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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Sächsische Landesrettungs-Dienstplanverordnung vom 05.12.06
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BeitragVerfasst: 19.03.07, 12:09 
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Beiträge: 1
Wohnort: Hartha
Hallo!
Ich bin in Sachsen als Lehrrettungsassistent tätig und habe seit dem Inkraftreten der SächsLRettDPVO ein ungeklärtes Problem. Im § 6 Abs. 1steht, das der RTW mit einem Rettungssanitäter und einem Rettungsassistenten zu besetzen ist. Weiter heißt es, das der Assistent den Patienten betreut. Jetzt habe ich aber einen Jahrespraktikanten als nun zweiten Mann(oder Frau) auf dem RTW, und es ist kein Vermerk in der Verordnung über diese Situation. Mein Leiter RD sagt, das auch in dieser Situation ich für die Betreuung des Patienten zuständig bin. Nun ist es aber sicher nicht Sinn und Zweck der Ausbildung zum RA, ausschließlich einen RTW fahren zu können.
Wer hat ähnliche Erfahrungen oder Situationen, und wie wird es auf anderen Lehrrettungswachen gehandhabt? Für einen Jahrespraktikanten ist es doch auch enorm wichtig, nach einem bestimmten und seinen Fähigkeiten entsprechenden Zeitraum als zweiter RA (i.P.) seine Kenntnissse und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Über viele Antworten bin ich dankbar!

_________________
TS


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 Betreff des Beitrags: RAPrakti. als 2.Mann
BeitragVerfasst: 07.05.07, 16:44 
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Registriert: 07.05.07, 16:24
Beiträge: 56
Wohnort: Sachsen
Hallo dlra!
Diese Probleme stellen sich sicherlich bei vielen.Meine Meinung dazu: das erste Problem, der Rr. besetzt als zweiter eine volle Planstelle, wird er bezahlt? ( siehe die Klage in DD RAPrakti´s ohne Vergütung).Und wie bei uns z.B. entstehen durch so einen Dienstplan bei den Hauptamtlichen irgendwann eine menge Minusstunden....und für die Ausbildung des Prakti halte ich es für nicht günstig wenn Du zu einem Notfall kommst, dich voll um den Patienten kümmern musst und nebenbei noch einen Prakti anleiten oder ihn beobachten sollst. Je nachdem wie lang er dabei ist, bei uns fährt der Prakti frühestens nach neun Monaten als zweiter, um die volle Einsatzabwicklung mit allen Entscheidungen zu treffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: RAPrakti. als 2.Mann
BeitragVerfasst: 09.05.07, 08:57 
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Registriert: 24.10.06, 23:04
Beiträge: 24
DaniRA hat geschrieben:
[...]und für die Ausbildung des Prakti halte ich es für nicht günstig wenn Du zu einem Notfall kommst, dich voll um den Patienten kümmern musst und nebenbei noch einen Prakti anleiten oder ihn beobachten sollst.[...]




ist das nicht die aufgabe eines lehrrettungsassistenten?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.07, 09:48 
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Beiträge: 299
Wohnort: Reutlingen (D Ba-Wü)
Hallo zusammen,

streng genommen dürften RAiPs also nur als Fahrer oder als dritter auf dem Fahrzeug sein. Der Lerneffekt wäre wohl bei beidem fraglich. Und wenn ich lese, dass nach neun Monaten der RAiP als zweiter auf s Fahrzeug darf, dann bleiben ihm also 3 Monate richtige Praxiserfahrung um dann als RA auf den Arbeitsmarkt geworfen zu werden?

Wie ist denn die Besetzung ohne RAiP? erfahrerner RS + RA, 2 RA? Es gibt viele RD-Bereiche, wo inzwischen RA+FSJ/Zivi-RH fahren, da müsste man auch neben dem Patienten evtl auf den Kollegen aufpassen.

Ich erinner mich noch gut an meine Zeit als RAiP, da ich so n Mogel-RA bin und meine Anerkennung in meinem vorherigen und auch jetzigen KV gemacht hab war ich nach der Prüfung gleich wieder als zweiter auf dem Fahrzeug. Aktuell sind gerade 3 neue RAiP bei uns, und die haben teilweise keine Erfahrung im Bereich der Notfallrettung und auch teiweise keine Kreiskenntniss, hier wird bei uns folgendermassen verfahren:


1.-4. Tag: Einweisungen (Geräte, Fahrzeuge, ALS, Traumamanagement, erweiterte Versorgungsmassnahmen, RD-Bereich...)
1.-4. Woche: 3. Mann KTW: erste Patientenkontakte (meist nicht Notfall), Kennenlernen der Ortschaften, Kliniken, niedergelassene Ärzte
4.-x. Woche: 3. Mann RTW: jetzt werden die Praktikanten fitt gemacht für ihren Einsatz als zweiter bzw. "beäugter erster". Dies dauert natürlich nicht bei jedem gleich lang, mehr wie 4 Wochen ist bei uns allerdings noch niemand als dritter gefahren.

Jetzt aber mal wieder zurück zur grundlegenden Fragestellung. Rein rechtlich gesehen ist der RAiP die geeignete Person bzw in manchen Ländern müsste er RS sein. Wenn ich nun also mit einem RAiP fahre und ihn den Patienten versorgen lasse und ihn während der Fahrt den Patienten betreuen lasse, dann mache ich mich angreifbar. Deswegen entscheide ich das auch bei jedem Patienten und Kollegen individuell. Habe ich das Gefühl der RAiP ist der Lage gewachsen übernimmt er die Verantwortung, scheint er unsicher oder habe ich das Gefühl es könnte sich noch etwas entwickeln übernehme ich meine Verantwortung wieder.

Mal wieder eine rechtlich fragwürdige Situation, sicher besetzen einige RD-Träger nichteinmal ihre Fahrzeuge korrekt (wenn min. RS als zweiter laut LRDG und dieser Abschluss im Laufe der RA-Ausbildung nicht gemacht wurde).

Und wohl mal wieder.... Wo kein Kläger, da kein Angeklagter :)

Gruß,

Markus

_________________
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.07, 16:33 
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Registriert: 24.10.06, 23:04
Beiträge: 24
aber kann man denn von sich sagen "ja, ich bin rettungsassistent, ich KANN einen RTW als ersten mann führen!" wenn man sein leben lang noch nicht mit nem notfallpatienten alleine im auto war?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.05.07, 19:20 
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Registriert: 07.05.07, 16:24
Beiträge: 56
Wohnort: Sachsen
Tach!
warscheinlich habe ich mich undeutlich ausgedrückt..
ich finde es doch sehr fragwürdig einen RAPrakti. nach 4 wochen als zweiter auf den rtw. was soll denn an erfahrung und lernerfolg in den 4 w. eingetreten sein.was passiert wenn dann ein straffer notfall kommt und da soll er schon korrekt handeln?wenn er als dritter fährt hast du immer noch jemand dabei mit dem er arbeiten kann, du kannst beobachten und notfalls eingreifen bzw. danach den einsatz besprechen. bei einen r"richtigen" notfalle allein mit einem pr. fehlt mir die möglichkeit des beobachtens und anleiten des pr.
zu deiner Hauptfrage; neues RD Gesetz Sachsen: du als RA bist Transportführer und demzufolge für die Patientenbetreuung verantwortlich.
Vorsicht mit der Sache Kläger und Angeklagte :lol: ( vorm Richter stehst du mit Sicherheit allein)


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