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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Transport Verstorbener im RTW ???
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 Betreff des Beitrags: Transport Verstorbener im RTW ???
BeitragVerfasst: 28.04.06, 11:06 
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Registriert: 29.09.05, 08:55
Beiträge: 177
Wohnort: München
Hallo,
mich interessiert mal die Frage.
Stimmt es, dass ein RTW keine Toten transportieren darf?
Außerdem, wohin fährt der RTW, wenn der Patient während des Transports verstirbt?
Ich mein, ein Krankenhaus kann doch dann auch keinen Toten aufnehmen
und die weitere Versorgung übernehmen.
Also wohin mit ihm? Wie ist das Procedere?


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BeitragVerfasst: 28.04.06, 13:11 
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Registriert: 04.10.05, 12:39
Beiträge: 21
Wohnort: Gosheim BaWü
Hi,

ich geb jetzt einfach mal die "Vorgehensweise " bei uns dar.

Es stibt kein Patient auf dem Transport!
Entweder wird solange reanimiert bis wir im KH sind, dort stellt dann ein weiterer Arzt den Tod fest.

Oder der Patient wird erst garnicht eingeladen.

In Einzelfällen, z.b. Renaimation nach VU im Regen oder REA in der Fußgängerzone kann es auch mal passieren das der "Verstorbene" wieder ausgeladen wird. Wobei bei meiner letzten REA in der Fußgängerzone ein "Transport" ohne Abrechnung natürlich zum Bestatter gefahren wurde. Dieser erklärte sich dazu bereit den Verstorbenen kostenlos zu "verwahren" bis sich die Angehörigen entschieden hatten welchen Bestatter Sie wählen.

*hmm* das hört sich jetzt rgendwie makaber an :roll:

Gruss Elton


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BeitragVerfasst: 28.04.06, 19:14 
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Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Hallo Piratte,

die übliche Vorgehensweise unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und ist im RD Gesetz und der Bestattunsverordnung geregelt.
In Bundesländern wie Hamburg mit eigener Fakultät Rechtsmedizin und kleiner Fläche, wird jeder Verstorbene auf öffendlichem Grund und Boden im RTW in eben diese Gefahren.
In SH transportieren wir keine Verstorbenen, es ist sogar untersagt. VErstirbt ein Patient wärend des Transports, fahren wir die nächste Klinik an (falls diese vom eigendlichen Fahrziel abweicht) und übergeben sie dort dem Personal bzw.ein Bestatter nimmt sie in seine Obhut bis sich die Angehörigen für ein Institut entschieden haben.

Mfg Marcus


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BeitragVerfasst: 29.04.06, 11:44 
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Registriert: 02.04.06, 16:11
Beiträge: 33
KT in einem RTW, patient stirbt eine straße vor ankunft ( zu hause ) Durften keine Rea durchführen! Patientenverfügung . Fuhren bis nach haus weil er dort sterben sollte und verständigten die leitstelle über unser vorgehen, die damit einverstanden war. polizei und bestatter kamen

*kurz version*


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BeitragVerfasst: 30.04.06, 18:18 
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Registriert: 22.12.05, 20:21
Beiträge: 91
Wohnort: Kaiserslautern
Hi,

in Rheinland-Pfalz darf laut Landes-Bestattungsgesetz (bzw. ihrer dazugehörigen Durchführungsverordnung) ein Toter nur in speziell dafür geeigneten Transportmitteln transportiert werden. Laut Rechtsmedizinischen Institut in Mainz gehört ein RTW oder NAW nicht dazu. Sollte ein Arzt während des Transportes den Tod feststellen ist das Fahrzeug unverzüglich anzuhalten und der Tote mit einem Betattungsfahrzeug weiter zu transportieren. Ich frage mich nur, in welchen Fällen es tatsächlich vorkommen kann, dass der Tod während des Transportes festgestellt wird. Außer natürlich der geschilderte Fall: klinischer Tod und Patientenverfügung. Aber auch hier kann der Notarzt nicht sofort einen Totenschein ausstellen: Das geht nur bei vorliegen sicherer Todeszeichen, als erstes würden hier wohl die Livores (Totenflecken) auftreten.
Also Patienten in die Wohnung bringen (in dem geschilderten Fall), halbe Stunde warten, Tod feststellen, Totenschein ausfüllen. Patient nicht während Transport verstorben. (Ob mich unsere Rechtsmedizin für die letzten beiden Sätze steinigen würde weiss ich nicht...)

Gruß,

Fabian


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BeitragVerfasst: 30.04.06, 20:32 
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Interessierter

Registriert: 19.03.06, 14:30
Beiträge: 9
Hallo,
Ich gehör zwar nicht wirklich in dieses Forum, aber beim durchlesen eurer Antworten fällt mir auch etwas ein. Ich habe mich des öffteren über dieses Thema mit RA s schon unterhalten.
Bei uns ist es so wie Elton schon beschrieben. Es stirbt keiner im RTW !!!!!!!! Wenn der Patient sich im RTW schon befindet wird bis zur Klinik weiter Reanimiert. Das liegt mit unter anderem auch daran, das ein Toder, bei uns nicht in einer Klinik aufgenommen werden kann! Denn die Todesuhrzeit (die ja in dem Fall im RTW dokumentiert wird bei der Feststellung des Todeszeitpunktes) darf nicht vor der Aufnahmeuhrzeit in der Klinik sein.
Rein hypotetisch gesehen, ein Patient verstirbt im RTW wärend der Fahrt, müsste angehalten werden und die Kripo benachrichtigt. Bei uns im Landkreis zumindest!!! Diese würden den Fall dann Aufnehmen und sich um den Abtransport des Verstorbenen kümmern. Dieses Prozedere nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch. In dieser Zeit wäre der RTW für ander Notfälle nicht einsatzbereit!!! Aus dem Grund stirbt bei uns keiner im RTW und es wird weiter Reanimiert.

Gruss
Steffi


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BeitragVerfasst: 30.04.06, 20:44 
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Registriert: 16.01.06, 11:25
Beiträge: 32
Wohnort: Rhein- Main
Bei uns ist es durchaus üblich, wenn an einem öffentlichen Platz reanimiert wird (z.B. Fußgängerzone) auch einmal gegen die "Transportvorschrift" zu verstossen. D.H. man fährt dann einen etwas abgelegen Platz (Hof der Feuerwehr, die Wache etc.) an und übergibt dort an den Einbringer. Für unklare Fälle, also wenn entweder die Leiche beschlagnahmt wird (Verbrechen?) oder der Bestatter nicht bekannt ist, gibt es hier eine Firma die einen Direktvertrag mit der Stadt hat und auch innerhalb kurzerZeit eintrifft.

Was aber auf jeden Fall nicht gemacht wird (und das obwohl regelmässig danach gefragt wird: Wenn ein Patient in einer Wohnung stirbt, wird er nicht von uns mitgenommen! Mich würde allerdings mal interessieren, wie soviele Leute darauf kommen, das nach erfolgloser Reanimation wir den Pat. trotzdem irgendwohin bringen?

Das Pat. eigentlich nicht im Fz. sondern formell erst in der Klinik (Wagenhalle) versterben, liegt aber auch daran, das nach dem Tod eines Pat. im Fahrzeug dieses komplett entwest werden muss.

Gruß deTzwen


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BeitragVerfasst: 03.05.06, 10:52 
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Registriert: 31.10.05, 13:54
Beiträge: 169
Wohnort: Land Brandenburg
Hallo,
genau ,lernt jeder auf den Schulen : " Im Rettungsmittel stirbt kein Patient " ! Das ist auch erstmal die einfachste Lösung - aber da kann es schon mal Problemchen geben :Einem jungen NA des eigenen Krankenhauses verstirbt ein Patient auf dem Transport. Wenn dann dieser - ja tote Patient in die Rettungsstelle gebracht wird-- und der RICHTIGE Arzt hat Dienst : Gute Nacht für den jungen Kollegen. Er wird sich dann sowieso mit dem Schriftkram abgeben müssen . ( schon erlebt ). Deshalb verfahren wir - wie schon hier beschrieben - dann gleich die " Halle" , übergeben an Bestatter oder Personal. Grundsätzlich verbietet aber auch hier das RDG die Mitnahme von Toten aus Wohnungen, VKU , Rea öffentl Plätze usw.- auch wenn es manchmal etwas peinlich aussieht jemanden wieder auszuladen. Bei Kindern, Arbeitsunfällen usw. kommt sowieso immer die Polizei und übernimmt den weiteren Ablauf.
Gruß Glaxina


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BeitragVerfasst: 03.05.06, 21:45 
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noch neu hier

Registriert: 03.05.06, 19:26
Beiträge: 1
Wohnort: Hamburg
Nabend,

also bei uns hier in HH gibt es eine DA der Feuerwehr, die folgendes aussagt:
- alte Laier: Im RTW stirbt keiner
- Unterscheidung zwischen öffentlichen und nicht öffentlichen Leichen:

Öffentliche Leichen liegen entweder auf öffentlichem Grund oder auf Grund, der von der Öffentlichkeit eingesehen werden kann. Diese Leichen sind in das Institut für Rechtsmedizin zu verbringen.

Nicht öffentliche Leichen liegen demensprechend auf privatem Grund und sind von der Öffentlichkeit nicht einsehbar. Hier wird dann die Einsatzstelle an die Polizei übergeben und der RTW hat sich funkeinsatzbereit zu melden. Ein Transport darf nur im Ausnahmefall auf Anweisung der Leitstelle erfolgen.

MfG, Chris


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