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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schulunfälle und die Folgen
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 Betreff des Beitrags: Schulunfälle und die Folgen
BeitragVerfasst: 29.05.05, 13:17 
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Registriert: 29.05.05, 12:14
Beiträge: 16
Auf Wunsch habe ich die ganzen Schulbeiträge (Schulunfälle) hier unter dieser Umfrage zusammengefasst. Da die Beiträge nach Erstellungsdatum sortiert sind, habe ich die Erklärung von mir, die Einleitung von ASB michel vor dem ersten Beitrag eingefügt. Gruß Erbschwendtner

Originalbeitrag von asb-michel

Hallo Forum,
wir haben in den verschiedenen Threads über dieses Thema schon mal geredet.
Ich bin der Meinung, dass es ein Thema ist, das einen eigenen Thread verdient.

Meine Erfahrungen mit Schulunfällen in den letzten 4 Jahren im Kurzüberblick.

Vorweg - solche groben Verstöße gegen die Aufsichts- und Fürsorgepflicht gab es bei uns in Thüringen nicht oder nur in Ausnahmen!
- Alte DDR-Schule vielleicht ??-

Vor 4 Jahren hatten wir noch eine Vielzahl von Sportunfällen u.a. Geschehnissen in Schulen , bei denen sich die Lehrer oft Falsch oder unzureichend verhalten haben, aber IMMER den RD gerufen haben, oder z.T. sogar die Schüler selbst.
Wir haben dann mit der Unterstützung der Schulbehörde eine Großaktion an den Schulen und Gymnasien gestartet und "EH-Kurse" und spezielle Kurse für Verhalten bei Schul- un dUnfällen in Kindergärten gestartet.
Da diese Schulungen anstandlos von den BG übernommen wurden, war die Resonanz sehr groß. Auch Kindergärten sind gern gesehene Teilnehmer und wir koppeln es gern mit Schulungen für Schwestern, wenn es sich anbietet. Der Erfolg ist frapierend.
Heute führen wird an den Schulen mindestens einmal im Jahr einen solchen "Auffrischungskurs" durch, der in der Regel sehr gut besucht ist und unsere Ausbilder haben alle Hände voll zu tun, um die Termine zu koodinieren.

Die Anzahl der Unfälle insgesamt ist deutlich rückläufig und die Schwere der Verletzungen auch, da wir auch auf einmal gelernte, aber in Vergessenheit geratene Hilfestellungen z.B. im Sportunterricht hinweisen.

Der Lehrerzunft - IGNORANZ ODER ARROGANZ ODER FEHLVERHALTEN SCHLECHTHIN VORZUHALTEN - finde ich falsch.

Wichtiger ist es, mit geeigneten Mitteln, diesen Personenkreis für uns und unsere Probleme neu zu sensibilisieren.
Im Osten mit Sicherheit leichter, da die Ausbildung zu DDR-Zeiten mehr Wert auf diesen Part legte, aber auch im Westen habe ich von Kollegen sehr positive Reaktionen gehört.

So, das solls für den Einstieg gewesen sein

Jetzt seid ihr dran, aber bitte nicht nur "Negativbeispeile", es sein denn, sie haben die Mehrheit. Dann sollten wir uns über das jeweils betreffende Bundesgebiet/ Region Gedanken machen, wei wir das gemeinsam verändern können.

euer
asb-michel

originalbeitrag von gzbgl

Hallo,

ein freund von mir ist im sportunterricht aus nem oberarmstand kopfüber vom barren runtergefallen und hatte danach nen taubheitsgefühl im nacken und konnte sich kaum bewegen. wir ham dann schnell nen rettungswagen gerufen aber unsere sportlehrer ham den jungen aufgestellt und er ist dann wieder zusammengebrochen

ich wollte fragen ob das richtig ist einen dann wieder aufzustellen (man hört ja immer bei verdacht auf wirbelsäulenverletzungen immer liegenlassen)? die meinten die würden den aufstellen damit der kreislauf wieder in schwung kommt...

ist das richtig??

danke im vorraus


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BeitragVerfasst: 29.05.05, 14:18 
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Beiträge: 2436
Wohnort: Schweiz
Hallo gzbgl


Man sollte natürlich nie jemanden "aufstellen" der gestürzt ist,
wenn der jenige es nicht aus eigener Kraft schafft.

Dein Sportlehrer war mit der Situation wohl etwas überfordert, was leider die meisten in solcher Situation sind.

LG
Corry


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BeitragVerfasst: 29.05.05, 14:36 
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Beiträge: 194
Wohnort: Hamburg
Hallo gzbgl (?),

eine Pauschalaussage zu solchen Fällen ist natürlich kaum möglich, es gibt immer Wenn und Aber.

Ich versuche trotzdem mal eine verbindliche Aussage zustande zu bringen:

Ein Patient der stürzt und Symptomatik (=Zeichen) einer Wirbelsäulenverletzung hat sollte sich so wenig wie möglich bewegen, bzw. bewegt werden. Der Grund hierfür liegt in einer möglichen Fraktur (=Knochenbruch) der Wirbelsäule. Durch Bewegung können sich diese Bruckstücke verschieben und so das Rückenmark verletzen. Dies führt im schlimmsten Fall zum Querschnitt!

Die Aussage einen Pat. aufstehen zu lassen damit der Kreislauf in Gang kommt ist grundlegend falsch!

Schwindel (i.d.R. ein Zeichen für Kreislaufprobleme) resultiert meist aus einem niedrigen Blutdruck, so dass das Gehirn nicht richtig durchblutet wird. Stellt man nun diesen Menschen auf muss das Blut noch entgegen die Schwerkraft gepumpt werden, deshalb wird den meinsten Leuten dann schwarz vor Augen und sie "klappen zusammen" (Wie beim zuschnellen aufstehen)

Du siehst aus der Ferne betrachtet haben deine Sportlehrer durchaus Fehler gemacht, aber kein Mensch ist unfehlbar. Wenn diese Situation im Rahmen des Schulsportunterricht entstanden ist und du die Interesse daran hast an einer besseren notfallmedizinischen Versorgung in eurer Schule könnt Ihr einen Schulsanitätsdienst gründen. Nähre Informationen gibt dir sicherlich eine ortsansässige Hilfsorganisation (Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser oder ASB).

Sollte dieser Unfall in einer vereinssportlichen Aktivität entstanden sein würde ich massiv darauf trängen, dass deine Trainer einen ErsteHilfe-Auffrischungskurs machen, denn immerhin gehts um Teamkameraden.

Hoffe ich habe es dir einigermaßen näher bringen zu können wie eigentlich in einer solchen Situation reagiert werden sollte.

Gruß


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BeitragVerfasst: 29.05.05, 14:55 
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Registriert: 29.05.05, 12:14
Beiträge: 16
klar sind lehrer auch nur menschen aber wir ham extra noch ne zweite lehrerin dazugeholt damit die zusammen die richtige entscheidung treffen

oder beim 800 meter lauf ist eine zusammengebrochen weil es arsch heiss war und dann meinte die lehrerin nur geh da mal eine von euch hin und sieh zu dass die wieder aufsteht ich muss hier weiterstoppen...


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BeitragVerfasst: 24.09.05, 21:06 
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Beiträge: 10
ein solches verhalten sollte auf keinen fall toleriert wrden!!
Wie verhält es sich denn da mit der aufsichtspflicht und der verantwortung des lehers?!
so etwas empfinde ich für traurig.. :cry:

_________________
Mehr Käse = mehr Löcher. Mehr Löcher = weniger Käse. Mehr Käse = weniger Käse ? :-)


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BeitragVerfasst: 25.09.05, 19:22 
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Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Würde Euch empfehlen euren Schülerrat einzubeziehen, den es sicherlich auch an eurer Schule gibt und über den mal anzuregen, dass nicht nur die Sportlehrer, sondern alle Lehrer mal eine Auffrischungskurs in "Erster Hilfe" oder einen Spezifischen zu Schulunfällen, den bietet der ASB 100%ig und die anderen Hilfsorganisationen in ähnlicher Weise an, besuchen. Die entstehenden Kosten übernimmt die Berufsgenossenschaft (BG). Die Schulleitung muß es nur beantragen, wobei die Hilfsorganisationen helfen mit Formularen.
Es geht hier nicht schlechthin um die Aufsichtspflicht, die die Lehrer haben, sondern in erster Linie um die Gesundheit der Schüler und man kann da bei falschem Verhalten oder aus Unkenntnis beachtliche Schäden setzen, was ja nich seien muß.
Der Tip, einen Schülersanitrupp aufzustellen und ausbilden zu lassen, finde ich auch super.
Wir haben in meiner Stadt in Thüringen mittlerweile an jeder Schule so eine Truppe und die Lehrer der Schulen, lassen sich alle zwei Jahre Nachschulen.
HAt zwar lange gedauert und ist über den Landschulrat gegangen, aber seit wir das durchgesetzt haben, ist die Anzahl der Unfälle selbst deutlich zurückgegangen und die effektive Versorgung massiv gestiegen.
Wir schulen in unseren Veranstaltungen mit Lehrern nicht nur die Versorgung von Unfällen jeder Art, sondern auch die Vermeidung von Sportunfällen durch effektive Hilfestellungen bei den einzelnen Übungen, was die Lehrer vor Urzeiten ja auch schon mal gelehrt bekommen haben, aber mit der Zeit in Vergessenheit geraten ist.


Also, laßt euch nicht alles gefallen - es geht um eure Gesundheit und die müßt ihr schützen !

der asb-michel

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


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BeitragVerfasst: 26.09.05, 17:59 
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Beiträge: 121
Wohnort: Neustadt/Wstr.
Der Schwachsinn mit dem Aufstehen bzw Stehenbleiben ist bei Sportlehrern extrem häufig zu beobachten. Das ist aber defnitiv quatsch.
Wenn man nach einer großen Anstrengung droht zu kollapieren, so muss man sich hinlegen, dass das Blut nicht vollends versackt.
Zum konkreten Fall: Das war grob fahrlässig.


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BeitragVerfasst: 26.09.05, 23:29 
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Registriert: 24.08.05, 16:02
Beiträge: 191
Problematisch ist meiner Ansicht nach, daß die Lehrer häufig zu schlecht in Erste Hilfe Fragen ausgebildet sind. Zudem sind dann auch viele mit dieser Situation überfordert. In den meißten Fällen würde ich keine böse Absicht, sondern eher Unwissenheit unterstellen.
In meinem Bereich kenne ich Schulen, die ihre Lehrer regelmäßig in Erste Hilfe ausbilden lassen, bzw. die Ausbildung auffrischen lassen. Dies kostet natürlich ne menge Geld, dafür ist eben die Qualität gut. Das Problem liegt häufig bei den Schulleitern begraben. Wir sollten diese Seite des Problems auch berücksichtigen.


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BeitragVerfasst: 27.09.05, 18:18 
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Beiträge: 15
Wohnort: Deutschland oben links
Für Niedersachsen gilt für die Erste Hilfe Ausbildung von Lehrern die GUV-SI 8065(vormals 20.26). Unter 3.2 heißt es dort:
Zitat:
Wer trägt die Kosten der Ausbildung?Die Ausbildung ist für die Ersthelferin/denErsthelfer kostenfrei. Die Übernahme derKosten für die Aus- und Fortbildung inErster Hilfe erfolgt in Absprache zwischendem zuständigen Unfallversicherungsträ-ger und dem Dienstherrn bzw. Arbeit-geber.

In Verbindung mit dem RdErl. d. MK vom 28.02.2000, in dem es heißt,
Zitat:
Die Träger der Schülerunfallversicherung im Land Niedersachsen übernehmen zur Sicherstellung einer wirksamen Ersten Hilfe für Schülerinnen und Schüler an Schulen auf Antrag nach Maßgabe ihrer Haushaltsmittel die Kosten der Erste-Hilfe-Lehrgänge für Lehrkräfte und sonstige an Schulen tätige Personen, die in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis zum Land oder zum Schulträger stehen (§23 Abs.2 SGB VII). Die Schule stellt den Antrag beim Träger der Schüler-Unfallversicherung. Die Lehrgänge (Lebensrettende Sofortmaßnahmen Schule- LSM -Schule) umfassen vier Doppelstunden.

Spätestens nach drei Jahren soll eine Fortbildung zur Auffrischung der Kenntnisse (Ersthelfertraining) mit ebenfalls vier Doppelstunden erfolgen,
ergibt sich, dass eine Regelung erfolgt ist, die, aufgrund des § 21 SGB VII, in jedem Bundesland in ähnlicher Form existieren sollte. Die Umsetzung der Vorschriften scheint, wie man am hier genannten Beispiel erkennen kann, nicht dem Gewünschten zu entsprechen. Hierzu nochmals der Erlass:
Zitat:
Es ist Aufgabe der Schulleitungen, dafür Sorge zu tragen, dass bei Schülerunfällen in der Schule eine wirksame Erste Hilfe geleistet wird.

Hierzu ist es erforderlich, dass möglichst alle Lehrkräfte und sonstige an Schulen tätige Personen, die in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis zum Land oder zum Schulträger stehen, Erste Hilfe leisten können und dass entsprechende Kenntnisse in angemessenen Zeitabständen aufgefrischt werden.

Sollte in Niedersachsen also eine Schule in dieser Hinsicht Versäumnisse aufweisen, so sollte man die Schulleitung beizeiten daran erinnern, dass Erlässe des MK bindend sind. Ein Hinweis auf Lüneburg hat schon so manches Mal wahre Wunder gewirkt. Ein Vorgehen, dass analog auch in jedem anderen Bundesland möglich sein sollte.


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BeitragVerfasst: 13.10.05, 17:37 
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Registriert: 17.08.05, 17:36
Beiträge: 496
Wohnort: Wiesloch (Baden-Württemberg)
Da sind wir doch wieder beim Thema Sportlehrer, derren med. Ausbildung meist Jahre zurückliegt und oft unzureichend aufgefrischt wird. Wir hatten bei und mal einen Fall da hat ein Sportlehrer eine Fraktur geöffnet. Wie das ? Er ging bei einem 16jährigen Schüler, der beim Sportunterricht gesürtzt war, her und meinte diesen auffordern zu müssen, das schmerzende Bein zu belasten um festzustellen ob es gebrochen ist. Dannach war das Bein nicht nur ganz durch sondern auch deutlich verkürzt...
Satt eines KTW´s kam die Hilfe per RTW und RTH. Der Schüler machte sein Abi 2 ! Jahre später da insgesammt 6 OP´s und eine lange Reha nötig waren um den betreffenden US zu retten und funktionsfähig zu erhalten. Das Blöde für den Sportlehrer: Papa des Schüler´s ist Anwalt. Fazit: Der Sportlehrer Unterrichtet nicht mehr. Tatbestand der schweren Körperverletzung war erfüllt. Und noch etwas. Der Schüler - heute bereits 24 Jahre - wird Sportlehrer. Kein Witz.

in diesem Sinne

Uwe

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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BeitragVerfasst: 01.11.05, 11:15 
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Registriert: 31.10.05, 13:54
Beiträge: 169
Wohnort: Land Brandenburg
Ahoj,
ich gehe auch davon aus, den Schüler nicht aufzurichten- gerade nach Gerätesportstürtzen.
Aber eigentlich sind die Sportlehrer auch so geschult - genauso ist es hier verboten, das Lehrer oder Sekretärinnen Verletzte zum KH fahren.
Schon manche Eltern haben - teils zu Recht- Gerichte bemüht .....
MfG Glaxina


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BeitragVerfasst: 25.11.05, 23:09 
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Registriert: 05.11.04, 12:40
Beiträge: 57
Ich fühl mich grade durch den aktuellen "Schul-Thread" motiviert hier eine der skurillsten Geschichten zu präsentieren die ich je "erlebt" habe:(Ein gut befreundeter Lehrer hat dies glaubwürdig berichtet)
Neue Kletterwand an der Schule/ Bauarbeiter haben irgendwo in der Nähe eine spitze Eisenstange im Boden vergessen/2Schüler klettern vor Schulbeginn an der Wand dh. Schüler1 klettert und Schüler 2 "motiviert :evil: "Schüler 1 mit der Eisenstange...konkret hat er wohl die Stange mit der spitzen Seite nach oben unter Schüler 1 gehalten (und sich wohl nix dabei gedacht (kopfschüttel).
Schüler 1 verliessen naturgemäß irgendwann die Kräfte und er fiel...
G-e-n-a-u-s-o!
Die Stange drang rektal ein und trat im Leistenbereich vorne wieder aus!
Der (wahrscheinlich sehr) geschockte Schüler "ging" mit seinem "Freund" und besagter Stange zum Lehrerzimmer (1.Stock!!) und traf einen dort anwesenden Lehrer der das -was er sieht -zunächst für einen Schülerstreich hält(schwer vorstellbar wie die Jungs das angestellt haben sollten...). Als er erkannte das es sich mitnichten um einen Fake sondern eine reale Verletzung handelte sagte er zu den Jungs:
1000!m die Straße runter ist eine Arztpraxis. Da geht ihr jetzt mal hin und zeigt das dem Doktor.............. :shock:
Das haben sie dann auch getan und...ich kann es bis heute nicht fassen wie man ein solches Glück haben kann...der Kleine kam tatsächlich lebend (und bei Bewußtsein)dort an. Der Arzt hat natürlich sofort den NA verständigt-sofortige Not OP etc. und der Junge hat ohne größere Blutung bzw. Infektion überlebt!

Um nicht falsch verstanden zu werden:
Ich will nicht in das "Lehrer sind ausschließlich überbezahlte Idioten-Horn" stoßen- im Gegenteil wenn die ihren Job ernst nehmen möchte ich nicht tauschen wollen!

Nichtsdestotrotz haben n.m.E weit über 90% der Lehrer einen massiven Nachholbedarf was die EH-AB angeht. Dinge wie der o.b. Fall dürfen einfach nicht geschehen. Gibt es eigentlich von Seiten der RD-Organisationen eine Möglichkeit bei den RP`s oder besser noch höher- Druck zu machen?
Watcher


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BeitragVerfasst: 26.11.05, 11:30 
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Registriert: 12.02.05, 13:28
Beiträge: 716
Hallo FKP-Watcher,

sollte das wirklich den Tatsachen entsprechen ist das ja unglaublich. Ich finde, dass in dieser Berufsgruppe ebenso Kindergärten, eine Erste-Hilfe-Ausbildung mit jährlicher Auffrischung zum Studium gehören sollte. Im medizinischen Bereichen, z.B. im Krankenhaus gehört das dazu.
Das Verhalten des Lehrers ist mit nichts zu entschuldigen, auch nicht mir Schock. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Gruss

Inge

_________________
Liebe Grüße

Inge Becker
DMF-Moderatorin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.11.05, 12:30 
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Registriert: 25.03.05, 17:25
Beiträge: 1338
Wohnort: Saarland
Naja.... meine eigenen Erfahrungen mit Lehrern sind auch nicht besser.

Ich selbst hatte nach nen Schulunfall (Limoflasche fiel runter, Splitter flogen umher) ein Glassplitter (daumengroß)blieb in einem Knochen des OSG stecken.
Der Lehrer zog ihn einfach raus und meinte, ich soll ein Pflaster draufmachen.
Hab dann vor mich hingeblutet...
Bis ich nachhause kam (Bus und Bahn) wars wohl zum Nähen zu spät und die unschöne Narbe erinnert mich heute noch dran.

Mein Sohn (damals acht) stürzte auf dem Schulhof, brach sich den Unterarm. Der Lehrer liess ihn noch 2 Stunden am Unterricht "teilnehmen", erst als ein nicht älterer Klassenkamerad den Lehrer drauf ansprach, dass "der Andi so komisch aussieht" und "der Arm ist so schief", hat er sich mal bequemt zuhause anzurufen.

Tja... Lehrer sind halt auch nur Menschen...

Susanne


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 Betreff des Beitrags: Schulunfälle und die Folgen
BeitragVerfasst: 26.11.05, 19:29 
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Registriert: 02.03.05, 19:56
Beiträge: 258
Wohnort: Thüringen - nicht näher bezeichnet
Hallo Forum,
wir haben in den verschiedenen Threads über dieses Thema schon mal geredet.
Ich bin der Meinung, dass es ein Thema ist, das einen eigenen Thread verdient.

Meine Erfahrungen mit Schulunfällen in den letzten 4 Jahren im Kurzüberblick.

Vorweg - solche groben Verstöße gegen die Aufsichts- und Fürsorgepflicht gab es bei uns in Thüringen nicht oder nur in Ausnahmen!
- Alte DDR-Schule vielleicht ??-

Vor 4 Jahren hatten wir noch eine Vielzahl von Sportunfällen u.a. Geschehnissen in Schulen , bei denen sich die Lehrer oft Falsch oder unzureichend verhalten haben, aber IMMER den RD gerufen haben, oder z.T. sogar die Schüler selbst.
Wir haben dann mit der Unterstützung der Schulbehörde eine Großaktion an den Schulen und Gymnasien gestartet und "EH-Kurse" und spezielle Kurse für Verhalten bei Schul- un dUnfällen in Kindergärten gestartet.
Da diese Schulungen anstandlos von den BG übernommen wurden, war die Resonanz sehr groß. Auch Kindergärten sind gern gesehene Teilnehmer und wir koppeln es gern mit Schulungen für Schwestern, wenn es sich anbietet. Der Erfolg ist frapierend.
Heute führen wird an den Schulen mindestens einmal im Jahr einen solchen "Auffrischungskurs" durch, der in der Regel sehr gut besucht ist und unsere Ausbilder haben alle Hände voll zu tun, um die Termine zu koodinieren.

Die Anzahl der Unfälle insgesamt ist deutlich rückläufig und die Schwere der Verletzungen auch, da wir auch auf einmal gelernte, aber in Vergessenheit geratene Hilfestellungen z.B. im Sportunterricht hinweisen.

Der Lehrerzunft - IGNORANZ ODER ARROGANZ ODER FEHLVERHALTEN SCHLECHTHIN VORZUHALTEN - finde ich falsch.

Wichtiger ist es, mit geeigneten Mitteln, diesen Personenkreis für uns und unsere Probleme neu zu sensibilisieren.
Im Osten mit Sicherheit leichter, da die Ausbildung zu DDR-Zeiten mehr Wert auf diesen Part legte, aber auch im Westen habe ich von Kollegen sehr positive Reaktionen gehört.

So, das solls für den Einstieg gewesen sein

Jetzt seid ihr dran, aber bitte nicht nur "Negativbeispeile", es sein denn, sie haben die Mehrheit. Dann sollten wir uns über das jeweils betreffende Bundesgebiet/ Region Gedanken machen, wei wir das gemeinsam verändern können.

euer
asb-michel

P.S. Ich hoffe die Mods finden es so o.K.
Hoffe ihr habt ein erfolgreiches Modtreffen in Thüringen gehabt.

_________________
Ich sah meinen Beruf als Berufung an und war stolz darauf, solange ich ihn ausüben konnte.


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