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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Paracetamolgabe
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 Betreff des Beitrags: Paracetamolgabe
BeitragVerfasst: 02.03.06, 19:00 
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DMF-Mitglied

Registriert: 29.08.05, 09:30
Beiträge: 72
Noch eine pädiatrische Frage....

hatten neulich einen fraglichen Fieberkrampf, bei Eintreffen Fieber 38,5° , sonst keine Anzeichen für Krampf, Vitalparameter i.O., ziemlich wach und interessiert schauend der Kleine.

Es erfolgte noch keine Temperaturmessung zuvor der Mutter ergo auch kein Paracetamol.

Mein Vorschlag der Gabe eines Zäpfchens lehnte der NA ab, mit der Begründung: Nicht dass er dann wieder krampft.

Wollte dann vorort nicht weiter diskutieren, aber ich hab das nicht so ganz verstanden.

Meinte er vllt sowas wie das Narcanti Problem (Abbauch schneller als Opiat) ?? Vom Fiebersenken kranpft das Kind ja bestimmt nicht....

Vielleicht könnt Ihr euch was erklären.
Falls nicht nicht, vllt als Frage an die NAs: Gibts denn etwas was dagegen spricht einem fiebernden Kind Paracetamol zu geben??

Gruß
solutio


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BeitragVerfasst: 02.03.06, 19:14 
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DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Zitat:
Gibts denn etwas was dagegen spricht einem fiebernden Kind Paracetamol zu geben??


Moin!

Klare Frage - klare Antwort: Nö.

Außer natürlich die bekannte Allergie.

Lag hier vielleicht die Trias: seltener Notfall - unbekannte Dosismenge - unerfahrener NA vor :?: :wink:

Gruß
A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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BeitragVerfasst: 02.03.06, 19:20 
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DMF-Mitglied

Registriert: 29.08.05, 09:30
Beiträge: 72
Danke für die Antwort....hmm vielleicht such ich noch mal den Rat des Doctors....

Zur Trias:
1) Naja...Fieberkrampf ist jetzt ja nicht sooo selten, zu mal wir Kleinstadtrettung sind, sprich eine gewisse Einatzfrequenz haben
2) Wir haben eh nur die 250er
3) NA ziemlich erfahren, höchstens lustlos ;)

Könnte mir höchstens vorstellen, dass er zu faul war und dachte jaja passt schon :)
So schlimm ist 38,5° nicht und Vitalwerte sind ok :)

Er hat den T auch nicht begleitet und sich nicht mehr groß fürs Kind interessiert. Ich mein es ging ihm ja auch ganz okay, außer halt den mittelschweren Infekt.

Wie auch immer....komisch halt :)

Grüße


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BeitragVerfasst: 02.03.06, 19:50 
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DMF-Mitglied

Registriert: 20.05.05, 14:39
Beiträge: 61
Wohnort: Windeck
Okay mir fehlt zwar das Medistudium aber ich könnte mir auch denken dass der NA dem Kind nicht unnötig Medikamente geben wollte. Frage wie alt war das Kind? Also 38,5 sind ja nun wirklich nicht soooo unberuhigend und können auch ruhig die paar Minunten für den Transport unbegleitet ( lag evtl auch noch was anderes vor ) und unbehandelt bleiben. Ich kenne es also auch das der NA auf der Straße in solchen "undramatischen" Fällen von einer Medigabe absieht und das eher den Kinderarzt in der Klinik entscheiden lässt. Welcher sich dann ja nunmal doch meißt mehr auskennt.

Und ich finde dass hat dann nichts mit Faulheit zu tuen sondern ist eher recht kompetent weil warum muss man immer alles schon möglichst auf der Straße "operieren"

Nur so nen Gedanke :wink:

Micha


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BeitragVerfasst: 02.03.06, 19:55 
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DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Hallo nochmal,

in der Tat, bei genauerem Nachdenken,....äh...war ich es am Ende selbst? ( :arrow: "Lustlos") :wink:

Hier gar nichts zu tun, ist sicher auch nicht falsch, gar keine Frage!

Meinen eigenen Kindern gebe ich bei 38,5 nix - aber wenn es heißt: Z.n. Fieberkrampf? ie "Krampfschwelle" liegt bei jedem Kind anderswo. Paracetamolgabe wäre so eine Art "Sicherheitsentscheidung" mit er man auch nicht viel falsch macht.

Gruß
A. Flaccus

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Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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BeitragVerfasst: 02.03.06, 20:33 
Hallo Forum,

ich gebe bei Z.n. Fieberkrampf immer Paracetamol, auch wenn die Temperatur (noch) im subfebrilen Bereich liegt, das Kind aber eindeutig einen Infekt hat. Habe schon bei 37,8 ° einen Fieberkrampf erlebt, die treten nämlich bevorzugt beim Anfiebern auf und nicht erst ab einer bestimmten Temperatur.

Anders verhalte ich mich bei Z.n. cerebralen Krampfanfällen anderer Genese, da gebe ich bewußt kein Benzodiazepin, außer das Krampfleiden ist bekannt und ausdiagnostiziert und der Patient berichtet, daß er oft mehrere Anfälle hintereinander bekommt. Bei allen anderen habe ich aber eine aufgezogene Diazepam bereitliegen und der Patient hat natürlich einen Zugang. Die Neurologen sind eigentlich immer froh, wenn diese Patienten keine Benzos intus haben, da dann die Diagnostik mit neurologischem Status und EEG unverfälscht sind.

Gruß von doc-in-not :wink:


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BeitragVerfasst: 03.03.06, 12:31 
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DMF-Mitglied

Registriert: 16.12.05, 02:14
Beiträge: 86
Wohnort: An der Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn
Theoretisch Antipyretika, also Fiebersenker beim Kind erst ab 39,5 °C oder 38,5 °C bei Risikokiddies, also Z.n. Fieberkrampf, neurolog. oder hämodyn. Erkrankungen etc. pp
Ich denke man sollte auch das Alter sehen weil Kind ist ja nicht gleich Kind, gerade was die Krampfschwelle betrifft.
Wie alt war denn der kleine Patient, wenn ich fragen darf?

Ein zu rasches Absenken des Fiebers kann besonders in der Päd. auch einen Krampfanfall auslösen, aber ich denke, da sollte man die Kirche im Dorf lassen...

Ich würde mittlerweile eher (bei cerebraler Genese) eher von Diazepam zu Clonazepam tendieren...

_________________
Wer Worte tut, macht wenig, seid versichert, die Hände brauchen wir und nicht die Zungen (Shakespeare)


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BeitragVerfasst: 03.03.06, 12:49 
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Registriert: 31.10.05, 13:54
Beiträge: 169
Wohnort: Land Brandenburg
hallo zusammen ,
ich denke , bei dieser temperatur kann man noch ruhe bewahren und einen sicheren transport in die kinderklinik verantworten - ohne medikamente. meine meinung, andere lese ich gern .
gruss glaxina


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BeitragVerfasst: 07.03.06, 08:03 
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Registriert: 10.01.06, 21:06
Beiträge: 147
Wohnort: München
Bei uns bekommen die Kinder bei 38,5 Temp. was fiebersenkendes... wenn sie mit Krampfanfall eingeliefert worden sind... und vor allem wenn es schon der 2. oder 3. war... warten wir nicht lang....!! Immer wichtig in Anamnese zu fragen, ob es das erste mal war, dass das Kind gekrampft hat...

grüße


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