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medizin-forum.de • Thema anzeigen - genervte sanitäter.. usw?
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 Betreff des Beitrags: Lieber Jupp !!
BeitragVerfasst: 30.11.04, 20:43 
Lieber Jupp !

Wie recht Du hast !

Sogar bei den Ärzten hat ein Umdenken eingesetzt, wenn es auch noch einige nicht erreicht hat, so wissen doch die meisten, daß sie ein Dienstleistungsunternehmen geworden sind. Mit einem Lächeln :lol: bewirkt man manchmal mehr als mit 1000 Worten.

Der Rettungsdienst strebt nach höheren Weihen, mehr Kompetenz, mehr Einfluß, mehr Selbstständigkeit, ...

Viele könnten mal nach höherem Service streben, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, ...

Bei meinem letzten Notarztdienst (NEF) hat der RTW Fahrer den Patienten auf die Frage, ob man den Koffer mitnehmen könne, geantwortet, wir sind ja kein Paketdienst. Ich habe vor dem Patienten nichts gesagt und mir gedacht selbst ist der Mann und den Koffer in den RTW gestellt. Mein RA war auch ziemlich genervt und hat seinen Kollegen gefragt, ob der Doc im auch noch den Tragstuhl raufbringen soll, damit er wenigstens den Patienten transportieren kann. Ich weiß nicht, ob der RA das kapiert hat, aber ich hoffe schon. Beim nächsten Treffen werde ich dem Leiter der Wache mal was Nettes flüstern.

mfG

g@st :oops:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.11.04, 20:57 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Zitat:
Viele könnten mal nach höherem Service streben, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, ...


Das unterstreiche ich hier mal ganz fett. Und ich wage zu behaupten, wenn es dem NA auffällt, hat es der Patient schon längst bemerkt.
Wer die Wahl zwischen zwei Rettungsdienstunternehmen hat, probiert das nächste Mal vielleicht ein Konkurrenzunternehmen aus ?
Liebe Kollegen, wie g@st schon so treffend formulierte: wir sind Dienstleister und es handelt sich nicht nur noch um Patienten sondern vielmehr auch um Kunden.

Just my 2 cents.

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.12.04, 10:27 
Verzeihung, mal 'ne "Kundenfrage":

wie kann man eine "Wahl" zwischen zwei Rettungsdienstunternehmen haben?
Wenn ich einen Notarzt brauche, ruf ich 112, bin froh, wenn die kommen und hab eher was anderes im Kopf, als mit denen über den "Service" zu diskutieren, oder?
Wie ist das mit diesem Rettungswesen organisiert? Soll ich mir 'ne Liste von Rettungsdienstunternehmen machen, die ein paarmal "zur Übung" rufen, um im Ernstfall den besten Service zu haben?
Ich hab das letzte Posting irgendwie nicht richtig verstanden.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.12.04, 11:14 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Es gibt auch in Deutschland Regionen, in denen private Rettungsdienste mit den öffentlichen Anbietern "konkurrieren". Teilweise unterhalten die Privaten eigene Leitstellen. Der BKS http://www.bks-rettungsdienst.de ist der Bundesverband privater Rettungsdienstunternehmen und stellt zum Beipsiel die einheitliche Rufnummer 19218 zur Verfügung.
Die Fahrzeuge der verschiedenen Anbieter sind mal mehr, mal weniger in den öffentlichen Rettungsdienst / Krankentransport eingebunden. Je nach Qualität der einzelnen Anbieter halten die Privaten zum Teil beträchtliche Marktanteile in den einzelnen Regionen. Dieser Marktanteil dürfte sich im Laufe der Jahre nicht unwesentlich durch Pünktlichkeit, Sauberkeit, Freundlichkeit etc. herausgebildet haben.
Wer mal googelt findet einiges über private Rettungsdienstunternehmer und wird teilweise erstaunt sein mit welchem Standard hier gearbeitet wird. Große Private Anbieter sind zum Beispiel Millich und Meermann in Meck-Pomm (einziger Notarzteinsatzhubschrauber in D !!!), Die Aicher Ambulanz oder pro-Medic.

Zitat:
als mit denen über den "Service" zu diskutieren, oder?


Neben junger Kundschaft, die oftmals zufällig und völlig unvorbereitet an einem Notfall verbeikommen, gibt es durchaus auch sowas wie "Stammpatienten". Ältere, vielleicht pflegebedürftige Patienten, bei denen es mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu Krankenhauseinweisungen kommt. Diese oder deren Angehörige merken durchaus Unterschiede zwischen einzelnen Hilfsorganisationen bzw. Privatanbietern. Das wurde mir auch schon mehrmals so bestätigt. Kleines Beispiel: Patient A musste schon dreimal mit dem Krankentransport ins KH eingewiesen werden.
Tag 1: Anbieter eins kommt, mault wegen der steilen Treppe, ärgert sich laut, das der Patient nicht laufen kann und weigert sich zudem die Reisetasche mitzuführen.
Tag2: Anbieter zwei kommt, lädt den Patienten und die Tasche schweigend ins Fahrzeug, danach sitzen beide vorn und lassen den Patienten hinten allein mit seinen Sorgen.
Tag3: Anbieter drei kommt. Beide Kollegen sind freundlich, interessieren sich für die Sorgen des Patienten und seiner Angehörigen. Sie leisten Hilfestellung beim Packen der Tasche und Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen. Sie hinterlassen für die Angehörigen eine telefonnummer, wo man sich nach dem Patient erkundigen kann und nehmen gerne einen kleinen Umweg in Kauf um fehlende Papiere beim Hausarzt abzuholen. Während der fahrt liegt der Patient überaus bequem gebettet und vom Kollegen hervorragend psychisch betreut im klimatisierten Patienabteil.
Quizfrage: Patient A hat bei der Entlassung die Wahl zwischen drei verschiedenen Anbietern. Für wen wird er sich entscheiden?

Ich hoffe damit ein bißchen zur Aufklärung beigetragen zu haben.

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.12.04, 12:41 
Oh - vieln Dank für die Informationen.
Ich hab gar keine schlechten Erfahrungen mit den 112ern gemacht.
Die waren die Ruhe selbst, haben am ihrem Notfall rumgemacht und mich derweil in Ruhe alles einpacken lassen, gewartet bis ich den wichtigen Papierkram zusammen hatte bzw. selber noch gefragt, ob ich das und das habe...
Sie haben mich sogar gefragt, wohin sie meinen Notfall fahren sollen - Klinik A oder lieber Klinik B.
Irgendwie schienen die fast glücklich darüber zu sein, nicht grad wieder 'ne hilflose Person zum Ausnüchtern bringen zu müssen. Am späten Freitagabend. In der Großstadt. :roll:
Sie haben Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt und mir damit meine Panik weggezaubert.
Also bis auf weiteres nehm ich die wieder. :wink:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.12.04, 12:46 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Zitat:
Also bis auf weiteres nehm ich die wieder.


Warum nicht? So soll es doch sein.

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.12.04, 13:03 
Ist mal schön eine positive Rückmeldung zu hören. Meist sieht man egen einzelner schwarzer Schafe die ganze weisse Herde nicht :D

mfG

g@ast


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.12.04, 12:14 
auch ich melde mich mal wieder zu wort,wo ich doch,schon vor längerer zeit, diesen post eröffnet habe.
naja in der zwsichenzeit "durfte" ich mehr erfahrungen sammeln,was den rettungsdienst anbelangt und kam selber in die lage,wo ich hilfe brauchte.
immerhin habe ich nun etwas positives dazu zu sagen,der notarzt war,soviel ich mitbekommen habe,war nicht wirklich sehr viel :/ ,sehr nett.
nach 2 wochen krankenhaus habe ich jetzt aber die schnauze voll von allem was mit medizin zu tun hat ;)
lg
gast


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