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BeitragVerfasst: 06.01.06, 17:46 
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Beiträge: 123
Die deutsche Fassung würde mich auch sehr interessiern!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13.01.06, 17:07 
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noch neu hier

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Beiträge: 1
Die neuen ERC-Richtlinien werden im Januarheft der Zeitschrift "Notfall + Rettungsmedizin" auf deutsch veröffentlicht. Müsste die nächsten Tage rauskommen. Oder einfach auf den Link http://www.springer.com/sgw/cda/frontpa ... -0,00.html gehen, dort kann man die Zeitschrift testen, vielleicht ist gleich das Januarheft dabei.

Gruß
Torsten
(LNA)


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 Betreff des Beitrags: ERC Richtlinien
BeitragVerfasst: 18.01.06, 22:15 
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Beiträge: 60
Hallo zusammen,

etwa so sehen sie aus.

Zunächst nur Erwachsenenen Reanimation.

Teilweise frei, sinngemäß übersetzt.

Wer Verbesserungen hat. pn schicken oder im Forum schreiben.

ERC Richtlinien Reanimation 2005Zusammenfassung

Grundlegende Änderungen
BLS des Erwachsenen
• Die Entscheidung, die CPR zu beginnen ist, wenn ein Patient nicht ansprechbar und nicht normal atmend ist.
• Retter sollten unterrichtet werden, ihre Hände auf die Mitte des Brustkorbes zu setzen
anstatt mehr Zeit zu verbringen mit der `Rippen Seitenrand `Methode.
• Die Atemspende wird jeweils über 1 sek. besser 2 sek. durchgeführt.
Das Verhältnis Kompression : Ventilation beträgt 30:2 beim Erwachsenen
Das gleiche Verhältnis sollte für Kinder auch verwendet werden, wenn es durch einen Retter beachtet wird.
• Bei Erwachsenen wird die 2. initiale Atemspende ausgelassen,wenn 30 Kompressionen sofort nach dem Kreislaufstillstand durchgeführt wurden.

Grundlegende Änderungen der
automatisierten externen Defibrillation (AED)
• Allgemeine Defibrillations Programme werden für Orte empfohlen, in denen
ein erwarteter Gebrauch eines AED, für beobachteten Kreislaufstillstand, einmal in zwei Jahren wahrscheinlich ist..
• Ein einzelner Schock (mindestens 150J biphasisch oder 360J monophasisch) wird durchgeführt,
sofort gefolgt von zwei Minuten ununterbrochener CPR, ohne einer Überprüfung von VF oder einer Überprüfung auf Lebenszeichen oder des Pulses.

Grundlegende Änderungen
ALS des Erwachsenen

CPR vor Defibrillation
• Präklinischer Kreislaufstillstand, aber unbeobachtet, durch Fachpersonal
ausgerüstet mit manuellen Defibrillatoren.
Durchführen CPR 2 Minuten (d.h. ungefähr 5 Zyklen bei 30:2) vor Defibrillation.
• Defibrillation nicht verzögern, wenn ein präklinischer Kreislaufstillstand durch Fachpersonal beobachtet wird
• Defibrillation nicht verzögern bei innerklinischen Kreislaufstillstand.
Defibrillationstrategie
• Behandeln Sie VF/PVT Tachykardie mit einem einzelnen Schock,
gefolgt von der sofortigen Wiederaufnahme von CPR (30 Kompressionen : 2 Ventilationen). Überprüfen Sie nicht den Rhythmus neu, oder fühlen Sie einen Puls. Nach 2 Minuten CPR, überprüfen Sie den Rhythmus und geben Sie einen zweiten Schock (wenn indiziert)
das Geben an zweiter Stelle und folgende Schocks mit 150-360 J.
• Die empfohlene Energie, wenn ein monophasischer Defibrillator verwendet wird 360 J
Initiale und folgende Schocks.

Feines VF
• Wenn es Zweifel gibt, ob der Rhythmus Asystolie oder feines VF ist,KEINE Defibrillation versuchen.
; stattdessen setzen Sie Thoraxkompressionen und Ventilationen fort.


Adrenaline (Epinephrin)
• VF/VT
Adrenalin 1 mg i. v., wenn VF/VT nach dem zweiten Schock fortbesteht.
Wiederholen Sie die Adrenalingabe alle 3-5 Minuten, wenn VF/VT fortbesteht.

• Pulslose elektrische Aktivität/Asystolie
Adrenalin 1 mg i. v., sobald intravenöser Zugang erreicht wird, und wiederholen Sie alle 3-5 Minuten danach, bis Rückkehr der spontanen Zirkulation (ROSC) erzielt ist.

Antiarrhythmika
• Wenn VF/VT nach drei Schocks fortbestehen, Amiodaron 300 mg als Bolus.(5 mg / kgKG langsam i. v. Anmerkung des Übersetzers)
Eine weitere Dosis von Amiodaron 150 mg kann
(frühestens nach 15 min. Anmerkung des Übersetzers)
für rückläufiges oder fortbestehendes VF/VT gegeben werden, gefolgt durch eine Infusion von Amiodaron 900 mg über 24 H.
• Wenn Amiodaron nicht vorhanden ist, kann Lidocain 1 mg/kgKG als Alternative benutzt werden, aber
Lidocain nicht geben, wenn Amiodaron bereits gegeben worden ist. Übersteigen Sie eine Gesamtdosis von 3 mg/kgKG (Lidocain Anmerkung des Übersetzers) nicht während der ersten Stunde.

Thrombolyse Therapie für Kreislaufstillstand
• Überlegen Sie Thrombolyse Therapie, wenn bei Kreislaufstillstand an eine Lungenembolie gedacht wird.
Eine Thrombolyse kann bei Erwachsenen Fall für Fall überlegt werden, wenn die Reanimation nicht zum Erfolg führt, und eine akute Lungenembolie für das Anhalten des Kreislaufstillstandes vermutet wird.
Fortwährende CPR ist keine Kontraindikation zur Thrombolyse.
• Erwägen Sie, CPR für bis 60-90 Minuten durchzuführen, wenn Thrombolytika während der CPR gegeben worden sind

Beobachtung nach CPR - therapeutische Hypothermie
• Bewusstlose Erwachsenenpatienten, mit spontaner Zirkulation, nach dem präklinischen Kreislaufstillstand
sollten zu 32-34°C für 12-24 H. abgekühlt werden.
• Milde Hypothermie kann für bewusstlose Erwachsenenpatienten, mit spontanem Kreislauf von Vorteil sein.
Auch nach präklinischen Kreislaufstillstand. mit einem nicht defibrillierten Rhythmus oder nach Kreislaufstillstand im Krankenhaus.


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 Betreff des Beitrags: Defibrillation
BeitragVerfasst: 19.01.06, 20:24 
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Beiträge: 60
Hallo zusammen,

leider ist bei meinem letzten Beitrag eine Zeile verschwunden.

Die empfohlene Ausgangsenergie für biphasische Defibrillatoren

ist 150-200 J.


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BeitragVerfasst: 20.01.06, 00:01 
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Beiträge: 91
Wohnort: Kaiserslautern
Hi, war etwas erstaunt über die zwei Minuten HLW vor Defibrillation und hab deswegen nochmal im Originaltext nachgelesen. Du hast an sich schon Recht, nur macht es vielleicht Sinn folgende Passage auch zu liefern:

“Given the relatively weak evidence available, individual EMS directors should determine wether to implement a CPR-before-defibrillation strategy.”

Auf Grund der relativ unklaren Beweislage die zur Zeit vorliegt, sollten die einzelnen („Ärztlichen Leiter Rettungsdienst“) entscheiden ob sie eine HLW-vor-Defibrillation-Sequenz einführen.

Ist nicht böse gemeint, freue mich auch sehr darüber, dass Du dir die Arbeit gemacht hast uns diese Kurz-Übersetzung zur Verfügung zu stellen!
Ich kenne das Problem des Weglassens, dass bei jeder Zusammenfassung unweigerlich auftritt. Da ich persönlich von der HLW-vor-Defibrillation nicht absolut überzeugt bin habe ich mir diesen Abschnittt natürlich auch anders gemerkt.
Also ist mein Einwurf auch wieder nur absolut subjektiv geprägt. Lässt sich leider nicht meiden :-(

Gruß,

Fabian


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BeitragVerfasst: 20.01.06, 12:00 
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Wohnort: Land Brandenburg
Hallo Kollegen,
alles sehr interessant ! Aber natürlich kann nicht alles sofort in allen RW ungesetzt werden . Denke ich mal so. Der LRD kann das wohl auch nicht sofort umsetzen.
Wichtig finde ich : Die Ersthelfer sollten nicht verunsichert werden - was sie wie oft machen müssen ...... . 15/2 ist wohl bei vielen im Kopf -und auch ok . Es hat lange gedauert - nun stellt euch diese Umstellung vor...... Freue mich über eure Meinungen, schönes Wochenende
Glaxina


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BeitragVerfasst: 22.01.06, 19:36 
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Beiträge: 60
Glaxina hat geschrieben:
Aber natürlich kann nicht alles sofort in allen RW ungesetzt werden . Denke ich mal so. Der LRD kann das wohl auch nicht sofort umsetzen.
Wichtig finde ich : Die Ersthelfer sollten nicht verunsichert werden - was sie wie oft machen müssen ...... . 15/2 ist wohl bei vielen im Kopf -und auch ok .


Hallo Glaxina,

natürlich kann nicht alles sofort umgesetzt werden.

Was wir relativ kurzfristig umsetzen können, ist die Verabreichung von Amiodaron und der einheitliche Rhythmus 30:2.

Bei der Verunsicherung der Ersthelfer geht es mir wie dir. Über 30 Jahre hat man das selbe (Einhelfer 15:2; Zweihelfer 5:1) gemacht. Dann kam 2000 15:2 für beide Methoden. Nun wird nach 5 Jahren schon wieder was geändert.

Bis es alle (vor allem Laien) wissen gibt es evtl. schon wieder etwas neues

Aber Studien haben ergeben, dass erst nach 10 Kompressionen ein Minimalkreislauf aufgebaut wird. Das bedeutet, dass bei 15:2 nur 5 Kompressionen wirksam sind. Bei 30:2 sind folglich 20 Kompressionen wirksam.

Deswegen ist 15:2 nicht mehr o.k. (enfach nicht mehr zeitgemäss)

Wenn man das in den LSM und EH Kursen so erklärt, hat der Laie auch dafür Verständnis wie wichtig es ist, alle paar Jahre mal wieder einen Kurs zu besuchen und seine Kenntnisse aufzufrischen. Dafür sollte aus aktuellem Anlass mehr geworben werden.

Gruß

fischer1922


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BeitragVerfasst: 22.01.06, 21:44 
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Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4393
Wohnort: Hildesheim
Moin, moin!

fischer1922 hat geschrieben:
Bei der Verunsicherung der Ersthelfer geht es mir wie dir. Über 30 Jahre hat man das selbe (Einhelfer 15:2; Zweihelfer 5:1) gemacht. Dann kam 2000 15:2 für beide Methoden. Nun wird nach 5 Jahren schon wieder was geändert.
Bis es alle (vor allem Laien) wissen gibt es evtl. schon wieder etwas neues
Aber Studien haben ergeben, dass erst nach 10 Kompressionen ein Minimalkreislauf aufgebaut wird. Das bedeutet, dass bei 15:2 nur 5 Kompressionen wirksam sind. Bei 30:2 sind folglich 20 Kompressionen wirksam.
Deswegen ist 15:2 nicht mehr o.k. (enfach nicht mehr zeitgemäss)


Alles richtig und gut nachvollziehbar. Im Bereich des Rettungsdienstes und der Medizin ist auch umsetzbar - aber bei der Laienreanimation sehe ich Schwierigkeiten. Es hat Jahre gedauert 15:2 und 5:1 durchzusetzen, egal wie einleuchtend und logisch das war.

Das wird ein verdammt langer Weg. Und es schafft Verunsicherung in der Bevölkerung.

Und jetzt frage ich mal ketzerisch:

Ist der "Wandel" wirklich gut untersucht? Haben wir mehr ROSC nach 30:2? Und nach 1 Monat, 1 Jahr, 5 Jahren - leben da auch mehr 30:2er?

Ich kenne zwar die Studienlage nicht, behaupte aber mal, daß hier viel "am grünen Tisch" entschieden wurde.

Ich habe erst heute reanimiert, bei liegender Druckmessung in der art. radialis. Gleich der 1. Herzdruck machte einen RR > 100 und nach dem 2. oder 3. Druck zeigte auch die Sättigung wieder was an. Soooo schlecht kann 15:2 nicht sein, oder?

mfg

A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


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BeitragVerfasst: 22.01.06, 23:32 
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Registriert: 22.12.05, 20:21
Beiträge: 91
Wohnort: Kaiserslautern
Hi,

nachdem ich so die erste Hälfte der Richtlinien inzwischen im Original gelesen habe bin ich schon recht überzeugt über die Maßnahmen die empfohlen werden, immerhin wird eigentlich alles auch mit der Studienlage erklärt, auch wenn ich mich im Nachhinein natürlich nicht an alle Aussagen erinnern kann. Trotzdem würde ich 30:2 einfach durchziehen.

Was die Laien-Reanimation angeht muss ich sagen, dass das in dem Bereich relativ egal ist welche Rhythmen ich präsentiere und wie oft die sich ändern. Der typische LSM-Teilnehmer hat vor Besuch des Kurses überhaupt keine Idee davon welche Rhythmen es gibt. In der Regel wird er sich nach fünf Jahren auch nicht mehr daran erinnern. Deshalb ist die Folge der neuen Richtlinien eher, dass ich während der Kurse bekräftige, das eine beherzte Herzdruckmassage wichtig ist und möglichst wenig unterbrochen werden sollte. In welchem Rhythmus sie das machen ist da erstmal relativ egal, werden sie sich ja eh nicht daran erinnern wenn es so weit ist.

Ich denke also nicht, dass die Änderungen die breite Bevölkerung verunsichern wird. Verunsichert sind da eher wir, die Ausbilder!

Gruß,

Fabian


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BeitragVerfasst: 23.01.06, 11:25 
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DMF-Moderator

Registriert: 30.01.05, 10:41
Beiträge: 983
Hallo !

Zitat:
Doc Alf:"Das wird ein verdammt langer Weg. Und es schafft Verunsicherung in der Bevölkerung."


Dem kann ich nur bedingt zustimmen.

Die Bevölkerung wird wahrscheinlich nicht so viel mitkriegen, die lernen bei den Kursen und kommen dann oft lange nicht, und ob dann in der Praxis 15:2, 30:2, oder 24:1,5 reanimiert wird, ist (ganz vorlaut von mir) egal, solange überhaupt reanimiert wird.

Zitat:
Das wird ein verdammt langer Weg. Und es schafft Verunsicherung .......


Der harte Weg und die Verunsicherung betrifft wohl eher uns Fachkräfte, nur so ein paar Änderungen, die wir verdauen müssen:
- keine Pulskontrolle
- keine Rhythmuskontrolle nach Defibrillation
- sofortiges Fortführen der CPR ohne Kontrolle des Defi-Erfolges
- Zeitpunkt der Medikamentengabe
- usw.

Aber in den wesentlichen Punkten sind wir wohl einer Meinung

mit freundlichen Grüßen

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 01.02.06, 20:23 
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Beiträge: 60
Zitat:
Und jetzt frage ich mal ketzerisch:

Ist der "Wandel" wirklich gut untersucht? Haben wir mehr ROSC nach 30:2? Und nach 1 Monat, 1 Jahr, 5 Jahren - leben da auch mehr 30:2er?

Ich habe erst heute reanimiert, bei liegender Druckmessung in der art. radialis. Gleich der 1. Herzdruck machte einen RR > 100 und nach dem 2. oder 3. Druck zeigte auch die Sättigung wieder was an. Soooo schlecht kann 15:2 nicht sein, oder?


Hallo DocAlf und die anderen Leser/innen

auf Fortbildungen wird nur von zurückliegenden Untersuchungen / Studien berichtet.

Ihre frage ist durchaus nicht ketzerisch.

Meine persönliche Meinung: Die absolute und lebenswerte Überlebensrate bei außerklinischen Reanimationen beträgt bis heute ca. 5 - 7 %. Das hat sich in den letzten 35 Jahren nicht entscheidend verbessert.

Daran wird auch die PAD nichts ändern. Entscheidend ist wesentlich, dass der Laie den Kollaps beobachtet und sofort mit CPR beginnt.

Da das die Ausnahme ist, wird sich auch künftig nicht viel verbessern.

Mir ist nur ein positiver Fall persönlich bekannt. Laie hat begonnen, wir kamen nach ca. 20 Minuten. Patient hat zwei Jahre lebenswert überlebt.

Bei Ihrem Fall handelt es sich wohl um einen beobachteten Kreislaufstillstand auf der Intensivstation.

Wir können nur zwei Faktoren beeinflussen:

1. Zeit
2. Ausbildung

Jetzt werde ich ketzerisch! Lohnt es sich?

Das ist nicht wirklich ernst gemeint. Sonst könnten wir die Blaulichter abschrauben, das Suprarenin, den Defi usw. weglassen.


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BeitragVerfasst: 01.02.06, 21:43 
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Hallo Fischer1922!

Über 35 Jahre überblicke ich noch nicht, aber wenn Ihre Zahlen stimmen, woran ich nicht zweifle, sind sie doch ein deutlicher Fortschritt. Vor bald 20 Jahren, war die Fragestellung Thema einer Dissertation eines Freundes. Damals kamen für eher ländliches Gebiet Zahlen um 2 % heraus. Damit hätten wir doch 100 % Steigerung.

Zitat:
Daran wird auch die PAD nichts ändern. Entscheidend ist wesentlich, dass der Laie den Kollaps beobachtet und sofort mit CPR beginnt.

Da das die Ausnahme ist, wird sich auch künftig nicht viel verbessern.


Ich persönlich glaube schon, daß PAD was ändert. Warum ? es kommen immer wieder interessierte Mitbürger und fragen, was das ist, und in weiterer Folge, wo man den Umgang lernen kann. Im Rahmen dessen lernen sie auch CPR !

Wenn jemand eine PAD in die Hand nimmt, will er auch helfen, damit wird er eher reanimieren.

Steter Tropfen höhlt den Stein, aber unsere Tropfsteinhöhlen sind auch nicht in einem Tag entstanden.

Natürlich wünschen wir uns schneller und größere Fortschritte, aber nicht aufgeben und weiter Öffentlichkeitsarbeit, Schulung Angehöriger von Risikopatienten, usw.

Ganz persönlich finde ich manches schon fragwürdig, ein Patient bekommt einen AICD um nicht sowenig Euro, aber für die Schulung der Angehörigen auf CPR wird kein Wert gelegt ?

Gruß

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
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BeitragVerfasst: 03.02.06, 21:56 
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Registriert: 22.12.05, 20:21
Beiträge: 91
Wohnort: Kaiserslautern
Hi,

habe mal eine etwas kniffligere Frage zu den neuen Richtlinien.
Wie hatten am Mittwoch im Simulationszentrum für Anästhesie den Fall, dass ein Patient nach der Narkoseeinleitung, also Intubiert, Beatmet mit Zugang und laufender Narkose in ein Kammerflimmern geraten ist.

Wie hatten in der Nachbesprechung des Falles die Frage, wann ich in diesem Fall das Adrenalin geben soll. Nach den Richtlinien ist dies ja erst nach der zweiten Defibrillation geplant. Wenn man aber wie in diesem Fall zu dritt ist und auch sonst nichts mehr vorbereiten muss, macht es dann Sinn das Adrenalin schon früher zu geben?

Gruß,

Fabian


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