Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Reanimation - unter besonderen Umständen
Aktuelle Zeit: 19.10.17, 08:35

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 18.12.05, 00:02 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 30.01.05, 10:41
Beiträge: 983
Hallo !

Michel hat einen doch sehr bewegenden Fall gepostet. Damit er nicht im "Skurrilen und Witzigem" untergeht, stelle ich ihn hier zur Diskussion.

Zitat:
Alarm für den RTW und das NEF - 53-jährige Frau klagt über Herzrasen und Übelkeit
Als die Crew vor Ort eintraf und klingelte, öffnete ihnen eine Frau mit den Worten:"Kommen Sie bitte rein." und brach im selben Moment bewußtlos zusammen.
Erste Vitalkontrolle ergab Herz-Kreislauf-Stillstand.
Noch im Flur lief die ganze Palette an Maßnahmen ab, also Beatmung, HDM, Zugang, Medis, EKG, eben alles was möglich ist. Das Team arbeitete fast eine Stunde, leider ohne Erfolg.
Die Koffer waren leer, die Kollegen kaputt, der Flur sah wie nach einer Schlacht aus und der NA war enttäuscht, da es ja eigentlich optimal gelaufen ist - nahezu schulbuchmäßig.

Verdachtsdiagnose: massiver AMI mit kardiogenem Schock.
Der Ehemann hat eine Obduktion beantragt, da seine Frau bis dato kerngesund war, nie irgendwelche Beschwerden hatte und er Klarheit haben möchte.
O-Ton Ehemann:" Man fällt doch nicht einfach um und ist tod?"

Meine Kollegen waren nach dem Einsatz auch sehr enttäuscht, da sie ihr Bestes gegeben hatten und trotzdem der Frau nicht helfen konnten.

Es gibt solche Fälle, aber es ist schon sehr makaber, wenn man vom späteren Opfer höflich aufgefordert wird einzutreten und dann zusehen muss, wie diese Frau vor den eigenen Augen tod umfällt.

Mich hat die Erzählung meiner Kollegen sehr beeindruckt und wir haben lange auf der Wache diskutiert, was schief gelaufen sein könnte, sind aber zu dem ergebnis gekommen, dass alles o.k. war, aber medizinisch einfach keine Rettung möglich war.

# Nachdenk !#

euer asb-michel
_________________
Ich sehe meinen Beruf als Berufung an und bin stolz darauf.


mit freundlichen Grüßen

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.12.05, 08:31 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Die Obduktion findet am 22.12. statt mit Ergebnissen kann ich erst zwischen den Feiertagen rechnen und hab alle meine Beziehungen spielen lassen, um etwas zu erfahren auch hab ich mich mit dem Ehemann kurz geschlossen und hoffe euch allen ein ergebnis vorlegen zu können - noch in diesem Jahr!

der asb-michel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.12.05, 18:27 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 06.07.05, 19:31
Beiträge: 475
Wohnort: England, Newcastle
Diese Problematik beschäftigt mich auch. Warum scheitert man unter den besten Eingangsparametern und hat dann wieder bei nichtigen Umständen Erfolg.. wer zieht die Strippen wer bestimmt... je höher die Motivation und der Einsatz je tiefer das emotionale Loch das sich beim "Versagen" unter dem Team auftut.
Selbst mit einem gefestigtem Umfeld (Familie, Kollegenstamm) ist die Verarbeitung solcher EInsätze zeitbehaftet und kräftezehrend.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.12.05, 08:03 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Möchte noch ein Beispiel zu dem Thema aufschreiben, dass ich selbst erlebt habe.
Es war genau am 21.12.2001, da wurden wir zu einem Mann gerufen, der über Herzschmerzen klagte.
Als wir eintrafen lag der Mann auf einer Couch, neben ihm stand ein Tischchen auf dem Zigaretten lagen und ein voller Aschenbecher stand. Er erzählte uns, in Anwesendheit seiner Frau, dass er am Vortag schon einmal Beschwerden hatte, die dann aber wieder verschwunden wären.
Der NA stellte noch einige Fragen, während wir die Vitalparameter aufnahmen und ein EKG schrieben, was relativ unauffällig war.
Plötzlich, mitten im Satz, verdrehte der Mann, der mein Jahrgang war, plötzlich die Augen, hatte gestaute Halsvenen, gab seltsame Geräusche von sich, hatte für Sekunden Streckkrämpfe und das EKG zeigte eine Nulllinie.
Die Frau, die alles beobachtet hatte, bekam einen Schreikrampf und ein Teammitglied führte sie sofort aus dem Zimmer und kümmerte sich um sie, während wir anderen ( wir waren bei dem Einsatz zu sechst, weil 2 Praktikanten mit waren, sofort mit der Reanimation begannen. Die Reanimation lief über 1 1/2 h. Wir hatten keinen Sauerstoff mehr, auch die großen Flaschen aus dem RTW hatten wir hochgeholt und verbraucht. Die Medis waren alle -
und das Ergebnis war - eine erfolglose Reanimation, die unter optimalen Bedingungen begonnen und sehr optimal gelaufen war.
Der Kollege, der bei der HDM abgelöst wurde, kümmerte sich jeweils um die Frau und betreute sie psychologisch. Sehr schonend bereiteten wir sie so auf "das Schlimmste" vor, sodass sie die Nachricht von der Erfolglosigkeit unseres Tuns relativ gut aufnahm.
Auch hatten wir schon die Angehörigen im Vorfeld gebeten zu kommen, falls es "Probleme geben sollte", was sich als sehr sinnvoll heraus stellte.
Wir haben dann noch fast 30 Minuten gemeinsam mit der Ehefrau und deren Eltern in der Wohung zugebracht und sie betreut, bis sie der Meinung waren, sie bekämen das schon in den Griff. Ich habe auch die Notfallseelsorge angeboten, die aber abgelehnt wurde.
Mir ging der Einsatz doppelt nahe.
Einmal, weil es mein Jahrgang war und auch ich zu den Rauchern gehöre, wenn auch seit dem Zeitpunkt deutlich weniger Zigaretten von mir konsumiert werden und
zum anderen, weil es so kurz vor dem Fest war.
Zwei der Kollegen, die mit vor Ort waren, lehnten es ab, an der Einsatznachbesprechung teil zu nehmen, da sie der Meinugn waren, es gibt nix zu reden und der Pat. hätte "eben Pech gehabt".
Die Kollegen, die mit dem NA an der Einsatzbesprechung unter meiner Leitung teilnahmen, haben sich bedankt und das Erlebte wesentlich schneller verarbeiten können, als die ANDEREN.
DAs die anderen Kollegen noch Probleme mit der Verarbeitung hatten, war noch Wochen später zu spüren, wenn man sie auf diesen Einsatz hin ansprach. Sie versuchten auszuweichen oder gaben "coole" Sprüche von sich, die nie überzeugend waren.

Mir fiel der Einsatz gerade wieder ein, weil die Ehefrau des Pat. mich seitdem immer am
21.12. anruft, sich bei mir für die Betreuung und unseren Einsatz damals bedankt und mir, meiner Familie und den Kollegen ein Frohes Fest wünscht.

Sie braucht diesen Kontakt wahrscheinlich, weil sie noch immer nicht mit dem Geschehenen fertig ist. Meine direkte Hilfe hat sie leider abgelehnt, bis heute!

euer asb-michel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.12.05, 14:18 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 22.06.05, 14:45
Beiträge: 110
Wohnort: Norddeutschland
Vielleicht klingt das jetzt mal so ganz blöd von mir aber vielleicht könntet ihr síe einmal einladen. Kleines Essen auf der Wache oder sogar zu Hause... ich weiß es nicht genau, ist mir nur soeben im Kopf herum geschwirrt...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.12.05, 16:16 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Danke für deinen Hinweis, ist eine gute Idee.
asb-michel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Reanimation
BeitragVerfasst: 21.12.05, 21:30 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 05.02.05, 17:44
Beiträge: 60
Hallo zusammen,

besonders spektakuläre Einsätze wie erfolglose Reanimationen, gerade bei jungen Menschen und vor allem bei Kindern, zu verarbeiten, fällt uns allen schwer. Besonders dann, wenn sie bei unserem Eintreffen noch gelebt oder gar mit uns gesprochen haben.

Wer das nicht zugibt, lügt.

Was fragen wir uns? Sind wir zu spät gekommen? Haben wir etwas falsch gemacht? Oder war der Schaden zu groß?

Bei den geschilderten Situationen (evtl. Lungenembolie) ist das letztere wahrscheinlich.

Manchmal -wenn auch selten- stehen wir daneben und können nicht mehr helfen.

Vielleicht ein Trost:

Die absolute lebenswerte Überlebensrate bei außerklinischen Reanimatinen beträgt bis heute ca. 5 - 7 %.

Das hat sich in den letzten 30 Jahren nicht entscheidend geändert.

Fazit: Bevor jemand als Pflegefall überlebt, ist es für alle Beteiligten besser wenn er nicht überlebt.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.12.05, 17:42 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
DANKE FISCHER - DU SPRICHT MIR AUS DER SEELE !
Muss, wenn auch schweren Herzens , FISCHER voll inhaltlich zustimmen, besonders der letzte Satz ist in meinen Augen auch sehr wichtig, auch wenn es die Angehörigen in der Situation anderes sehen werden.
Bei einem alten Menschen werden sie es als Erlösung ansehen und wenn er schwere Vorerkrankungen hatte schon gleich, aber bei jungen Menschen oder Kindern, werden sie es nicht verstehen und wir, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, verstehen es oft auch nicht.
Und genau hier gilt es Einfühlungsvermögen zu zeigen gegenüber den Angehörigen, auch wenn wir selbst noch schwer zu knabbern haben.
Die sist auch der Punkt, an dem wir uns gegenseitig helfen müssen, das Erlebte zu verarbeiten oder professionelle Hilfe suchen.
Bin selbst im KIT und bei der Notfallseelsorge tätig, aber ich scheue heute nicht mehr, auch mit einem "Fachmann" zu redne, wenn ich nicht selber klar komme mit einer Situation. Leider gibt es bei uns keine psychologische Anlaufstelle, wie sie die Polizei hat, aber es gibt ja Pschologen in der Klinik, mit denen man zusammen arbeitet und an die wende ich mich oder schicke Kollegen da hin, wenn sie es wünschen und nicht mit mir über ihre Probleme reden wollen.
Hab die Erfahrung gemacht, das ein Gespräch mit einem Kollegen, zu dem man Vertrauen hat, oft schon sehr hilft.
Und wer behauptet er bracuht sowas nicht, weil es ihn "kalt läßt" - der lügt definitiv.
SO ABGEBRÜHT KANN MAN NICH SEIN - ES SEI DENN; MAN HAT ÜBERHAUPT KEINE GEFÜHLE; ABER DANN IST MAN IN DEM BERUF VÖLLIG FALSCH!

asb-michel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.12.05, 22:08 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 22.12.05, 20:21
Beiträge: 91
Wohnort: Kaiserslautern
Hallo,

ich muss sagen, dass mich die Fälle die hier und auch in anderen Thrads ("Menschlichkeit") gepostet werden schon ergreifen. Aber trotz allem Mitgefühl muss man sich manchmal auch genz klar vor Augen halten, dass wir nicht jeden Menschen retten können und das auch manche Menschen einfach sterben. Und wir machtlos sind, trotz aller Mittel die wir haben. Und auch wenn das sehr gefühllos klingt (so etwas kann man natürlich nie zu einem Angehörigen sagen) muss man sich einfach klar machen, dass es diese Situationen gibt in denen wir nicht helfen können, weil der Patient einfach schon zu krank ist. Ich habe das zugegebenermaßen auch schon einmal bei einer HvO-Ausbildung so gesagt, als mal wieder ein Beispiel genannt wurde bei dem man als Helfer wirklich nichts mehr machen kann (Z.B. Eingeklemmte Reanimationspflichtige Person oder ähnlich). Das darauf folgende Schweigen macht mir irgendwie klar, dass wir als Helfer (gerade wenn man nicht seine zigste erfolglose Rea hinter sich hat) uns manchmal gar nicht so bewusst sind, dass auch wir unsere Grenzen haben.

Trotzdem hat mir ein kurzes Statement leider nicht so gut gefallen, nämlich die indirekte Behauptung (ich weiß war nicht wörtlich so, aber wohl so gemeint, bitte korrigier mich...) dass wir durch primär erfolgreiche Reanimationen viel zu viele Apalliker produzieren. Das ist inzwischen durch Analysen widerlegt, hängt aber leider bei vielen RD-Mitarbeitern noch in den Köpfen herum wenn sie entscheiden über Beginn oder Abbruch einer Rea.

Liebe Grüße,

Fabian


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.01.06, 21:16 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Da ich leider selbst etwas kränkle- der berühmte Rücken - ihr kennt das bestimmt, konnte ich mich nicht eher melden.
Hatte versprochen mich zu meinem allerersten Beitrag in diesem Tread zu melden, sobald ich etwas von der Obduktion erfahre.
Heut hat mich der Ehemann angerufen.

-Toderursache: massiver Vorder- UND Hinterwandinfarkt plus kardiogenem schock infolge einer massivern Lungenembolie bei bestehender, aber nicht bekannter Vorbelastung des Herzens seit längerer Zeit.

asbmichel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.01.06, 22:34 
Offline
Account gesperrt

Registriert: 14.02.05, 00:03
Beiträge: 2556
Wohnort: USA
Hallo asbmichel,
nun ich bin nicht im Rettungsdienst oder so tätig und kann dir deswegen nicht dazu sagen.
Aber ich kann dir vielleicht einen Tip geben.
Wenn Soldaten aus dem Einsatz kommen dann sind die Gespräche für sie Pflicht.
Vielleicht solltet ihr nach Einsätzen solche Pflichgespräche einführen.

Auch bei den Soldaten gibt es welche die daran nicht teilnehmen wollen, aber wenn sie erstmal drinsitzen und hören was die anderen Erzählen machen sie dann doch mit.

Hoffe du kannst das irgendwie brauchen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.01.06, 13:42 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 16:01
Beiträge: 1343
Wohnort: Hansestadt Greifswald
Lieber Marcus,

Ihr Engagement in allen Ehren, aber: Sie vergleichen an dieser Stelle Äpfel mit Birnen.

Wie kommen Sie als Aussenstehender auf die fixe Idee Soldaten und Rettungsassistenten miteinander zu vergleichen? Soldaten sind in der Regel in Ihrer Karriere nicht allzu oft an wirklich belastenden Einsätzen beteiligt. Hier macht eine so genannte Supervision sicher auch Sinn. Einen RA / RS nach jedem Einsatz zu einem Gespräch zu zwingen macht überhaupt keinen Sinn. Erstens weigert sich der Kollege irgendetwas konstruktives zum Gespräch beizutragen, weil er für sich überhaupt keinen Sinn darin sieht, und weiter:
Wenn wir an hoch frequentierten Wachen nach jedem Einsatz eine Supervision durchführen, kommen wir vor lauter Gesprächsrunden nicht mehr zu unserer eigentlichen Arbeit.
Asbmichel ist , wie die meisten hier, wirklich lange genug im Job um selbst zu entscheiden, nach welchem Einsatz er professionelle Hilfe zur Aufarbeitung des Erlebten braucht.

Es grüsst (ein wenig kopfschüttelnd) Ihr,

_________________
Erik Eichhorn
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.01.06, 17:34 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.10.05, 13:54
Beiträge: 169
Wohnort: Land Brandenburg
Hallo miteinander,
jede Rea hat sicher seine Besonderheiten. Ort , Umfeld , Kollegen, NA- alles ist immer irgendwie anders. Trotzdem wird versucht, 100% zu geben.
Aber wir haben es ja schon in anderen Foren besprochen- die Erfolgsmöglichkeit ist begrenzt.
Insgesamt möchte ich meinen, dass viele Kollegen keine " Hilfe " benötigen.
Schöne Grüße Glaxina


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.01.06, 19:48 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
diesen Satz von Galxina kann ich so nicht im Raum stehen lassen.
Die Hilfe benötigen bestimmt mehr Kollegen, als es zugeben würden und das ist das Problem.
Wer verdrängt und nicht bereit ist, nach besonsders schweren Fällen darüber zu sprechen, der zerbricht schneller, als der, der - mit wem auch immer - darüber spricht.

Kollegen, denkt mal drüber nach und wenn ihr ehrlich zu euch selbst seid, dann müsst ihr mir Recht geben.
Es muss ja nicht professionelle Betreuung sein, aber ein Gespräch mit einem Freund, einem Verwandten, einem NA, was weis ich

ich mach das

P.S. Danke Erik, du hast mir eine Antwort zum "Soldaten" erspart
und
P.P.S.
ich zwinge keinen Kollegen Zur Nachbesprechung,aber ich biete es jedem Kollegen an, wenn ich den Eindruck habe, das der Einsatz belastend war. Ich denke ich habe mit dem Alter genügend Lebenserfahrung, den Kollegen helfen zu können und war auch schon in vielen belastenden Situationen, die ich gemeistert habe - auch mit z.T. professioneller Hilfe, derer ich mich nicht schäme sondern es offen zugebe und dafür danke ich den Kollegen, die mir dabei geholfen haben.

asbmichel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.01.06, 21:51 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.01.06, 21:06
Beiträge: 147
Wohnort: München
Bin zwar nicht aus dem Rettungsdienst, aber hatte vor kurzem einen Einsatz auf der Kinderintensivstation....hatte da auch so ein Erlebnis...

Ein 16-jähriger Junge mit Mucoviscidose... stand schon auf der Transplantliste ganz oben... für Lungen-Herz-Transplant...

Es Kam ein Anruf dass passende Organe da wären... aber ne Stunde vorher hat der Junge einen Herz-Kreislauf-Stillstand... wir haben reanimiert... und reanimiert... und reanimiert... hat alles nix gebracht...

Das war wirklich krass für uns alle...

liebe grüße


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!