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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Wichtige Frage!!! Marcoumarpatient und Unfall
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BeitragVerfasst: 28.12.05, 10:56 
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Registriert: 27.11.05, 17:51
Beiträge: 23
Hallo Zusammen!

Ich bin Marcumar-Patient und somit künstlicher Bluter. Jetzt hatte mir jemand gesagt, das Ersthelfer am Unfallort keine Taschen durchsuchen dürfen...
Was kann ich tun um darauf aufmerksam zu machen, das ich Bluter bin?
Kette? Armband? Worauf achtet ihr???

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

LG Sunny


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BeitragVerfasst: 28.12.05, 11:10 
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Beiträge: 110
Wohnort: Norddeutschland
Moin auch,

also ich habe das bisher so gemacht, wenn jemand nicht ansprechbar war/ist, kümmere ich mich erstmal nur um die Person und schätze das Alter des zu Versorgenen. Wenn mir jemand helfen sollte, dann bitte ich den jenigen in die Taschen zu schauen, um evtl. Personalausweis, Blutspendepass, Krankenkassenkarte etc. zu finden. Das ist in erster Linie das wichtigste. Telefonnummern von Angehörigen, darum kümmert sich die Polizei bzw. das KH.

Wenn die Person bei Bewusstsein ist, mache ich das mit der Person zusammen. "Können Sie mir Ihren Ausweis geben, ich bräuchte Ihre Krankenkassenkarte etc. ..." oder "Kann ich Ihnen dabei helfen, wenn Sie möchten..."
Diese "Zusammenarbeit" beruhigt auch die Person, jedenfalls in den meisten Fällen.

Ich hoffe ich habe dir helfen können.

PS: An einem Unfallort würde ich die Tasche dann direkt an die Polizei bzw. Rettungsdienst weiter geben und denen auch sagen was ich alles herausgenommen habe.


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BeitragVerfasst: 28.12.05, 11:18 
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Registriert: 27.11.05, 17:51
Beiträge: 23
Danke für deine Antwort.

Ich geh jetzt einfach mal davon aus, das ich bei einem Unfall nicht bei bewusstsein bin. Also kann ich auch keinen darauf aufmerksam machen, das ich einen Notfallhilfepass und meinen Marcumarpass in meiner Tasche habe.

Mein Angst ist diese, dass es dann nicht rechtzeitig bemerkt wird.


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BeitragVerfasst: 28.12.05, 12:12 
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Registriert: 17.08.05, 17:36
Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Hallo Psunny,

wer sagt das man am Unfallort, oder wo auch immer, die Taschen eines Patienten, sofern dieser bewustlos ist nicht durchsuchen darf ? Ich werde mich da von niemanden aufhalten lassen, da es hiebei nicht um die Befriedigung meiner Neugier oder ums "durchschnüffeln" geht - sondern ganz klar um das sammeln von Informationen die der Anamneseerhebung dienen.
Dann dürfte ich ja auch nicht die Handtasche einer jungen nicht ansprechbaren Patientin durchsuchen. Und was wenn dort ein Mutterpass ist, der mir und / oder dem Notarzt wichtige Informationenen liefert.
Aber lassen wir mal die Kirche im Dorf: Rechtlich weis ich wirklich nicht wie das aussieht, Ersthelfer im klassischen Sinne dürfen solche Maßnahmen wohl auch nicht tun. Rettungsdienst und Notärzte sind allerdings, auch wenn sie privat zu einem Unglück dazu kommen, zunächst keine Ersthelfer, da sie über eine besondere medizinische ausbildung verfügen. Und ich denke die meisten meiner Kollegen, werden wenn die Zeit es erlaubt schon einmal einen Patienten "durchsuchen".

Gruß

Uwe

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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BeitragVerfasst: 28.12.05, 14:08 
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Registriert: 29.11.05, 17:05
Beiträge: 26
Was für Fälle gibt es denn, bei denen die Marcumarisierung des Patienten zu einer echten Therapiekonsequenz führen würde? Zumindest also solche, die bereits präklinisch von Bedeutung wären?
Mir fällt da gerade kaum etwas ein, wenn dann ist doch eher die Erkrankung relevant, aufgrund derer die Marcumar-Therapie angeordnet wurde, oder?


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 Betreff des Beitrags: Marcumar Notfallanhänger
BeitragVerfasst: 28.12.05, 21:40 
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Registriert: 05.02.05, 17:44
Beiträge: 60
Hallo Psunny,

Kleidung darf durchsucht werden, aber dazu hat man bei einer bedrohlichen Blutung keine Zeit.

Selbst wenn wir wissen, dass ein Patient Marcumar nimmt, hat es am Notfallort keine Konsequenz für die Therapie.

Früher hatten die Patienten eine Ampulle Konakion als vermeintliches Gegenmittel dabei. Aber das wirkt erst nach Stunden oder Tagen?

Darum hat man es aufgegeben.


Es gibt Notfallanhänger.

Entweder als Halskette oder als Armband.

Es sind Metallkapseln, es steht SOS darauf. Darin kann man auf einem kleinen Zettel alles wesentliche für den Notfall aufschreiben.

Bißchen googeln

Gruß


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BeitragVerfasst: 28.12.05, 22:15 
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Registriert: 27.11.05, 17:51
Beiträge: 23
danke für eure Antworten... Ich trage momentan nur ein normales Namensschildchen-Armband mit der Aufschrift Marcumar...also wird es wohl nicht reichen. Ich werde mal nach diesen SOS Anhängern suchen.

Danke für eure Hilfe und guten Rutsch


Sunny


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 Betreff des Beitrags: Notfallanhänger
BeitragVerfasst: 30.12.05, 01:13 
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Registriert: 05.02.05, 17:44
Beiträge: 60
Hallo psunny,

Bei google gefunden.

www.0800soskapsel.de

www.notfallmarke.de


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BeitragVerfasst: 30.12.05, 12:05 
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Registriert: 27.11.05, 17:51
Beiträge: 23
super - vielen Dank für die Links.
Die SOS-Kapsel werde ich mir direkt mal bestellen!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein gesundes und glückliches neues Jahr!

LG Sunny


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BeitragVerfasst: 30.12.05, 12:46 
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Registriert: 18.02.05, 18:27
Beiträge: 417
hallo,

ergänzend wäre vielleicht noch zu erwähnen, daß blutuntersuchungen, die standardmäßig bei jedem der so schwer krank oder verletzt ist, daß er sich nicht mehr selber äußern kann, immer die blutgerinnung einschließen und die blutverdünnung erkennen lassen werden.

grüße

downcase


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BeitragVerfasst: 30.12.05, 18:32 
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Registriert: 14.02.05, 00:03
Beiträge: 2556
Wohnort: USA
Also wenn ich sowas hätte dann würde ich mir die Marke für um den Hals holen.
Denn die meisten Leute schauen da eher nach als an dn Handgelenken.
Besonders wenn es Ersthelfer sind.
Und wenn die sowas finden dann werden sie wahrscheinlich schon beim Notruf diese Info weiter geben.


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