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Die Probleme eines RA beim Apoplex!
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Seite 3 von 3

Autor:  Kröte25 [ 15.03.06, 13:44 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich versuche mal auf die eigentliche Sache einzugehen.

Also bei uns ist es so, das wir recht viel Freiheiten und es stehen alle Ärzte hinter uns.

Beim beschriebenen Fall, weiß ich nicht, ob ich den Zugang unbedingt gelegt hätte, schon allein wegen der Zeitverzögerung zwischen Einweisung durch den HA und Eintreffen des RD. Auch fehlen mir für eine Beurteilung der Situation einige Vitalparameter und wie der Patient sich an sich gegeben hat.
Ich denke, das dort auch die Hausärzte gefordert sind, die wissen müssen, ob der Patient KTW, RTW oder RTW+NEF/NAW benötigen. Denn es wurde ja bereits von dem berühmten Zeitfenster geschrieben und bei einem Apoplex ist meines Erachtens nach ein RTW schon sinnvoll, es sei denn der KTW ist schnell dort. Ist dann Aufgabe der Leitstelle den anfordenden Arzt auch darauf hinzuweisen, wie lange es dauert, bis der KTW-Transport durchgeführt werden kann.

Wenn ich mit dem RTW zu einem V.a. Apopolex komme (wir fahren meist ohne NA an), dann muß ich natürlich nach Untersuchung entscheiden ob ich den NA brauche, oder auch nicht. Für mich ist der Zugang kein Grund den NA nachzufordern, es wird von uns sogar erwartet, das wir eigenständig handeln. Da haben wir viele Freiheiten, mit denen wir verantwortungsbewußt umgehen, damit wir diese auch behalten.

Wenn ich der Meinung bin, das ich mit SoSi zum KH fahren muß, dann kläre ich das mit der Lst und fahre.

Ich hatte schon mal den Fall geschrieben, das ich mit dem KTW zu einer Pneumonie gerufen wurde, die sich vor Ort als dickes Lungenödem herausstellte.
Ja, ich habe die Pat. im KTW mit SoSi zum KH transportiert, denn es hätte länger gedauert auf RTW und NA zu warten, da unser Kreis gerade ziemlich geplündert war. Im KH wurde die Pat. dann direkt auf die Intensiv gebracht, dort sediert und intubiert und 2 Stunden später verstarb sie. Ich habe mit einem unserer NA gesprochen, da er auch als HA genannt wurde (Pat. war 98 Jahre alt) und mir wurde bestättigt, das ich richtig entschieden hatte. Nein, in diesem Falle habe ich keinen Zugang gelegt, sonder nur kräftig O2 gegeben, da wir innerhalb von 2 Minuten mit SoSi am KH waren.

Zu der Zwischenfrage die gestellt wurde, bezüglich der Verbesserung der Symptomatik würde ich einfach davon ausgehen, das die Patienten zum einen beruhigter werden, vielleicht auch dadurch, das man ihnen erklärt, warum sie nicht sprechen können o.ä. Und man darf die Fälle von TIA und PRIND nicht vergessen, die man ja nun im ersten Moment auch als Apoplex einstufen muß. Die TIA bleibt ja nun längstens 24 Stunden und ich habe den plötzlichen Rückgang auch selber schon gesehen, ist wirklich faszinierend.

Ich hoffe ich bin nicht zu sehr abgeschweift.

LG Lissy

ach so, auch wenn eine Einweisung mit der Diagnose Apoplex vorliegt ist es gut den BZ zu überprüfen. Wir wissen doch alle, das sich die Symptome einer Hypoglykämie und eines Apoplexes ähnlich sind. :wink:

Autor:  RA NRW [ 16.03.06, 18:41 ]
Betreff des Beitrags:  Wieder da !

Hallo !

Wie ich sehe gab es sehr viele Diskusionen, was von mir auch so gewollt war.
Ich finde es aber nicht sehr gut das einer Diskussion so eskaliert, wo wir im RD doch eigendlich eine Vorbildfunktion haben !
Naja wie ihr seht ein bsp unde viele Meinungen ,aber keine die uns als RA und RS auch rechtlich auf die Sichere Seite bringt !
Meiner Meinung nach sind viele Sachen veraltet und müßten dringend überarbeitet werden.Es muss ganz klare Vorgaben für den RD geben und bedenkt die Zahl der NA in Deutschland wird in den nächsten Jahren immer weniger!

Gruß euer RA NRW

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