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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Der Notfallkoffer - immer dabei
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Habt Ihr einen privaten Notfallkoffer immer dabei ?
Ja, halte ich für sinnvoll. 39%  39%  [ 12 ]
Hatte mal einen - habe ihn aber nie benötigt. 19%  19%  [ 6 ]
Habe keinen - will keinen außerdem kann ich Erste Hilfe. 42%  42%  [ 13 ]
Abstimmungen insgesamt : 31
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BeitragVerfasst: 28.10.05, 10:58 
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Wow also damit würdeste in Deutschland ja fast schon als Medikamenten-Dealer verhaftet :D

Aber ma ernsthaft wie kannste die Ringer im Winter lagern? Also ich möcht keine Ringer bekommen die so 3 Grad hat...


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BeitragVerfasst: 28.10.05, 14:30 
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Ist schon lustig, als ich mit einem ehemaligen studikollegen in den USA war, hat er aus Angst vor rechtlichen Schritten der amerikanischen "i sue you" Gesellschaft erste Hilfe am Unfallort verweigert, obwohl es in dem Staat war indem er seine Zulassung (Arzt)hat. Ein Paramedic allerdings tischt anscheinend ordentlich auf. Ich hab eh so meine Gedanken.


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 Betreff des Beitrags: Der Notfallkoffer - immer dabei
BeitragVerfasst: 28.10.05, 15:04 
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Hallöchen erstmal,

vielen Dank an diejenigen die bisher an der Umfrage teilgenommen haben. Bisher habe ich aber noch nicht verraten, wie ich es selbst damit halte...
Deshalb denke ich ist es Zeit sich zu outen:
Ja - ich habe einen Notfallkoffer dabei. Das hat aber eine andere Geschichte. Als ich die Situation kam, da meine (Ex).... anaphylaktisch auf einen Insektenstich reagierte. Heftig, Leute ! Ich kann Euch sagen, das ist kein schönes Gefühl, wenn man als "qualifizierter" Mensch zusehen muß wie der Mensch den man liebt(e) urplötzlich mit dem Tode ringt.
Von diesem Tag an war der Koffer immer da wo wir uns gerade aufhielten. Außnahme: Stadtbummel, Ehebett etc....).
Den Ulmer II bekam ich übrigens von einem Kollegen damals gebraucht geschenkt, sonst hätte ich mir warscheinlich so ´nen 50.--€ Baumarktnotfallkoffer geholt. Die Ausstattung (Intubationsset, Rubenbeutel, RR Gerät) kam teils aus Ebay, teil von einem befreundeten niedergelassenen Arzt. Der sorgte aufgrund des dramatischen Verlaufs auch für die Medis (Kortison, Adrenalin, Ringer). Peinlichst genau ist die Lagerung jedoch zu beachten.

Was ich damit sagen will ? Es hängt - glaube ich - auch viel von den persönlichen Umständen ab ob man seinen persönlichen AKW mit sich herum schleppt. Der eine hat eben einige Risikopatienten im Bekanntenkreis - der andere nicht. Unabhänig davon sollte man helfen - auch in der Freizeit - egal ob Fremde oder Freunde.

Als ich neulich von der Klinik heim fuhr kam ich auch zu einem VU. Ich tat also was ich tuen musste, ein anderer Kollege fuhr obwohl er mich sah weiter - er hatte Feierabend - und ich nur zwei Hände....

Grüße an alle


Uwe

_________________
Gesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie / Rettungsassistent


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BeitragVerfasst: 28.10.05, 17:47 
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fa7x110 hat geschrieben:
Ist schon lustig, als ich mit einem ehemaligen studikollegen in den USA war, hat er aus Angst vor rechtlichen Schritten der amerikanischen "i sue you" Gesellschaft erste Hilfe am Unfallort verweigert, obwohl es in dem Staat war indem er seine Zulassung (Arzt)hat. Ein Paramedic allerdings tischt anscheinend ordentlich auf. Ich hab eh so meine Gedanken.


Und was für Gendanken wären das?


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BeitragVerfasst: 28.10.05, 19:39 
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TheHamster hat geschrieben:
Wow also damit würdeste in Deutschland ja fast schon als Medikamenten-Dealer verhaftet :D

Aber ma ernsthaft wie kannste die Ringer im Winter lagern? Also ich möcht keine Ringer bekommen die so 3 Grad hat...


Wie Du evtl. schon bemerkt hast, handelt es sich um "harmlose" Medikamente (zwecks EIGENBEDARF):

Supra & Benadryl (Antihistaminikum) gegen Anaphylaxie - G-d forbid -Sohnemann oder Ehefrau (oder gar ich selbst) befinden uns aufgrund Ausflug/Urlaub/Camping in einer Gegenden/Situation, in welcher mit professioneller Hilfe nicht unbedingt in "reasonable" Zeit zu rechnen ist.

Promethazine gegen Übelkeit/Erbrechen auf evtl. mal langer, einsamer Reise mit Familie.

Hypno & Vecuronium NUR falls ich jemals - again, wie schon zuvor gesagt - in einer absolut abgelegenen Gegend, weit u. breit von jeglicher Hilfe entfernt, an einem VU vorbei komme u. Patient ohne "airway" mir verstirbt (deshalb auch mitgeführtes "easy cap" zwecks zusätzlicher Verifizierung der endotrachealen Tubuslage). Eine grosszügig gestellte Indikation zur Intubationsnarkose zwecks Frühintubation bei Polytrauma, wie ich(wir) sie bei uns im täglichen RD stellen, würde ich aus Rechtsgründen selbstverständlich NICHT einleiten!

Ambu-Beutel falls mal jemand auf der Strasse oder in der Synagoge kollabiert.

Temperatur der Ringer-Lösungen ist gerade im Herbst u. Winter ein besonderes Problem. Meist nehme ich diese aus dem Koffer heraus u. "wickle" sie in 'ne Decke ein.

Grundsätzlich hoffe ich den Koffer NIEMALS gebrauchen zu müssen.

Hope this clarifies the issue; obwohl ich mich bei deutschen Kollegen sicherlich nicht zu rechtfertigen brauch.

Servus,
Michael


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BeitragVerfasst: 30.10.05, 09:32 
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Hallo !

Also ich habe eine Notfalltasche mit. Für den Privatgebrauch habe ich sie mit Dingen zusätzlich ausgestattet, die eine hausärztliche Diagnostik ermöglichen.

Ich benutze sie auch regelmäßig für notärztliche Ambulanzdienste. Da ich sie schon mehrfach im präklinischen Akutfall benötigte, möchte ich Sie nicht missen.

Mehrere Verkehrsunfälle bis hin zu intubationspflichtigen Schädelhirntraumen, aber auch kleine Wehwechen im Urlaub haben schon zum Einsatz selbiger geführt.

Zur Lagerung: Temperatur ist kein wesentliches Problem. PKW steht in Garage (konstante Temperatur), bei Aufenthalten auswärts nehme ich die Tasche mit ins Quartier.

Gruß

Erbschwendtner

_________________
Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 30.10.05, 20:37 
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Zitat:
Hope this clarifies the issue; obwohl ich mich bei deutschen Kollegen sicherlich nicht zu rechtfertigen brauch.


Wunderbarer Satz! Ich glaub du bist ganz weit vorn!

Zitat:
Wie Du evtl. schon bemerkt hast, handelt es sich um "harmlose" Medikamente (zwecks EIGENBEDARF):


Selbstständig gekauft? Keine Verschreibungspflicht? Du bist rechtlich als Privatperson berufen jegliche Medikamente zu verordnen und zu applizieren?
Soweit ich informiert bin (ich lasse mich gern erleuchten) ist die Heilkunst in den USA auch dem Arzt vorbehalten und ihr arbeitet unter "standing orders". Ergo, du als Privatperson hast keinerlei Absicherung und Rechte.
Du scheinst dich ja ganz weit oben zu sehen was man an deinem Ton ausmachen kann.
I salute thee!!


@all
Das Ärzte mehr mitführen, ist wohl selbstverständlich. Sie haben eine ganz andere Garantenstellung auch vom moralischen Aspekt. Ebenso die ganzen nicht notfallmedizinischen Vorkommnisse die ein Arzt sicher gerne sofort behandelt ohne sich Material zuführen zu lassen.


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BeitragVerfasst: 31.10.05, 00:16 
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Wohnort: Seattle, USA
fa7x110 hat geschrieben:
Zitat:
Hope this clarifies the issue; obwohl ich mich bei deutschen Kollegen sicherlich nicht zu rechtfertigen brauch.


Wunderbarer Satz! Ich glaub du bist ganz weit vorn!

Zitat:
Wie Du evtl. schon bemerkt hast, handelt es sich um "harmlose" Medikamente (zwecks EIGENBEDARF):


Selbstständig gekauft? Keine Verschreibungspflicht? Du bist rechtlich als Privatperson berufen jegliche Medikamente zu verordnen und zu applizieren?
Soweit ich informiert bin (ich lasse mich gern erleuchten) ist die Heilkunst in den USA auch dem Arzt vorbehalten und ihr arbeitet unter "standing orders". Ergo, du als Privatperson hast keinerlei Absicherung und Rechte.
Du scheinst dich ja ganz weit oben zu sehen was man an deinem Ton ausmachen kann.
I salute thee!!

Listen DUDE, mein Zugang zu den Medikamenten zwecks a) Eigenbedarf oder b) extremer Notfallsituation im Niemandsland sollte NICHT Dein "concern" sein.

Laut "thread" ging es darum ob u. was Forumteilnehmer im Notfallkoffer privat mitführen. Genau dies u. nichts anderes hatte ich in meinem ersten "post" getan.

Allerdings ist es mal wieder TYPISCH DEUTSCH wie hier- vermutlich vom ärztlichen Personal - SOFORT an allem Kritik geübt wird.


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BeitragVerfasst: 31.10.05, 14:49 
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@Michael
Das man durch das posten seiner Meinung in einem board diese automatisch zur Diskussion freigibt ist meiner Meinung nach nicht nur in deutschen Foren so.


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BeitragVerfasst: 01.11.05, 20:58 
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Zitat:
Allerdings ist es mal wieder TYPISCH DEUTSCH wie hier- vermutlich vom ärztlichen Personal - SOFORT an allem Kritik geübt wird.


Hallo Michael !

Zum typisch DEUTSCH kann ich als Össi nichts sagen, aber die Kritik kommt aus dem RA-Lager.

Sollte eine weitere Diskussion zum Thema Sinn und Unsinn eines "privaten Notarztkoffers" gewünscht sein, bitte eröffnet einen eigenen Beitrag.

Hier ist es doch eine Umfrage, wer einen Koffer hat, braucht, ....

Gruß

Erbschwendtner

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Dr.Ch. Erbschwendtner
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DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und präklinische Notfallmedizin


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BeitragVerfasst: 03.11.05, 20:48 
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Hallo,
bin neu hier und melde mich mal zu Wort.
Also ich habe eine Tasche zu Hause, die ich mitnehme, wenn ich zu meinen Eltern oder Großeltern fahre.
Hatte die Tasche auch schon im Auto, habe sie auch schon gebraucht (beim VU).

Mein Mann ist genau wie ich Rettungsassistent und aus dem Grund wissen wir beide, wie man mit den Sachen, die wir haben umzugegehen haben.

Ich habe allerdings keine halbe Apotheke dabei.
Fogendes haben wir:
1 Ambu.Beutel (Geschenk von Kollegen zum Abschlußgespräch meines Mannes)
2x RiLac
Braunülen jeweils 2 jeder Größe
Fixierung
Glucose 40% ( meine Oma ist Diabetikerin und nimmt sich regelmäßig ihre Hypoglykämie und sollt ich dann da sein, möchte ich was machen können. Übrigens die Glucose gibt mein Opa ihr zu trinken, wenn er nachts merkt, das sie unterzuckert. Wirkt Wunder und er hat den Stress mit Traubenzucker nicht, habe ihn natürlich aufgeklärt, das er das nur machen darf, wenn Oma ansprechbar ist. Er hat es verstanden und ist dies nicht der Fall, ruft er brav den RD)
Solu-Decortin (bin allergisch auf Bienen- und Wespengift und so kann mein Mann schon mal den Schnellangriff starten)
Jede Menge Verpandmaterial (ein normaler Kfz-Verpandskasten in die Tasche geräumt)
2 Kühlpacks (kann man immer gebrauchen)

Das war`s.

Quatsch habe gelogen:
Wir haben einen Stifneck im Auto (ist beim früheren Arbeitgeben ausgesondert worden und wir konnten uns was mitnehmen, wenn wir wollten. Hat eine kleine Macke, erfüllt seinen Zweck aber nach wie vor und man kann sich daran auch nicht verletzen)

Das war es aber wirklich.
Ich kann nur sagen, die Tasche ist super praktisch, wenn man sich geschnitten hat, oder so, Verbandsmaterial ist immer genug da. 8)

Hoffe ihr geht jetzt nicht auf mich los :wink:

Gruß


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BeitragVerfasst: 04.11.05, 09:51 
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Beiträge: 53
Wohnort: Berlin
nu geb ich hier auch mal meinen senf dazu :-D

also persönliche notfallmedis gehören natürlich immer in die nähe, keine frage, aber wenn ich lese das der ein oder andere seinen privaten RTH duch die gegend fährt - fehlt nur noch das mobile CT :-P
da kommt mir ein horroszenario in den kopf...San-helfer mit skalpellen in der sani-tasche :shock: hat es bei uns leider auch schon gegeben... seitdem üben wir viel lieber mal ein wenig sinnvolles...tipp: ein paar handschuhe - das ist alles was ein guter Helfer braucht ;-) und das was er so bei sich trägt... verstand und hände, manchmal auch teile der bekleidung...damit kann man bis eintreffen RD ne ganze menge erreichen...übt das mal - es wirkt wunder und stellt so manchen profi-retter vor ernsthafte schwierigkeiten :-D - es leben die basics :-D

LG

_________________
Wenn jeder nur ein bißchen mehr noch Kind wär´, dann wäre die Welt viel erwachsener...


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BeitragVerfasst: 12.02.06, 09:24 
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Registriert: 01.01.06, 16:53
Beiträge: 123
Also ich habe nen ganz normlaen "Erste-Hilfe" Kasten im Auto und sonst nichts!
Bin aber am Überlegen, ob ich mir nicht einen Ambu-Beutel zu legen soll oder diese Taschenmasken.
Am Schlüsselbund habe ich diese Einmalmaske.

Anosnten, halte ich von diesem ganzen Notfalltaschen fürs Auto nicht viel.
Als RA bewegt man sich in der Notkompetenz eh auf dünnem Eis und deswegen habe ich auch keine Notfall-Medis oder sonstiges.


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BeitragVerfasst: 12.02.06, 12:35 
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noch neu hier

Registriert: 11.02.06, 12:44
Beiträge: 1
Wohnort: Bad Camberg
Schöne Diskussion, erstmal zu meiner "Ausrüstung":
Hab damals günstig bei Ebay ne Notfalltasche ergattert, drin hab ich ne RR-Manschette, Stethoskop, BZ-Messgerät, Samsplint, alles für nen pvZ, Güdel, Beutel mit Masken, ne Taschenlampe und auch ne 500ml Ringer...
Zusätzlich hab ich im Auto noch ne RD-Jacke, ne Warnweste (Hatte zuerst nur die Warnweste, deshalb die Doppelbestückung ;) ) sowie Magnesiumfackeln. Wir bekommen diese von der Autobahnpolizei und wer sie mal im Wald bei nem VU benutzt hat, der weiß dass die Teile Leben retten können!

Zu der übrigen Diskussion:
Ich habe diese Tasche schon diverse Male benutzt, sei es bei VU's unterwegs, häuslichen Unfällen (Bei meinem Suppinationstrauma war ich heilfroh, die Samsplint zu haben!) und ganz selten mal bei nem First-Responder-Einsatz für die Feuerwehr.
Interessant finde ich die Diskussion zum legen von Zugängen als Privatperson. Zunächst muss man natürlich sagen, dass es regionale Unterschiede gibt, soll ja auch Bereiche geben, in denen man als RTW-Besatzung nicht mal nen Zugang legen darf.
Hier ist das allerdings anders. Und deshalb würde ich auch privat nen pvZ legen, sodenn er indiziert ist! Nur weil ich privat unterwegs bin, heißt das nicht, dass ich schon die Braunüle im Anschlag habe und auf alles wild einsteche.
Wenn ich allerdings zu einem VU komme, halte ich es für mich durchaus für eine zumutbare Hilfe, dem Patienten einen Zugang zu legen und entsprechend auch eine Infusion zu verpassen. Der rechtfertigende Notstand gilt durchaus auch für Privatpersonen!
So etwas habe ich für mich entschieden, wenn es jemand anders sieht, kann ich das durchaus verstehen. In einer Stadt sind das sicherlich andere Begebenheiten als hier auf dem Land.
So, und jetzt darf jeder auf mir rumhacken :wink:


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BeitragVerfasst: 12.02.06, 14:47 
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Registriert: 22.12.05, 20:21
Beiträge: 91
Wohnort: Kaiserslautern
Hi,

also um mich erst mal zu outen: auch ich habe einen Notfallkoffer zu Hause stehen. Weil ich selber kein Auto hab entfällt somit das Problem der sachgerechten Lagerung. Den Koffer plus Inhalt hab ich größtenteils durch einen Freund günstig bekommen der bei einer großen Firma in gehobener Position arbeitete die genau dieses Material herstellt. Inhalt entspricht in etwa der DIN für Notfalkoffer. Außer die Medikament, da beschränke ich mich auf Jono, Haes, Atropin, Adrenalin (letztere beide ausschließlich für die Rea, Haes falls grad ein Arzt da sein sollte). Diese hab ich von meiner HAusärztin bekommen, die eine Freundin der Familie ist.

Letztlich hab ich ihn mir hauptsächlich zugelegt, weil ich ihn in ein paar Jahren eh brauchen werde (hoffentlich - als Arzt fände ich es schon ganz angebracht mehr dabei zu haben als einen EH-Koffer)

Selber fand ich es eigentlich schon etwas übertrieben so was zu Hause stehen zu haben oder im Auto mit zu führen.
Ich wurde dann aber eines besseren belehrt, als wir bei der Rückfahrt von einem Projekt in der Ukraine zu einem VU mit zwei Krad-Fahrern kamen - beide ohne Helm. Zum Glück hatten wir auch drei Warnwesten dabei, so dass auch zwei die Unfallstelle absichern konnten (dort fahren die meisten wirklich wie die gesänkten Säue).
Der "Rettungsdienst" kam nach etwa 15 min. mit einem ca. 30 Jahre alten KTW fast ohne Material. Auch wenn wir uns fast nicht verständigen konnten hat die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert, ärztliche Behandlung ist dort präklinisch nicht vorgesehen, Medikamente (auch Analgetika ;-) ) wurden vom Personal dort direkt gegeben, ansonsten herrschte hauptsächlich load and go.

Seit diesem "Einsatz" für meinen Koffer würde ich ihn immer wieder mitnehmen.

Gruß,

Fabian

PS: Übrigens RS und stud.med. im 6.Semester.
PPS: Nein, ich glaube nicht, dass ich Medikamente einfach ins Ausland "exportieren" darf, oder welche straf- und zivielrechtlichen Konsequenzen die Durchführung invasiver Maßnahmen in der Ukraine haben könnten. Da ich von ethischer Seite zum Schluss kam, dass ich richtig gehandelt habe würde ich es auch wieder tun.


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