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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Der Schlaganfall - ein Notfall...
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BeitragVerfasst: 06.04.06, 16:29 
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DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Moin, moin!

Informierter Patient hat geschrieben:
Damit wäre also doch die bleibende Unsicherheit zum "Ausrücken" für mich bestätigt aus einer anderen Sicht eben und ich damit auch nicht glauben kann, dass es eine eindeutige Antwort geben kann.


Um es nochmal klar zu sagen (wie es schon "doc-in-not" tat): Die Schilderung Ihrer Symptome bedeutet RTW und Notarzt-Alarm, da hier auch von "Krämpfen" die Rede ist (was ein Leitstellendisponent nicht näher verifizieren muss/kann).

Eine TIA ist erst dann eine solche, wenn alle Symptome wieder abgeklungen sind. Sind noch Symptome da, ist es bis zum Beweis des Gegenteils ein Apoplex.

Für mich als Notarzt macht das in der Erstversorgung auch keinen Unterschied. Der Pat. gehört in eine Klinik mit Neurologie etc. (wurde alles schon beschrieben).

Will der Pat. zu Hause bleiben, weil er "das schon kennt" oder aus anderen Gründen, dann muß es mir seine Verweigerung unterschreiben. Habe ich den Eindruck, daß der Pat. im Rahmen seiner cerebralen Durchblutungsstörung verwirrt ist (was nicht selten der Fall ist), setze ich mich über den Patientenwillen hinweg, drohe notfalls sogar mit der Polizei.
Bisher hat aber noch jeder meiner Patienten die Ernsthaftigkeit dieser Symptome irgendwann eingesehen und ist mitgekommen.

A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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BeitragVerfasst: 06.04.06, 17:19 
Hallo "DocAlf",

na ja, genau deshalb ja auch kein Not-Doc. Ich hatte ja Montag meinen altgedienten HA aufgesucht, der das ja auch schon von mir kennt und auch in der Vergangenheit da richtig lag, na ja aber auch mit ungutem Gefühl und ich deshalb ja jetzt auch eine AU für die nächste Zeit habe. Aber aus Erfahrung hatte der Klinikaufenthalt damals auch nichts genutzt, ausser dass es nicht ernst genommen wurde und ich deswegen heute noch u.a. mit dem Augenhintergrundschaden konfrontiert bin. Die so genannten zerebralen "Versorgungslücken" sind bei mir mechanisch bedingt, also je nachdem welche Körperhaltung und ich auch je nach Haltung richtig sprachlos werden kann und auch das wegen des eigenartig aussehenden Craniums dann doch immer wieder mehr für Flucht vor mir, als Zuneigung in Richtung Abklärung sorgt. Und darum habe ich mich mehr und mehr von dieser Sinnlosigkeit mit absolut üblichen ärztlichen Demütigungsattitüden zurückgezogen. Sicherlich und sehr ungern werde ich in den nächsten Tagen, wenn es nicht besser werden sollte mit den z.B. Sensibilitätsstörungen, versuchen mich mal wieder lächerlich zu machen. Aber die Persistenz von mehreren Tagen beweist doch nach Literatur noch keinen Schlaganfall. Es gibt doch noch so ein Zwischending, also das PRIND. Nichts Schlimmes also u.a. so eine A.basilaris und embryonaler Abgang der A.cerebri posterior als Variante http://www.pichub.com/uploads/c140516e6c.gif bei mir, der schon einmal mit so ungünstigen hier besprochenen Verläufen in der Literatur in Verbindung gebracht wird und nur keine Sorge, denn ich weiss was ich mache, zumindest habe ich heute nicht mehr den Eindruck, dass jemand anders es besser konnte und in der Ruhe liegt die Kraft. :wink:

Freundliche Grüsse


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BeitragVerfasst: 07.04.06, 00:02 
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DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Hallo i. P.
puhh... auch wenn ich glaube das in dieses verfestigte Meinungsbild voller Verletzlichkeit kaum ein Vordringen möglich sein wird meine Gedanken dazu.
Der wichtigste Punkt ist die Betrachtungsweise bei der Klassifizierung. Ein Apoplex wird nicht durch die persistens der Symptome bewiesen, sondern alle Unterklassen ergeben sich aus einem evtl. Rückgang der selbigen. Will heißen, Symptome ergeben den Apoplex, Punkt. Sollten sich die Symptome nach einem Tag (TIA) oder Wochen (PRIND) etc, vollständig zurückziehen so weicht man von der Anfangsdiagnose ab.
Ärztliche Demütigungsattitüden sind alles andere als üblich und sollten diese persistieren ist es klug über seine eigenen Umgangsformen nachdenken um herauszuarbeiten ob man evtl. der Auslöser für diese Ablehnung ist.
Es gibt einen riesen Unterschied zu erworbenem Berufswissen und eigenständiger Ausarbeitung ohne fachlichen Bezug aus der Literatur. DocAlf hat im Anästhesie Forum einen informativen Beitrag dazu verfasst. Patienten mit einem hohen Maß an erworbenem "Laienwissen" aus Büchern und dem web, stellen gepaart mit einer globalen Ablehnungshaltung dem KH oder unbekannten Ärzten gegenüber eine nicht nur fachliche Herausforderung dar, die nicht immer adäquat zu bewältigen ist.
Manchmal einfach dem Fachpersonal vertrauen, wir haben unser WIssen nicht nur aus Büchern, sondern auch aus zigfacher Beobachtung.


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BeitragVerfasst: 07.04.06, 07:32 
fa7x110 hat geschrieben:
Hallo i. P.
DocAlf hat im Anästhesie Forum einen informativen Beitrag dazu verfasst.


Hallo fa7x110,

könntest Du den Artkel bitte mal verlinken ? Er würde mich interessieren, aber ich finde ihn nicht.

Danke und Gruß von doc-in-not :wink:


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BeitragVerfasst: 07.04.06, 08:59 
Hallo "fa7x110",

nun mal schön entspannt bleiben, denn ich habe mich auch mit Bestätigung von Ärzten gut mit meinen Dingen auseinandergesetzt und möchte hier nicht so sehr auf Details eingehen, die die Ärzte eben nicht wussten. Ein Erlebnis rein somatischer Art könnte ich bei möglicher Unbefangenheit mal per PN senden, da es ein besseres Licht auf hier so gelobte Fähigkeiten mit dazugehörigen Verweisen hier wirft.

Mein Verhalten war und ist von Freundlichkeit und Kooperation geprägt und allerdings auch ausgestattet mit einer Reflexion, quasi einem Verhaltensspiegel, zu den allerdings sehr wohl landläufig weit verbreiteten und leider schon seit der Kindheit erfahrenen fehlerhaften Verhaltensweisen von Medizinern, weil eben niemals die notwendige soziale Kompetenz für so einen Beruf professionell erlernt wurde und ich damit die wissenschaftlichen Ausarbeitungen dazu nur bestätigen kann. Soll heissen, dass ich mit den viel zu wenigen Medizinern, die ihre sozialen Fähigkeiten beherrschen, auch gut zurecht komme, da ich eben ein freundlicher und offener Mensch bin und die unkooperativen zu vielen medizinischen Knüsselköppe eben nur das bekommen, was sie eben wohl nur verstehen. Ganz einfach also. :wink:

Aber wenn wir schon einmal dabei sind und ich möchte dabei trotzdem nicht das Thema verlassen, bzw. sich daraus eine weitere Problematik ableitet:

So habe ich mir an weit entfernten nationalen Orten, wo ich arbeite, eine gute medizinische Infrastruktur aufbauen können mit einer positiven Erfahrung gerade auch in Hinsicht auf die immer so wichtige soziale Kompetenz, dass es mich sogar schon etwas befremdet hatte. Aber nun bin ich zur Zeit an dem Ort meiner ersten Residenz plötzlich in der beschriebenen Art und Weise erkrankt, da wo es nur Fehldiagnosen-Katastrophen in der Vergangenheit gab mit aus heutiger Sicht, vor allem neutraler ortsferner ausführlicher Diagnosen, die schon ein richtig mafiöses System einer Art hiesigen Ärztebande des Schweigens und Vertuschens mir hier offenbarten. Und nicht nur mir, sondern auch meinen Angehörigen, die das ja schliesslich alles miterleb(t)en.

Die beiden einzigen Kliniken für einen Notfall? meiner Art, die hier am Ort für eine Behandlung in Frage kämen, hatten sich schon mit den Fehlbehandlungsvorwürfen auseinanderzusetzen. Eine davon war auch zu einem offenen Gespräch bereit, was sich also auch mit der ärztlichen Leitung, der Pflegedienstleitung und dem Patientenfürsprecher in persönlicher und konstruktiver Art so ergeben hatte. Aber auch nur deshalb, weil ein gegenseitiges Interesse fern einer juristischen Auseinandersetzung geäussert wurde und ich auch weiterhin da kein Interesse dran habe und ich darum so prophylaxisch "böse" wirke. Die ärztliche Leitung hatte mir gegenüber auch die Fehler eingeräumt, die bei der Unterlassung nach u.a. meiner Bewusstlosigkeit mit anschliessenden temporären Lähmungen und bleibendem beidseitigen Schaden der Augenhintergründe entstanden waren. Die Pflegeleitung war gut beraten zu schweigen und der Patientenfürsprecher lief mir bis zum Schluss unter der Fusssohle her. Da aber ein ernsthaftes Interesse mit Vorschlägen zur Verbesserung vom sehr kompetent wirkenden ärztlichen Direktor kam mit anschliessender Entschuldigung, war das für mich auch mit Zuversicht beendet.

Nur, und das ist das Problem, genau wie in der anderen fehlereinräumenden Klinik, dass ich da selbst bei dem Versprechen auf Besserung nicht mehr hin kann. Ich hatte danach auch eine Patientenverfügung und den Anhang dazu geschrieben, die diese Kliniken und die anderen nichtwissenden Ärzte zu meinem unbekannten Fehlbildungssyndrom und die vielfachen Auswirkungen dazu, explizit ausschliessen. Diese Verfügung liegt auch mehreren Personen so vor.

Wie ist denn das nun in einem so genannten Notfall und durch die Patientenverfügung die vorher fehlbehandelnden ortsnahen Kliniken ausscheiden?

Freundliche Grüsse


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BeitragVerfasst: 07.04.06, 09:30 
Informierter Patient hat geschrieben:
Wie ist denn das nun in einem so genannten Notfall und durch die Patientenverfügung die vorher fehlbehandelnden ortsnahen Kliniken ausscheiden?


Ein ausführlicher Thread zu diesem Thema ist hier zu finden:

http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=6469&partner=rettmed

Kurz zusammengefasst würde eine Patientenverfügung in einem Notfall vor Ort nicht berücksichtigt.

Wenn mir ein Patient sagt, er will auf keinen Fall in ein bestimmtes Krankenhaus, versuche ich schon, Alternativen aufzutun. Das gleiche gilt für Patienten, die vielleicht in "meinem" Einzugsgebiet zum Notfall werden, aber in einem Nachbarkreis wohnen. Hier versuche ich, ein möglichst wohnortnahes Krankenhaus anzufahren. Diese Alternativen müssen aber in akzeptabler Entfernung /mit akzeptabem Zeitaufwand erreichbar sein und der Krankheitszustand des Patienten muß eine vielleicht längere Fahrt erlauben.

Gruß von doc-in-not :wink:


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BeitragVerfasst: 07.04.06, 09:38 
Vielen Dank für die Information. :wink:


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BeitragVerfasst: 07.04.06, 09:43 
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DMF-Moderator

Registriert: 30.01.05, 10:41
Beiträge: 983
Hallo Leute !

Da alles wesentliche zu dem Thema mittlerweile mehrfach besprochen wurde, beende ich Diskussion an dieser Stelle.

Zusammenfassend handelt es sich bei einem Schlaganfall um einen Notfall.
Eine adäquate Diagnostik und Therapie ist extramuralen Bereich nicht möglich, daher ist ein rascher Transport angezeigt.

Ob Notarzt ja oder nein, hängt primär vom Patientenzustand und in zweiter Linie von den örtlichen Gegebenheiten (Eintreffzeiten , Lage zur Stroke Unit) ab.

Eine absolut gültige generelle Empfehlung kann daher nicht abgegeben werden.

mit freundlichen Grüßen

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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