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medizin-forum.de • Thema anzeigen - ERC 2006 Supra endobronchial oder i.v ?
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BeitragVerfasst: 03.03.06, 11:35 
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:shock: Hallo ich habe in den neuen Empfehlungen (ILCOR) keine Eindeutigen Aussagen über den Verabreichungsweg von Supra etc. gesehen.Kann mir jemand näheres berichten?
Danke und Gruß aus der Heide
CrissCross

_________________
Alles wird gut.Der Bürger macht sich kein Bild.


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BeitragVerfasst: 04.03.06, 01:56 
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Die Aussage ist so schwammig, wie sie konkret ist. Gelingt dir ohne größeren Zeitverlust eine i.v. Applikation, dann sollte auf die e.b. Gabe verzichtet werden.
Sie ist also definitiv nicht mehr Mittel der Wahl. Sogar die i.o. Gabe sei vorzuziehen.
Dies ist die Empfehlung des ERC, bei ILCOR habe ich nicht nachgeschaut, sollte sich aber decken.

EDIT:
PS: Gerade nachgeschaut, die Richtlinien wurden zusammen erarbeitet.


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BeitragVerfasst: 06.03.06, 15:41 
Die Leitlinien sind m.E. nach nicht im geringsten schwammig, sondern eindeutig. Die intravenöse Gabe wird klar favorisiert. An zweiter Stelle steht die intraossäre Gabe (entsprechende Hilfsmittel dazu befinden sich bereits auf dem Markt!). Und erst als "letzte Möglichkeit" wird die endotracheale Gabe genannt. Man kann sie also somit als eher obsolet betrachten! Folgend ein Zitat aus den Leitlinien:


-Zitat Anfang: "Falls we­der ein intra­ve­nöser noch ein intraossärer Zugang ge­schaf­fen werden kann, können einzelne Me­dika­mente über den Endotra­che­altubus appliziert werden. Unglücklicherweise werden bei der Applikation von Medikamenten über den Endotrachealtubus nicht vorhersehbare Plasmakonzentrationen erreicht. Ebenso ist die optimale Dosis bei Applikation über den Endotrachealtubus schlichtweg nicht bekannt. Im Rahmen der CPR ist die äquipotente Dosis von Adrenalin über den Tubus etwa 3- bis 10fach höher als die intravenöse Dosis..." "... Bei der Gabe von Adrenalin über den Tubus wird die Dosis von 3mg auf 10 ml mit Aqua injectabile statt mit normaler Kochsalzlösung appliziert. EIne Verdünnung mit Aqua statt mit Kochsalzlösung erreicht wahrscheinlich eine bessere Absorption des eingespülten Medikamentes. Ebenso sind vorgefertigte Lösungen in bereits gefüllten Spritzen akzeptabel!" Zitat Ende-

Hoffe, das kann zur Beantwortung der Frage beitragen!

Mike Hallanzy


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BeitragVerfasst: 07.03.06, 03:17 
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Beiträge: 42
richtig, andere zugangswege werden klar favorisiert, diese aussage bestätigte auch prof. böttinger (mitglied der ständigen ilcor/erc-komission) des uk heidelbergs vorletzte woche während dem symposium in bremen.

_________________
bearly


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BeitragVerfasst: 15.04.06, 10:09 
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Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Hallo Zusammen,

bei der e.b. Gabe (was wohl eher ein mitteleuropäischer Verabreichungsweg darstellt) gibt es auch keine ausreichenden Hinweise auf tatsächlich erreichte Blutspielgelkonzentrationen. Im Tierexperiment wurde aber nachgewiesen, das Adrenalin bei e.b. Verabreichung tatsächlich erst ab 10fach erhöhter Dosierung, im Plasma nachzuweisen ist. Soll heisen: Eigentlich könnten wir gleich 10ml Suprarenin in den Tubus verabreichen. Dagegen gibt es meines Wissens keine Untersuchung welche belegt ob es nun besser sei, das Medikament einfach so in Tubus zu spritzen, die Anwendung eines EDGAR-Tubus zu favorisieren oder das Medikament durch einen präperierten Absaugkatheter zu jagen.

Liebe Ostergrüße an alle

Uwe Hecker

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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BeitragVerfasst: 16.04.06, 18:10 
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Registriert: 29.08.05, 09:30
Beiträge: 72
Zu mal Herr MPG eh ein Problem damit hat, einen Absaugkatheter als Medikamenten Applikator zu verwenden :)


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BeitragVerfasst: 17.04.06, 12:54 
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Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
@Mercutio
Deswegen nehmen wir einen Applikationskatheter. Da hat zumindest Herr MPG nichts dagegen.
Ich denke das Problem der e.b. Applikation ist nicht die Frage ob das Medikament das Serum erreicht, sondern in welchem Zeitraum und vorallem ÜBER welchen Zeitraum.


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