Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schwieriges Airwaymanagement
Aktuelle Zeit: 23.10.17, 00:09

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Schwieriges Airwaymanagement
BeitragVerfasst: 04.05.06, 10:35 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 17.08.05, 17:36
Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Hallo Zusammen,

es gibt ja allerhand teures "Spielzeug" für den Anästhesisten zum Thema schwieriges Airwaymanagement. Meine Frage deshalb an Euch: wie weit hat sich solches Equipment bei euch schon etabliert ? Wurdet ihr darin auch ausgebildet oder ist es dem NA vorbehalten ? Welche Verfahren wendet ihr an ? Larynxtubus, Combitubus, LaMa´s etc.?
Bin wie immer gespannt auf Eure Erfahrungen.

Gruß

Uwe

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04.05.06, 11:28 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Hallo!

Bei uns ist der Larynxtubus auf jedem RTW.

Im Rahmen unserer Frühdefi-Fortbildung haben wir alle Helfer entsprechend geschult.

Und das NEF bringt dann auch noch einen Satz Larynxmasken (LMA) mit...damit kann aber i.d.R. nur der Anästhesist umgehen. Wenn ich allerdings RA/RS im OP zur Hospitation habe, dürfen/sollen sie auch den Umgang mit der LMA üben. Man weiß ja nie...

mfg

A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04.05.06, 12:30 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.02.06, 11:39
Beiträge: 299
Wohnort: Reutlingen (D Ba-Wü)
Der Larynxtubus wird bei uns zur Zeit eingeführt, d.h. er wird auf allen RTWs in verschiedenen Größen mitgeführt, das Personal und die NAs wird klinisch geschult. Des weiteren führt das NEF eine Kombitube mit.
Für den Fall der Fälle steht noch Quicktrach und chirurigisches Besteck bereit.

Erfahrungen habe ich persönlich nicht damit, ließ sich alles intubieren seit ich im RD tätig bin.

Gruß

Markus

_________________
Lehrrettungsassistent / ILS-Disponent / QMB
"Gut gemeint" ist nicht gut genug.
Skype: m.bela77


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06.05.06, 23:03 
Offline
noch neu hier

Registriert: 22.04.06, 15:01
Beiträge: 1
Combi Tube in 2 groessen (Kleiner oder größer als 175 cm), bei rea 2 intubationsversuche dann zwingend combi tube -- geht gut ;-) anfänglich gewöhnungsbedürftigt aber jetzt (nach 2 Jahren) sehr gut


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.05.06, 06:51 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
in good old Werdau : Larynxtubus und Lama auf jedem Auto
now @ Greifswald: Lama's auf dem RTW

Ich möchte die Dinger auch nicht mehr missen, speziell der Larynxtubus hat mich überzeugt. Wirklich einfaches Handling, schnell zu erlernen und m. E. sehr sicher in der Anwendung. An den ersten Real-Einsatz kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ein junger Mann mit Hirnmassenblutung, massiv adipös, ein Hals war fast nicht vorhanden. Er lies sich damals konventionell nicht intubieren, da war der Larynxtubus gerade zwei Tage auf dem Auto. Nach dem zweiten Intubationsversuch wurde uns schon ganz warm im Gesicht :-) dann durfte der LT ran. Noch nichtmal 30 sec. später war wieder paradiesische Ruhe im RTW. Bleibt mir sicher noch lange in Erinnerung, war einfach sehr eindrucksvoll für mich.
Persönlich halte ich von LT, Combi-Tube und Co etwas mehr als von einer reinen Lama, weil zumindest ein rudimentärer Aspirationsschutz gegeben ist und weil ich das Handling etwas einfacher finde. Aber irgendeine der o.g. Alternativen sollte wirklich auf jedem RTW zu finden sein. Gerade die Einmalvarianten sind wirklich nicht mehr teuer und erhöhen die Patientensicherheit enorm.

Gruss,

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.05.06, 15:52 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 16.12.05, 02:14
Beiträge: 86
Wohnort: An der Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn
Wir führen auf NA besetzten Rettungsmittel die LMA mit und chirurg. Besteck sowie ein QuickTrach-Set zur chirurg. Intervention mit.

Ich persönlich wir bin von der LMA in der Präklinik nicht so ganz überzeugt und würde Alternativen, wie z.B. den CombiTubus begrüßen.

_________________
Wer Worte tut, macht wenig, seid versichert, die Hände brauchen wir und nicht die Zungen (Shakespeare)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.06, 05:37 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Also, wir führen auf jedem RTW ein Larynxtuben Set mit, ebenso wie Quicktrach für Kinder und Erwachsene. Auf dem NEF zusätzlich ein chirurgisches Besteck.
Auf den LT möchte ich nicht verzichten.
Mit LM hab ich nur klinische Erfahrung wobei mir das handling des LTs besser gefällt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.05.06, 00:46 
Offline
Interessierter

Registriert: 19.08.05, 22:45
Beiträge: 11
Wohnort: Dresden
Bei uns werden auf jeden RTW ein Combitubus mitgeführt. Leider hat sich kein Weg gefunden das nichtärztliche Personal daran standartmäßig auszubilden. :? Auf dem NEF wird zusätzlich ein Quick Trach vorgehalten.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.05.06, 17:39 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
@Murphy
Bei uns war es zu Combituben Zeiten genau anders herum. Das RD PErsonal war ausgezeichnet geschult nur leider wollten sichunsere NÄ nicht damit anfreunden, ebensowenig den Einsatz uns überlassen, manchmal ein recht lustiges Bild wenn es nicht um die Gesundheit eines Menschen ginge. Deshalb bin ich froh das mit den LTs Material als alternativ Methode vorhanden ist das den Ärzten vertraut ist und ihnen damit eine noch bessere Versorgung ermöglicht.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Zum Thema AAM
BeitragVerfasst: 27.05.06, 07:58 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.05.06, 15:35
Beiträge: 12
Wohnort: 67063 Ludwigshafen,Blücherstraße 35
Tag`chen auch aus Ludwigshafen

Will erstmal sagen, daß mir diese Site und deren Aufbau echt gut gefällt und ich gerne hier surfe.Es scheint keine von diesen "Blaulichtseiten" zu sein in welcher die Anzahl der Alarmfahrten mit nem Lorbeerkranz umzingelt ist. Ich konnte die letzten Tage viel an Infos für mich gewinnen und auch verwerten,das nenne ich mal Sinn und Zweck!
Beim ASB in Ludwigshafen habe ich ne Umfrage unter den Kollegen gestartet: Fragekomplex wie folgt:
Kennst du Alternativtuben?
Wärst du an einer Schulung,im Umgang mit Alternativtuben, interessiert?
Kennst du die Preisgestaltung bei den AT?
Kennst du Einsatzmöglichkeiten des AT?
Wie oft hast du in den letzten 12 Monaten intubiert?
Welche AT kennst du ( Combi,Easy,LarynxM,LarynxT)?
...und noch so einige Fragen!
Fazit lautet.....wir werden auf beide RTW Larynxtuben setzen,ebenfalls in allen Notfallrucksäcken. Unser Personal wird von mir geschult und.....es darf nur eine Alternative zur Endotrachealen Int.sein!
In Ludwigshafen wird die Notfallversorgung durch RA`s ,im Rahmen der Notkompetenz und darüber hinaus durchgeführt und von den Klinikärzten,Notärzten und Niedergelassenen Ärzten auch gewollt. Wir wollen weg von der Notkompetenz in die Regelkompetenz und akzeptieren und fordern hierzu eine strikte Schulung und halbjährliche Überprüfung des Fachwissens! Netten Gruß aus Ludwigshafen
Hans


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Larynxtubus
BeitragVerfasst: 28.05.06, 06:45 
Offline
noch neu hier

Registriert: 28.05.06, 06:40
Beiträge: 2
Wohnort: Tübingen
Habe erst vor kurzem Kenntnis vom Larynxtubus erhalten, denke aber, er ist besonders für schwierige Einsatzbereiche eine echte Bereicherung. Mir wird schon himmelangst, wenn ich daran denke, in unserem Einsatzrahmen - der Höhlenrettung - intubieren zu müssen. Lehm, Wasser, nix gscheit sehen....da ist der Larynxtubus sicher eine echte Hilfe.

Gruß

Alex


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Höhlenrettung
BeitragVerfasst: 28.05.06, 08:11 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.05.06, 15:35
Beiträge: 12
Wohnort: 67063 Ludwigshafen,Blücherstraße 35
Guten Morgen Alex,

interessant ist es für mich, dieses Thema mal aus deiner Perspektive zu sehen! Seit knapp 10 Jahren bin ich nun schon, zwar sekundär aber trotzdem sehr häufig, in der Flugrettung tätig.Das heißt, daß ich Patienten per Stretcher aus dem Ausland nach Deutschland hole und hierbei war ich zweimal in die Situation der Intubation gekommen.
Das erstemal auf dem Flug von Bangkok nach Düsseldorf. Hier hatte ich nen Patienten mit verschiedenen Frakturen geholt und überm indischen Ozean war ein anderer Passagier nach nem Status Asthmaticus mit nem Infarkt kollabiert. Nun,die Boeing 747/300 ist zwar ein grosser Flieger aber auch hier gabs wenig Platz. Die EndoIntubation konnte deswegen nicht ausgeführt werden aber...ich hatte ja meine Larynxtuben dabei! Zwischenlandung in Oman, Patientenübergabe und weiter gings nach Deutschland. Der 2.Patient den ich mich nem LT versorgen durfte fand sich am Airport von Puerto Plata (Dom.Rep) in der Flughafenkneipe.Genau,ebenfalls Infarkt und Reapflichtig. ERGO: Ich bin froh die Dinger zu haben. Deswegen konnte ich unseren Chef auch vom Nutzen der LT überzeugen!Doch wie sieht es eigentlich bei dir/euch aus?Was nehmt ihr so an Equipment mit in ne Höhle?Gibt es Bilder von deinen Einsätzen oder Übungen? Würde mich schon interessieren.Falls du Bilder zur Verfügung stellen magst dann an: Medic-Flugrettung@web.de
Falls du Bilder von so ner Repatriierung sehen willst dann lass es mich wissen. Netten Sonntag noch und Danke,dass du auf meinen Eintrag reagiert hast!
Ps: schon toll....du rettest Unten und ich Obeni :wink: Hans


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.05.06, 10:25 
Offline
noch neu hier

Registriert: 28.05.06, 06:40
Beiträge: 2
Wohnort: Tübingen
Hallo Hans,

dolle Sache, kommst immer in fremde Länder, ich dagegen nur unter die Erde ....;-)

Falls Du mehr Infos haben möchtest:

www.hoehlenrettung-bw.de

Fragen beantworte ich natürlich auch gerne per mail: hoerebawue@hotmail.com

Gruß

Alex


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Unten und Oben
BeitragVerfasst: 28.05.06, 10:58 
Offline
Interessierter

Registriert: 22.05.06, 15:35
Beiträge: 12
Wohnort: 67063 Ludwigshafen,Blücherstraße 35
:roll: Servus Alex,
habe mir nach meinem letzten GB Eintrag eure HP angesehen.....ihr findet alle meine Hochachtung,eine tolle Leistung euererseits! Für mich wäre das allerdings nix in so ner Höhle denn

ich habe Spinnenangst vom Feinsten... :cry: :cry: :cry:

Im Flieger kann ich solchen widerlichen Biestern nicht begegnen,Gott sei dank!
Leider konnte ich bei den Bildern auf eurer HP nicht ausmachen welcher Kollege du bist,da waren so einige vertreten!
Bin gerade dabei ne NAW-Verlegung von Mannheim nach Hagen zu arrangieren die morgen früh los geht. Auch Bodengebunden bin ich heftig unterwegs ,weil der ASB kräftig mit Auslandsrückholfahrten im Dienst ist aber das ist in Ordnung....hauptsache mal raus aussem Dorf :wink:
Würde mich freuen bald wieder von dir zu lesen, Gruß von Hans


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Andere Kreise - Andere Sitten
BeitragVerfasst: 28.05.06, 12:07 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 29.06.05, 07:52
Beiträge: 27
Wohnort: Ostwestfalen-Lippe
Ich bin in 4 verschiedenen Kreisen tätig, die das Thema z. T. sehr unterschiedlich handhaben:
Kreis 1: Larynxmaske auf den NEF, ggf. auch Quicktrach
Kreis 2: Intubations-Larynxmaske auf jedem RTW im Schrank als Anwendung für den schwierigen Atemweg. Combitubus auf dem NEF.
Kreis 3: Intubations-Larynxmaske auf jedem RTW im Koffer zur Anwendung durch jeden RA bei Reanimation!!! Natürlich auch für den schwierigen Atemweg. Darüber hinaus noch Quicktrach im NEF. Jeder RA macht eine Anwendungspraktikum für die LMA-Fastrach im KH.
Kreis 4: Kombitubus und Quicktrach im NEF.

Alle Kreise liegen in einer Region und sind benachbart.
Erfahrungen? Bisher bei unmöglicher Intubation nur den Kombitubus und die Larynxmaske in der Anwendung gesehen. Das klappte sehr gut.
Die Fastrach regelmässig auch selbst in der Anwendung, wie schon beschrieben, aber noch nicht bei unmöglicher Intubation gesehen.
Quicktrach habe ich noch nie in der Realität zu Anwendung kommen sehen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google Adsense [Bot] und 4 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!