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medizin-forum.de • Thema anzeigen - 4 Fragen zur Notaufnahme
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 Betreff des Beitrags: 4 Fragen zur Notaufnahme
BeitragVerfasst: 09.05.07, 18:48 
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Interessierter

Registriert: 09.05.07, 18:39
Beiträge: 8
Wohnort: Nürnberg
Hallo, gute Neuigkeiten, ich hab ein paar Fragen:

1) Ist es richtig, das überwiegend junge Ärzte in die Notaufnahme geschickt werden
damit diese Erfahrungen im "blutigem Bereich" sammeln ? Warum ist dies so ?

2) Ist die Arbeit in der Notaufnahme eher angesehen oder eher unbeliebt und wird auf
andere abgeschoben ?

3) Ein Patient der wegen eines akuten Notfalls per RTW eingliefert wird kann ich ihn als
"Liegendpatient" bezeichnen oder ist dies umgangssprachlich ? Wie wäre die genaue Beschreibung ?

Danke

_________________
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BeitragVerfasst: 09.05.07, 19:26 
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DMF-Mitglied

Registriert: 07.05.07, 16:24
Beiträge: 56
Wohnort: Sachsen
Hallo!
zu 1: bei uns wird das so bezeichnet; die jungen ärzte sollen "grundlagen" lernen,aufnahmegespräche u.s.w.
zu 2: in den meisten KH`s wo wir hin fahren-eher unbeliebt weil stressig
zu 3: der patient sollte als notfallpatient-mit diagnose bezeichnet werden denke ich, vielleicht reisst dann die rettungskette nicht so schnell ab :P


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BeitragVerfasst: 10.05.07, 07:37 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Hallo ZNA,

darf man fragen in welchem Fach Sie diese Diplomarbeit verfassen ?

zu1) Kommt auf das Krankenhaus an, ist aber in der Regel wirklich so. Der junge Kliniker kann hier wirklich recht gut das Alltagsgeschäft wie Aufnahmen und Patientensteuerung lernen. Wichtig ist, das seine Tätigkeit durch einen entsprechend erfahrenen Hintergrunddienst abgesichert ist.

zu2) Für den Moment ist die Arbeit bei den jungen Klinikern je nach Arbeitspensum nicht die Beliebteste. Viele Jahre später gefragt geben viele an, gerne dort gearbeitet zu haben und dort besonders viel gelernt zu haben.

zu3) Notfallpatient !

Gruß,

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 10.05.07, 07:41 
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Interessierter

Registriert: 09.05.07, 18:39
Beiträge: 8
Wohnort: Nürnberg
Studiere Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Medizintechnik.
Die Diplomarbeit wird in Zusammenarbeit mit der Chirurgie des Klinikums geschrieben.
Ziel ist eben eine "interdisziplinäre Notaufnahme" statt Trennung zwischen
unfallchirurgischer und internistischer Notaufnahme.
Hoffe ich konnte das verdeutlichen :D

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BeitragVerfasst: 10.05.07, 07:51 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Klar und deutlich verdeutlicht :-)

Vielleicht haben Sie ja Interesse Teile Ihrer Arbeit oder zumindest ein paar wichtige Erkenntnisse hier zu präsentieren / diskutieren?

Gruß,

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 10.05.07, 14:23 
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Interessierter

Registriert: 09.05.07, 18:39
Beiträge: 8
Wohnort: Nürnberg
Ja das werde ich tun . Hoffentlich flute ich das Forum nicht mit lauter Fragen.:oops:

Wenn ich fertig bin kann ich gerne Teile der Arbeit zur Verfügung stellen.

_________________
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.05.07, 21:56 
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DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 17.08.05, 17:36
Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Hallo neueZNA,

hoffentlich flutest Du das Forum mit neuen Fragen. das belebt die Diskussion. Ich selbst bin absoluter Befürworter dieser Idee. Die Idee zur ZNA stammt eines Wissens (zumindest für den europ. Raum) aus der Schweiz. Wie sollte es anders sein. Hier bei uns erlbe ich eher das gerade Häuser der Grund- und regelversorgung, schon aus wirtschaftlichen Gründen, ZNA´s eingerichtet haben. Oftmals sind es dafür die Unikliniken, die z.T. auch wegen dezentralen baulichen Strukturen, hier hinterher hinken. Und auch bei Neubauten wird diese Idee leider nicht kosequent umgesetzt, was ich sehr Schade finde. Zu deinen Fragen:

Zitat:
1) Ist es richtig, das überwiegend junge Ärzte in die Notaufnahme geschickt werden
damit diese Erfahrungen im "blutigem Bereich" sammeln ? Warum ist dies so ?



Dies ist der Alltag. In der Notaufnahme beginnt die (klinische) Weichenstellung, wenn man möchte kann man hier auch den Begirff "Triage" verwenden. Das sind nunmal unverzichtbare Basics die zum Handwerk eines jeden Mediziners gehören. Hinzu kommt mit zunehmen des beruflichen Werdegangs auch die zunehmende Spezialisierung eines Arztes. Somit wird der Chirurg zunehmend im OP tätig, der Internist hingegen spezialisiert sich auf Fachbereiche wie z.B. Gastroenterologie oder Cardiologie. Da bei ankunft des Patienten, in der Notaufnahme die eindeutige Diagnose aber noch nicht gesichert ist, sondern erst ferifiziert werden muß, ist dies zumeist Aufgabe der Nachwuchsgeneration.


Zitat:
2) Ist die Arbeit in der Notaufnahme eher angesehen oder eher unbeliebt und wird auf
andere abgeschoben ?


Das ist Ansichtssache. Viele Patienten sind unheimlich dankbar. Die Art und Weise im Umgang mit Ihnen, speigeln oft die Zufriedenheit der gesammten Behandlung wieder. Unter dem Personal hingegen gibt es auch solche und solche. Da sind die einen, die Notfallmedizin mit purem Fetischismus betreiben. Das sind die Jenigen die an mehren Orten Notarztdient leisten, nebenher noch irgendwo als Rettungsflieger tätig sind, und auch im Privat-PKW findet sich ein Notfallkoffer. Im Wohnzimmer gibt es natürlich keinen Ferseh, sondern einen... Monitor :wink:
Und dann gibt es noch die, die einfach zum dienst verdonnert wurden, ihre Zeit in der NA absitzen und darauf warten endlich einen normalen Stations- oder OP Dienst handeln zu dürfen.

Zitat:
3) Ein Patient der wegen eines akuten Notfalls per RTW eingliefert wird kann ich ihn als
"Liegendpatient" bezeichnen oder ist dies umgangssprachlich ? Wie wäre die genaue Beschreibung ?


Die Bezeichnung Liegendpatient ist eher von ugs. Natur. Allerding sagt es viel aus darüber wie kreislaufstabil ein Patient ist. Dem Jenigen der zwingend liegen muß, gehts zumeist ja auch schlechter, als dem der im wartezimmer Platz nehmen kann. Generell trifft die Bezeichnung "Notfallpatient" am besten den Nagel auf den Kopf, wobei es auch hier unterschiede gibt. Patienten die mit Notarztbegleitung in die Klinik kommen, durchlaufen den Diagnosemarathon in wesentlich kürzerer Zeit als Patienten die "nur" mit Blaulicht von einer reg. RTW Besatzung eingeliefert wurden.

Und nun? Viel Erfolg bei deiner Arbeit. Freue mich auf weitere Fragen und eine lebhafte Diskussion.


Uwe

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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