer ausgefallen und der Bauch hätte evtl. Abwehrspannung gezeigt, wenn der Patient nicht so sehr unter Alkoholeinfluss gestanden hätte.
Man könnte sicherlich sogar diskutieren, in wie weit der übermäßige Alkoholgenuss das Blutungsgeschehen gefördert hat. Aber dazu habe ich schon mehrere (verschiedenste) Meinungen gehört.
Gruß
Bambi


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.05.07, 15:38 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 20.05.07, 20:34
Beiträge: 44
wobei ich darüber aber schon kritisch denke: Ist man hierbei eigentlich berechtigt, ohne Absprache mit dem Geschädigtem die Polizei zu rufen? Ich denke hier an Schweigepflicht undso


"Draussen" ist das einfacher...da kriegt die Leitstelle das Meldebild "Schlägerei" und holt automatisch die Polizei dazu :D


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.05.07, 21:41 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 09.02.05, 09:26
Beiträge: 74
LineofFire hat geschrieben:
"Draussen" ist das einfacher...da kriegt die Leitstelle das Meldebild "Schlägerei" und holt automatisch die Polizei dazu

Hi.
Stimmt das hatte ich dann auch gedacht. Angeblich ist bei Kapitalverbrechen immer sofort die Polizei zu informieren. Hier zählt eine gefährlich Körperverletzung dazu. Allerdings traue ich mir die Juristerei erstens nicht zu (wo fängt ein Kapitalverbrechen an - etc. - kenn mich da zu wenig aus) und zweitens ist mir der Patient wichtiger! Die Polizei kann dann kommen wenn das Gröbste rum ist. Meine persönlich Meinung.
Von unserer Leitstelle hier wurde das früher auch sehr lasch gehandhabt. Polizei wurde nur mitalarmiert, wenn der Geschädigte dies wünschte (am Telefon). Seit einiger Zeit wird bei jedem Einsatz wie Schlägereien und VKUs aber immer die Polizei mit rausgeschickt.
Gruß
Bambi


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24.05.07, 16:57 
Offline
noch neu hier

Registriert: 24.05.07, 16:53
Beiträge: 1
Wieso die Polizei nicht einfach aus Eigenschutz als Alarmmeldung rufen? Den Rest können sie ja dann selbst rausfinden wenn sie da sind, das muss man dann ja nicht ihnen erzählen - dann braucht man auch keine Angst haben die Schweigepflicht gebrochen zu haben.

mfg david


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24.05.07, 19:01 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Guten Abend!

Bambi hat geschrieben:
Die Polizei kann dann kommen wenn das Gröbste rum ist. Meine persönlich Meinung.


Dies ist leider auch nur eine Meinung, sie hilft den potentiell Geschädigten kaum weiter :(
Wie soll denn die Polizei evtl. noch anwesende Täter ermitteln? Immerhin hieß es hier "ausgeraubt" oder?

Was ich generell noch anmerken wollte: 15.000 Menschen bei einem Rockfestival - das kenne ich nur mit mindestens 1 -2 Ärzten vor Ort. Das macht in Anbetracht der hohen "Alkoholbelastung" auch Sinn:

Sichtung, Triage und Behandlung/Überwachung von >20-30 Personen ist eine große Herausforderung. Können RA´s das alleine leisten?

Gruß
Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 20 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!